Regine Urner
Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik
im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP
des KAP-Institut
"Die Heck-Schreck, das Abenteuer und wir..."
Erlebnispädagogisches Projekt von Regine Urner
22. bis 24. August 2008
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Beschreibung der Einrichtung
2. Zielgruppe
2.1 Gruppenzusammensetzung
2.2 Beschreibung der Teilnehmer/innen
3. Erlebnispädagogisches Konzept
3.1 Pädagogischer Hintergrund / Idee
3.2 Allgemeine Zielsetzung
3.3 Art der Unternehmung
4. Projektverlauf
4.1 Vorbereitung
4.2 Geplanter Projektverlauf
4.3 Tatsächlicher Projektverlauf
4.4 Abschluss
5. Nachbereitung
5.1 Veränderung bei den beteiligten Jugendlichen
5.2 Reaktionen in der Einrichtung
6. Reflexion
6.1 Besondere Erlebnisse
6.2 Erkenntnisse / Erfahrungen
7. Öffentlichkeitsarbeit
8. Literaturverzeichnis
9. Anhang
Einleitung
Ich habe mir zum Ziel gesetzt, mein Abschlussprojekt in meiner Einrichtung durchführen, auch wenn ich dafür gewisse Schwierigkeiten und Umstände in Kauf nehmen müsste. In unserer Einrichtung ist es relativ schwierig, eine Genehmigung für Aktionen dieser Art zu erhalten, da in der Vergangenheit schon einmal ein Unfall passiert ist. Trotzdem wollte ich beweisen, dass Erlebnispädagogik vor allem in der Kinder- und Jugendpsychiatrie viel bewirken kann, auch wenn in meinem Fall die Gruppendynamischen Voraussetzungen nicht optimal waren.
1. Beschreibung der Einrichtung
Die xy Klinikum gGmbH verfügt über 27 vollstationäre und 10 teilstationäre Behandlungsplätze für die allgemeinpsychiatrische Versorgung der 5- bis 14-Jährigen. Außerdem verfügt die Klinik über eine Institutsambulanz und eine Schule. Schulpflichtige Patienten besuchen in der Regel für die Dauer ihres stationären oder teilstationären Aufenthalts die Schule am Klinikum. Für jeden Patienten wird dann in Absprache und im Einvernehmen mit den Sorgeberechtigten ein individueller Therapieplan erstellt. Hierbei werden zumeist verschiedene Behandlungsmethoden störungsspezifisch kombiniert. Diese sind: Psychotherapeutische Behandlungsformen, verhaltens- und pharmakotherapeutische Behandlung, sowie Musik-, Kunst- Ergo-, Sprachtherapie und Motopädie. Die Therapie kann sowohl einzeln als auch in Gruppen erfolgen. Ein wesentlicher Baustein bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen ist die pädagogische und heilpädagogische Arbeit auf den Stationen („Therapie im Alltag“). Durch gezielte heilpädagogische Maßnahmen auf der Grundlage der erarbeiteten Pflegestandards werden die Selbstständigkeit und die Alltagsbewältigung gefördert (s. Qualitätsmanagement Handbuch).
2. Zielgruppe
2.1 Gruppenzusammensetzung
Mein Projekt wollte ich mit der gesamten derzeitigen Gruppe durchführen, da ein Hauptziel die Verbesserung der Gruppendynamik war. Aus diesem Grund wäre es nicht vorteilhaft gewesen, einzelne Gruppenmitglieder von dem Projekt auszuschließen, obwohl die Gesamtgruppe zur Zeit des Projektes sehr anstrengend und auffällig war. Für mein Vorhaben war die Gruppengröße optimal. Die Gruppe setzte sich zum Zeitpunkt des Projekt aus sieben Jungen im Alter zwischen 13 und 14 Jahren und je einem 13- und 14jährigen Mädchen zusammen. Die meisten der Teilnehmer waren schon seit längerer Zeit bei uns in Behandlung. Am Projektwochenende hatten die Kinder und Jugendlichen bereits einen Aufenthalt zwischen vier Tagen und elf Wochen hinter sich. Die Krankheitsbilder der Patienten waren sehr unterschiedlich. Die Jungen waren überwiegend auf Grund einer hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens bei uns in Behandlung. Zusätzlich kamen noch individuelle Diagnosen, wie z.B. eine ausgeprägte Sprachstörung, eine emotionale Störung des Kindesalters und eine ausgeprägte Zwangsstörung hinzu. Durch diese sehr schwierigen Krankheitsbilder, ist die Gruppendynamik auch dementsprechend auffällig. Die Gruppe war sehr laut, konnte sich nur schlecht auf vorgegebene Aufgaben konzentrieren und es kam immer wieder zu kleineren und größeren Konflikten, bei denen auch versucht wurde, einzelne schwächere Teilnehmer auszugrenzen. Im Folgenden möchte ich die einzelnen Teilnehmer zum Zeitpunkt des Projekts genauer vorstellen.
2.2 Beschreibung der Teilnehmer/innen
N., 13 Jahre, seit 11 Wochen in Behandlung
N. wurde wegen einer ausgeprägten Zwangs- und einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung zum wiederholten Male bei uns aufgenommen. Die Zwänge beziehen sich bei ihr überwiegend auf die Hygiene, was für das Projekt sehr ausschlaggebend ist, da es z.B. im Wald keine Toilette gibt. Zur Behandlung ihrer Zwänge und Aufmerksamkeitsstörung nimmt sie Psychopharmaka ein. Das Projekt sollte ihre Zwänge positiv beeinflussen. Natalie ist bedingt durch ihr Störungsbild sehr ordentlich. Sie lebt auf Station sehr zurückgezogen und in sich gekehrt. Teilweise meint man, dass sie kurzzeitig in einer „anderen Welt“ lebt. In der Gruppe hat sie eher eine Außenseiterrolle, worunter sie aber nicht leidet. Einen guten Kontakt hat sie zu ihrer Zimmerkollegin und derzeit einzigem weiteren Mädchen, S. N. wird nach dem Aufenthalt hier in eine weitere Fremdunterbringung gehen, da ihre Mutter auch psychische Probleme hat.
S. 14 Jahre, seit 9 Wochen in Behandlung
S. ist wegen einer Störung des Sozialverhaltens mit depressiver Störung und einer emotionalen Störung des Kindesalters bei uns aufgenommen worden. Sie lebt in einer schwierigen Familienkonstellation mit mehreren Halbgeschwistern. In den letzten Wochen hat sich ihr Zustand sehr verbessert. Sie wirkt lebendiger und offener. S. hatte Spaß an den Vorbereitungstreffen und zeigte sich hilfsbereit. In der Gruppe hat sie einen guten Status und nimmt die Position der Stationssprecherin sehr ernst. Ihr Selbstbewusstsein ist nicht ausreichend ausgeprägt. Noch lässt sie sich teilweise sehr ausnutzen. Sie soll beim Projekt erkennen, dass sie auch selbst etwas schaffen kann, ohne dass sie sich immer an andere hängt. S. hat keine Medikation.
F., 13 Jahre, seit 4 Wochen in Behandlung
F. wurde vor gut vier Wochen wegen einer sehr ausgeprägten hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens und einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung auf unserer Station aufgenommen. Er hat in dieser Zeit schon einige sehr gravierende Time-Out Maßnahmen hinter sich, bei denen er sich unter anderem auch einen Mittelhandknochen brach. Daher war er am Projekt motorisch sehr eingeschränkt. Er hat eine schwierige Vorgeschichte: Ausschluss von der Schule aufgrund Verweigerung und körperlicher Gewalt gegenüber Mitschülern, unkontrollierter Konsum von Alkohol und anderen Drogen, Schnüffeln von Deo, Diebstähle und Sachbeschädigung. Auf Grund dieser Delikte ist er auch schon polizeilich registriert. In der Gruppe wird er als Anführer angesehen, was ihn zu allen möglichen Taten beflügelt. Durch das Projekt kann er vielleicht erkennen, dass man in einer Gruppe miteinander Positives erreichen kann. F. nimmt zur Verbesserung der Aufmerksamkeit den Wirkstoff Methylphenidat und zur Kontrolle seiner Aggressionen ein schwach dosiertes Neuroleptikum ein.
B., 14 Jahre, seit 4 Wochen in Behandlung
B. ist zum zweiten Mal bei uns in Behandlung wegen einer hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens und einer emotionalen Störung des Kindesalters. Benjamins Intelligenz ist unterdurchschnittlich, was die Kommunikation und das Zusammenleben teilweise sehr erschwert. B. ist ein Mitläufer und leicht zu motivieren. Er hängt sich sehr an Felix, den er kritiklos respektier. B. kann lügen ohne mit der Wimper zu zucken und wird sehr schnell aggressiv, wenn ihm etwas nicht passt. Zusammen mit F. hat er sich gegen M. verschworen. Durch das Projekt soll er erkennen, dass er auch ohne F. Spaß haben kann, was sich bei den Vorbereitungstreffen schon angedeutet hat. Er nimmt, genau wie F., Methylphenidat zur besseren Konzentration und soll nach der Behandlung wieder in die Familie.
K., 13 Jahre, seit 6 Wochen in Behandlung
K. ist bei uns wegen einer hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens. Die von der Familie beschriebenen Verhaltensweisen hat er bis jetzt noch gut zurückhalten können. K. versucht sehr, sich kontrolliert zu verhalten. Dabei wirkt er meist sehr egoistisch und altklug. Er hat ein gutes Allgemeinwissen, durch das er leider meistens überheblich wirkt. Er hat aber durch sein oberflächliches „cooles“ Auftreten, eine gute Position in der Gruppe. K. konsumierte vor seinem Aufenthalt viel Alkohol und Nikotin, bedingt durch den Umgang mit älteren Jugendlichen. Er kann sehr hinterlistig sein und lügt auch ohne eine Spur von Reue. Vielleicht kann er beim Projekt lernen, sich auch mal zurückzunehmen. Durch Methylphenidat kann er seine motorische Unruhe besser steuern. Nach dem Aufenthalt soll K. zurück in die Familie.
A., 14 Jahre, seit 6 Wochen in Behandlung
A. wurde auf Grund einer Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellem, aufsässigem Verhalten aufgenommen. Weiter sind eine hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens und Verdacht auf eine emotionale Störung des Kindesalters diagnostiziert. Seine Mutter starb vor vier Jahren an den Folgen ihrer Alkoholabhängigkeit. Seitdem lebt er mit seinen zwei älteren Schwestern bei seinem Vater, der ebenfalls ein Alkoholproblem hat. Andreas wird von der Gruppe akzeptiert, lässt aber durch sein aggressives, lautes, verweigerndes und teilweise beleidigendes Verhalten bewusst keinen näher an sich ran kommen. Zu C., seinem Zimmerkollegen, hat er allerdings eine gute Beziehung aufgebaut, die ihm sehr wichtig ist. A. kann sich nur im Einzelkontakt öffnen und gibt sich dann sehr aufgeschlossen. In der Gruppe verweigert er zunächst immer und macht alles schlecht. Erst wenn man ihm daraufhin keine Aufmerksamkeit mehr schenkt, versucht er einzulenken. Beim Projekt soll er lernen, sich Dinge erst anzuschauen bzw. auszuprobieren, bevor er sich ein Urteil darüber bildet. A. nimmt Methylphenidat, aber in retardierter Form.
C., 13 Jahre, seit 9 Wochen in Behandlung
C. wurde wegen einer Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung und dem Verdacht auf eine emotionale Störung aufgenommen. Auf Grund seiner Sprachstörung, bedingt durch seine Zweisprachigkeit (Mutter kommt von den Philippinen), ist C. sehr still und zurückgezogen. Er ist überwiegend depressiv. Seit der Behandlung mit Antidepressiva wirkt er etwas wacher und fröhlicher und nimmt mehr an den Gruppenaktivitäten teil. C. wird zwar von der Gruppe akzeptiert, hat aber eher eine Außenseiterposition. Mit A. hat er eine gute Beziehung aufgebaut, die ihm sichtlich gut tut, ihn aber auch nur das tun lässt, was A. macht. C. hat sehr viel Kraft, die er aber nur bewusst einsetzt. Beim Projekt könnte er diese Ressource nutzen und so den anderen evtl. Hilfestellung geben. Nach dem Aufenthalt soll C. wieder in seine Familie zurück.
S., 14 Jahre, seit 4 Tagen in Behandlung
S. wurde auf Anordnung des Jugendamtes, auf Grund einer Anpassungsstörung mit Angst und Depression, einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung und einer seit Kindheit bestehenden Enkopresis bei uns aufgenommen. Seine Eltern haben seit Anfang 2008 nicht mehr die komplette elterliche Sorge. S. wurde am Aufnahmetag von seiner Mutter hier „ausgesetzt“ ohne Kleidung und Gepäck, so dass über schnelle Hilfen des Landratsamtes, Kleidung besorgt werden musste. Er wirkt noch etwas schüchtern und als Außenseiter, versucht aber, sich in die Gruppe zu integrieren, was Anfangs sehr schwer war, da ihm F. und B. Schwierigkeiten bereiteten. S. steht selbst dem Aufenthalt in der Klinik nicht positiv gegenüber, was eine Zusammenarbeit erschwert. Er ist aber trotzdem sehr hilfsbereit und motiviert bei den Vorbereitungstreffen. Vielleicht kann er bei dem Projekt erkennen, dass es auch an einer Fremdunterbringung positive Seiten gibt.
M., 13 Jahre, seit 3 Wochen in Behandlung
M. wurde wegen einer hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens, einer Anpassungsstörung und einer sehr ausgeprägten Sprachstörung aufgenommen. Er lebt erst seit kurzem wieder in der Familie, genau wie seine Geschwister, da er acht Jahre lang, bis 2006, in einem Kinderheim wohnte. Während des Aufenthalts hier, kam es bis jetzt regelmäßig wegen Kleinigkeiten zu gravierenden Time-Out Maßnahmen, bei denen er immer fremdaggressiv wurde. Trotz allem ist er sehr leicht zu motivieren und für etwas zu begeistern. M. hat in der Gruppe eine starke Außenseiterposition, da er noch sehr kindlich und naiv ist, aber auch auf Grund seiner Sprachstörung. Er wird vor allem von F. und B. provoziert und geärgert. Mit C. versteht er sich allerdings gut, was wiederum A. nicht gefällt, da er C. nur ungern „teilt“. Beim Projekt soll er erkennen, dass er manche Sachen viel besser kann, als andere Gruppenmitglieder, obwohl er der Kleinste und Leichteste ist. M. nimmt auch Methylphenidat und Risperidon zur Kontrolle seiner aggressiven und impulsiven Ausbrüche.
3. Erlebnispädagogisches Konzept
3.1 Pädagogischer Hintergrund / Idee
In unserer Einrichtung, zumindest in meiner Abteilung, bin ich in Sachen Erlebnispädagogik Vorreiterin. Aber auch im Münchner Stammhaus ist die Erlebnispädagogik eher Neuland. Es gab vor einigen Jahren einen schweren Unfall, auf Grund dessen „gefährliche“ Aktivitäten, wie Bergwandern oder Kanufahren verboten, bzw. nur in äußersten Ausnahmefällen genehmigt werden. Für mich hieß das, dass ich mir ein Angebot überlegen musste, das von der Klinikleitung auf jeden Fall genehmigt, aber den Kinder und Jugendlichen trotzdem Spaß machen sollte. Ich wägte dies mit meinen Kursen beim KAP Institut ab und entschied mich für das Medium „Mobile Seilgärten“. Ein Vorteil dieses Angebots ist auch, dass man damit viele verschiedene Ziele verfolgen kann und somit flexibel ist, da in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ein ständiger Wechsel ist, und man teilweise erst kurz vor dem Projekt weiß, welches Klientel man hat. Am Projektwochenende hatten wir eine sehr schlechte Gruppendynamik, bedingt durch die überwiegend sozialverhaltensgestörten Kinder und Jugendlichen. Somit war die Förderung der Gruppendynamik anhand von Übungen auf Seilelementen das oberste Ziel.
Ich habe das Projekt für ein Wochenende in den Sommerferien geplant, da es in unserem Stationsalltag als Ferienprogramm eingearbeitet wurde. So hatte ich auch genug Zeit, um das Projekt gemeinsam mit den Patienten vorbereiten zu können. Während Woche wäre die Umsetzung schwierig gewesen, da die Kinder und Jugendlichen regelmäßig Therapien haben.
Auf Grund der Bestimmungen des Heckscher Klinikums, ist es nicht möglich, dass Patienten außerhalb des Klinikgeländes übernachten. Auf Station wollte ich aber auch nicht schlafen, da dies die ganze Stimmung des Tages, an dem wir sowieso nicht auf dem Klinikgelände waren, wieder negativ beeinflussen würde. Also wurde das Wochenende so konzipiert, dass wir zwar im Garten der Einrichtung zelten wollten, wir uns aber vorstellen wollten, wir wären anderswo, was vor allem für die Vorbereitung sehr wichtig war. In gemeinsamen Vorbereitungstreffen wurden nicht nur die terrestrische Navigation erlernt, sondern auch ein Essensplan und eine Packliste erstellt. Falls ein Teilnehmer also beim Packen seiner persönlichen Sachen etwas vergessen sollte, hat er „Pech gehabt“. So muss sich die Gruppe gegenseitig (aus-)helfen.
Eine weitere Idee, die ich mit dem Projekt verwirklichen will, ist mehr erlebnispädagogische Arbeit in unserer Einrichtung einzuführen. Ich sehe das Projekt somit auch ein bisschen als „Pilotprojekt“, bei dem ich versuchen werde, alles so gut wie möglich umzusetzen, damit ich der Klinikleitung im Anschluss einen positiven Bericht liefern kann und dann hoffentlich die Möglichkeit habe, solche Projekte häufiger durchführen und die notwendigen Materialien dafür anschaffen zu können.
3.2 allgemeine Zielsetzung
Mein Hauptziel ist, wie oben schon genannt, die positive Förderung der Gruppendynamik. Zum Zeitpunkt des Projekts gab es ein bis zwei Außenseiter, die von zwei bis drei anderen Gruppenmitgliedern teilweise so provoziert wurden, dass sie körperlich aggressiv wurden und letztendlich eine Time-Out Maßnahme benötigten. Durch die notwendige Teamarbeit zum Aufbau eines Seilgartens und anderer erlebnispädagogischer Elemente an diesem Wochenende erhoffe ich mir, dass die Gruppe besser zusammenwächst. Natürlich gibt es auch weitere Ziele, die ich an diesem Wochenende verfolge. Diese sind teilweise individuell auf die Teilnehmer und Aktionen bezogen, wie z.B.
• Förderung der Kommunikation und Kooperation in der Gruppe
• Förderung des Selbstbewusstseins
• Förderung der Konzentrationsfähigkeit
• Förderung der Motorik (Grob- und Feinmotorik)
• Förderung der Ausdauer und Geduld
3.3 Art der Unternehmung
Mein Projekt umfasst mehrere erlebnispädagogische Elemente, die ich während der Kurse am KAP-Institut kennen gelernt habe. Das Hauptelement ist der Niederseilgarten. Dazu kommt noch das „Aussetzen“ und zu einem bestimmten Ziel finden anhand der terrestrischen Navigation, der Bau eines Pizzaofens und der Bau einer Riesenkugelbahn. Zwischendurch wurden diverse Kooperative Abenteuerspiele zum Auflockern und zur Kooperation durchgeführt.
Das Projekt wurde für drei Tage, vom 22. bis 24. August 2008, geplant. Es sollte Freitag Vormittag beginnen und Sonntag Nachmittag enden. Die Aktionen fanden an verschiedenen Orten statt. Das Zeltlager schlugen wir auf dem Fußballplatz der Einrichtung auf. Die nebenstehende Turnhalle wurde als Materiallager und Schlechtwetterschutz genutzt. Die Aktionen von Freitag und Samstag (Aussetzen und Niederseilgarten) fanden in Stephanskirchen, meinem Wohnort, statt, da ich die Umgebung und den Waldbesitzer gut kenne. Der Pizzaofen wurde direkt am Inn errichtet, da es dort immer wieder kleine Sandberge gibt, die man dafür gut nutzen kann. Die Riesenkugelbahn wurde in der offenen Turnhalle der Einrichtung gebaut, da sie über eine Galerie verfügt, wo man den Startpunkt setzen kann.
4. Projektverlauf
4.1 Vorbereitung
Die Vorbereitung war sehr aufwändig und vielschichtig, wie man an folgender Auflistung erkennen kann:
Genehmigungen:
Die Vorbereitung startete Anfang Juni bei einem Gespräch mit meinem Pflege- und Erziehungsdienstleiter, dem ich mein Grobkonzept vorstellte und der überaus begeistert war. Anschließend begann die eigentliche Vorbereitung. Aber auch hierbei musste ich einige Genehmigungen einholen. Ich musste für die drei Tage einen Dienstreiseantrag schreiben, um die Fahrten und Aktionen zu versichern. Generell besteht für alle Aktionen, die in der Einrichtung stattfinden, ein Versicherungsschutz. Auch für erlebnispädagogische Angebote. Durch die Genehmigung des Dienstreiseantrages, liegt die Verantwortung dafür beim Pflege- und Erziehungsdienstleiter. Eine Genehmigung benötigte ich noch von dem Waldbesitzer, der diese auch gern unterschrieb.
Informationen und Absprachen im Team:
Mit meiner Stationsleitung besprach ich zuerst den Dienstplan für das geplante Wochenende. Es sollten immer zwei Betreuer und ich zusätzlich im Dienst sein. Eingeteilt wurden Kollegen, die sich freiwillig dazu gemeldet haben. Für den Nachtdienst wurde noch mit einer anderen Station getauscht, damit wir an diesem Wochenende zwei Betreuer im Nachtdienst hatten. Die teilnehmenden Kollegen informierte ich einzeln über die geplanten Aktionen und erklärte ihnen einzelne Punkte, wie z.B. die Knoten, ausführlich. Ich stellte auch eine Informationsmappe (s. Anhang) im Vorhinein zusammen, damit sie sich auch wenn ich nicht im Dienst bin informieren und den Jugendlichen Fragen beantworten könnten. Sonstige Absprachen wurden mündlich getroffen.
Informationen Eltern:
Die Eltern informierte ich mit einem ausführlichen Elternbrief (s. Anhang), da ansonsten der persönliche Kontakt nur bei Tür- und Angelgesprächen zu Stande kommt. Den Brief inkl. der Einverständniserklärung und einer Materialliste erhielten die Erziehungsberechtigen vier Wochen vor dem Projekt. Sie konnten sich aber auch jederzeit telefonisch genauer informieren. Bei Patienten, die erst danach aufgenommen wurden, bekamen die Eltern bei der Aufnahme das Schreiben.
Vorbereitungstreffen:
Vor dem Projekt veranstaltete ich mit den Jugendlichen fünf Vorbereitungstreffen. Das erste fand Ende Juli statt, bei dem ich sie über das Projekt in Kenntnis setzte. Anfang August wurde bei einem kleinen Wettbewerb das Logo und teilweise Motto von den Jugendlichen entworfen. Bei den zwei weiteren Treffen wurden die terrestrische Navigation und die Knoten erlernt und geübt. Die Packliste und der Essensplan wurden bei dem letzten Treffen gemeinsam erarbeitet.
Besorgungen und Erledigungen:
Da eigentlich keine Materialien bei uns in der Klinik vorhanden sind, musste natürlich einiges noch besorgt und erledigt werden. Der größte und wichtigste Punkt war die Besorgung der Seilgartenmaterialien. Da meine Einrichtung nicht in der Lage war, die Kosten für die Anschaffung zu übernehmen, musste ich einen anderen Weg finden um die Materialien für das Projekt zu bekommen. Nach mehreren Überlegungen kam ich auf die Idee eine weitere Teilnehmerin vom KAP-Institut zu fragen, da sie für ihre Einrichtung die Materialien anschaffen durfte. Ich konnte mir die Materialien für die Übernahme der Portokosten ausleihen. Die restlichen Helme, lieh ich mir von einem Kollegen aus München aus und von einem Bergsportgeschäft in Rosenheim. Weiter besorgte ich mir kostenlos die Materialien für die Pizzaöfen im Krankenhaus und Altenheim, sowie bei einem Ofenbauer. Die Materialien für die Kugelbahn bekam ich teilweise vom THW aus Rosenheim und von mir privat. Generell hatte ich sehr viele Utensilien an dem Wochenende von mir privat. Das große SG 30 Zelt, Feldbetten und diverse Spaten, Äxte und Pickel hatte mir das THW Rosenheim kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Materialien für die einzelnen Spiele waren teilweise auf Station vorhanden, bei den Seilgartenutensilien mit dabei, oder hatte ich privat. Da einige Kinder keine Taschenlampe oder Regenjacke hatten, musste ich diese noch über Kollegen ausleihen. Für den Aufbau der Seilelemente musste das ausgewählte Gelände begutachtet werden, die entsprechenden Bäume ausgesucht und Pläne erstellt werden, damit die Kinder wissen, was sie alles an welchem Baum benötigen. Die Hölzer für ein Seilelement mussten auch von mir vorbereitet werden. Besorgen musste ich auch noch die Landkarten von der Gemeinde Stephanskirchen für die Aussetzübung und diese dementsprechend vorbereiten. Intern musste ich noch die Dienstautos, die Turnhalle und die Videokamera reservieren. Einige Tage vor dem Projekt mussten noch die Lebensmittel besorgt und die Reflexionen vorbereitet werden.
Sicherheitskonzept:
Ohne genügend geplantes Sicherheitskonzept, wäre das Projekt von Seiten der Einrichtung nicht genehmigt worden. Ein wichtiger Punkt war die Aufsichtspflicht. Diese konnte gewährleistet werden, indem immer drei Betreuer (außer in der Nacht, da waren es zwei) anwesend waren. So war auch in jeder Kleingruppe beim Aussetzen ein Betreuer dabei.
Die geplanten Betreuer wurden von mir im Vorhinein so informiert, dass sie genau über den Ablauf und sonstige wichtige Punkte Bescheid wussten. Beim Bau des Seilgartens trug jeder Teilnehmer (Jugendliche und Betreuer) einen Helm. Jeder Jugendliche auf dem Seil wurde von allen anderen Jugendlichen „gespottet“, so dass bei einem evtl. Absturz er von den anderen aufgefangen wird. Weiter wurden die beschriebenen Sicherheitsstandards aus den Lehrgangs- /Kursunterlagen „Mobile Seilgärten“ beachtet und die Teilnehmer vor jeder Aktion auf die „no goes“ aufmerksam gemacht. Wichtig für die Einrichtung (und für mich) war auch, dass ich alle Aktionen schon einmal selber ausprobiert hatte.
Notfallplan / Schlechtwetterplan / eskalierende Situation:
Unter Notfall verstehe ich einen medizinischen Notfall. In so einem Fall hätte, je nach Schwere der Verletzung zuerst der Dienstarzt, der über die ganze Aktion informiert wurde, angerufen werden können oder gleich der Rettungsdienst. Außerdem hätte auch ein Betreuer jederzeit ins Krankenhaus fahren können.
Bei Schlechtwetter gab es mehrere Ausweichmöglichkeiten, die wir auch teilweise einsetzen mussten. Uns stand die Turnhalle zur Verfügung, in der wir essen und uns aufhalten konnten. Das Abendessen konnten und mussten wir an den beiden Tagen vertauschen. Den Aufbau der Seilelemente hätten wir provisorisch durch Planen überdachen können, was wir zum Glück nicht mussten. Die Pizza konnte (und musste) auch notfalls im Backofen gebacken werden und die Kugelbahn hätte draußen und drinnen stattfinden können.
Als eskalierende Situation bezeichne ich Konflikte in der Gruppe, die ohne Trennung der Betroffenen nicht gelöst werden können, oder Probleme, wie das spontane Weglaufen eines Jugendlichen. Im letzteren Fall hätte ich nicht so viele Bedenken gehabt, da jeder Teilnehmer zwar ein gewisses Stück weglaufen, aber nach einiger Zeit auch wieder zurück kommen würde, weil er nicht weiß, wohin er laufen soll. Die räumliche Trennung wäre hingegen im Wald ziemlich schwierig gewesen. Uns stand das Auto zur Verfügung, in das wir uns mit einem Jugendlichen zurückziehen und über das Problem reden konnten. In ganz schwiergen Situationen hätten wir auch den Dienstarzt anrufen können, der wusste, wo wir uns aufhielten.
Finanzierung:
Dank der großartigen Unterstützung einer KAP Kollegin, war die Finanzierung nicht mehr so schwierig. Den größten Teil der Kostenb(Ausleihgebühr der Helme, Lebensmittel und Portokosten für das Materialpaket) übernahm die Station. Von den Teilnehmern wurden fünf Euro für das Projekt erhoben. Vieles finanzierte ich privat, weil ich diese im Anschluss auch weiterhin gebrauchen kann und das restliche Material konnte ich kostenlos beschaffen oder ausleihen.
Sonstige Überlegungen:
Im Vorhinein musste ich mir vor allem Gedanken zum Aufbau des Niederseilgartens machen:
• Wie ist das Gelände beschaffen?
• Welche Bäume sind am geeignetsten?
• Welche Elemente baue ich mit den Teilnehmern auf?
• Welche Materialien benötige ich dafür?
Ebenso musste ich mir Spiele überlegen und die dafür benötigten Materialien. Außerdem musste ich festlegen, wo die Gruppen ausgesetzt werden sollten und wo wir den Pizzaofen aufbauen können.
4.2 Geplanter Projektverlauf
Die geplanten Aktionen des Wochenendes lockerte ich mit diversen „Warming Up‘s“ und Kooperationsspielen auf. Vor allem das „Warming Up“ war mir sehr wichtig, damit die Gruppe gelassener in den Tag startete. Genauso war eine allabendliche Tagesreflexion geplant, bei der die Jugendlichen mit Klebepunkten den Tag bewerten und die einzelnen Aktionen und Besonderheiten ansprechen konnten. Aber auch den stationären Ablauf wollte ich ein wenig integrieren. So sollte z.B. die Zimmer- (Zelt) zeit eingehalten werden und jeder sollte für seine Sachen verantwortlich sein. Auch das Mithelfen bei den Mahlzeiten war mir sehr wichtig.
Mit der nachfolgenden Tabelle möchte ich meinen geplanten Projektverlauf genauer vorstellen.
Freitag, 22.08.08
Zeit | Was | Wer | Material | Sonstiges |
|---|---|---|---|---|
08.00 Uhr | wecken der Jugendlichen | Frühdienst | ||
anschließend | Waschen und Zähne putzen | alle | ||
8.45 Uhr | Frühstück | alle | wie es vorbereitet ist | Medikamente |
anschließend | restliche Sachen packen | alle | persönliche Dinge,Stationsutensilien | Küchendienst!!! |
09.30 Uhr | Aufbruch in den Garten | alle | alles was gepackt wurde | Zimmer absperren!!! |
10.00 Uhr | Zelt aufbauen und Einrichten | alle | Zelte, Hammer, Feldbetten, Isomatten, persönliche Dinge,Ersatzheringe | |
11.00 Uhr | Kochen: Suppe mit | jeder, der Zeit hat | Zutaten für Suppe, Kochgeschirr,Besteck und Geschirr | Abfalltüten |
12.00 Uhr | Mittagessen | alle | Besteck, Geschirr, Schöpfkelle, Brot, Getränke, Medikamente | |
anschließend | Abspülen | jeder sein Geschirr | Spülwannen, Allzweckseife, Schwamm, Geschirrtücher | |
13.30 Uhr | Warming up Spiel: Virenfrei | alle | Bierdeckel, 2 Seile (Reepschnüre) | Reflexion |
anschließend | Besprechen des Ablaufs Verteilen von Karte, Kompass, Getränke, aufteilen in zwei Gruppen | alle | Karten und Kompanden, Getränke, Zwischenmahlzeit, Notfallset, 40 m Seil, Medikamente | |
14.15 Uhr | Aufbruch zu den "Aussetzorten" | in zwei Gruppen | wie oben, Autos | |
14.45 Uhr | Start der Gruppen | zwei Gruppen je ein Betreuer | wie oben | |
ca. 15.30 Uhr | Ankunft der Gruppen am vorgesehenen Ort | alle | Reflexion | |
bis 15.45 Uhr | Zwischenmahlzeit | alle | Sweeties und Obst, Getränke | |
anschließend | Spiel: Brücke nach niergendwo | alle | Seil (40m) | Reflexion |
16.30 Uhr | Rückkehr zum Zeltlager | alle | alles wieder mitnehmen, Autos | Helme abholen!!! |
17.00 Uhr | Aufruch zum Pizzaofenbauplatz mit Bauen der Öfen und Essen der Pizzas | alle | Spaten, Handschuhe, Dosen, Steine, Äxte, Ofenrohre, Sägen, Biberschänze, Zeitungen, Feuerholz, Streichhölzer, Backpapier, Alfolie, Pizzateig, Zutaten, Teller, Becher, Getränke, große Plane, Bretter, Besteck, Medikamente, Reflexionsbögen | Tagesreflexion beim Essen |
spätestens 20.30 Uhr | Aufbruch zum Zeltlager | alle | Alles wieder mitnehmen | |
anschließend | Bett fertig machen und ins Zelt | alle | persönliche Dinge | Kurven schreiben |
21.10 Uhr | Übergabe an Nachtdienst | Spätdienst, ich und Nachtdienst | Kardex | Aufgaben Nachtdienst: auf Kinder aufpassen, Frühstück und Medikamente vorbereiten, Kartoffelsalat, sonstiges |
anschließend | vorbereiten des nächsten Tages | ich | Materialien für den nächsten Tag |
Samstag, 23.08.08
Zeit | Was | Wer | Material | Sonstiges |
|---|---|---|---|---|
7.15 Uhr | wecken der Jugendlichen | Frühdienst | ||
anschließend | waschen und Zähne putzen | alle | persönliche Dinge | |
8.00 Uhr | Frühstück | alle | Semmeln, Marmelade, Nutella, Aufstriche, Butter, Sornflakes, Müsli, Milch, Heißwasser, Tee, Medikamente | Besprechen des Tages |
anschließend | abspülen | jeder sein Geschirr | Spülwannen, Allzweckseife, Schwamm, Geschirrtücher | |
9.15 Uhr | letzte Vorbereitungen vor der Abfahrt | alle | Material für Seilgarten, Helme, Handschuhe, Staffelei, Planen, Reepschnüre, Picknickdecken, Brotzeit, Getränke, Sweeties, Obst, Besteck, Regenbekleidung, Notfallset, Medikamente | |
9.30 Uhr | Abfahrt zum Platz Auspacken aller Sachen | alle | eingeladenes Material, Autos | |
anschließend | Warming up: Seilfangen | alle | Seilstücke (Reepschnüre), 40 m Seil | Reflexion |
10.15 Uhr | Erklären der verschiedenen Materialien und des Aufbaus | alle | Material für die Elemente, Helme, ausgewählte Bäume | |
anschließend | Start Aufbau Seilelemente | alle in Kleingruppen | Material für die Elemente | Helme auf!!! |
zwischendurch | Zwischenmahlzeit | alle | Sweeties, Obst, Getränke | |
12.15 Uhr | Mittagessen: Brotzeit | alle | Plane, Decke, Baguettes, Wurst, Käse, Gemüse, Getränke, Becher, Teller, Besteck, Mülltüten, Medikamente | Kurven schreiben |
spätestens 13.00 Uhr | Fertigstellen der Seilelemente | alle | Zwischendurch Schichtwechsel | |
anschließend | noch mal kurze Zwischenmahlzeit | alle | Sweeties, Obst, Getränke | Belohnung |
14.30 Uhr | Begehen der Elemente | alle | Klettergurte, lange Bandschlingen | Photos!!! |
16.00 Uhr | Abbau des Seilgartens | alle | alles wieder einpacken | Medikamente geben |
17.30 Uhr | Rückkehr ins Zeltlager, Auspacken | ale | Autos | |
anschließend | duschen, vorbereiten des Abendessens | alle | Verlängerungskabel, Grill, Wasser, Zutaten für Salat, Gemüse, Schüsseln, Fleisch, Grillwürste, Bretter, Saucen, Brot, Getränke, Teller, Besteck | |
19.00 Uhr | Abendessen | alle | siehe oben, Medikamente | |
anschließend | Abspülen | jeder sein Geschirr | Spülwannen, Allzweckseife, Schwamm, Geschirrtücher | |
20.15 Uhr | kurze Tagesreflexion | alle | Reflexionsbogen, Punkte | |
20.30 Uhr | Bett fertig und ins Zelt | alle | persönliche Dinge | Kurven schreiben |
21.15 Uhr | Übergabe an den Nachtdienst | Spätdienst, Nachtdienst und ich | Kardex | Aufgaben Nachtdienst: Auf Kinder aufpassen, Frühstück und Medikamente vorbereiten, sonstiges |
anschließend | vorbereiten des nächsten Tages | ich | Materialien für den nächtesn Tag |
Sonntag, 24.08.08
Zeit | Was | Wer | Material | Sonstiges |
|---|---|---|---|---|
7.15 Uhr | wecken der Jugendlichen | Frühdienst | ||
anschließend | waschen und Zähne putzen | alle | persönliche Dinge | |
8.00 Uhr | Frühstück | alle | s. Samstag, Medikamente | Besprechen des Tages |
anschließend | abspülen | alle | Spülwannen, Allzweckseife, Schwamm, Geschirrtücher | |
9.30 Uhr | Warming up: Chinesisch knobeln | alle | Seil 10 m | Reflexion |
10.00 Uhr | Einführung in den Bau der Riesenkugelbahn | alle | Materialien Kugelbahn | |
anschließend | Start frei zum Bau | alle | evtl. Helme | |
zwischendurch | Zwischenmahlzeit | alle | Sweeties, Obst, Getränke | |
zwischendurch | Mittagessen vorbereiten | Betreuer | Reis, Gemüse, Reibekäse, Bretter, Besteck | |
spätestens 13.00 Uhr | Mittagessen | alle | Teller, Besteck, Becher, Getränke | |
anschließend | abspülen | alle | Spülwannen, Allzweckseife, Schwamm, Geschirrtücher | |
14.15 Uhr | evtl. Vertrauensübung (Vertrauensfall) | jeder der will | Turnkasten, Weichbodenmatte | nur wenn Gruppe gut!! |
spätestens 14.45 Uhr | Abbau Zelt und aufräumen | alle | alles aufräumen und mitnehmen | |
anschließend | Abschlussreflexion: Papierkorb und Schatztruhe | alle | Korb, Metallbox, kleine Zettel, Stifte | Belohnung Eis |
4.3 Tatsächlicher Projektverlauf
Freitag, 22.08.08:
Tagebucheintrag von Sarah: „Am 22.08.2008 waren wir im Wald. Wir versuchten mit dem Kompass den richtigen Weg zu finden. Danach machten wir Zwischenmahlzeit. Danach versuchten wir mit einem Seil eine sichere Brücke zu bauen damit man drüber gehen kann. Wir fuhren dann zurück und grillten. Die verschiedenen Spiele waren sehr interessant und lustig. Wir freuen uns echt auf das Projekt. Ein besonders Lob ist an Frau Urner. Danke!“
Am Freitag Vormittag verlief alles wie geplant. Wir bauten bei sehr schönem Wetter die Zelte auf und kochten draußen eine Gemüsesuppe. Am Nachmittag setzten wir die Gruppen aus und machten am vereinbarten Treffpunkt Zwischenmahlzeit. Anschließend spielten wir die „Brücke nach Nirgendwo“. Bei diesem Spiel zeigten sich unerwartete Schwierigkeiten, da die Gruppe viel komplizierter dachte, als ich meinte und sich das Spiel deswegen ein bisschen in die Länge zog. Bei der Rückfahrt sahen wir schon die dunklen Gewitterwolken und wir beschlossen, die Pizzaöfen am Samstag zu bauen und dafür am Freitag zu grillen. Wie sich später herausstellte, war das eine sehr gute Idee. Die Jugendlichen hatten somit sehr viel Freiraum am Abend, was aber teilweise nicht von Vorteil war, da sie keine sinnvolle Beschäftigung fanden. Bei der Rückfahrt zum Zeltlager vergaß ich auch, die restlichen Helme abzuholen. Dies musste ich dann Samstag, bevor wir in den Wald fuhren, erledigen.
Samstag, 23.08.08:
Tagebucheintrag von Sarah: „23.08.2008. An diesem Tag haben wir den Seilgarten aufgebaut. Es war sehr interessant und die ganze Gruppe hat sehr zusammen gearbeitet. Es gab viele Streite aber sonst war alles gut. Frau Urner hat sehr viel Power gehabt und hat sich viel tolle Sachen überlegt. Danke an alle Betreuer!!!“
Der Samstag war Gott sei Dank überwiegend trocken. So konnten wir wie geplant den Seilgarten aufbauen. Dabei halfen die Jugendlichen überwiegend gut mit, sodass wir fast 1,5 Stunden gut machen und auch nicht eingeplante Pausen genommen werden konnten, die die Jugendlichen mit selbst erfundenen Waldspielen füllten. Die gewonnene Zeit verloren wir aber anschließend, als wir einen kräftigen Regenschauer abwarten mussten. So konnten wir erst etwas später zum Pizzaofen bauen aufbrechen. Der Weg dorthin dauerte auch erheblich länger, da die Kisten doch relativ schwer waren. Beim Bau des Pizzaofens hatten wir allerdings wieder kein Glück. Zwar fingen wir mit dem Bau an, aber als wir die ersten Pizzen in den Ofen schoben, fing es stark an zu regnen, so dass wir alles einpacken und die Pizzen im Backofen fertig backen mussten. Das tat aber der Freude über den Bau des Pizzaofens nur wenig Abbruch. Ich besorgte sogar zwischendurch einen großen Sonnenschirm, damit die Öfen nicht so viel Regen abbekamen, was aber leider nicht viel half. Auch die Reflexion musste an diesem Abend ausfallen, da es schon sehr spät war.
Sonntag, 24.08.08:
Der Sonntag Vormittag verlief wieder nach Plan. Es war herrliches Wetter und die Jugendlichen bauten ganz begeistert nach einem Warming up, und der verspäteten Reflexion vom Samstag ihre Kugelbahn auf. Der Aufbau verlief auch sehr viel schneller, als geplant. So konnten die Teilnehmer im Anschluss die Kugelbahn noch „ausschmücken“ und neue Elemente einbauen. Allerdings kam es dann zu einem Zwischenfall: Ein Konflikt zwischen F. und M. eskalierte und wir mussten die beiden trennen. So durften alle Teilnehmer nach dem verspäteten Mittagessen, sich erst mal eine einstündige Auszeit in ihren Zimmern nehmen, bevor wir dann, wieder gemeinsam, die Zelte abbauten und den Rest aufräumten. Das geplante Vertrauensspiel war natürlich dann nicht mehr möglich. Wenn diese Situation nicht gewesen wäre, wären die Jugendlichen viel früher mit der Kugelbahn fertig gewesen und das ganze Programm hätte sich um mind. eine Stunde nach vorne geschoben.
4.4 Abschluss
Der Abschluss des Projekts fing am Sonntag Nachmittag mit einer ausführlichen Reflexion (schriftlich und verbal) noch an. Die Teilnehmer durften anhand einer Reflexionsübung positive und negative Punkte auf einen kleinen Zettel schreiben und diese entweder in die Schatztruhe oder in den Papierkorb werfen. Die Übung wurde gut angenommen. Im Anschluss daran sprach ich mit ihnen nochmal über die drei Tage und versprach, dass wir den Pizzaofen auf alle Fälle noch einmal bauen würden, wenn das Wetter schöner ist.
Der zweite Teil des Abschlusses konnte auf Grund meiner Dienstzeiten erst zwei Wochen später stattfinden. Zwischenzeitlich wurden leider zwei Teilnehmer disziplinarisch entlassen, so dass diese nicht mehr daran teilnehmen konnten. Wir sahen uns also nur noch mit sieben Teilnehmern und zwei neu aufgenommenen Patienten die Fotos über Beamer an. Es wurde dabei herzlich viel gelacht und den Neuaufnahmen wurden die Geschichten zu den einzelnen Fotos erzählt. Das Projekt ist bei den Jugendlichen offensichtlich gut in Erinnerung geblieben. Im Anschluss an die Präsentation, erhielt jeder Teilnehmer von mir eine CD mit allen Photos der Vorbereitungsphase und des Projekts. Alle freuten sich sehr darüber. Den inzwischen entlassenen Jugendlichen ließ ich die Photo-CD per Post zukommen. Einige Photos ließen wir entwickeln und gestalteten daraus Collagen zur Gestaltung der Station und zur Information für alle Neugierigen. Innerhalb der Klinik ist das Projekt noch nicht ganz abgeschlossen. Ich möchte und darf einen Vortrag über das Projekt für alle Interessierten im Haus abhalten. Auch möchte ich bei weiteren Möglichkeiten (interne Fortbildungen) das Projekt und die positive Wirkung der Erlebnispädagogik auf Patienten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie vorstellen.
Alle Unterstützer des Projekts (KAP-Kollegin, Waldbesitzer, Ofenbauer…) bekamen Photos von diesem Wochenende.
5. Nachbereitung
5.1 Veränderung bei den beteiligten Jugendlichen
Die Gruppendynamik hat sich am Wochenende selber etwas verbessert. Als die Jugendlichen allerdings im Psychiatriealltag wieder integriert waren, kamen die alten Verhaltensweisen auch wieder zum Vorschein. Es gab wieder die gleichen Außenseiter in der Gruppe und genauso viele Konflikte.
N. hat es wirklich geschafft, im Wald auf Toilette zu gehen. Das war für sie ein großer Fortschritt. Eigentlich war es schon ein großer Fortschritt, dass sie ohne Verweigerung an dem Wochenende teilgenommen und alle Aktionen mitgemacht hat, da sie ja generell ein großes Problem mit Schmutz und Dreck hat. Sie wirkte nach dem Projekt gelassener.
S. wirkt etwas selbstbewusster und eigenständiger. Sie verhielt sich während des Projekts sehr sozial und war teilweise dafür verantwortlich, dass Konflikte in der Gruppe nicht eskalierten. Sie konnte sich gegenüber den Jungen gut behaupten und hatte aber trotzdem viel Spaß an dem Projekt. S. kann sich jetzt besser von den Jungen abgrenzen.
F. sah man an, dass er bei bestimmten Aktionen sehr viel Spaß und Freude hatte. Er konnte sich aber nicht ganz auf die Gruppe einlassen und Vertrauen aufbauen. F. musste sich immer wieder als „Anführer“ präsentieren und zeigte sich auch während des Projekts körperlich aggressiv gegenüber anderen Teilnehmern. Er musste eine Woche nach dem Projekt disziplinarisch entlassen werden, da keine Zusammenarbeit mehr möglich war.
B. konnte sich trotz F. Druck teilweise von ihm lösen und bei Aktionen eigenständig mitmachen. Er hatte sichtlich Freude daran und war sehr motiviert. Sobald er aber keine Aufgabe mehr hatte, hängte er sich an F. und trieb Unfug mit ihm. Nach dem Projekt war er aufmüpfiger und aufgedrehter. Das Projekt war für ihn zu „frei“. B. braucht klare Grenzen und Strukturen. Auch er wurde disziplinarisch entlassen.
K. konnte sich nach seiner „Niederlage“ am Samstag besser in die Gruppe integrieren und im Team arbeiten. Er nahm Vorschläge von den anderen an und wurde zurückhaltender. Auch nach dem Projekt fiel es ihm viel leichter, andere Meinungen zuzulassen. K.hat sich bei der THW Jugend in Rosenheim angemeldet, da ihm die handwerklichen Aktionen beim Projekt sehr gut gefallen haben.
A.hat schon am Freitag einen kleinen Fortschritt gemacht. Er hat im Gruppenzelt und nicht wie geplant mit C.in einem kleinen Zelt geschlafen. Dies tat ihm sichtlich gut, da er sich integriert fühlte. Nach dem Projekt war er froh mitgemacht zu haben, da er sich vorher eher verweigerte und alles schlecht gemacht hatte. Allerdings wirkte er depressiver, vermutlich wegen dem Wechsel von der „weiten Natur“ in den „engen Klinikalltag“.
C. wurde nach dem Projekt sichtlich lebendiger und offener. Es tat ihm gut, das Holz für die Pizzaöfen zu hacken. Er konnte dabei sehr viele Aggressionen abbauen und gleichzeitig den anderen helfen, weil er der Schnellste beim Hacken war. C. hatte nach dem Projekt mehr Kontakt zur Gruppe.
S.konnte bei der Reflexion schon sagen, dass ihm das Projekt Spaß gemacht hat, auch wenn er von den anderen teilweise angegriffen wurde. Kurze Zeit danach sagte er, dass er es in der Einrichtung gar nicht so schlecht fände, aber er Angst habe, dass seine Freunde und Nachbarn es erfahren könnten. Deshalb wurde der Aufenthalt Anfang September abgebrochen.
M. fühlt sich seit dem Projekt ein wenig selbstsicherer aber leider auch teilweise sehr neunmalklug. Er kann sich besser mit seiner Meinung von den anderen abgrenzen, ohne gleich aggressiv zu werden. Das Projekt hat ihm sehr gefallen. Danach war er kurzzeitig etwas lockerer und offener.
5.2 Reaktionen in der Einrichtung
Die Reaktionen in der Klinik waren durchweg positiv. Die Kollegen, die am Wochenende dabei waren, reflektierten mir, dass es ein sehr schönes, gut organisiertes Projekt war, das bei einigen Kindern auch leichte positive Veränderungen hervorgerufen hat. Sie waren alle der Meinung, dass man solche Projekte häufiger durchführen müsste. Meine Stationsleitung und der Pflege- und Erziehungsdienstleiter (PDL) lobten meine Arbeit und waren bzw. sind auch der Meinung, dass solche Projekte öfter stattfinden sollten. Unser Oberarzt fand das Projekt sehr zukunftsweisend. Er meinte, dass Erlebnispädagogik in anderen Kinder- und Jugendpsychiatrien schon fast Standard sei und es hier auch vermehrt umgesetzt werden sollte. Unser PDL schlug auch vor, dass ich in Zusammenarbeit mit meinem Erlebnispädagogik-Kollegen aus München, mehr Projekte klinikübergreifend veranstalten sollte.
6. Reflexion
6.1 Besondere Erlebnisse
Eigentlich war das ganze Wochenende ein besonderes Erlebnis für alle Beteiligten; für meine Kollegen, für mich, aber vor allem für die Jugendlichen, die es (hoffentlich) nicht so schnell vergessen werden. Einige Begebenheiten möchte ich besonders erwähnen:
Sehr spannend fand ich, wie sich die Teilnehmer teilweise veränderten, als sie auf dem Seil standen und der Gruppe vertrauen mussten und anschließend mit einem Strahlen wieder auf den Boden zurückkamen. Sehr gefreut hat mich auch, dass mir Andreas in einer Einzelsituation sagen konnte, dass ihm das Projekt jetzt sehr gefällt, obwohl er davor vermutete, dass es „total scheiße“ wird. Gewundert hat mich, dass die Gruppe trotz starkem Regen die Pizzaöfen nicht aufgeben wollte, weil es allen so viel Spaß machte und sie generell bei den Hauptaktionen sehr motiviert waren. Ein besonderes Erlebnis war auch das Kooperationsspiel „Brücke nach Nirgendwo“. Ich dachte nicht, dass sich die Gruppe so viele Gedanken über den Aufbau der Brücke macht. Ein sehr negatives „besonderes Erlebnis“ war am Sonntag noch der Konflikt zwischen M.und F. Der trübte bei allen Teilnehmern und Betreuern die Stimmung.
6.2 Erkenntnisse / Erfahrungen
An diesen drei Tagen konnte ich sehr viele Erfahrungen für meine Arbeit im erlebnispädagogischen Bereich sammeln. Vor allem im Aufbau eines Seilgartens mit Jugendlichen. Ich zog daraus die Erkenntnis, dass man den Teilnehmern im Vorhinein detailliertere Erklärungen geben sollte, als bloß zu den Knoten. So können die Gruppen länger und selbstständiger arbeiten.
Außerdem merkte man am Sonntag, dass drei Tage hintereinander für eine so schwierige Gruppe ein zu langer Zeitraum sind. Die Jugendlichen konnten sich einfach nicht mehr „riechen“ und deshalb kam es auch zu der eskalierenden Situation am Sonntag Mittag. Dazu gehört auch, dass die Jugendlichen eigentlich immer eine Beschäftigung und klare Grenzen benötigten. Auch merkte man den Unterschied zwischen „freiem“- und Klinikgelände deutlich. Der Kompromiss mit dem Zelten auf dem Klinikgelände war zwar gut, aber das Gelände ist trotzdem immer noch „Psychiatrie“ und die Jugendlichen konnten das nicht ganz ausblenden.
Im Nachhinein betrachtet war es auch sehr schade, dass wir nur eine Kamera hatten. Es wäre viel interessanter gewesen, wenn z.B. auch die Jugendlichen einen Photoapparat gehabt hätten, da wir auch nicht immer photographieren konnten. Auch habe ich gelernt, dass, wenn es möglich ist, immer einer der Kamerabeauftragte ist. Denn selber hat man fast keine Zeit dafür.
Es war sehr hilfreich, das Projekt so genau vorzuplanen. Man war viel gelassener an den Tagen, da man den Ablauf genau kannte. Auch für die Teilnehmern waren die Vorbereitungstreffen sinnvoll.
Zusammenfassend möchte ich sagen, dass es zwar ein sehr aufwändiges, aber sich lohnendes Projekt war. Das Strahlen der Teilnehmer auf dem Seilparcours hat allen Stress vergessen lassen. Ich hoffe, dass ich noch sehr oft die Möglichkeit habe, ein ähnliches Projekt in meiner Einrichtung durchführen zu können.
7. Öffentlichkeitsarbeit
In unserer Einrichtung ist es nicht üblich Öffentlichkeitsarbeit zu machen dadurch konnte ich auch keinen Zeitungsartikel erstellen. Aber intern wurde und wird das Projekt publik gemacht und beim nächsten Tag der offenen Tür möchte ich Infowände erstellen.
8. Literaturverzeichnis
Kooperative Abenteuerspiele 1, Rüdiger Gilsdorf und Günter Kistner, Kallmeyer Verlag, 14. Auflage 2005
Kooperative Abenteuerspiele 2, Rüdiger Gilsdorf und Günter Kistner, Kallmeyer Verlag, 4. Auflage 2004
Praktische Erlebnispädagogik 2, Annette Reiners, Ziel Verlag, 1. Auflage 2005
Lehrgangs- /Kursunterlagen Mobile Seilgärten, KAP Institut, Lehrgang 2008
Qualitätsmanagement Handbuch der xy Klinikum gGmbH
9. Anhang
1. Vor dem Projekt
a. Konzept
b. Kostenaufstellung
c. Genehmigungen
d. Organisationsliste
e. Informationsbrief Eltern
f. Einverständniserklärungen
g. Vorbereitungstreffen
h. Informationen Kollegen
i. Einkaufsliste
j. Material privat
k. Material Station
l. Material Kugelbahn
m. Allgemeine Besorgungen
2. Während dem Projekt
a. Ablaufplan
b. Kopien von Landkarten
c. Kopien von Flaschenzug und Aufbau der Elemente
d. Kopien von Spiel- und Aktionsbeschreibungen
3. Nach dem Projekt
a. Reflexionsbogen „Up’s and Downs“
b. Reflexionszettel „Papierkorb und Schatzkästlein“
c. Tagebucheinträge
Einkaufsliste: (alles was noch nicht auf Station ist)
• Äpfel
• Müsliriegel
• Hanuta
• Knoppers
• Duplo
• 5x Pizzateig inkl. Tomatensauce
• 400g Schinken
• 250g Salami
• 5-6 Pizzakäse
• 1x Champignons
• Frühlingszwiebeln
• Paprika
• Tomaten
• Karotten
• Zucchini
• Fisch für Suppe (Seelachs)
• Brotzeitwürste
• Grillwürste und Grillfleisch
• Salat
• Gurke
• Erbsen
• Risottoreis
• Parmesan
• Mülltüten
• Kartoffeln
Mitnehmen (privat)
• Äxte, Spaten, Pickel ? THW
• Brennholz
• Photoapparat und Ladegerät
• Karten
• Tagebuch + Stifte
• Kombizange
• Kleiner + großer Löffel
• Allzweckseife
• Schwämme
• Kompanden
• Planen
• Handschuhe
• Kleine Säge und Gartenschere
• Plastikrohr
• Böcke
• Staffelei
• Nägel
• Hämmer
• Pizzaofenmaterial
• Seilgartenmaterial
• Zusätzliche Regenjacke, Taschenlampe und Schlafsack
• Kl. Schaufel
• Spülwannen
• Wäscheklammern
• Feldbetten
• Material für Spiele
• Küchenbox (inkl. Geschirr, Besteck, Kochutensilien…)
• Alte Zeitungen
• Gas und Gaskocher
• Klettergurt und Helm
• Zelt
• Persönliche Sachen
• Holzlatten
• Botcha Kugel
Mitnehmen Station:
• Bierdeckel für Spiel
• Reflexionsbogen und Klebepunkte
• Eddings und normale Stifte
• Kleine Zettel
• Topf groß
• Lebensmittel für die 3 Tage (außer Kühlschranksachen)
• Säfte
• Kannen
• Plastikbecher
• Sodamaxx + Flaschen
• Geschirrtücher und Spüllappen
• Zwischenmahlzeiten (Obst und Sweeties)
• Kardex und Stifte
• Notfallset, Medikamente und Bedarfsmedikamente
• Picknickdecken
• Kühltasche
• Mülltüten
• Plastikschüsseln
• Brotmesser
• Alufolie
• Backpapier
• Klopapier
• Rucksack
• Alte Isomatten
• Taschenlampe
• Wasserkocher
• Verlängerungskabel
Materialliste Kugelbahn (zusätzlich zu den Improvisationsgegenständen)
• Hämmer
• Nägel
• Sägen
• Plastikrohr
• Tapes
• Schnüre diverse
• Botcha Kugel
• Handschuhe
• Latten diverse
• Dreibein oder Böcke
• Staffelei
Allgemein noch zu besorgen (alles, was nach der Genehmigung noch anfällt)
• Plane klein
• Helme ausleihen
• Ofenrohre
• Gas
• Tagebuch
• Ziegelsteine oder so
• Baumschutz
• Material für die Spiele
• Spülbehälter
• Reepschnur 20m
• Rundhölzer 2m
Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik
im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP
des KAP-Institutes
"Die Heck-Schreck, das Abenteuer und wir..."
Erlebnispädagogisches Projekt von Regine Urner





