seit 1994

ISE-Jugendliche mit Mountainbike unterwegs

DEMO statt RITALIN - SKILLEN statt CHILLEN!


Anfang des Jahres 2012 wurde vom KAP-Projektleiter Intensivtherapie Andreas Langer für unsere betreuten Jugendlichen die „Abenteueroffensive“ ins Leben gerufen. Dieses Projekt umfasste verschiedene, mehrtägige Aktivitäten im erlebnispädagogischen Bereich, wie z.B. Klettersteig, Höhlenbefahrungen etc.

 

Unter anderem gab es auch einen einwöchigen Besuch im Bikepark in Bischofsmais.Trotz Dauerregen und Kälte wurden einige der teilnehmenden Jugendlichen dort regelrecht mit dem Bike-Virus infiziert und wollten fortan nur noch Aktivitäten auf dem Bike durchführen. Dies betraf vor allem die Jugendlichen der Außenwohngruppe in der Kirchstraße in Nittendorf, unweit der KAP Geschäftsstelle. Schnell wurde versucht, geeignetes Material für die Jugendlichen zu besorgen und da einige KAP Mitarbeiter ebenfalls leidenschaftliche Biker sind klappte das ganz gut. Ein Jugendlicher konnte sich sogar mit Hilfe seiner Eltern und diversen Ebay-Verkäufen eine komplett eigene Ausrüstung und sogar ein Bike zusammensparen. Von da an waren alle anderen Aktivitäten auf Wunsch der Jugendlichen hinten angestellt und es wurde gebikt was das Zeug hielt!


Aufgrund der guten Lage des KAP-Instituts im herrlichen Altmühltal herrscht an geeigneten Strecken kein Mangel, sogar eine Art kleiner Bikepark ist vom Standort aus binnen 5 Minuten mit dem Rad zu erreichen. Sofern Schule und Ausbildung es zulassen, versuchen die Jugendlichen dort nahezu ihre gesamte Freizeit zu verbringen. Das freut natürlich die Betreuer, waren doch einige Jugendliche noch vor einem Jahr kaum von der Spielekonsole weg und raus in die Natur zu bringen. Mittlerweile liegt das Fahrkönnen der Jugendlichen auf gutem Niveau, die ganz Ehrgeizigen unter ihnen setzen sich sogar Tagesziele, bis wann sie den einen oder anderen Sprung können wollen.


Mit großem Spaß und nahezu „nebenbei“ ergeben sich für die Jugendlichen zahlreiche Lern- und pädagogische Handlungsfelder, denn Biken bedeutet mehr als nur eine rein körperliche Herausforderung. Die Jugendlichen lernen ihre eigenen Grenzen kennen und erweitern, sie müssen mit Erfolg und Niederlagen umgehen lernen, Mut beweisen und ihr Können erweitern. Dazu bedarf es einer realistischen Selbsteinschätzung und eines guten Körpergefühls. Dies ist für die Jugendlichen besonders in schwierigen Lebenssituationen sehr hilfreich, da diese oft ein besonders schwaches Selbstbild haben. Die Jugendlichen lernen außerdem den verantwortungsvollen Umgang mit anderen, Rücksichtnahme und Respekt vor der Natur (gemäß den Trailrules der DIMB). Technisches Verständnis und handwerkliches Geschick werden bei Pflege und Wartung der Ausrüstung trainiert.
Und das Schönste: Mountainbiken kann man zu jeder Jahreszeit! In diesem Sinne fördert das KAP-Institut junge Menschen im Hinblick auf eine aktive Freizeitgestaltung. Im Bezug auf das Biken heisst es dann: DEMO statt RITALIN, SKILLEN statt CHILLEN!

 

Verfasser: Holger Sturm, Projektleiter Therapeutische Wohngruppe

Über uns

16.05.17 - Wir haben Zuwachs bekommen

Acht Entenküken tummeln sich seit heute im KAP-Garten

27.04.17 - Quizfrage:

Pippi Langstrumpf, oder doch eher unser Andi Muhr?! :-P