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17.10.18 - Erste Hilfe Outdoor Lehrgang

Das Feedback zum Kurs ist nun online

Bei schönstem Spätsommerwetter fand der diesjährige Lehrgang „Erste Hilfe Outdoor“ von 03. - 07.09.2018 am Kastlhof in Riedenburg statt, der als Pflichtkurs zur KAP-Ausbildung Erlebnispädagogik gehört.

 

Die Teilnehmer lernten zunächst die „Basics“ der Ersten Hilfe kennen, bevor es vermehrt in die Natur ging, um dort das Erlernte in die Praxis umzusetzen. Täglich mussten die Kursteilnehmer mit unterschiedlichen, inszenierten Notsituationen umzugehen lernen. Von Brandwunden am Lagerfeuer, über einen beim Holzsägen abgetrennten Daumen, bis hin zu Kletterunfällen und Unterkühlungen war die volle Kompetenz der einzelnen „Rettungsteams“ stets gefordert – realistische Unfalldarstellung mit viel Kunstblut, Modelliermasse, künstlichen Wunden, usw. wurde das ganze noch herausfordernder für die Teilnehmer. Der Bau von improvisierten Tragen und Notunterkünften im Wald sowie das Erlernen von Transport- und Tragetechniken sorgten für ausreichend „Action“ unter freiem Himmel.

 

 

1. Mein Gesamteindruck von der Fortbildung war...

Im Schnitt:            2,0

  • Verena: "Kosten find ich relativ hoch, man hätte den Kurs auf 3 Tage komprimieren können."
  • Catharina: "Gute und ausreichende Informationen. Abwechslungsreich!"
  • Theresa: "Es wurde alles zur Ersten Hilfe erlernt und verfestigt, allerdings war die Struktur nicht KAP-üblich (zu wenig Bewegung/Aktion, zu viele Kaffeepausen)."
  • Steffi: "Umfangreich aber zu wenig Aktion."
  • Lukas: "Mehr Einbinden von Teilnehmern. Mehr Reflexionen."
  • Frank: "Insgesamt positiv."
  • David: "Eine Woche könnte zu lang sein, man könnte sich einen Tag sparen."
  • Anonym2: "Fachlich Erste Hilfe sehr gut, Organisatorisch könnten mehr direkte Ansprachen folgen. Pädagogisch könnten mehr Reflexionen stattfinden, sowie eine Kennenlernrunde!"
  • Anja: "Für mich zu viel Theorie, setze Grundwissen voraus, ungeeignete Unterbringung, teilweise zu wenig Reflexion."

                                                                                                                                                                                                              

2. Inwieweit entsprachen die Lehrgangsinhalte der Ausschreibung und deinen Erwartungen:

Im Schnitt: 1,8

Ausschreibung:  1,6

Erwartungen: 2,0                                                                                                                                                           

  • Theresa: "Habe mir mehr Bewegung gewünscht."
  • Steffi: "Ich hätte erwartet, dass wir mehr ins Gelände gehen."
  • Bea: "Fachliche Erwartung ist getroffen, das drum rum nicht."
  • Frank: "Ich hätte mir mehr Outdoor-Aspekte (Kräuterkunde etwa) gewünscht."
  • Anja: "Hätte mehr an Pflanzenkunde erwartet, selber Feuer machen, Unterkunft bauen, Praxis."

                                                                                                                                                                                                              

3. Wie beurteilst du das Konzept und die Qualität der Ausbildung

Im Schnitt: 1,8

Konzept: 2,1

Qualität: 1,6       

  • Verena: "versch. Verletzungsszenarien waren richtig gut, viel zum selbst ausprobieren."
  • Theresa: "Man könnte mehr Projekte einbauen um es nicht so eintönig zu halten. Leider war viel Leerlauf im Ablauf."
  • Bea: "Viel Leerlauf, spürbare Kosteneinschränkung (Nutella, Essengehen) finde ich nicht gut."
  • Anonym2: "In der Erlebnispäda ist Reflexion und Transfer ein sehr wichtiger Bestandteil, der bisher leider in keinem Kurs (Einführungskurs, Anleitung zur Praxis, Outdoor Erste Hilfe) zur Sprache kam. Das zähle ich als klaren Qualitätsmangel in einer Ausbildung zum Erlebnispädagogen!"
  • Anja: "Qualitativ fachlich und persönlich total tolles Team, aber zu viele Pausen (Leerlauf), mehr Naturkunde erwünscht, zu wenig reflektiert (KAP-Konzept)."

                                                                                                                                                                                                              

4.Inwieweit hatte ich als Teilnehmer die Möglichkeit, an den Kursinhalten beteiligt zu werden,bzw. die Kursinhalte mitzugestalten:

Im Schnitt: 1,5

Beteiligung: 1,4

Mitgestaltung: 1,7

  • Maria: "Dominik war nah an den Teilnehmern, stellte immer wieder Rückfragen, ob Inhalte noch vertieft werden sollten."
  • Catharina: "Gute Einbeziehung und Förderung der Eigeninitiative."
  • Theresa: "Beteiligung bei praktischen Dingen nicht immer gegeben."
  • Steffi: "Nicht immer war die Beteiligung aller Teilnehmer möglich, manchmal auch nicht sinnvoll."
  • Christoph: "Es wurde immer auf Themenwünsche der Teilnehmer eingegangen."
  • Lukas: "Mehr Beteiligung, Selbsterfahrung sammeln, mehr Struktur anbieten durch den Kursleiter."
  • Bea: "Bei den Aktionen gut. Hätte mir noch mehr Bewegung gewünscht."
  • Frank: "Der Kursleiter ist jederzeit gut auf die Fragen und Inhaltswünsche eingegangen."
  • Anonym2: "Die Sparmaßnahmen sollten bei diesen Kosten nicht deutlich werden, was sie aber wurden! Thema Essen!"
  • Anja: "Struktur war fest vorgegeben, wenig Mitgestaltung möglich, viel Beteiligung dafür. Top!"

                                 

5.Wie beurteilst du die Kompetenz der Ausbilder:

Im Schnitt: 1,3

Fachlich: 1,3

Persönlich: 1,3                                                                                                                    

  • Maria: "Dominik war sehr bemüht, dass es allen Teilnehmern gut geht und ob alle Inhalte ausreichend vermittelt wurden."
  • Verena: "Ich hätte mir gewünscht mehr über die anstehenden Tagespunkte informiert zu werden."
  • Catharina: "Super Ausbilder!"
  • Theresa: "Dominik und auch Merlin hatten viel Wissen und praktische Erfahrung, das macht vieles leichter. Man hat auf alle Fragen eine gute Antwort bekommen."
  • Holger: "Dominik und Merlin sind Megasympathisch."
  • Christoph: "Hohe Kompetenz, Wissen sehr gut an Teilnehmer vermittelt."
  • Lukas: "Fachlich top! Sehr offen, hat viele Fragen gestellt."
  • Bea: "Sympathisch. Brauch mehr klare Ansagen."
  • Frank: "Die Kompetenz der Ausbilder war sehr fundiert und auch die Vermittlung der Inhalte war anschaulich."
  • David: "Sehr freundlich. Geht auf Fragen sehr gut ein. Praxiserfahrung."
  • Anonym2: "Fachlich wirkte der Ausbilder sehr gut im Element der Ersten Hilfe. Jedoch fehlten einige pädagogische Grundkenntnisse wie das Thema Reflexion und klare Ansagen wie der Tag verläuft, wann sich wieder getroffen wird. Das Zeitmanagement wurde nicht ganz durchdacht."
  • Anja: "Fachlich was 1. Hilfe angeht top, aber im Bezug auf EP zu wenig Struktur, Reflexion."

                                 

6. Wie sicher hast du dich während der Lehrgänge gefühlt?

Im Schnitt: 1,1

Physische Sicherheit: 1,1

Psychische Sicherheit: 1,1

  • Frank: "Ich habe mich während des gesamten Lehrgangs sehr gut begleitet gefühlt (Sicher)."
  • Anonym2: "Baumklettern zum Mittagessen ohne Sichern geht garnicht! Ansonsten hörte der Ausbilder immer gut zu und war für Ideen offen."
  • Anja: "Fühle mich immer bestens aufgehoben. Essen im Baum fand ich nicht gut, war unsicher und habe keine Sicherheit erfahren außer durch die Entscheidung unten zu essen."

                                 

7. Wie gut hast du dich während der Lehrgänge begleitet und beraten gefühlt:

Begleitung und Beratung: 1,4

  • Theresa: "Beratung war super, die Begleitung war durch fehlende Zeitstruktur etwas beeinträchtigt."
  • Bea: "Bezüglich Wissen gut, Tagesablauf-Struktur fehlte teils die Anleitung."
  • Frank: "Sehr gut"                                                                                                     
  • Anonym2: "In diesem Kurs könnte man noch mehr Didaktik einbauen. Da es nicht nur ein Outdoor-Erste-Hilfe Kurs ist, sondern auch die Ausbildung zur EP könnte man noch mehr zur Anleitung lehren. Sprich wie kann ich die Sachen mit Jugendlichen auch durchführen."
  • Anja: "Viele wertvolle Tipps."

                                                                                                                                                                                                              

8. Wie beurteilst du die Rahmenbedingungen:

Im Schnitt: 2,6

Unterkunft: 2,8

Verpflegung: 2,4

Organisation: 2,5                                                                                                            

  • Verena: "Bzgl. Organisation: Dominik hätte evtl. noch mehr Unterstützung gebraucht, 1 Praktikant bissl wenig wg. Den ganzen Vorbereitungen, dadurch kam es zu Leerlaufphasen."
  • Catharina: "Organisatorisch wären Verbesserungen möglich."
  • Theresa: "Durch viele Leerläufe im Tagesprogramm war man immer etwas unsicher wann es genau weitergeht, bitte mehr kommunizieren. Bei der Verpflegung wurde leider deutlich gespart (Donnerstag Abend)."
  • Steffi: "Definitiv zu viel Leerlauf, zu viele und zu lange Pausen, wenig Vorstrukturierung."
  • Holger: "Kastlhof halt! Schade, dass es keinen Essenszuschuss mehr gibt."
  • Lukas: "Das Gelände soll noch mehr eingebunden werden, um es noch realistischer werden zu lassen."
  • Bea: "Aufenthaltsort direkt vor´m Klo, Organisation von der Tagesstruktur."
  • Frank: "Authentischer wäre ein Lager außerhalb der Zivilisation."
  • David: "Indoor (Naturfreundehaus) wäre für vieles besser gewesen, bei schlechtem Wetter über die ganze Woche hätte es keinen Raum gegeben. Über die "Essengehen-Regel" ohne Zuschuss gab es einigen Unmut, da ein Abendessen das KAP ebenso Geld gekostet hat. 5-7€ wären da schon drin gewesen, dann hätte sich die Gruppe doch für Essen-gehen entschieden! So war es irgendwie eine Trotz-Entscheidung zumal die Kursgebühren deutlich gestiegen sind."
  • Anonym2: "Warum Campingplatz und nicht Naturfreundehaus. Wenn es durchgehend geregnet hätte, hätte man keinen Ersatz gehabt. Außerdem keine gepflegten Sanitäranlagen. Dafür das der Kurs so teuer istm gab es eher spärlich gutes Essen. Keine klaren Angaben, Zeitmanagement könnte besser sein."
  • Anja: "Unterkunft war nicht geeignet, da viele Übungen am Boden. Wenn es durchgehend geregnet hätte, wären wir immer auf kaltem nassen Boden, Verpflegung hat sehr nachgelassen, prinzipiell nicht schlimm, aber der Standard wurde bei anderen Kursen sehr betont hoch gepriesen und das war auch ein Gefühl von besonderem Ambiente. Ansonsten zu wenig Struktur, keine Aufgaben zur Tagesplanung, zu viel Pausen."

                                                                                                                                                                                                              

9. Wie hoch war der Nutzen der Fortbildung für dich persönlich und für deine pädagogische Arbeit?

Im Schnitt:            1,5

Persönlich:           1,5

Pädagogisch:       1,6                                                                                                          

  • Theresa: "Immer gut mehr Routine zu bekommen."
  • Bea: "Fühl mich viel sicherer als Ersthelfer."
  • Frank: "Ich denke durch die vielen Übungen werde ich wesentlich sicherer im Umgang mit Verletzungen."
  • David: "Selbstsicherheit wurde durch die vielen "Unfälle" gewonnen."
  • Anonym2: "Viele Rollenspiele und Übungen bringen Übung, das war sehr gut. Leider wurde zu wenig reflektiert!"
  • Anja: "Fühle mich top weitergebildet und kann Kursinhalte weiter vermitteln."

                                                                                                                                                                                                              

10. Besonders wichtig für mich … warum?

  • Verena: "Know-How über 1. Hilfe zu bekommen, weil ich vorher wenig wissen hatte. Selbst Menschen retten, (Szenario), um zu verinnerlichen."
  • Catharina: "Der Lerninhalt, damit ich es in meine pädagogische Arbeit einfließen lassen kann."
  • Theresa: "Die Umsetzung in Outdoor-Situationen."
  • Steffi: "Sicherheit im eigenen Handeln/Handlungsroutine."
  • Christoph: "Praktische Übungen um mehr Sicherheit zu erlangen."
  • Stephan: "Praxis, selber tun."
  • Lukas: "Mehr Sicherheit gewinnen, alltagstaugliche Situationen."
  • Frank: "Die Übungen des Transports der Verletzten und die Unterstandsbau-Übungen. Das sind Dinge die im Alltag selten geübt werden."
  • David: "Die Fake-Unfälle, da wir dadurch alle profitiert haben und selbstverständlicher mit solchen Situationen umgehen können."
  • Anonym2: "Sicherheit in der Ersten-Hilfe."
  • Anja: "Das Gruppengefüge, hier entsteht immer sehr schnell ein Gemeinschaftssinn, bei dem sich auch Dominik und Merlin top eingefügt haben, da fühlt man sich wohl! Danke euch zwei."

                                                                                                                                                                                                              

11. Mit welchem Gefühl fährst du nach Hause?

  • Verena: "Müde."
  • Catharina: "Mit einer sicheren Handhabung in der 1. Hilfe Outdoor."
  • Theresa: "Auf die Erste Hilfe bezogen mit einem sicheren Gefühl."
  • Christoph: "Guten."
  • Stephan: "Gut."
  • Lukas: "Habe mehr über Erste Hilfe gelernt, mehr Sicherheit."
  • Bea: "Gemischt."
  • Frank: "Zufrieden."
  • Anonym2: "Ist KAP das Thema der Reflexion und des Transfers in den Lehrgängen nicht wichtig? Bisher in keinem Kurs!"
  • Anja: "Nicht ganz so befriedigt wie sonst, aber gut und vor allem sicher."

                                                                                                                                                                                                              

12. Wie bin ich zur KAP-Ausbildung Erlebnispädagogik gekommen?

  • Verena: "Ehemalige Praktikantin."
  • Catharina: "Über einen Freund."
  • Theresa: "Internet."
  • Steffi: "Empfehlung durch Kollegin."
  • Christoph: "Arbeitskollege/Internet."
  • Stephan: "Internet."
  • Lukas: "Durch meine Arbeit."
  • Bea: "Übers Internet."
  • Frank: "Durch Recherche und Vergleiche. Presse/Internet."
  • David: "Eigenrecherche."
  • Anja: "Durch meinen Chef, Empfehlungen."

 

                                 

13. Sonstige Anmerkungen:

  • Verena: "Im Allgemeinen finde ich, dass der Kastlhof überhaupt nicht geeignet für O.E-H. ist. Hier muss Theorie besprochen werden, leider gab es aber keine trockene bequeme Möglichkeit das irgendwo zu besprechen. Stabile Seitenlage, Reanimation etc. müssen am Boden durchgeführt werden. Hier gab es keine Möglichkeit auf trockenem Untergrund zu üben. In meinen Augen ist das Naturfreundehaus besser geeignet. Mir kam es vor, als müsse bei dem Kurs gespart werden - schade. Kosten/Nutzen Verhältnis steht so nicht im Verhältnis. Am Donnerstag zum Essen nicht mehr bezuschusst zu werden, sendet ein komplett falsches Signal!"
  • Catharina: "Vielen Dank für die tolle Woche."
  • Stephan: "Noch mehr Praxis. Evtl. Bergung aus einer Höhle, Bergung aus Gewässer. Noch mehr Bewegung. Evtl. jeden Tag kurze Wanderung. Inhalte im Gelände."
  • Bea: "Super Praktikant Merlin. Ich würde es sinnvoll finden, für neue Dozenten eine Begleitperson zu haben um Abläufe, Struktur etc. besser einspielen zu können. Ich bin von Andi Muhr sehr verwöhnt, weil er einfach alles super macht. Klar hat Dominik nicht die Routine, bräuchte aber jemand um es zu lernen."
  • Frank: "Ich glaune organisatorisch hätte ich einiges anders gestaltet und ich hätte versucht, Teilnehmer mit einem ähnlichen Wissensstand zusammen zu suchen. Dann hätte in dem Kurs mehr auf die Basis Erste Hilfe verzichtet werden können. Für mich war es dann aber doch eine gute Auffrischung."
  • David: "Eine Übernachtung in den Notunterkünften wäre toll. Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass bei diesem Kurs finanziell gespart wurde. Es kann aber auch ein "Überstrahlungseffekt" sein,´ausgelöst durch die Essens-Frage. Insgesamt aber wieder ein sehr hilfreicher und informativer Kurs. Vielen Dank an Dominik!"
  • Anja: "Freu mich auf den nächsten Kurs!"

 

Anmerkungen des KAP-Instituts:

Liebe Teilnehmer des EH-Kurses,

erstmal vielen Dank für euer ausführliches und konstruktives Feedback. Wir haben es uns aufmerksam durchgelesen, uns intern besprochen (Peter, Joachim, Annett, Christina), auch nochmal Rücksprache mit Dominik und Merlin gehalten, und konnten durchaus einige Punkte für uns rausziehen, was wir im kommenden Jahr anders machen werden.

U.a. werden wir z.B. zu Beginn der Woche einen kurzen schriftlichen Wochenüberblick machen, was an den einzelnen Tagen grob vorgesehen ist. Zudem wird es jeden morgen nochmal eine „Vorschau“ über den geplanten Tagesablauf geben. So kann sich jeder auf den Ablauf und die Inhalte einstellen, ggf. noch offene Punkte anmerken, Wünsche anbringen, usw. Dies wird einhergehen mit einer kurzen Stimmungsabfrage… Zudem werden wir eine Übernachtung in den Notunterkünften mit einplanen, die ihr ja selbst gebaut habt (voraussichtlich von Mittwoch auf Donnerstag). Nachdem die Reflexionen und Besprechungen zu den einzelnen „Unfall-Übungen“ ohnehin bereits relativ ausführlich waren, werden wir nach eurem Wunsch aber auch weitere (allgemeine) Reflexions-Einheiten mit einbauen…

Zudem werden wir auch den Zeitablauf nochmal durchplanen, evtl. einige Abläufe nochmal anpassen, um ggf. Lücken zu schließen und den Ablauf „runder“ zu gestalten. Vielen herzlichen Dank hierfür für eure guten Anregungen!

Allerdings sind auch einige Punkte mit dabei, über die wir uns tatsächlich ein bisschen gewundert haben – nicht zuletzt deswegen, weil sie im Laufe der Woche z.T. überhaupt nicht von euch angesprochen wurden und die wir leicht hätten klären können:

  • Sparmaßnahmen anhand von Nutella: Das Nutoka, auf das angesprochen wurde, war von einer internationalen Jugendveranstaltung in der vorherigen Woche noch übrig und neu (sprich noch nicht geöffnet). Dass wir dies für unsere nächste Veranstaltung verwenden, ist für uns selbstverständlich Es entspricht absolut nicht unserem Sinn von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, wenn sowas im Anschluss weggeworfen wird, wenn es noch gut ist. Wenn das als Sparmaßnahme aufgefasst wird, dann können wir hier leider nichts machen… Zudem wurde auch Original-Nutella eingekauft, allerdings beim ersten Essen vergessen auf den Tisch zu stellen…
  • Sparmaßnahmen Essen gehen Donnerstag Abend: wenn ihr euch ausrechnet, wie viel uns die 7,-€ / Person kosten (insgesamt genau 112,-€) und euch grob ausrechnet, wie viel man für einen Grillabend für 16 Personen im Schnitt ausgibt (Rindersteak, Würstchen, Salate, usw.), dann erübrigt sich diese Frage vermutlich auch… Es gab in den vorherigen Kursen immer wieder die Frage, warum wir denn nicht das ganze Essen übernehmen, es gab zeitliche Probleme weil manche Programmpunkte länger gedauert haben, tw. war das Essen nicht gut, tw. waren die Anfahrten ein Problem, usw. Deswegen haben wir vor einiger Zeit beschlossen, bei ca. 1/3 der Kurse probeweise den Restaurantbesuch zu streichen – je nachdem, welcher Kurs es ist, ob vom Ablauf her z.B. Essen gehen sinnvoll oder unumgänglich ist (Abschlusskurs, Einführungskurs, City Bound, Höhle, Bauen und Werken und Bergkurs). Bei Anleitung zur Praxis und Mobile Seilgärten in diesem Jahr war dies u.E. nach super, es gab tolle Stimmung beim Grillen und Abendessen, es musste niemand Fahrer machen, niemand musste als Fahrer auf sein Bier verzichten, … usw. weswegen wir es hier beim EH-Kurs auch so gemacht haben. Nachdem dies bei euch aber ganz offensichtlich nicht als positiv empfunden wurde, werden wir uns im nächsten Jahr etwas anderes überlegen…
  • Unterkunft: einer von euch hat zur Unterkunft angemerkt, dass es gern noch mehr ab von der Zivilisation sein dürfte. Zwei andere hätten gern mehr Luxus. Ihr seht hoffentlich schon anhand dessen die Diskrepanz zwischen den Erwartungen… Es ist nicht einfach jede Erwartung zu erfüllen. Der Kastlhof ist für uns daher ein guter Kompromiss zwischen rustikal und dennoch noch regengeschützt. Zudem heißt der Kurs einfach Erste Hilfe OUTDOOR – es entspricht nicht unserem Verständnis von diesem Kurs, ihn Indoor stattfinden zu lassen… Zudem wären Seminarhäuser wie das NFH Schönhofen o.ä. absolut nicht geeignet, spontan Unfälle darstellen zu lassen: wie soll man eine Verbrennung am Lagerfeuer inszenieren, wenn man gar keins machen darf? Wie soll ein Autounfall dargestellt werden, wenn der Rest der Gruppe im Seminarraum hockt und herzlich wenig vom Parkplatz hört? Ganz zu schweigen davon, dass wir schlicht und ergreifend keinem Seminarhaus zumuten wollen, mit Kunstblut, Kunstblutmasse, Modelliermasse und weiterem Zeugs eingesaut zu werden – und eine kleine Sauerei lässt sich hier, wie ihr ja sicher gemerkt habt, nie vermeiden… es wurde auch angemerkt, dass, wenn es die ganze Woche geregnet HÄTTE es keine trockene Fläche gegeben HÄTTE. Dass wir für etwas kritisiert werden, was nie stattgefunden hat, ist das eine. Dass wir aber durchaus vorher Wetterberichte checken um zu sehen, wie es werden soll, dass wir täglich in Kontakt mit Dominik und Merlin sind, usw. wäre evtl. auch noch ein netter Konjunktiv zum bewerten gewesen. Es gäbe nämlich durchaus Möglichkeiten, die trockene Fläche zu vergrößern: vor einigen Jahren bauten wir z.B. eines unserer Tipis auf, um die Seminarfläche und trockene Fläche zu vergrößern. Dies war angesichts des Wetters bei euch einfach nicht notwendig. Es ist ja nicht so, als würden wir uns keine Gedanken zu den Locations machen…
  • Kritikpunkte Kastlhof: uns ist durchaus nach wie vor bewusst, dass am Kastlhof nicht Friede Freude Eierkuchen herrscht. Gerade die Duschen sind (wie wir wissen) sehr in die Jahre gekommen und dringend renovierungsbedürftig. Nichtsdestotrotz finden wir den Kastlhof eine super Möglichkeit, sowohl mit Fortbildungen als auch mit Jugendgruppen dort zu bleiben: 1. Lagerfeuer sind überhaupt kein Problem; 2. Es gibt keine zugewiesenen „Parzellen“, sondern jede Gruppe hat massig Platz, v.a. auch für Spiele, Warm-Ups, usw.; 3. Man ist weit genug von den Dauercampern entfernt; 4. Noch NIE gab es Beschwerden, weil die Zeltplatzruhe nicht eingehalten wurde – und die Lagerfeuer brennen bei manchen Kursen bis 3.30 Uhr morgens…; 5. Welcher Zeltplatz beschwert sich nicht irgendwann, wenn die ganze Woche irgendwo jemand lautstark um Hilfe ruft?!; 6. Unkomplizierter geht’s nicht: die Wälder rings um den Zeltplatz gehören Brocks, den Besitzern des Kastlhofs – welcher Staatsforst oder Privatbesitzer erlaubt sonst Lager- und Unterstandbau in seinem Wald?? Für Jugendgruppen und erlebnispädagogische Fortbildungen ist der Kurs ideal. Leider kann der Platz natürlich nicht mit z.B. dem Grubhof vom Bergkurs mithalten… Angesichts der o.g. Punkte gibt es bislang aber leider im Umkreis von ca. 1 Stunde rund um Rgbg keine Alternative… Wir wissen aber auch von einigen Kinderheimen, die extra aus den beschriebenen Gründen z.B. aus Augsburg zum Kastlhof fahren, damit ihre Kinder sich auch einmal „frei“ bewegen dürfen.

Es gab zudem noch in paar Bemerkungen und Kritikpunkte, die allerdings immer nur von einer Person angesprochen wurden. Deswegen gehen wir auf diese hier nicht näher ein.

Aufgrund eurer berechtigten Kritik werden wir den Ablauf unseres seit über 20 Jahren bewährten Kurses nochmal überdenken und überarbeiten, auch bzgl. der Pausen. Eine weitere personelle Unterstützung sahen wir von unserer Seite aus nicht als notwendig. Im vergangenen Jahr war ich selbst 2 Tage mit vor Ort, um Dominik bei seinem ersten Kurs zu unterstützen. Allerdings stand ich zu ¾ der Zeit nur daneben und konnte nichts dazu beitragen (der Rest war nur organisatorisches Gedöns, dass vor Ort einfach leichter zu klären ist) – dies ist ja auch nicht im Sinne des Erfinders. Dementsprechend haben wir es dieses Jahr gleich weg gelassen… Wir werden aber noch überdenken, wie wir dies im nächsten Jahr lösen werden…

Falls es jemanden interessiert: 1:1 der gleiche Ablauf mit dem gleichen Referenten, an der gleichen Location, zum gleichen Datum fand im vergangenen Jahr statt: https://www.kap-outdoor.de/ueber-uns/news/article/081117-lehrgang-erste-hilfe-outdoor-der-ausbildung-erlebnispaedagogik.html

 

Anbei ein Auszug zur Frage Rahmenbedingungen: 

·  Rundum perfekt“ (Anna)

·  „Campingplatz sehr schön, außer die Sanitäranlagen“ (Corinna)

·  „Essen war super“ (Felix)

·  „Unterkunft: Toll mit Volleyballplatz; einfach, aber sauber; Verpflegung: Sehr lecker, keine Wünsche offen geblieben; Organisation: Kurze Pausen zwischen durch zum ‚verdauen‘; top organisiert; kleine ‚Fehler‘ ‚zugegeben‘; flexibel umgestaltet“ (Kristina)

·  „Rundum perfekt“ (Anna)

 

Entschuldigt bitte diese endlos-Email. Wir hoffen trotz der teils enormen Kritiken in den Feedbackbögen, dass der Kurs für euch bereichernd und lehrreich war und ihr einiges darauf mitnehmen konntet.

Wir bitten euch dennoch, euch in den zukünftigen Kursen nicht zu scheuen, Kritikpunkte unmittelbar anzusprechen – auch ohne explizite Nachfrage seitens des Referenten. Wir können nicht auf eure Kritiken reagieren, wenn wir sie im Laufe der Woche nicht erfahren… 

 

Viele Grüße 

Christina Dietlmeier und Peter Alberter

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