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Ausbildung zum Erlebnispädagogen in Regensburg

Gruppe & spiel
Zeitschrift für kreative Gruppenarbeit

Ausgabe 2+3/03

 

Ausbildung zum Erlebnispädagogen in Regensburg

 

Das Institut für Kooperative Abenteuer Projekte (KAP) in Regensburg bietet ab Juni zum ersten Mal eine Vollzeitausbildung zum Erlebnispädagogen an. 20 Ausbildungsplätze stehen hierfür zur Verfügung. „Aufgrund der großen Nachfrage nach gut geschultem Fachpersonal können arbeitslose ErzieherInnen, LehrerInnen und Sozialpädagog/Innen für diese Ausbildung eine Förderung beim örtlichen Arbeitsamt beantragen“, informiert Peter Alberter, Gesamtleiter des KAP-Institutes. Die stationäre Erziehungshilfe/Heimerziehung wird in ihrem pädagogischen Alltag in zunehmendem Maße mit Problemen einzelner Jugendlicher und mit Krisensituationen konfrontiert, bei denen die herkömmlichen pädagogischen Konzepte nicht mehr greifen. Nicht selten enden akute Krisen, für deren Bewältigung die Heime keine Alternative mehr sehen, in der Entlassung des Jugendlichen aus der Einrichtung.


So sehr man sich über die negativen Auswirkungen von Maßnahme- und Beziehungsabbrüchen auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen fachlich einig ist, so sehr fehlt es vielerorts an wirksamen und nicht ausgrenzenden Handlungsalternativen. Neue Handlungsorientierte Methoden und Arbeitsansätze sind notwendig. Gerade die Erlebnispädagogik mit ihrer Assoziation von Abenteuer, Action und Spaß zieht Jugendliche an und kann damit Zugang zu den Jugendlichen schaffen, die andere Formen der Hilfe zur Erziehung ablehnen.


Genau hier setzt KAP-Erlebnistherapie an. KAP trainiert, schult und unterstützt seit über neun Jahren Jugendliche, die unter erschwerten Bedingungen aufgewachsen sind.
Während dieser Ausbildung erwerben die pädagogischen Fachkräfte nicht nur den professionellen Umgang mit extrem schwierigen Jugendlichen, sondern erfahren auch die notwendigen technisch-instrumentelle Fähigkeiten im Umgang mit erlebnispädagogischen Medien wie Kanu fahren, Höhlen begehen und Klettern. Auch heilpädagogisches und psychologisches Wissen steht auf dem Lehrplan.


Ausgehend von den verschiedenen Verhaltensauffälligkeiten wird erarbeitet, welchen Förderungsbedarf die Jugendlichen mitbringen, wie dieser in ein individualpädagogisches Reise- oder Standprojekt integriert werden kann und welches erlebnispädagogische Medium sich aufgrund dessen speziell eignet. Um für den Notfall gerüstet zu sein, absolvieren die Teilnehmer eine Ausbildung in Erste Hilfe Outdoor. Auch spezielle sonderpädagogische und sozialpädagogische Interventionstechniken und Handlungsweisen wie der Umgang mit Konflikten und Krisen, die Gestaltung des Alltages als therapeutisches Milieu oder die Notwendigkeit einer Tagesstruktur werden erarbeitet.
Die Vollzeit-Ausbildung dauert sieben Monate und kostet inkl. Lehrgangsmaterial 6.500.- €.

 

Dieser Artikel erschien auch in der Zeitschrift erleben & lernen - Internationale Zeitschrift für handlungsorientiertes Lernen (Ausgabe 2/2003) und der Zeitschrift für Erlebnispädagogik (Ausgabe 4/2003)

 

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