seit 1994

Peter Recktenwald

Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik

im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP

des KAP-Institutes

 

 

"Erlebnispädagogisches Projekt"

 

 

Erlebnispädagogisches Projekt von Peter Recktenwald

 

April 2009

 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1.    Einleitung / Beschreibung der Einrichtung

1.1. Art der Einrichtung

1.2. Grundsätzliches Selbstverständnis – Leitbild

1.3. Pädagogische Zielsetzung der Einrichtung

 

2.    Erlebnispädagogisches Konzept

2.1. Pädagogischer Hintergrund

2.2. Allgemeine Zielsetzung

2.3. Art der Unternehmung

 

3.    Zielgruppe

3.1. Gruppenzusammensetzung

3.2. Beschreibung der Teilnehmer/innen

 

4.    Projektverlauf

4.1. Vorbereitung

4.2. Geplanter Projektverlauf

4.3. Tatsächlicher Projektverlauf

4.4. Abschluss

 

5. Nachbereitung

 

6. Reflexion

 

7. Öffentlichkeitsarbeit

 

8. Literaturverzeichnis

 

Anhang:

Anhang A: Packlisten

Anhang B: Information über Aktiv-Freizeit an die Erziehungsberechtigten und Einverständniserklärung bei Minderjährigen

Anhang C: Einverständniserklärung zur medialen Verwertung der Bilder

 

 

 

1. Einleitung / Beschreibung der Einrichtung

 

1.1. Art der Einrichtung

 

Die Arbeitsgemeinschaft Familien- und Erziehungshilfe (im Folgenden AGFEH) ist eine intensiv betreute Wohn- und Lebensform für Jugendliche zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und der Ausbildung sozialer, emotionaler und kommunikativer Kompetenzen. In der koedukativen, stationären Wohngruppe Jägerstraße leben bis zu acht Jugendliche ab 13 Jahren.

 

Ein wesentliches Ziel unserer Arbeit ist die Reintegration in die Herkunftsfamilie bzw. die Begleitung des jungen Menschen in die Selbständigkeit. Im Rahmen der Nachbetreuung ist der Übergang vom Leben in der Wohngruppe hin zu eigenverantwortlichem Probewohnen (Außenbetreutes Wohnen) bei entsprechender Reife des Jugendlichen möglich. In Kooperation mit Auslandsprojekten in Südspanien werden bei Bedarf "Auszeiten" für Jugendliche angeboten.

 

Die AGFEH wurde 1989 als GdbR gegründet und existiert seither als selbständige Einheit. Seit Juni 2003 ist die AGFEH in alleiniger, privater Trägerschaft. Die AGFEH ist dem VPK (Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V.) angeschlossen und sie ist Mitglied im Verein "Förderung des Jugendsports e.V. Saar".

 

Aufnahme finden Jugendliche aus einem familiären Umfeld, welches ihrem Erziehungsauftrag vorübergehend oder längerfristig nicht gerecht werden kann. Unser Angebot richtet sich allgemein an Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten und/oder psychischen Störungsbildern im sozialen, emotionalen, kognitiven und lebenspraktischen Bereich. Ausschlusskriterien für die Aufnahme sind akuter jugendpsychiatrischer stationärer Behandlungsbedarf, akute Suizidgefährdung, suchtkranke Jugendliche in akuten Phasen und schwere geistige Behinderung.

 

Die Versorgungsregion umfasst den regionalen und überregionalen Bereich. Rechtsgrundlagen sind der §27 in Verbindung mit §34, §35, §35a, §36 und §41 SGB VIII (KJHG).

 

 


1.2. Grundsätzliches Selbstverständnis – Leitbild

 

Grundlegende Überzeugungen und Leitideen unserer Arbeit mit den Jugendlichen sind u.a.:

 

•  Soziale und humanistische Grundeinstellung

Immer steht der ganze Mensch im Vordergrund, nicht alleine seine Symptomatik. Soziale Fragen verlangen demnach soziale Antworten – keine technischen Lösungen.

 

•  Professionelles Beziehungsangebot – Erziehung setzt Beziehung voraus

Ein klares und offenes Gegenüber bietet dem jungen Menschen Orientierung und Reibungsfläche. Hier wird sein Verhalten konstruktiv und liebevoll gespiegelt und sein Selbstvertrauen gestärkt. Solch ein Gegenüber verbindet liebevolle Zuwendung, Empathie und Offenheit im Kontakt zugleich mit dem Aufzeigen klarer Grenzen. Ein derartiges Gegenüber bietet dem jungen Menschen die Möglichkeit, sich im Umgang mit Konflikten zu üben, bezieht und begründet hierbei seine Position, vermittelt Gelassenheit nicht aber Beliebigkeit.

 

•  Hinter jedem Verhalten von Menschen verbirgt sich das Bestreben, sich seine Bedürfnisse zu erfüllen

Konflikte sind demnach der tragische Ausdruck nachhaltig unerfüllter Bedürfnisse. Wir verstehen somit Widerstand und auffälliges Verhalten als einen Versuch, eigene Bedürfnisse zu erfüllen – beispielsweise die Bedürfnisse nach Autonomie, Respekt, Sicherheit oder Kontakt. Auffälliges Verhalten und Grenzüberschreitungen von Jugendlichen werden daher zum Anlass genommen, die hinter dem Verhalten liegenden Gefühle und Bedürfnisse zu verstehen, und dementsprechend die pädagogische Arbeit und Beziehung zu den Jugendlichen zu überprüfen und ggf. zu intensivieren. Verbindung und Verständigung statt Strafe und Drohung. Diese Leitidee begleitet und beeinflusst unser pädagogisches Handeln im alltäglichen Umgang mit den Jugendlichen, insbesondere im Umgang mit Widerstand und auffälligem Verhalten. Es ist das Ziel unseres Agierens, die Verbindung und den Kontakt zu den Jugendlichen herzustellen. Dazu dient das Erkennen der hinter dem Verhalten liegenden, unerfüllten Bedürfnisse als Schlüssel für die Herstellung einer funktionierenden Beziehung.

 

 

1.3. Pädagogische Zielsetzung der Einrichtung

 

Ziel der stationären Unterbringung ist die Entwicklungsförderung der Jugendlichen in ihren besonderen Lebens- und Konfliktlagen. Hierbei erfahren die Jugendlichen insbesondere Unterstützung in folgenden Bereichen:

 

•  … in der Ausbildung sozialer, emotionaler und kommunikativer Kompetenzen

•  … im Verständnis und Abbau dysfunktionalen Verhaltens und Erlebens: Minderung der Selbstschädigung

•  … in der Stärkung ihres Selbstwertgefühl und Selbstbewusstseins: Persönlichkeitsentwicklung

•  … in der Freisetzung individueller, systemimmanenter Ressourcen: Selbstheilkräfte mobilisieren

•  … in der realistischen Selbsteinschätzung: Eigenwahrnehmung

•  … in der Auseinandersetzung mit, und Gestaltung der eigenen Geschlechterrolle: geschlechtsspezifische Rollenentwicklung, sexuelle Entwicklung

•  … in der Herstellung eines realen Bezugs zu ihrer sozialen Umwelt: Lebensweltorientierung

•  … in ihrer Verselbständigung bzw. ihrer Rückkehr in die Ursprungsfamilie: Perspektive Lebensraum

•  … bei der schulischen und beruflichen Orientierung: Berufliche Perspektive

 

 

Die methodischen Grundlagen unseres Handelns basieren u.a. auf folgenden Ansätzen:

 

•  Lerntheoretischer Ansatz

•  Lösungs- und Ressourcenorientierter Ansatz

•  Systemische Betrachtungsweise

•  Erlebnispädagogischer Ansatz

 

Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit, und von Beginn an konzeptionell tief verankert, ist der erlebnispädagogische Ansatz. Das für die Jugendlichen in der Regel verpflichtende Angebot von jährlich 2 mal 10 - 14 Tage erlebnisorientierte Aktiv-Freizeiten im Departement Ardèche (Frankreich) gehört zu unseren Grundleistungen und ist im Entgeltsatz einkalkuliert.

 

 

2. Erlebnispädagogisches Konzept

 

2.1. Pädagogischer Hintergrund

 

"Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen"
Dr. Jirina Prekop

 

Dieser Satz drückt für mich das grundsätzliche Selbstverständnis im Kontakt mit den uns anvertrauten Jugendlichen aus. Alte und unerwünschte Verhaltensweisen nicht zu unterbinden, sondern neue Handlungsfelder und Wahlmöglichkeiten zu erschließen – dies erscheint mir als ein wesentlicher Bestandteil im alltäglichen Umgang mit den Jugendlichen.

 

Um "neue Handlungsfelder und Wahlmöglichkeiten zu erschließen", bietet meiner Meinung nach der erlebnispädagogische Ansatz einen optimalen Kontext: fernab der gewohnten Umgebung und mitten in der Natur sich selbst und die Gruppe auf neue Art zu erleben, Selbst- und Fremdwahrnehmung zu stärken und Kompetenzen auszubauen. In den vielen Jahren unserer Arbeit haben sich die regelmäßig stattfindenden Erlebnispädagogischen Aktivfreizeiten nach unserer Beobachtung für die Entwicklung der Jugendlichen sehr bewährt.

 

Unser Stamm-Campingplatz (Camping Arleblanc) ist in Rosières, am Fluss "La Beaume", einem Nebenfluss der Ardèche. Die Einrichtungsleiterin fährt seit ca. 16 Jahren mit Jugendlichen auf diesen Platz, und wir werden von den Campingplatzbesitzern wegen unserer Arbeit sehr geschätzt.

 

Als Team leiten wir seit nunmehr acht Jahren gemeinsam die Erlebnispädagogischen Aktivfreizeiten, bis zum Herbst 2008 teilweise unterstützt durch externe, fachlich kompetente Betreuer für die sportlichen Aktivitäten (insbesondere Kanu fahren und Klettern). Die Möglichkeiten für Aktivitäten in der Region (Klettern, Höhlen, Wanderungen, Kanu fahren, Marktbesuche etc.) sind uns bestens vertraut – dies gestaltet die Arbeit mit wechselnden Gruppenmitgliedern effektiv, flexibel und sicher. Ein über die Jahre ausgebautes und gut funktionierendes soziales Netzwerk vor Ort schafft eine sehr unterstützende Basis. Auftretende Probleme durch unsere Jugendliche wie beispielsweise auffälliges Verhalten, Vandalismus oder Stehlen führen daher nicht zu einem Abbruch der Freizeit, sondern es wird vor Ort nach Lösungen der Wiedergutmachung gesucht und in der Regel auch gefunden. Auch sind uns einige der ebenfalls dort campierenden Gäste bekannt – häufig Sportler und Pädagogen aus dem Saarland. Für unser Sicherheitskonzept stellt dies ebenfalls einen größeren Handlungsspielraum zur Verfügung (siehe auch 4.1 Sicherheitskonzept oder beispielsweise Tag 8, Höhlenbegehung).

 

 

2.2. Allgemeine Zielsetzung

 

Die Ziele unserer erlebnispädagogischen Arbeit und speziell des hier beschriebenen Projektes sind:

 

•  Zusammenfinden der Gruppe

•  Stärkung der sozialen Kompetenz

•  Stärkung des Selbstwertgefühls

•  Verfeinerung der Selbst- und Fremdwahrnehmung

•  Realistische Selbsteinschätzung: Erkennen von Stärken und Schwächen

•  Entdecken von Neuem, von Fähigkeiten und Ressourcen

•  Übernahme von Verantwortung (z.B. Sichern beim Klettern)

•  Zulassen von Ängsten (Höhle, Dunkelheit, Enge, Nähe) und deren Einordnung in einem realen Kontext, in dem sie auch angegangen und - zumindest für diesen Moment - überwunden werden können

•  Natur hautnah & intensiv erfahren…

Sämtliche Aktivitäten finden draußen in der Natur statt: Zelten, Wanderungen, Klettern, Spiele, Lagerfeuer, Essen etc. …mit allen Sinnen erleben: Tasten: Blindenwanderung, Höhle Riechen: nach dem Regen nasse Wiese, dampfende Steine Hören: am Lagerfeuer knackendes, zischendes Holz; ein Kauz schreit; in einer dunklen Höhle fällt ein Wassertropfen; Erfahren von Stille (keine Beschallung von MP3, Handy o.ä.)

•  Bewusstwerdung der kausalen Zusammenhänge wie beispielsweise:

- wenn es kalt ist, muss ich mich warm anziehen (und Feuer machen) und kann nicht einfach nur die Heizung aufdrehen

- für ein Grill- oder Lagerfeuer brauchen wir ausreichend Holz – welches erst gesammelt und vorbereitet werden muss (sägen, hacken, stapeln) Besondere Herausforderung an die Jugendlichen bei Regen: Wer schafft es, trotzdem unser Lagerfeuer in Gang zu bringen?

- Sternenhimmel (welches Sternenbild zeigt mir die Richtung nach Norden?)

•  Freude, Spiel und Spaß erleben

•  Erleben von Grenzerfahrungen:

Grenzerfahrungen können neue Sichtweisen der Selbstwahrnehmung eröffnen, die Jugendlichen lernen sich selbst besser kennen und bisher feste Einstellungen und Urteile können so ins Wanken geraten. Bezüglich der häufig binären Selbstwahrnehmung, dem Wechsel zwischen Allmachtsphantasien ("ich bin der Größte, der King") und geringem Selbstvertrauen ("ich bin eine Null"), können körperliche und geistige Grenzerfahrungen eine wichtige Orientierungshilfe bieten. So kann z.B. das Durchkriechen eines 10 m langen Engpasses in einer stockdunklen Höhle für einen WKing" seine sehr gesunde Erfahrung sein. Das gleiche gilt für das Abseilen an einer 40 m Steilwand, deren Bewältigung eine so starke Ressource kreiert, dass mitunter auch Monate später in Krisensituationen auf diese Ressource zurückgegriffen werden kann.

 

 

2.3. Art der Unternehmung

 

Unabhängig von der Anforderung der Umsetzung eines erlebnispädagogischen Projektes im Rahmen meiner Ausbildung, war die erlebnispädagogische Aktivfreizeit mit der Gruppe über Ostern 2009 geplant und Teil meiner Arbeit in der Einrichtung.

 

Erstmals sollte nun zum Frühjahr 2009 kein weiterer, externer Betreuer für die sportlichen Aktivitäten vor Ort zur Unterstützung engagiert werden. Meine Zuständigkeit erweiterte sich somit um den Punkt, dass ich über den gesamten Zeitraum für sämtliche sportlichen / erlebnispädagogischen Aktivitäten hauptverantwortlich sein würde. Die Planung und Umsetzung des erlebnispädagogischen Projektes in diesem Rahmen und somit an dem uns bereits vertrauten Ort lag somit nahe.

 

Art der Unternehmung:

Planung und Umsetzung einer 10-tägigen erlebnispädagogischen Aktivfreizeit mit einer Gruppe von sechs Jugendlichen der stationären Jugendwohngruppe, in der ich tätig bin.

 

Projektort:

Frankreich, Dep. Ardèche, Rosières

 

Lager:

Camping Arleblanc liegt an der "La Beaume", einem Nebenfluss der Ardèche

 

Projektdauer:

Sonntag, den 04.09.2009 - Dienstag, den 14.04.2009 (ohne Vor- und Nachbereitung) während der saarländischen Osterferien

 

 

3. Zielgruppe

 

In unserer vollstationären Jugendwohngruppe finden acht Jugendliche Platz – zum Zeitpunkt der Planung des Projektes leben hier sieben Jugendliche. Verankert in der Konzeption der Einrichtung ist die verpflichtende Teilnahme der Jugendlichen an den regelmäßig stattfinden Aktiv-Freizeiten – Ausnahmen hiervon werden bei Bedarf getroffen.

 

 

3.1. Gruppenzusammensetzung

 

Unsere Gruppe für die geplante Aktiv-Freizeit besteht aus vier Mädchen von 14 - 16 Jahren und zwei Jungen im Alter von 17 und 19 Jahren. Die vier Mädchen und der 17 jährige Junge leben gemeinsam in unserer vollstationären Jugendwohngruppe. Der 19 jährige Axel (Anm.: sämtliche Namen sind im Folgenden geändert) lebt in einer eigens von uns zur Verfügung gestellten Wohnung (Außenbetreutes Wohnen mit intensiver Betreuung). Er kennt die anderen teilnehmenden Jugendlichen durch mehrere gemeinsame Tagesaktivitäten.

 

Zu den restlichen Bewohnern der stationären Wohngruppe und warum sie nicht an der Fahrt teilnehmen: Ein 16 jähriger Junge verbrachte die Osterferien bei seiner Mutter, da für ihn anschließend eine Auslandmaßnahme anstand. Eine fast 18 jährige absolvierte zu dieser Zeit ein mit dem zuständigen Jugendamt abgesprochenes Probewohnen im Haushalt ihres Freundes und dessen Mutter. Da bei den verbleibenden fünf Jugendlichen nur ein Junge dabei war, entschlossen wir uns, auch den 19 jährigen Axel mitzunehmen. Da dieser von seiner Reife und seiner Sozialkompetenz eher einem 16- jährigen entsprach, passte er auch von der Altersstruktur gut in die Gruppe.

 

 

3.2. Beschreibung der Teilnehmer/innen

 

Axel, 19 Jahre

Kam vor 2 Monaten zu uns. Wohnte nach der Trennung seiner Eltern beim Vater, absolvierte den Mittleren Bildungsabschluss. Danach machte er fast ein Jahr lang gar nichts mehr, hing nur noch in sein Zimmer vor dem Computer ab, und vernachlässigte seine Körperhygiene total (kotete sogar in sein Zimmer). Auf Grund seines Alters und seiner speziellen Problematik konnten wir ihn nicht in der stationären Gruppe aufnehmen, sondern nur in einer eigenen kleinen Wohnung mit intensiver Betreuung. Zurzeit macht er ein längeres Praktikum in einer Großküche, da er den Wunsch hat, Koch zu werden.

Ziele: Stärkung des Selbstwertgefühls, Stärkung der Sozialkompetenz

 

 

Klaus, 17 Jahre

Seit 9 Monaten bei uns. Lebte bei seiner Mutter in einer sehr ungesunden Beziehung. Sie verwöhnte ihn als „kleinen Prinzen“ und missbrauchte ihn emotional als eine Art Partnerersatz. Massive Schulprobleme, zuletzt besuchte er die 7. Klasse im L-Bereich nur noch sporadisch. In Konfliktsituationen reagiert er sehr cholerisch. Zurzeit macht er eine Einstiegs- Qualifizierungsmaßnahme bei einer Autolackiererei. Für ihn sind teure Markenkleider sehr wichtig. Er gibt an, extreme Höhenangst zu haben und die Enge in einer Höhle auf keinen Fall ertragen zu können. Geplant ist, dass er im Folgemonat mit Axel in eine gemeinsame Wohnung im Aussenbetreuten Wohnen zieht.

Ziele: Stärkung der Sozialkompetenz: insbesondere Einordnung in Gruppe (kein kleiner Prinz, sondern einer unter anderen/vielen), Konfrontation mit seinen Ängsten; Unterstützung im Erleben, diesen nicht hilflos ausgeliefert zu sein

 

 

Flora, 14 Jahre

Kam vor ca. 1 ½ Jahren zu uns. Sie stammt aus der Dominikanischen Republik und kam vor ca. sieben Jahren mit Mutter und zwei älteren Schwestern nach Deutschland. Hier kam es massiv zu körperlicher Gewalt zuhause und sie suchte selbständig Hilfe beim Jugendamt. Zurzeit besucht sie die 7. Klasse der Hauptschule. Flora ist recht sozial und hat ein gutes Körpergefühl.

Ziele: besserer Umgang mit ihrem eigenen Aggressionspotential (eigene Gewalterfahrung + südamerikanisches Temperament)

 

 

Franja, 16 Jahre

Kam eine Woche vor Beginn der Aktiv-Freizeit zu uns. Besuch des Berufsgrundschuljahres mit Ziel Hauptschulabschluss. Sie wohnte bei ihrer Mutter, wo es zu massiven Konflikten kam. Franja hat wenig Körpergefühl und sucht ganz viel Aufmerksamkeit über Krankheiten.

Ziele: Stärkung ihrer Selbstwahrnehmung, insbesondere Entwicklung eines besseren Körpergefühls und der realistischen Einschätzung der Leistungsfähigkeit ihres Körpers Wahrnehmung eigener Gefühle und Bedürfnisse, und insbesondere deren adäquate Kommunikation

 

 

Dunja, 14 Jahre

Lebt seit 6 Monaten bei uns. Sie besucht die 9. Klasse einer Gesamtschule. Sie lebte mit ihrer kleinen Schwester bei ihrer Mutter und bei ihrem Stiefvater. Die Mutter vermittelt ganz klar: du taugst nichts. Sie hat deswegen ein sehr geringes Selbstwertgefühl und stellt sich selbst gerne als sie „dumme Blonde“ hin. Ansonsten erlebe ich sie als sehr sozial.

Ziele: Stärkung ihrer Selbstwertgefühls

 

 

Sila, 16 Jahre

Sie besucht eigentlich ein Gymnasium. Sie kam erst vor 2 Wochen zu uns, nachdem sie zuvor drei Monate in der Kinder- und Jugendpsychiatrie war. Sie lebte zuvor bei ihrer Mutter. Dort kam es wegen Suchtproblematik der Mutter zu massiven Auseinandersetzungen. Sila ist sehr egozentrisch und gewohnt, dass ihre Wünsche sofort erfüllt werden. Dies fordert sie lautstark und rücksichtslos ein.

Ziele: Stärkung der Sozialkompetenz: Wahrnehmung der und Rücksicht auf die Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche anderer

 

 

4. Projektverlauf

 

4.1. Vorbereitung

 

Die Finanzierung des Projektes ist, aufgrund des konzeptionellen Schwerpunktes der Einrichtung auf Erlebnispädagogik, durch einen erhöhten Entgeltsatz in der Kalkulation abgedeckt/abgesichert.

 

Die Einrichtung ist mittlerweile vollständig mit dem benötigten Material ausgestattet, u.a. möglich beispielsweise durch eine Materialspende des Lions-Club Homburg, oder durch den günstigen Aufkauf von gebrauchten Neoprenanzügen und Helmen beim Auflösen einer Rafting-Schule. Ein Teil des Materials lagert ganzjährig vor Ort auf dem Campingplatz.

 

Frühzeitiges Abklären der notwendigen Formalitäten und Unterlagen wie:

 

•  Schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten:

Da die Teilnahme an den Aktiv-Freizeiten zu unserer Konzeption gehört und daher verpflichtend ist, hat jeder Jugendliche und jeder Erziehungsberechtigte schon bei der Aufnahme zugestimmt. Trotzdem lassen wir uns dies nochmals unterschreiben.

•  Personalausweise

•  Krankenversicherungsdaten

•  Auslandskrankenscheine

•  Notwendige Medikamente für einzelne Jugendliche

 

 

Teamzusammenstellung

 

Durchführen werde ich dieses Projekt mit der Leiterin der Einrichtung, Frau Margot Mönch.

Gemeinsam führen wir seit 8 Jahren die Aktiv-Freizeiten durch (siehe Ausführungen in Kap. 2.1 Pädagogisches Konzept). Zusätzlich nehmen wir eine neue, recht junge Mitarbeiterin als Praktikantin mit, Frau Michelle Meyer (Sozialpädagogin), da sie Interesse speziell an dieser Arbeit bekundet hat.

 

 

Sicherheitskonzept & Notfallplan

 

Folgende Aspekte beinhaltet unser Sicherheitskonzept:

 

•  Das gewissenhafte Checken und Vorbereiten der benötigten Ausrüstung mit entsprechenden Reserven wie z.B.: zusätzliche Seile, Gurte, Karabiner, Ersatzlampen und Batterien.

•  Einplanung von Toleranzen im geplanten Zeitablauf

•  Stete Mitnahme von Verbandskästen, zusätzlich ausgerüstet mit Sportsalben, Neo-Ballistol, elastischen Binden, Müsliriegel und Traubenzucker

•  Handy (2x)

•  Keine unbeabsichtigte Überforderung der Beteiligten

•  Eigene Sicherheitsreserven beobachten (höchstens auf 50-60 % meiner eigenen Leistungsgrenze planen)

•  Ein entscheidender Grund für die sichere Durchführung des Projektes ist, dass ich/wir sämtliche Örtlichkeiten dort sehr genau kennen und in einem langjährig gewachsenen Netzwerk integriert sind. Dieses besteht einerseits aus dem Verein "Förderung des Jugendsports e.V. Saar", in dem wir als Einrichtung Mitglied sind, und der zu dieser Zeit immer auf unserem Campingplatz mit Kletter-, Kanu- und Höhlenerfahrenen Mitarbeitern anwesend ist. Mit diesen arbeiten wir seit Jahren zusammen. Wenn ich z.B. beim Klettern einen 2. Mann brauche, oder für eine Höhlenbegehung, eine Sicherung, finde ich hier immer geeignete Männer.

 

Der zweite Teil des Netzwerkes ist der Patron, der Campingplatzbesitzer. Dieser kennt und schätzt uns und unsere Arbeit seit vielen Jahren und unterstützt uns oft und gerne. Durch sein soziales Netzwerk (saarländisch: Er kennt "Hinz und Kunz") gibt es beste Kontakte zur örtlichen Polizei (bei Unfall oder Abgängigkeit sehr hilfreich). Und – auch ganz wichtig – nach einem persönlichen Anruf von ihm z.B. im Hochseilklettergarten zahlen wir nur die Hälfte des regulären Preises, wodurch diese Aktivität für uns zu finanzieren ist.
Desweiteren können wir auf seine gut ausgerüstete Werkstatt zurückgreifen, um notwendige Reparaturen auszuführen (Bus, Fahrräder…).

 

Ein weiteres Beispiel für seine Art der Unterstützung: wir kamen letztes Jahr von einer Aktivität wegen einer Krisenintervention so spät zurück, dass kein Einkauf mehr möglich war. Bei Patron erhielten wir spät am Abend noch 10 Stück leckerstes Fleisch, was unsere Jugendliche sehr dankbar annahmen (jemand sorgt mit für uns).

 

•  Zusätzlich haben wir natürlich die Telefonnummer des nächsten Krankenhauses (Aubenas, 25 min Fahrzeit) und des Rettungsdienstes sowohl als Zettel im Verbandskasten als auch im Handy

 

 

Einbeziehen der Jugendlichen in die Vorbereitung

 

Ein wichtiger Aspekt während der Vorbereitungsphase ist der Kontakt und Austausch mit den potentiell teilnehmenden Jugendlichen. Eine reine Konfrontation der Jugendlichen mit der „verpflichtenden Teilnahme“ würde in der Regel nur Widerstand auslösen. Hier frühzeitig, klar und einfühlsam mit den Jugendlichen im Kontakt zu sein, erhöht die Bereitschaft und Motivation der mitunter schwierigen Klientel.

 

Die Aufgabe der Jugendlichen ist es, ihr persönliches Gepäck für 10 Tage Outdoor selbst vorzubereiten. Dies stellt für Stadtkinder schon eine große Herausforderung dar - ihr Gepäck gehe ich daher noch mit jedem Einzelnen durch.

 

 

4.2. Geplanter Projektverlauf

 

Rituale

 

Rituale schaffen Klarheit und Struktur, und damit Sicherheit. Sie unterstützen den Kontakt und die Verbindung untereinander. Außerdem tragen sie zu Ruhe und Konzentration bei. Folgend Rituale sind uns während der Aktivfreizeit wichtig, und haben sich bisher als sehr hilfreich für einen effektiven und sicheren Ablauf, und für eine positive Gruppenstimmung erwiesen:

 

•  Das Begrüßungs- und Abschiedsritual am Fluss La Beaume, 3 km vor dem Campingplatz Arleblanc. Nach ca. 10 Stunden Autofahrt am Fluss ankommen, direktes Erleben der Natur. Sind Jugendliche schon länger bei uns und fahren bereits zum wiederholten Male mit, ist ihnen dieser Platz bereits vertraut. Auch vor der großen Heimreise, wenn alles gepackt ist, halten wir an diesem Platz nochmals an und verabschieden uns gemeinsam und jeder auf seine Weise von dem Ort.

•  Gemeinsame Mahlzeiten Klare Struktur gemeinsamer Esskultur, häufig gemeinsame Vorbereitung, Schaffung

•  Morgenrunde zur Bündelung der Aufmerksamkeit, Einsammeln der Befindlichkeiten und Bedürfnisse, gemeinsame Planung der Tagesaktivitäten

•  Abendrunde Reflexion der Erlebnisse des Tages, Ausblick auf den nächsten Tag

•  Abendliches Lagerfeuer Magie des Feuers hält die Gruppe zusammen, Geschichten, Spiele etc.

•  Team-Besprechung am Abend gemeinsame Reflexion des Tages und Ausblick

•  Betthupferl + Umarmung: Die Jugendlichen genießen dieses Ritual, die Aufmerksamkeit und Nähe sehr. Sie suchen von sich aus den Kontakt.

•  Fotopräsentation und Fotoalben Über die eigentliche Zeit der Freizeit hinaus besteht seit Jahren das Ritual, an der gemeinsamen Weihnachtsfeier zum Jahresende die Bilder der Freizeiten in einer von mir zusammengestellten Präsentation auf eine Leinwand projiziert anzuschauen. Diejenigen, die dabei waren erinnern sich, Erlebnisse und Erfahrungen werden wieder wach gerufen. Die restlichen Betreuer, nicht mitgefahrene Jugendliche und auch Neuaufnahmen bekommen einen kleinen Einblick. Darüber hinaus werden für jeden einzelnen Jugendlichen Fotoalben erstellt, in denen eine individuelle Auswahl der unzähligen Bilder zusammengestellt wird.

 

 

Checkliste vor Abfahrt:

 

•  Überprüfung VW-Bus + Anhänger (ca. 14 Tage vor Abfahrt)

•  Kontrolle und das Vorbereiten des Materials (ab ca. 14 Tage vor Abfahrt)

•  Kontrolle der Verbandskästen

•  Einkaufsplanung

•  Einkauf

•  Die persönlichen Taschen der Jugendlichen sollen spät. ein Tag vor der Abfahrt gepackt sein und bereit stehen, so dass wir zum Laden des Hängers sämtliches Gepäck zur Verfügung haben.

•  Laden des Hängers (Freitag, den 03.04. und Samstag, den 04.04.) anhand der Packlisten (siehe Anhang)

 

 

Planung der Aktivitäten vor Ort

 

Die konkrete zeitliche Abfolge der Aktivitäten vor Ort lässt sich nur bedingt planen. Es gibt zwar einen groben Plan, wie die erlebnispädagogische Aktivfreizeit gestaltet wird, der tatsächliche Ablauf richtet sich jedoch nach verschiedenen, nicht im Einzelnen vorhersehbaren Faktoren:

 

•  Wetter

•  Gruppendynamik

•  Gruppenstimmung

•  Fähigkeiten der Einzelnen

•  Bedürfnisse der Einzelnen

•  Pädagogische Notwendigkeiten

 

 

Tag 1: Fahrt und Ankunftstag (Sonntag, 05.04.2009)

 

Abfahrt am 05.04.2009 um 05:30 Uhr mit dem VW-Bus + Materialanhänger
Ankunft nach ca. 9 – 11 Stunden

 

Begrüßungsritual an der La Beaume (Nebenfluss der Ardèche), ca. 3 km vor unserem Campingplatz.

 

Dort ist ein sehr schöner Platz, wo der Fluss durch mehrere Felsplatten fließt. Hier kommen wir nach einer langen Fahrt über Autobahnen erstmals direkt mit der Natur in Berührung, tauchen Hände und wer mag, auch Füße in’s Wasser, genießen die Sonne, die Ruhe, den Wildfluss. Dort lassen wir die Jugendlichen anschließend alleine, fahren zum Campingplatz und bereiten das Lager vor. Die Gruppe kommt hier etwas zur Ruhe und geht gemeinsam das letzte Stück des Weges zu Fuß.

 

Danach gemeinsamer Lageraufbau (ca. 3 Stunden)

 

Zum Abschluss des ersten Tages gemeinsames Essen und kleines Feuer.
Hier machen wir eine kurze Runde, wie es jedem geht, was er erwartet.

 

 

Tag 2 (Montag, 06.04.09)

 

ca. 10:00 Gemütliches Frühstück

 

Anschließend Morgenrunde, in der festgelegt wird, was an diesem Tag unternommen wird

 

Geplant: Wanderung am Fluss entlang nach La Beaume (etwa 2 Stunden)

 

Ein Ziel dieser Wanderung ist, die wunderschöne Flusslandschaft der südfranzösischen Ardèche-Region zu erleben. Hierbei muss die Gruppe zusammen bleiben, aufeinander achten und sich an schwierigen Stellen gegenseitig helfen.

 

Diese Wanderung ist für mich sehr wichtig als Grundlage für die Planung weiterer Aktivitäten, da ich hierbei sehr vieles innerhalb der Gruppe wahrnehmen kann: Wie bleibt die Gruppe zusammen, wer hilft anderen, wer hat Höhenangst bei Passagen in 50 m über Flussniveau und wie trittsicher sind die Einzelnen. Und, nicht zu vergessen, wer hat schon ein Auge für die Großartigkeit dieser Landschaft. Abends Holz sammeln und Lagerfeuer mit Grillen.

 

Abendrunde am Feuer und Resümee des Tages.

 

Nachdem die Jugendlichen in ihren Zelten sind, Team-Besprechung zur Reflexion und Planung des nächsten Tages

 

 

Tag 3 (Dienstag, 07.04.09)

 

Am dritten Tag wollen wir klettern gehen, an eine Felswand, die Anfängern und Fortgeschrittenen Routen bietet. Weitere konkrete Planungen sind erst möglich, nachdem die Jugendlichen sich in diesen Aktivitäten bewährt haben. Da einige dieser Aktivitäten auf andere aufbauen, ist es erst möglich diese konkret einzuplanen, wenn andere „erfolgreich“ abgeschlossen sind. Z.B. kann ich die Höhle nur begehen, wenn eine gewisse Trittsicherheit vorhanden ist, wenn beim Klettern soviel Vertrauen herrscht, dass Jugendliche sich von anderen Jugendlichen sichern lassen und genug Vertrauen zu mir vorhanden ist.

 

 

Tag 4 bis 9 (Mittwoch, 08.04.09 bis Montag, 13.04.09)

 

Prinzipiell geplante Aktivitäten mit unbestimmtem Zeitpunkt

•  mobile Seilgärten

•  Hochseilklettergarten in Grospierres

•  die Begehung einer Schlamm- bzw.Wasserhöhle

•  einige kooperative Abenteuerspiele

•  Wanderungen

•  Osternester-Schnitzeljagd (Ostersonntag je nach Wetter)

•  Marktbesuche

•  Besuch der Höhle Aven d’Orgnac

 

 

Tag 10 (Dienstag, 14.04.09)

 

ca. 09:00 gemeinsames Frühstück

 

ca. 09:45 kurze Morgenrunde und Besprechung des Abbaus

 

ca. 10:00 gemeinsamer Abbau

 

ca. 14:00 Abfahrt bis zum Felsenplatz zum Abschiedsritual

 

ca. 15:00 Abfahrt vom Felsenplatz

 

ca. 00:00 Ankunft in Neunkirchen, das nötigste Auspacken, Mitternachtsimbiss, Nachtruhe

 

Gemeinsamer Abschluss (Mittwoch, 15.04.09)

 

ca. 10:30 gemeinsames Frühstück, danach gemeinsame Abschlussrunde

 

ca. 12:00 Übergabe der Gruppe an diensthabende Betreuer

 

ca. 12:30 Ausladen des Anhängers, ggf. Säubern und Einräumen des Materials, Bus und Anhänger säubern

 

In der folgenden Woche Resumee, Reflexion und Ausblick im Leitungsteam.

 

Bericht von der Aktiv-Freizeit in der darauffolgenden Teamsitzung.

 

 

4.3. Tatsächlicher Projektverlauf

 

Tag 1 (Sonntag, 05.04.09)

 

06:00 Abfahrt in Neunkirchen (Saar)

 

15:00 Glückliche Ankunft und Begrüßungsritual unter viel südfranzösischer Sonne

 

16:30 Beginn Lageraufbau

 

19:00 Gemeinsames Abendesen

 

20:30 Abschlussrunde

 

21:00 Alle in ihren Zelten

 

21:30 Teambesprechung: Wie ist der erste Tag verlaufen? Was ist morgen möglich?

 

 

Tag 2 (Montag, 06.04.09)

 

10:00 gemeinsames Frühstück, Auswürfeln, wer mit wem spült

 

11:30 Morgenrunde: Wie geht es jedem? Wie war die erste Nacht?
Planung der Wanderung nach La Beaume (feste Schuhe, Getränke, kleiner Rucksack, Handtücher)

 

12:15 Vor Abmarsch noch ein Vertrauensspiel: Jurtenkreis
Erkläre hierzu, dass die Jurte das Haus der mongolischen Nomaden nur dann stabil steht, wenn jeder einzelne Pfeiler mit dem nächsten verbunden ist.

 

13:00 Das Spiel kriegen sie gut hin und ich mache mich mit ihnen wohlgemut auf den Weg. Axel will an der ersten tiefen Stelle schwimmen gehen, Wetter und Gruppenstimmung passen. Klaus würde auch gerne, traut sich aber nicht. Axel springt nach meinem O.K. ins Wasser und sammelt damit Sympathie-Punkte beim Rest der Gruppe. Klaus wagt sich bei dieser Wanderung mehrmals an den Rand der Wanderwege und schaut problemlos 30-40 m tief zum Fluss (soviel zu seiner angegebenen Höhenangst…)

 

16:00 Ankunft in La Beaume. Margot kommt über Landstraße mit dem Bus und Proviant nach La Beaume gefahren. Genussvolle Vesper am Strand. Danach probieren noch alle, bis auf Klaus, wie es ist, barfuß über glitschige Kieselsteine durch den Fluss zu waten.

 

17:00 Rückfahrt zum Campingplatz. Holz sammeln mit allen und Abendessen vorbereiten

 

18:00 Die Redakteurin des saarländischen Filmteams (siehe Kap. 7 Öffentlichkeitsarbeit) kommt, und wir vereinbaren, dass sie mit Filmteam am Donnerstag, den 09.04. zum Frühstück und am Nachmittag zum Filmen von Aktivitäten am Platz vorbei kommen. Während der Vorbereitung der Aktiv-Freizeit hatten wir eher zufällig Kontakt mit einem saarländischen Filmteam, welches plante zur selben Zeit wie wir auf dem Camping Arleblanc zu sein und zum Thema "Wo Saarländer Urlaub machen" zu filmen. Sie zeigten Interesse, uns in ihre Berichterstattung mit aufzunehmen und wir vereinbarten, dass sie vor Ort Kontakt mit uns aufnehmen würden. Die Jugendlichen sind zum großen Teil begeistert und freuen sich auf den anstehenden Besuch ("Wir kommen ins Fernsehen!").

 

19:00 gemeinsames Abendessen

 

20:00 Abendrunde mit Tagesrückblick am Lagerfeuer

 

21:30 Alle in den Zelten

 

22:00 Teambesprechung

 

 

Tag 3 (Dienstag, den 07.04.09)

 

10:00 Frühstück

 

11:00 Morgenrunde, Planung für heute: Klettern, Abseilen, Sichern

 

11:30 Nehme Axel und Klaus mit um Kletterstrecken aufzubauen. Fahren wegen des benötigten Materials mit dem Bus ca. 500 m vom Campingplatz entfernt an eine Felswand mit vorhandenen Sicherungen. Dort bauen wir 3 Kletterstrecken und eine 8m Abseilstrecke ein. Auf dem oberen Plateau befestigen wir eine Sicherungsleine, die bis zur Abseilstelle führt. Klaus geht die ersten beiden Anfängerstrecken durch, er lässt sich von mir sichern, ist beim anschließenden Abseilen noch recht unsicher, aber ohne Publikum bewältigt er dies.

 

13:00 Rest der Gruppe kommt zu Fuß. Austeilen der Klettergurte + Helme. Checke Gurte. Erkläre das "Vier-Augen-Prinzip". Nehme Flora, die schon mehrfach mit mir klettern war, als 2. Sicherung, stelle Klaus als Back-up Sicherung dazu. Klettere von beiden gesichert die 3. Runde. Nach und nach klettern alle ihren Fähigkeiten entsprechende Routen. Zum Ende hin eigenständiges Abseilen einer senkrechten 8m Wand mit Endsicherung, jedoch nur, wer dies als Herausforderung annehmen will.

 

17:00 Abbau der Kletterstrecken mit allen. Anschließend Holz sammeln.

 

19:00 Abendessen

 

20:00 Abendrunde: Allgemein große Zufriedenheit mit dem Erreichten und den eigenen Leistungen. Besonders Klaus ist auf seinen Erfolg sehr stolz. Alle sehr müde und schnell in den Schlafsäcken. Zur Guten Nacht gibt’s ein Betthupferl (Keks) und Umarmung

 

22:00 Teambesprechung

 

 

Tag 4 (Mittwoch, 08.04.09)

 

09:00 Frühstück

 

10:00 Abfahrt nach Joyeuse zum Markt (10 min Fahrzeit)
Dieser ist eine Mischung aus Wochenmarkt mit regionalen Produkten, Flohmarkt und Handwerksmarkt. Dort dürfen die Jugendlichen sich alleine umschauen und sich mit Taschengeld und geringen Sprachkenntnissen unter anderem auch nach Geschenken für Eltern oder Freund/Freundin suchen. Hierbei sind oft die Jugendlichen für die Gruppe am wichtigsten, die in der Schule besser aufgepasst haben (Französisch-Sprachkenntnisse) und bei den sonstigen sportlichen Herausforderungen nicht so im Vordergrund stehen (Franja und Dunja).

 

12:30 Rückfahrt zum Campingplatz und kleines Essen mit auf dem Markt erworbenen regionalen Produkten (Salami und Oliven). Den Nachmittag verbleiben wir auf dem Platz und machen verschiedene kooperative- und Problemlösespiele. Zuerst säubern wir ein Geländestück von Laub und Ästen um dort Spinnennetz und eine Slackline und mehrere andere Seilelemente aufzubauen. Wir beginnen mit einem großen Jurtenkreis, diesmal mit einem langen statischen Seil. Danach Warm-up und Seillauf (einzeln durchlaufen von zwei Personen geschlagenes Seil), Seilspringen (zwei schlagen Seil, Einzelner bis hin zur gesamten Gruppe springen). So aufgewärmt begeben wir uns an eine Problemlöseaufgabe, den, in diesem Falle, 7-köpfigen Vierfüßler. Hierzu liegen 2 Seile parallel auf dem Boden mit einem Abstand von ca. 10 m. Die Aufgabe der Gruppe ist es, diese 10 m so zurückzulegen, dass immer nur 4 Füße gleichzeitig den Boden berühren. Die von der Gruppe beantragte Planungszeit von 10 Minuten musste 2 x verlängert werden. Nach einer ¾ Stunde und vielen Versuchen können sie die Aufgabe erfolgreich bewältigen. So motiviert begeben wir uns an die Slackline. Dies galt es, auf verschiedene Arten zu versuchen: alleine mit 2 stützenden Helfern, dann um den Unterschied zu spüren, blind mit Augenbinde und zum Schluss mit zweien, blind, die sich in der Mitte begegnen. Besonders die Jungs lösen diese Aufgabe sehr gut und mit erstaunlich wenig Scheu vor engem Körperkontakt. Hiernach war die Gruppe reif für’s Spinnennetz: Hierzu muss die gesamte Gruppe durch ein Seilnetz mit verschieden großen Öffnungen gelangen, ohne das Seil zu berühren (führt zu „Erblinden“) und jede Öffnung darf nur einmal begangen werden. Nach kurzer Planung, besonders konstruktiv geführt von der sich sonst als schwach darstellenden Dunja, gelingt die Übung mit nur zwei Blinden. Die Gruppe selbst erhob nun den Anspruch, es in einem zweiten Versuch besser zu machen.
Dieser Versuch endete schon nach 10 min mit 5 Blinden. Da gerade auch leichter Regen einsetzte, beendeten wir diese Übung, und führten die Blinden in einer kurzen Wanderung zum Küchenzelt. Bei der anschließenden Reflexion sind die Jugendlichen sehr überrascht, als sie feststellen, warum der 2. Versuch schlechter ausgefallen ist. Beim 1. Versuch war alles für jeden ganz neu und ungewiss. Deshalb waren alle sehr aufmerksam und vorsichtig. Beim 2. Versuch glauben sie schon, es zu können... passten nicht mehr so genau auf, und machen deshalb sehr viele Fehler. Dies war für alle eine erstaunliche und sehr wichtige Erkenntnis, da sie sich in dem anschließenden recht langen Gespräch auch in vielen anderen Bereichen wieder fand.

 

19:00 Abendessen

 

20:15 kurze Runde am Feuer trotz Regen

 

20:45 Zeltruhe

 

21:30 Teambesprechung

 

 

Tag 5 (Donnerstag, 09.04.09)

 

09:00 Frühstück. Mit Blumen und Tischdekoration (von Jugendlichen gesammelt) zum Geburtstag von Margot.

 

10:00 Morgenrunde

 

10:30 Fahrt nach Lablachère de Notre Dame (15 min), Wanderung durchs Tal der Dolmen (ein meist recht trockenes Flusstal, auf dessen Felsenrändern mehrere Dolmengräber stehen). Erfahrung von Stille. Wieder ist es Dunja, die plötzlich meint: "Seid mal alle ruhig". Gruppe: "Wieso?". Dunja: "Hört mal…" Gruppe: "Wir hören nichts!" Dunja: "Das ist es ja, man hört gar nichts…" Alle schaffen es tatsächlich, für kurze Zeit ganz still zu sein.

 

12:30 Weiterfahrt zur Font Vive (einer Blautopfquelle)

 

13:00 Ankunft am Waldrand Nähe Grospierres 15 min Fußweg zur Quelle. Dieser Ort hat für Margot auch eine besondere Bedeutung, da sie hier vor 13 Jahren die Asche ihres in Frankreich verstorbenen Mannes verstreut hatte. Eine Stunde sehr viel Ruhe und Besinnung. Den Fußweg zurück wollen Sila alleine, und Axel geführt, blind erleben. Besonders für Sila, die meist sehr aufgedreht und laut ist, ein besonderes Erlebnis. Sie kann sich nur an den Schrittgeräuschen der anderen Jugendlichen orientieren.

 

14:30 Rückkehr auf unseren Platz. Vervollständige die am Vortag aufgebauten Seilelemente. Besonders beim Spannen der Sanduhr helfen alle kräftig mit.

 

15:00 Gruppe soll gemeinsam eine Strecke von 5 hintereinander liegenden Seilelementen bewältigen. Zwei „gute Geister“ sind zum Spotten (Sichern) immer dabei. Besonders die Sanduhr stellt eine besonders große Herausforderung dar. Mit viel Kampfgeist und einigen innovativen Ideen, löst die gesamte Gruppe diese schwere Aufgabe. Hierbei wird z.B. die körperlich Schwächste, Franja, einfach von den guten Geistern, die als einzige den Boden berühren dürfen, an der Sanduhr vorbei getragen. Nach Abschluss der eigentlichen Übung, probieren zuerst Klaus und Axel, dann auch Franja und Flora, die Sanduhr gemeinsam. Sie stellen hierbei recht erstaunt fest, dass dies zu zweit viel einfach geht, weil man sich gegenseitig im Gleichgewicht hält.

 

19:00 Abendessen

 

20:15 Abendrunde am Lagerfeuer

 

21:30 Nachtruhe

 

22:00 Teambesprechung

 

Das Filmteam erscheint an diesem Tag entgegen der Vereinbarung und leider ohne Absage weder zum Frühstück, noch am Nachmittag. Die Jugendlichen sind enttäuscht und verärgert. Und als Team ärgerte uns die Unzuverlässigkeit und die Unbewusstheit des Filmteams, nicht bedenkend, was dies für eine Gruppe Jugendlicher bedeutet und welche Auswirkung ihr Nicht-Erscheinen auf die Stimmung der Gruppe haben kann. Wir können die Stimmung der Jugendlichen jedoch gut auffangen und verändern.

 

 

Tag 6 (Freitag, 10.04.09)

 

10:00 gemeinsames Frühstück

 

11:15 Morgenrunde. Wir gehen heute in den Hochseilklettergarten nach Grospièrre. Die Gruppe hat in den letzten Tagen sehr gut zusammengefunden, achtet aufeinander und ist bereit, diese Herausforderung anzunehmen.

 

13:00 Abfahrt zum Klettergarten

 

13:45 Ankunft im Park

 

14:00 Anlegen der Kletterausrüstung und Kontrolle. Einführung in den anstehenden Parcours. Wir teilen uns in zwei Gruppen, vorne weg geht mit mir Sila, Axel und Klaus, dahinter Michele. Dann kommt Margot mit Franja, Flora und Dunja. Der Parcours besteht aus acht, in Schwierigkeit und Höhe zunehmenden Bahnen. Nach jeder Bahn ist ein kurzes Treffen, wobei besprochen wird, wer die nächste Bahn noch gehen will und kann. Franja hat nach dem Beenden der 5. Bahn ihr Limit erreicht. Alle anderen gehen bis zur siebten Bahn. Dort bleibt Sila bei einem "Lianensprung" hängen und braucht Hilfestellung. Trotzdem will sie mit mir unbedingt die letzte Bahn angehen. Obwohl ich weiß, dass dies eine Überforderung für sie ist und ich ihr dies auch so sage, will Sila es unbedingt versuchen. Ich gebe mein O.K. Schon bei der hierauf folgenden ersten Übung erkennt sie sehr deutlich ihre Grenzen. Ich begleite sie zurück. Dies ist für sie eine sehr gute Erfahrung, ihre Selbsteinschätzung betreffend. Sie meint später noch: "Du hattest recht, und ich hätte gleich auf dich hören sollen". Danach noch Vesper im Wald und Rückfahrt

 

19:30 Abendessen

 

20:30 Abendrunde im Küchenzelt (wegen starkem Regen)

 

21:30 Alle in den Zelten

 

22:00 Teambesprechung

 

 

Tag 7 (Samstag, 11.04.09)

 

Für heute ist viel Regen angesagt.

 

09:00 Frühstück. Währenddessen erscheint nun unangekündigt und überraschend das Filmteam aus dem Saarland. Anstatt uns bei Aktivitäten zu filmen, nehmen sie nur unser gemütliches Frühstück auf, unter dem Motto "Wo Saarländer Urlaub machen". Unsere Jugendlichen und wir reagieren verhalten, und so beenden wir diese Szene recht schnell.

 

09:45 Abfahrt zum Markt nach Les Vans (ca. 45 min). Dort dürfen sie wieder alleine mit ihrem Taschengeld nach letzten Geschenken und Mitbringsel suchen.

 

12:30 Wegen stärker werdendem Regen fahren wir in die Tropfsteinhöhle Aven d‘Orgnac.

 

13:30 Ankunft an der Tropfsteinhöhle und Mittagessen unter einer kleinen Überdachung.

 

14:00 Besuch des an die Höhle angeschlossenen prähistorischen Museums.

 

14:30 Beginn der Führung. Vom Höhlensystem der Aven d‘Orgnac sind bisher 30 km erkundet. Für Normalbesucher ist jedoch nur eine ca. 1 ½ Std. Führung möglich. Hierbei erfährt man viel über die Entstehungsgeschichte der Höhle, die verschiedenen Tropfsteinformen und z.B. das Wachstum der Stalagmiten von ca. 1 cm in 100 Jahren. Eine auch für unsere Jugendlichen imposante Erfahrung.

 

16:15 Rückfahrt zum Campingplatz

 

17:15 Ankunft + verschiedene Spiele im Küchenzelt

 

19:00 Abendessen

 

20:00 kurze Abendrunde: "Wie geht es mir heute?" Danach noch Spiele und Rätselgeschichten. Noch eine Gute-Nacht-Geschichte und alle mit Betthupferl und Umarmung in die Zelte

 

22:00 Nachtruhe

 

22:30 Teambesprechung, Vorbesprechen der morgen geplanten Schlamm- bzw. Wasserhöhle

 

 

Tag 8 (Sonntag, 12.04.09)

 

10:00 Frühstück. Diesmal liegt zwischen allen Personen am Tisch je ein ca. 50 cm langes Seil mit einer Schlaufe an beiden Enden. Diese muss jeder so an seiner Hand befestigen, dass er mit seinem Nachbarn verbunden ist. Fragende Gesichter in der Runde, als ich ohne weitere Erklärung einen Guten Appetit wünsche. Wird ein lustiges Frühstück, besonders als der Kakao alle ist (steht natürlich weit weg) und alle im Gänsemarsch hin laufen müssen.

 

11:00 Anschließend Morgenrunde und kurze Reflexion. Sie können alle mit dem Bild, das alle zusammenhängen, etwas anfangen. Egal was jeder einzelne tut, ob er rücksichtsvoll oder egoistisch handelt, es hat Auswirkungen auf die gesamte Gruppe. Mit diesem Bild im Hintergrund bespreche ich die heutige Aktivität. Geplant ist die sogenannte Schlamm bzw. Wasserhöhle. Diese ist nur mit viel Rücksichtnahme und gegenseitigen Hilfestellungen sicher zu bestehen. Während Margot die Neoprenanzüge austeilt, nehme ich mir Klaus auf die Seite und erkläre ihm, dass ich ihn jetzt als Sicherungsmann brauchen würde. Seine ursprünglich geäußerte Befürchtung, die Enge einer Höhle nicht aushalten zu können, ist längst nicht mehr so stark. Ich baue auf seine bisher gemachten Fortschritte (Überwindung seiner Höhenangst, große Erfolgserlebnisse beim Klettern) und erkläre ihm, dass er jetzt stark und sicher genug ist, mit mir alleine die Höhle zu begehen und anschließend bei der Begehung mit der Gruppe eine wichtige Sicherungsposition übernehmen kann. Zudem müssen wir schauen, wie der momentane Wasserstand der Höhle ist. Er ist einverstanden.

 

12:00 Mache mich mit Klaus auf den Weg zur Höhle. Neben Neoprenanzügen, Helmen und Stirnlampen habe ich einen Rucksack mit Ersatzlampen, Verbandspäckchen, Traubenzucker, Kerzen, Handy und 4 Bandschlingen dabei. Auf dem Platz selbst sind zwei höhlenerfahrene Kletterer über unseren Plan mit Gruppenstärke und zeitlichem Ablauf informiert und auch per Handy erreichbar.

 

12:30 Ankunft an der Höhle. Checke mit ihm gemeinsam die Ausrüstung, gebe ihm zwei Bandschlingen und spreche mit ihm kurz den Verlauf der Höhle durch. Sage ihm auch, dass wir maximal 1 Stunde für die Begehung brauchen werden. Nach 30 m kommt die erste Engstelle. Klaus hat kurz Bedenken, die ich ausräumen kann, indem ich seine bisher erbrachten Leistungen erwähne und sein Hauptaugenmerk darauf lenke, dass ich genau hier, ihn als 2. Mann brauche, um die Gruppe sicher hierdurch zu bringen. Er schafft dies problemlos und ist danach erleichtert und sichtlich stolz. Der Rest der Höhle ist für ihn recht problemlos. Auch der Wasserstand ist sehr niedrig, so dass wir auch den zweiten Teil der Höhle gut begehen können. Nach 50 Minuten sind wir wieder am Eingang. Hier wartet Margot bereits mit dem Rest der Gruppe.

 

Sila, Franja und Axel werden mitgehen. Flora und Dunja werden mit ins Lager gehen und das Holz sammeln und gemeinsam ein leckeres Abendessen für die Rückkehr vorbereiten. Zum einen wollen die beiden auf eigenen Wunsch nicht mitgehen, zum anderen passt dies aufgrund ihrer Leistungsgrenze und der möglichen Gruppenstärke für diese Aktivität gut. Ich teile die Reihenfolge für die Begehung ein. Klaus geht als erster und ist hierauf sichtlich stolz. An der ersten Engstelle klettert er vor und sichert alle sehr gut. Für die unsportliche Franja ist diese Kletterei fast grenzwertig, jedoch wird sie von der Gruppe sehr gut unterstützt und motiviert. Im zweiten Teil der Höhle geht es durch zwei Wassergumpen: der erste hüfthoch, der zweite brusthoch mit Wasser gefüllt.

 

Nach einer ¾ Stunde sind wir am Ende des zweiten Höhenteils. Hier gibt es einen sogenannten Notausstieg über einen etwa 10 m langen, steilen Kamin. Klaus möchte sich diesen anschauen. Er würde diesen gerne gehen. Finde es toll, dass er für sich diese Herausforderung annehmen möchte. Wir sprechen sein Vorhaben mit dem Rest der Gruppe durch. Alle, wissend was sie auf dem Rückweg erwartet, sind einverstanden. Er klettert diesen Kamin zügig und sicher hoch und ist innerhalb von 2 Minuten draußen. Von dort kommt er uns von außen bis zur ersten Engstelle wieder entgegen. Der Rückweg ist problemlos und Klaus sichert wie abgemacht.

 

15:30 Mit glücklicher und zufriedener Gruppe zurück zum Campingplatz. Dort wird erstmal in den Fluss gesprungen und sich gegenseitig geschrubbt (die Neoprenanzüge vom Schlamm säubern). Nach schwimmen und heißem Duschen sitzen alle strahlend am Tisch.

 

18:30 Abendessen

 

20:00 Abendrunde und Lagerfeuer

 

21:00 Alle erzählen viel von ihren Erlebnissen. Besonders Klaus ist richtig stolz und zufrieden.

 

22:30 Nachtruhe

 

23:00 Teambesprechung

 

 

Tag 9 (Montag, 13.04.09)

 

09:30 Frühstück

 

10:30 Morgenrunde. Da gestern Ostersonntag wegen schlechtem Wetter keine Osternester versteckt werden konnten, planen wir für heute die Osternester-Schnitzeljagd.

 

11:30 Margot und ich machen uns mit 2 Rucksäcken voller Osternester auf den Weg. Michelle soll sich eine Stunde später mit der Gruppe auf die Suche begeben. Erster Hinweis wird am Fluss zu finden sein. Wir wandern erst am Fluss entlang, legen verschiedene Hinweise und überqueren diesen an einer Untiefe. Von hier aus geht es bergauf Richtung Plateau (schöne Felsformation mit Blick auf das La Beaume Tal). Bei den Hinweisen, die wir unterwegs verstecken, liegen Naschereien und kleine Zettel mit Sätzen wie z.B. "Denkt daran, alles Papier mitzunehmen!", "Bleibt als Gruppe zusammen!" oder "Schon müde? – Vor euch ist eine 60-jährige diesen Weg hoch gelaufen!".

 

12:40 Margot und ich kommen auf dem Plateau an und sehen von hier aus die Gruppe beim suchen

 

13:40 Alle auf dem Plateau angekommen. Hier beginnt die eigentliche Osternestsuche, die von uns in tiefen Spalten, Bäumen u.ä. versteckt wurden. Haben alle viel kindliche Freude dabei. Wir bleiben noch ca. 2 Stunden und alle genießen die tolle Aussicht und die Sonne.

 

15:30 Wanderung zum Campingplatz

 

16:10 Ankunft an unserem Lager. Wir beginnen Teile des Lagers einzuräumen, ohne schon Aufbruchsstimmung aufkommen zu lassen

 

18:30 gemeinsames Abendessen

 

19:30 Abendrunde am Lagerfeuer. Viele Gespräche über das Erlebte und auch Freude über die bestehende Heimkehr.

 

21:30 Nachtruhe

 

22:00 Teambesprechung

 

 

Tag 10 (Dienstag, 14.04.09)

 

09:00 gemeinsames Frühstück

 

09:45 kurze Morgenrunde und Besprechung des Abbaus

 

14:00 Alles gepackt, Anhänger geladen. Kurzes Verabschieden vom Patron (Campingplatzbesitzer)

 

14:10 Wir halten an unserem Felsenplatz an der La Beaume zum Verabschieden. Kurzes Erinnern, wie es war, als wir hier vor 9 Tagen angekommen waren und wie fühlt es sich heute an.

 

15:00 Nach Füße ins Wasser halten (Axel muss auch noch den Kopf in die Beaume tauchen) und Verabschiedung, machen wir uns auf den langen Heimweg.

 

00:30 (Mittwoch, 15.04.09) Ankunft. Nach 3 Pausen und 9 ½ Stunden Fahrt kommen wir in Neunkirchen an, fahren Axel zu seiner Wohnung und die Gruppe verabschiedet sich von ihm. Großes Hallo in der Wohngruppe. Ausladen des persönlichen Gepäcks und noch ein kleiner Mitternachtsimbiss. Danach bringen Margot und ich alle Jugendlichen mit Betthupferl und Umarmung in ihre Betten.

 

01:00 Nachtruhe

 

 

4.4. Abschluss

 

Abschluss mit den Jugendlichen

 

Wir beiden übernachten auch in der Wohngruppe und frühstücken am Folgetag um 10:30 mit allen gemeinsam. Gemütliche gemeinsame Abschlussrunde. Teilen von Erlebnissen, Feiern, Abschluss der gemeinsamen Zeit in dieser Gruppe.

 

Gegen 12:00 übergeben wir die Gruppe in die Obhut von zwei Mitarbeitern
Abschluss im Leitungsteam der Aktiv-Freizeit

 

Dienstag, 14.04.09: ab 12:30 Ausladen des Anhängers, ggf. Säubern und Einräumen des Materials, Bus und Anhänger säubern

 

Dienstag, 21.04.09: Resumee, Reflexion und Ausblick

 

Mittwoch, 22.04.09: In der darauffolgenden Teamsitzung gemeinsamer Bericht von der Aktiv-Freizeit

 

 

5. Nachbereitung

 

Axel wirkte während der gesamten Freizeit recht entspannt. Er ließ sich gut führen und machte mit viel Freude alle Aktivitäten mit. Besonders ehrgeizig zeigte er sich an den Seilelementen und beim Klettern. Seine Körperhygiene war sehr gut. In den Freiräumen zeigte er jedoch wenig Eigeninitiative, und orientierte sich viel an den anderen Jugendlichen. Leider ließ er sich in der Zeit nach dem Projekt nicht zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung (z.B. regelmäßiges Hobby) motivieren. Er besucht mittlerweile die zweijährige Fachoberschule mit dem Ziel Fachabitur.

 

Klaus hat hier sehr viel erreicht. Er konnte sich seinen Ängsten (Höhe, Enge) stellen und diese relativieren. Darauf ist er mit Recht sehr stolz. Seine neu entdeckten Stärken haben ihm hierbei sehr geholfen. Auch hat ihn die Übernahme von Verantwortung für Andere (Sichern in der Höhle) selbstbewusster werden lassen. Manchmal gelang es ihm, seine Markensachen im Zelt zu lassen und z.B. Gummistiefel und einen Parka anzuziehen. Sein gestärktes Selbstbewusstsein hat wohl auch ein Stück weit mit dazu beigetragen, dass er nach der EQ-Maßnahme eine Lehrstelle erhalten hat.

 

Flora beteiligte sich verbindlich an den Aktivitäten und nahm dort oft eine führende Position ein. Zu Konflikten kam es eher außerhalb der Aktivitäten. Dies konnte jedoch sofort und auch konstruktiv mit ihr besprochen werden. Mittlerweile ist sie auch bereit, ein Anti-Aggressions-Training für sich als Chance zu sehen.

 

Franja machte die Aktivitäten recht gut mit. Hierbei wurde sie von der Gruppe sehr gut unterstützt. Besonders die Höhle war für sie grenzwertig, aber auch diese konnten wir gemeinsam erfolgreich bewältigen. Sie hat hierbei erfahren, dass sie einiges mehr leisten kann, als sie ursprünglich dachte. Mittlerweile besucht sie eine 2-jährige Sozialpflegeschule mit dem Ziel des mittleren Bildungsabschlusses. Auch ist eine Rückkehr zur Mutter geplant.

 

Dunja nahm bei vielen Aktivitäten eine helfende Position ein, was sie sehr gut machte. Man musste sie regelrecht drängen, bei Übungen nicht nur zu sichern, sondern diese selbst zu versuchen. Darin unterstützte die Gruppe sie sehr. Wenn sie sich darauf einließ, hat sie sich meist recht geschickt angestellt. Aber es ist für sie ein langer Weg von der Selbstwahrnehmung einer "dummen Blondine" hin zur selbstbewussten, jungen Frau.

 

Sila musste öfters von der Gruppe unter Druck gesetzt werden: "wir machen das jetzt alle - oder keiner". Diesem Druck fügte sie sich, obwohl sie häufig zuerst lautstark protestierte. Sie machte alles sehr gut mit, bewies viel Kampfgeist und bei kooperativen Spielen auch viel Initiative. Hierbei fiel es ihr sehr schwer zu akzeptieren, dass ihre Vorschläge nicht sofort und automatisch umgesetzt wurden, sondern erst mit den Ideen der anderen verglichen wurden. Zurzeit besucht sie eine technisch-gewerbliche Schule mit dem Ziel des mittleren Bildungsabschlusses.

 

 

6. Reflexion

 

Insgesamt bin ich mit der Planung und Durchführung des Projektes sehr zufrieden. Vieles würde ich genauso wieder machen. Die Gruppe ließ sich insgesamt gut leiten, es gab keine größeren Zwischenfälle, alle Jugendlichen sind gesund, um viele Erfahrungen reicher und entspannter wieder zurück.

 

Die Zusammenarbeit mit Margot verläuft sehr effektiv, wir sind ein eingespieltes Team. Wir beide werden von den Jugendlichen als Leitung klar akzeptiert, und uns wird großes Vertrauen entgegengebracht. Dies schafft Klarheit, Ruhe und Sicherheit im Kontakt mit den Jugendlichen. Meine eigene Naturverbundenheit, meine Begeisterung für knifflige Spiele und Herausforderungen, erleichtern mir persönlich die Jugendlichen zu motivieren. Ich selbst mache diese Tätigkeiten mit großer Freude, und das steckt an.

 

Besonders die kooperativen Spiele haben die Gruppe in ihrem Zusammenfinden gefördert und als Gruppe gestärkt. Auch die Nieder-Seil-Elemente eigneten sich hierfür sehr gut. Diesen Bereich werde ich in Zukunft verstärkt einsetzen.

 

Von großem Vorteil erwies sich abermals das Netzwerk vor Ort, insbesondere für die Sicherstellung eines Notfallplanes bei bestimmten Aktivitäten.

 

Für den hohen persönlichen und zeitlichen Einsatz in der Vorbereitung und Durchführung der Aktiv-Freizeit, die ständige Aufmerksamkeit und Präsenz vor Ort und die teilweise nicht leichte Motivation der Jugendlichen vor der Freizeit entschädigen folgende Erfahrungen und Beobachtungen: Die Jugendlichen über die Tage hinweg als Gruppe zusammenwachsen zu sehen, ihre persönlichen Erfolge zu fördern und mitzuerleben, ebenso wie ihr Scheitern an Grenzen behutsam zu begleiten, ihr Vertrauen uns gegenüber zu erleben, ihre mehr und mehr gelösten und freudigen Gesichter während der Freizeit zu sehen, die direkten Nachwirkungen über die Freizeit hinaus, die Nachhaltigkeit des Erlebten z.B. durch Erzählungen auch nach Monaten, oder durch Nutzung von neuen Ressourcen etc.

 

Die beschriebenen Rituale sind in meiner Erfahrung ein notwendiges und zentrales Element für den sicheren Ablauf und eine entspannte Gruppenstimmung.

 

Für die Reflexion mit den Jugendlichen (Morgen- und Abendrunde) direkt vor Ort will ich mein Technikrepertoire noch erweitern. Es gelingt uns gut die Aufmerksamkeit zu bündeln, ich wünsche mir jedoch noch weitere Methoden.

 

Die Unterstützung aus dem gesamten Betreuerteam der Einrichtung in der Vorbereitungsphase ist für mich zum Teil enttäuschend. Manche der Betreuer haben persönlich keinen Bezug zu dieser Art von Freizeit. Dies alleine ist nachvollziehbar und das respektiere ich auch – niemand muss es privat lieben, sich durch enge Schlammhöhlen zu quetschen, im Zelt zu schlafen und am Lagerfeuer zu sitzen (und bei all dem die Verantwortung für eine Gruppe schwieriger Jugendlicher zu haben…). Ich habe manchmal den Eindruck, der Wert dieser Arbeit für die Jugendlichen wird von manchen des Teams nicht gesehen. Ich wünsche mir an diesen Stellen die volle Unterstützung und Rückendeckung des gesamten Teams. Unser Klientel an Jugendlichen zu motivieren ist alleine schon ein großer Einsatz an Energie – kritische Äußerungen oder alleine schon stilles Unverständnis für unsere Arbeit von Seiten des Teams gegenüber den Jugendlichen können die Vorarbeit sehr erschweren. Ich wünsche mir an diesen Stellen Akzeptanz, Wertschätzung und Unterstützung für unsere erlebnispädagogische Arbeit mit den Jugendlichen von Seiten des restlichen Teams. Ich frage mich, wie ich selbst mehr dazu beitragen kann, dieses Anliegen meinen Kollegen konstruktiv zu vermitteln.

 

 

Was würde ich beim nächsten Mal anders machen?

 

Aussicht auf weitere Aktiv-Freizeiten

Verändern würde ich beispielsweise die Dauer der Freizeit: Viele Jahre sind wir 14 Tage mit den Jugendlichen unterwegs gewesen, dieses Mal aus organisatorischen Gründen leider nur 10 Tage. Ich würde beim nächsten Mal die Dauer wieder auf 14 Tage erweitern, da häufig die Gruppe durch die angeregten Gruppenprozesse und gemeinsamen Erlebnisse nach ca. einer Woche so zusammengewachsen ist, dass in den folgenden Tagen viel von der Arbeit der ersten Woche profitiert werden kann, die Gruppe noch mehr zusammenwächst, viel tiefere Erfahrungen für die Einzelnen möglich sind. Auch wenn es für uns als Leitung 14 Tage non-stop Aufmerksamkeit halten bedeutet – die wenigen Tage mehr lohnen sich für die Gruppe sehr.

 

 

Ein weiterer Aspekt ist die Vorbereitung der Aktiv-Freizeit im Kontakt mit den Jugendlichen:

Ich halte es für extrem wichtig, bereits in der Entscheidungsfindung der Jugendlichen vor der Aufnahme den Schwerpunkt der Einrichtung auf Erlebnispädagogik und die verpflichtende Teilnahme über das bestehende Maß hinaus noch expliziter und klarer zu formulieren, und das Einverständnis des Jugendlichen und der Erziehungsberechtigten eventuell sogar schriftlich einzuholen. Dies erleichtert die Akzeptanz und die Argumentation sehr.

 

In der Anleitung des Bereiches Klettern fühle ich mich bis zu einem bestimmten Schwierigkeitsgrad sehr sicher und kompetent. Diese Grenze würde ich in den nächsten Jahren gerne erweitern, um den Jugendlichen neben den bisherigen, noch weitere Herausforderungen und Alternativen anbieten zu können.

 

 

7. Öffentlichkeitsarbeit

 

Ich habe keine gezielte Öffentlichkeitsarbeit für dieses Projekt betrieben. Das Zustandekommen des Kontaktes zu einem saarländischen Filmteam verlief eher zufällig, und erwies sich, wie in Kapitel 4.3 berichtet, leider mehr als Reinfall.

 

Allgemein für unsere erlebnispädagogische Arbeit haben wir vor einigen Jahren im Lions Club Homburg (Saar) einen Diavortrag mit Erfahrungsbericht und Austausch angeboten, woraufhin uns neben viel Wertschätzung für unsere Arbeit eine Materialspende speziell für den erlebnispädagogischen Bereich zukam.

 

 

8. Literaturverzeichnis

 

Gillsdorf, Rüdiger & Kistner, Günter. (1995). Kooperative Abenteuerspiele, Band 1: Eine Praxishilfe für Schule, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung. Klett Verlag

Gillsdorf, Rüdiger & Kistner, Günter. (2000). Kooperative Abenteuerspiele, Band 2: Praxishilfe für Schule, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung. Klett Verlag

Prekop, Jirina & Schweizer, Christel.(1990). Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen. 8. Auflage. Kösel-Verlag.

Reiners, Anette & . (2007). Praktische Erlebnispädagogik 1: Bewährte Sammlung motivierender Interaktionsspiele - Band 1. Ziel Verlag

Senninger, Tom. (2000). Abenteuer leiten – in Abenteuern lernen. Ökotopia Verlag.

 

 

Anhang A: Packlisten

 

Zelten + Küche

 

•  1 Pavillon 3 x 6 m als Küchenzelt und Schlechtwetter Aufenthaltsraum

•  3 große klappbare Tische für Küche und als Sitzgelegenheit

•  2 Kocher + Gasflaschen (+ großes Feuerzeug)

•  Kochgeschirr (2 große Töpfe, 2 Pfannen, 1 kleiner Topf)

•  Teller, Tassen und Besteck für 10 Personen

•  4 Schüsseln mit Deckel

•  2 große Vorratskisten

•  3 Kühltaschen

•  Kochbesteck (Rührlöffel, Wender, Schneebesen, 2 Schöpflöffel, Salatbesteck)

•  Holzgrill + Grillgabel, Beil, Säge

•  2 Lampen für Küchenzelt

•  1 Acht-Personenzelt mit vier 2er-Kabinen für die Mädchen

•  2 Quechua Wurfzelte für beide Jungs

•  1 Drei-Kabinenzelt für beide Betreuer

•  2 kleine Reservezelte

•  Tasche mit Ersatzheringen + 2 Hämmer + Schnüre

•  2 Klappspaten (zum Gräben ziehen bei Starkregen)

•  8 Schlafsäcke + 2 Reserve

•  8 Fleece Innenschlafsäcke

•  16 Isomatten

•  8 LED-Zeltlaternen

•  8 kleine Kopfkissen

•  6 Wolldecken

 

 

Kletterausrüstung

 

•  8 Helme

•  1 x 50m Seil

•  3 x 30m Seile

•  10 Bandschlingen

•  8 Klettergurte (davon 2 mit Brustgurt)

•  14 HMS Karabiner

•  8 Achter

•  2 Grigri

 

 

Mobile Seilelemente

 

•  2 x 30m statisches Seil

•  3 x 20m statisches Seil

•  2 x 8m Slackline

•  12 Bandschlingen

•  16 HMS Karabiner

•  2 Seilplatten

•  3 Stahlrollen

•  4 Notrollen

•  50m Reepschnur (5 mm)

•  6 Prusik-Schlingen

•  1 großer Leiter

•  8 Augenbinden

 

 

Höhle

 

•  Sortiment gebrauchter Neoprenanzüge + fester Neoprenschuhe

•  10 Stirnlampen

•  2 wasserdichte Packsäcke

•  1 Rucksack

 

 

Notfallausrüstung

 

•  1 großer Verbandskasten

•  2 kleine Verbandskasten

•  Elastische Binden und Pflaster

•  Brandwundsalbe

•  Sportsalbe?

•  Neo-Ballistol

•  Nelkenöl

•  Traubenzucker + Müsliriegel

•  Kerzen

•  Taschenmesser

•  Kompass

•  Ersatzbatterien

•  Pinzette

•  Werkzeugkiste

 

 

Schlecht-Wetter

 

•  Regenjacken

•  Fleecejacken

•  Gummistiefel

•  Regenschirme

•  Ersatzsocken

•  Ersatz-Handtücher

 

 

Sonstiges

 

•  Spielsammlung

•  Kartenspiel

•  Große Tasche mit Specksteinen + Werkzeuge

•  Block + Stifte

 

 

 

 

 

Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik

im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP

des KAP-Institutes

 

 

"Erlebnispädagogisches Projekt"

 

 

Erlebnispädagogisches Projekt von Peter Recktenwald

 

 

 

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