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„Erlebnispädagogen“ eroberten die Natur

Mittelbayerische Zeitung vom 31.03.2001

 

Von Wolfgang Reinl

 


„Erlebnispädagogen“ eroberten die Natur

Teilnehmer aus der Bundesrepublik und Österreich beim Mountainbike- und Trekking-Lehrgang

 

Schönhofen/Etterzhausen. In den letzten beiden Wochen fand im Laber- und Naabtal zwischen Schönhofen, Etterzhausen und Distelhausen der Lehrgang „Mountainbike & Trekking“ der KAP-Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik in der Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie statt. KAP steht für Kooperative Abenteuer Projekte und ist ein Institut mit Sitz in Regensburg.

 

Das KAP- Institut ist eine Weiterbildungsakademie für die professionelle Arbeit im Bereich „Erlebnispädagogik und Erlebnistherapie“. Die Zusatzqualifikation ist als Fortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der stationären Erziehungshilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe konzipiert. Die 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer pro Woche kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, eine sogar aus dem benachbarten Österreich.
Beruflich sind die Teilnehmer alle im sozialen Umfeld tätig, vom Sozialarbeiter bis zum Erziehungshelfer, und zwischen 20 und 40 Jahre alt. Die MZ besuchte sie bei ihrem Aufenthalt im Naturfreundehaus Schönhofen.

 

Radschläge vom Radprofi

Dort erklärte gerade der Radprofi und zuständige Ansprechpartner für Fahrtechnik, Lothar Köppl, ausführlich, wie man ein Loch im Schlauch eines Fahrrades richtig flickt. Im Anschluss daran musste jeder Teilnehmer die anschauliche Theorie in die Praxis umsetzen. Alle Teilnehmner waren hoch motiviert und mit Feuereifer bei der Sache. Peter Alberter, der Projektleiter des KAP-Instituts vor Ort, erklärte seinen Interessierten Zuhörern, dass Naturerfahrungsspiele, kooperative Abenteueraufgaben und der sichere Umgang mit Karte und Kompass im Vordergrund der Trekkingtour „Über Stock und Stein“ stünden. „Nach der Querfeldein-Navigation steigen alle Teilnehmer aufs Bike und lernen Fahrtechniken sowie verschiedenen Spiele rund ums Rad kennen“, sagte Alberter weiter. Weitere Inhalte der Zusatzqualifikation seien Biketechnik, tolle Ausfahrten sowie das Erlernen wichtiger Reparatur- und Wartungsaufgaben. „Das alles wird anhand zahlreicher praktischer Übungen solange vertieft, bis alle Teilnehmer fit sind, eigenständige Biketouren verantwortlich zu leiten“, so der Projektleiter vor Ort. Auf dem Programm standen außerdem schöne Biketouren auf befestigten und unbefestigten schmalen Wegen in der herrlichen Naturlandschaft. Aus den Gesprächen mit den Teilnehmern hörte man deutlich heraus, dass ihnen der Lehrgang „Mountainbike & Trekking“ sehr gut gefällt und sie jederzeit wieder einen derartigen Lehrgang absolvieren würden. Am Nachmittag verließen sie das Naturfreundehaus, in dem sie verpflegt wurden und übernachten konnten, und machten sich mit Gepäck und den Bikes auf den Weg zu einer echten Herausforderung: die nächste Nacht verbrachten sie nämlich in der Etterzhausener Räuberhöhle.

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