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Abseilen

Abseilen ist eine herausfordernde Aktion im Umgang mit Selbstüberwindung, Angst und Vertrauen. Sich dem Seil anzuvertrauen und die sichere Felskante loszulassen braucht Überwindung und Vertrauen. Doch dann führt das Abseilen zum Hochgefühl und Genuss. Sich Zeit nehmen und den Blick schweifen lassen über das Tal und dabei die Freude über den eigene Mut und die eigene Stärke genießen.

 

Bevor wir uns an die Felskante wagen, werden die verschiedenen Fertigkeiten auf dem Boden geübt und nach und nach in steileres und schwierigeres Gelände übertragen. So werden unterschiedliche Knoten wie der Halbmastwurf und der Achtknoten erlernt und geübt. Das Einlegen des Kletterseils in den Abseilachter, das Einbinden ins Seil für die Rücksicherung, die richtige Körper- und Handhaltung beim Abseilvorgang – all das wird im Laufe des Tages erlernt, bis es schließlich an der ca. 30 Meter hohen Felskante zur Anwendung kommt.

 

Das Abseilen funktioniert immer mithilfe eines redundanten Systems. Die abseilende Person ist selbstständig am Seil unterwegs. Trotzdem hängt zur Sicherheit noch ein zweites Seil im Anseilpunkt des Klettergurts. Dieses Seil wird von den Kollegen am Felskopf mittels einer Umlenkung und einem weiteren Abseilgerät gehalten. Somit ist sichergestellt, dass niemand durch einen kleinen Fehler nach unten stürzt, da er im Notfall immer durch die Kollegen aufgefangen wird.