seit 1994

Martin Haag

Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik

im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP

des KAP-Institutes

 

 

„Abenteuerreise zum See“

 

 

Erlebnispädagogisches Projekt von Martin Haag

 

2007

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1.      Einleitung / Beschreibung den Einrichtung

1.1    Allgemeine Beschreibung

1.2    Beschreibung der Tagesgruppen im Allgemeinen und der Tagesgruppe 1 im Besonderen

1.3    Rechtliche Grundlagen der Tagesgruppenarbeit

 

2.      Erlebnispädagogisches Konzept

 

3.      Zielgruppe

3.1    Beschreibung der Zielgruppe allgemein

3.2    Beschreibung der einzelnen Teilnehmer

3.2.1 Teilnehmer Nr. 1

3.2.2 Teilnehmer Nr. 2

3.2.3 Teilnehmer Nr. 3

 

4.      Projektverlauf

4.1    Vorbereitung des Projekts

4.2    Geplanter Projektablauf

4.3    Tatsächlicher Projektablauf

 

5.      Nachbereitung des Projekts

 

6.      Reflexion des Projekts

 

 

 

1. Einleitung / Beschreibung der Einrichtung

 

1.1 Allgemeine Beschreibung

 

„Die Revolutionskriege um die Jahrhundertwende 1800/1900 und die folgenden napoleonischen Kriege brachten für viele Familien viel Elend und für die Gemeinden wirtschaftliche Not und Hunger. Die Bevölkerung wuchs rascher als die Landwirtschaft mehr erzeugen konnte und die  beginnende Industrialisierung fürArbeitsplätze sorgen konnte. Im Amtsoberamt Stuttgart, das damals etwas mehr als 24.000 Einwohner hatte, entstanden durch die Kronprinzessin uns spätere Königin Katharina viele wohltätige Einrichtungen. Mit ganz besonderer Liebe kümmerte sie sich um Kinder in Not. Sie gründete einen Wohltätigkeitsverein, der 1817 zum ersten Mal zusammenkam.

 

Im Gedanken an die so früh verstorbene Königin wurde 1819 ein Fond gegründet, der bis 1828 auf 2.300 Gulden anwuchs, und der als Ursprung der Wilhelmspflege anzusehen ist. Von den Zinsen des Geldes wurden  Kinder, die unversorgt und verwahrlost in Stuttgart aufgegriffen wurden, versorgt,  entweder in Familien oder in Rettungshäusern der Umgebung.

 

Die Not in der Bevölkerung wuchs weiter und für die zunehmende Zahl verelendeter Kinder konnten in Familien nicht mehr genügend „Plätze“ gefunden werden. Deshalb beschloss die Amtsverwaltung des Oberamtes  Stuttgart 1837 die Errichtung eines eigenen Rettungshauses, nach dem Bauentwurf für 68 Kinder.

 

Im Oktober 1841, dem Jahr der 25jährigen Friedensregierung des Königs Wilhelm wurde das „Rettungshaus Wilhelmspflege“ in der  Kirche von Plieningen feierlich eingeweiht und die ersten 22 Mädchen und Jungen aufgenommen.“  (Aus „Kleine Geschichte der WILHELMSPFLEGE Informationsblatt zur Einrichtung).

 

„Die Schule, die Mithilfe in der Hauswirtschaft für die Mädchen und die Hilfe in der Landwirtschaft für die Jungen bestimmten den Tagesablauf der Kinder. In dieser ständigen verpflichtenden Mitarbeit der Kinder können auch aus heutiger Sicht nicht nur Kostengründe gesehen werden. Die Mithilfe der rund 70 Kinder in der Küche, im Stall, in der Scheune und auf dem Acker war über 100 Jahre lang ein wichtiger und auch damals wohlüberlegter Bestandteil ihrer Erziehung für Leben. Dagegen wurden Werken, Basteln, Turnen, Sport, Spielen und alle musische Betätigung damals nur wenig geübt. Aber den fünf Mitarbeitern (die Hauseltern, eine Aufseherin, ein Aufseher und eine Dienstmagd), die fast 70 Kinder betreuen mussten, hätte für eine intensive Hilfe, wie wir sie heute für erforderlich halten, sicher auch die Zeit gefehlt. In einer kurzgehaltenen Auflistung stellt sich die weitere Entwicklung der Rettungsanstalt Wilhelmspflege wie folgt dar:

 

1886 wurde die einklassige Heimschule zur zweiklassigen Schule umstrukturiert.

1887 wurde eine Lehrerin als 2. Lehrkraft (neben Hausvater) angestellt und das Waschküchengebäude durch Aufstocken vergrößert.

1904 wurde ein einstockiges Schulhaus gebaut.

1928 wurden die beiden verwendeten Zugochsen durch 2 Pferde ersetzt. Im selben Jahr wurde die Bezeichnung „Kinderrettungsanstalt“ in „Erziehungsheim“ abgeändert.

1929 wurde das 1904 errichtete Schulhaus um einen zweiten Stock und damit einen zweiten Schulraum erweitert.

1937 brannte das Scheunen- und Stallgebäude durch Brandstiftung ab und wurde sofort wieder erweitert aufgebaut.

1942 fiel dieses Gebäude der Landwirtschaft einem Fliegerangriff zum Opfer. Es wurde 1943 erneut aufgebaut.

1951 wurde das Waschküchengebäude zu einem Kinderhaus umgebaut und erweitert. Von da an wird es „Südgebäude“ genannt.

1955 konnte die Schule durch eine dritte Volksschulklasse erweitert werden. Für die Landwirtschaft wurde der erste Traktor angeschafft.

1959 wurde eine weitere Lehrerstelle errichtet und die Schule wurde in zwei Volksschulklassen und zwei Hilfsschulklassen gegliedert. Im gleichen Jahr brannte das Stall- und Scheunengebäude ein drittes Mal ab und musste trotz finanziell sehr angespannter Lage wegen der Ernte sofort wieder errichtet werden. Im selben Jahr konnte das neu errichtete Wohnhaus für Mitarbeiter/ innen eingeweiht werden.

1961 wurde der Bau von vier Kindergruppenhäusern mit einer Feier abgeschlossen und viel zusätzliche Kindergruppen eingerichtet. In sieben Gruppen hatte die Wilhelmspflege jetzt 110 Plätze. Im selben Jahr trat auch die inzwischen vierte Satzung der Wilhelmspflege in Kraft und die Stiftung führt seither den Namen „Evangelisches Kinder- und Schulheim Wilhelmspflege“.

1962 war die Heimschule fünfklassig, in ihr waren fünf Lehrkräfte (inkl. Hausvater/Schulleiter) beschäftigt. Im Heim (110 Plätze) arbeiteten: 2 Verwaltungskräfte, die Hausmutter, 8 Erzieher/innen, 1 Hausmeister, 10 Hauswirtschaftskräfte, 1 Landwirtschaftsmeister, 2 Knechte.

1968 konnte das neue Schulgebäude mit sechs Klassenzimmern und einer Turnhalle eingeweiht werden.

1971 wurden zwei weitere Gruppenhäuser und ein „Kleinkinderhaus“ erstellt. Das Heim hatte damit zehn Kindergruppen mit insgesamt fast 140 Plätzen.

1978 wurde die erste Außenwohngruppe in Wolfschlugen errichtet.

1979 wurde die erste Tagesgruppe errichtet. In den Folgejahren erfolgte eine weitere Differenzierung der Hilfen und ein Anwachsen der angebotenen Plätze für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (betreutes Jugendwohnen, Lebensfeldgruppen, Außentagesgruppe, Mädchentagesgruppe).

1991 wurde die Trägerschaft für das Theodor-Rothschild-Haus in Esslingen übernommen.“ (Aus „Kleine Geschichte der WILHELMSPFLEGE)

Im März 2007 fusionierte die Wilhelmspflege und wurde in „Stiftung Jugendhilfe Aktiv“ umbenannt.

 

Heute bedient die Einrichtung das gesamte Jugendhilfe-Angebot:

Stationäre Angebote – 110 Plätze

•  Innenwohngruppen

•  Außenwohngruppen (Familienmodell)

•  Wohngruppen für Jugendliche

•  Verselbständigungsgruppen für junge Männer und junge Frauen

•  Erziehungsstellen

•  Betreutes Wohnen

 

Teilstationäre Angebote – ca. 148 Plätze

•  Tagesgruppen für Vorschulkinder

•  Tagesgruppen für Schulkinder

•  Tagesgruppen für Jugendliche

•  Tagesgruppen im Lebensfeld („Lebensfeldgruppen“)

 

Ambulante Hilfe – ca. 42 Plätze

•  VHT Video-Home-Training

•  Soziale Gruppenarbeit

•  ISE Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung

•  Erziehungsbeistandschaft

•  Nachbetreuung (im Anschluss an Betreuung)

•  Jugendwohnen

•  Sozialpädagogische Familienhilfe

 

Ambulante Hilfen durch Stadtteilteams (neuer Ansatz)

•  Dietrich-Bonhoeffer-Schule – 193 Plätze

•  Schule für Erziehungshilfe, Grund- und Hauptschulzug sowie Förderbereich

•  Kindergarten für Erziehungshilfe

•  Beratungsstelle für Kinder mit Verhaltensproblemen

•  Die Schule bietet Beschulung für Kinder und Jugendliche an, die aufgrund ihrer Verhaltensauffälligkeiten bzw. Lernschwierigkeiten an den zuständigen öffentlichen Schulen nicht unterrichtet werden können. Ziel ist es, dass sich die Schüler in ihrer Lernfähigkeit, ihrem Selbstvertrauen und ihrem Verhalten weiterentwickeln unter gleichzeitiger Erreichung der jeweiligen Bildungsziele. Dabei wird, wenn möglich, eine Rückführung in eine öffentliche Regelschule angestrebt.

 

 

1.2 Beschreibung der Tagesgruppen im Allgemeinen und der Tagesgruppe 1 im Besonderen

 

Ich arbeite in der Tagesgruppe 1, in welcher zur Zeit 10 bis 11 Jungen im Alter von 8 bis 13 Jahren betreut werden. Drei Kinder werden extern beschult; sie besuchen die Hauptschule in xy und in  xy. Die anderen Kinder gehen auf die Dietrich-Bonhoefer-Schule, welche sich auf dem Gelände der Jugendhilfe Aktiv befindet und eine Schule für Erziehungshilfe sowie einen Förderschulbereich beinhaltet. Sie bietet Beschulung für Kinder und Jugendliche an, die aufgrund ihrer Verhaltensauffälligkeiten bzw. Lernschwierigkeiten an den zuständigen öffentlichen Schulen nicht unterrichtet werden können. Ziel ist es, dass sich die Schüler in ihrer Lernfähigkeit, ihrem Selbstvertrauen und ihrem Verhalten weiterentwickeln, sowie dass die Bildungsziele erreicht werden. Die Rückführung in eine öffentliche Regelschule wird stets angestrebt.

 

Die Tagesgruppe zeichnet sich dadurch aus, dass die Kinder und Jugendlichen an den Nachmittagen der 210 Öffnungstage im Jahr betreut, erzogen und gefördert werden, während sie die restliche Zeit bei ihren Familien verbringen. In xy befinden sich zur Zeit fünf Tagesgruppen; zwei davon sind speziell für autistische Kinder und Jugendliche ausgerichtet (so genannte „Schneckenhäuser“). Außerdem gibt es zwei Vorschulgruppen: die „Rappelkiste“ sowie die „Olsen-Bande“. In xy ist die so genannte Lebensfeldgruppe angesiedelt. Der Unterschied zu den anderen Tagesgruppen besteht darin, dass in Krisensituationen die Kinder und Jugendlichen auch befristet innerhalb der Gruppe stationär betreut werden können.

 

Zum Konzept der Tagesgruppe gehören auch Freizeiten / Ferienlager und Ferienprogramme, an welchen unterschiedliche Angebote – gezielt auf die Kinder und Jugendlichen ausgerichtet – durchgeführt werden. Somit passte mein Angebot „Abenteuerreise zum See“ sehr gut in diesen Bereich.

 

Der Tag in der Tagesgruppe 1 (= Tg1) hat einen klaren, strukturierten Ablauf, welcher damit beginnt, dass die Kinder nach der Schule in die Tg1 kommen und zuerst Gelegenheit haben, sich auszutauschen und eine kurze Zeitlang zu spielen. Um 13 Uhr gibt es Mittagessen und im direkten Anschluss werden Hausaufgaben gemacht. Darüber hinaus leisten die Kinder bei der Bewältigung von Alltagsaufgaben ihre Dienste: Küchendienst, Tisch-Abputzen, Müll-Wegbringen, usw.. Die Hausaufgabenbetreuung in der Tg1 bildet einen großen Baustein zur Sicherung und Erhaltung der Schulfähigkeit. Somit werden die Kinder in der für die Hausaufgaben reservierten Zeit auf die zuständigen Mitarbeiter verteilt. Nach den Hausaufgaben wird gezielte Freizeitgestaltung angeboten. Dazu gehören z.B. heilpädagogisches Reiten, Bogenschießen, Schwimmen, Fahrradfahren sowie auch das Angebot an Ruhe- und Spielräumen. Am Abend verlassen die Kinder die Tg1 wieder.

 

Weitere Aufgaben der Tagesgruppen-Arbeit sind Elternarbeit sowie der Kontakt zu Außenstellen wie Schulen, Therapeuten und Jugendämtern. In der Zusammenarbeit mit Jugendämtern und im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit werden erlebnispädagogische Projekte / Angebote in die Kontrakte bzw. in den Hilfeplan einbezogen. D.h. Kinder und Jugendliche werden gezielt in Gruppen untergebracht, in welchen die jeweils geeignete Angebote / Strukturen herrschen.

 

 

1.3 Rechtliche Grundlagen der Tagesgruppenarbeit

 

Das SGB VIII gewährt gemäß § 27 dem Personensorgeberechtigten bei der Erziehung eines Kindes oder eines Jugendlichen Anspruch auf Hilfe zur Erziehung, wenn eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist. Bei der Erziehung in einer Tagesgruppe gemäß § 32 SGB VIII handelt es sich um solch eine Hilfe. Da es sich lediglich um eine familienergänzende Hilfe handelt, bedeutet sie einen weniger starken Eingriff in die Familie als beispielsweise die Vollzeitpflege gemäß § 34 oder die Heimerziehung gemäß § 35 SBG VIII.

 

Zusammen mit dem Kind bzw. dem Jugendlichen und den Personensorgeberechtigten stellt das Jugendamt gemäß § 36 SGB VIII einen Hilfeplan auf. Dieser enthält Feststellungen über den Bedarf, die zu gewährende Hilfe sowie die notwendigen Leistungen. Während des Hilfeverlaufs wird im Abstand von drei Monaten in so genannten Kontraktgesprächen überprüft, ob die Hilfe weiterhin geeignet und notwendig ist.

 

 

 

2. Ergebnispädagogisches Konzept

 

Zur Tradition der Einrichtung Jugendhilfe Aktiv gehören – wie bereits erwähnt – Sommer-Freizeiten, Skifreizeiten, Ferienlager sowie Ferienprogramme. Hierfür wird den Gruppen, je nach Größe, ein bestimmter Etat zur Verfügung gestellt.

 

In diesen Angeboten werden oft erlebnispädagogische Elemente eingebaut. Deshalb war mein Projekt für die Einrichtung nicht unbedingt etwas ganz Neues und wurde in das Sommerferienprogramm der Tg1 eingebaut. Ich musste mich lediglich mit der Bereichsleitung über den Umgang meines Projekts abstimmen. Nachdem feststand, dass die Tg1 in der ersten Woche der Sommerferien 2007 geöffnet bleibt, war für mich klar, dass mein Projekt ebenfalls in dieser Zeit durchgeführt werden sollte.

 

Mein Projekt sollte zum großen Teil über den Freizeit-Etat der Tg1 und teilweise über eine Eigenbeteiligung der Eltern der teilnehmenden Kinder (ca. 50,- EUR pro Kopf) finanziert werden.

 

Bei der Überlegung, welches Medium ich für mein Projekt wählen sollte, habe ich es mir nicht leicht gemacht. Die Möglichkeiten, welche für mich in Fragen kamen, waren: eine Höhlenbefahrung, eine Kanufahrt, eine Biketour, eine Trekkingtour sowie die generelle Vorstellung der erlebnispädagogischen Arbeit beim alljährlichen Sommerfest der Einrichtung. Nach langem Hin und Her fiel die Entscheidung schließlich zugunsten der Biketour aus. Dafür  sprach zum einen, dass ich mit den Kindern / mit den Jugendlichen „unterwegs“ sein  wollte bzw. – anders ausgedrückt – „ein Ziel haben“ wollte. Außerdem hat das Radeln sowohl bei mir als auch bei der gesamten Tg1 einen hohen Status. Meine Arbeitskollegen haben sich freundlicherweise bereit erklärt, mich zu unterstützen, indem sie mir in der Planungsphase oft den Rücken freihielten und als mein „Notfallanker“ agierten. Das heißt, dass sie die Biketour-Teilnehmer notfalls mit einem Kleinbus wieder geholt bzw. uns zeitweise begleitet hätten.

 

Für die Tour selbst standen mir 5 bis 8 Tage zur Verfügung, was bei der Auswahl des Ziels berücksichtigt werden musste. Schließlich entschied ich mich für den Bodensee, da ich einerseits dieses Gebiet recht gut kenne und andererseits es – gerade im Sommer – viel bietet, so dass gleich die Idee entstand, zusätzlich einen Verlängerungstag am See zum Baden einzuplanen.

 

Bei der Planung und in Gesprächen mit dem Team, zeichnete sich ziemlich bald ab, dass die Wahl des Mediums für die Jugendlichen / Kinder der Tg1 richtig war. Raus aus dem gewohnten Umfeld, Verantwortung für eigene Bereiche übernehmen, Ausdauer testen/trainieren, Organisation der kleinen Dinge im Alltag übernehmen und den Zusammenhalt stärken („einer für alle, alle für einen“) – dies alles sind Aspekte, die mit unserer täglichen Tagesgruppen-Arbeit vereinbar sind. Für die Jugendlichen / Kinder war es natürlich eine echte Herausforderung, das Zuhause zu verlassen, sich auf den Weg zu einem bestimmen Ziel zu machen und bisher unbekannte Verantwortlichkeiten zu übernehmen.

 

 

 

3. Zielgruppe

 

3.1 Beschreibung der Zielgruppe allgemein

 

Die Entscheidung darüber, welche Kinder der Tg1 auf die „Abenteuerreise zum See“ mitgehen sollten, war für mich nicht so einfach, weil ich erst seit März 2007 in der Tg1 tätig bin und die Kinder bis dahin – bis auf gelegentlichen Gesprächen auf dem Einrichtungsgelände sowie einer gemeinsamen Skifreizeit – nicht kannte. Ich entschied mich schließlich für die etwas älteren Kinder, welche ich etwas näher kannte und von welchen ich annahm, dass sie die Strapazen einer solchen Biketour bewältigen würden.

 

Bei den Kindern der Tg1 handelt es sich allgemein um Kinder mit einem schlechten Selbstwertgefühl; um Kinder, die ständig die Erfahrung machen, nie etwas richtig zu können bzw. immer im Weg zu sein. Da eine anstrengende Biketour sich auch durchaus negativ auf das Selbstwertgefühl von kleineren bzw. schwächeren Kindern auswirken könnte, war es also von großer Bedeutung nur die fitten Kinder mit guten motorischen Fähigkeiten in Betracht zu ziehen. Nach Gesprächen mit dem Team und mit der Bereichsleitung fiel die Entscheidung auf 3 Jungs im Alter von 12 und 13 Jahren, welche alle die öffentliche Hauptschule besuchen. Alle drei besaßen bereits einen Fahrradführerschein, kannten also die Verkehrsregeln und waren geübte Fahrradfahrer, was die Planung des Projekts natürlich im Vorfeld erleichterte. Außerdem können alle drei gut lesen und schreiben.

 

Auch bei 3 auserwählten Jungs handelt es sich jedoch um Kinder mit einem besonderen Förder- und Betreuungsbedarf, welche in einem schwierigen familiären Umfeld aufgewachsen sind. In einzelnen treffen folgende Punkte auf die Zielgruppe zu:

 

•  Ich-Schwäche

•  Erfahrungen in den Bereichen Gewalt, Missbrauch und/oder traumatische Erlebnisse

•  Eltern leben getrennt bzw. in Scheidung

•  Vernachlässigung durch die Eltern („Kinder kommen zu kurz“)

•  Eltern sind mit der Erziehung überfordert

•  Psychische Erkrankungen und/oder Suchtabhängigkeit bei den Eltern

•  Verhaltensauffälligkeit und Schulprobleme

•  Wenige bzw. keine Freunde

•  Häufige (und oft gewalttätige) Konflikte mit anderen Kindern / Jugendlichen

•  ADS-Syndrom

•  Keine Fähigkeit zur selbständigen und sinnvollen Freizeitgestaltung.

 

Ergänzend möchte ich anfügen, dass bei allen Kindern der Tg1 der Bedarf vorhanden war, an so einem bzw. an einem ähnlichen Projekt teilzunehmen; geschweige denn von der Begeisterung und Motivation, die von jedem Kind ausgingen. Letztendlich tat es mir ein bisschen leid, dass ich nicht einfach alle Kinder mitnehmen konnte auf die „Abenteuerreise zum See“.

 

Bedingt durch Erfahrungen, welche ich aus anderen Projekten sammeln konnte, entschied ich mich für die folgende Zusammensetzung der Gruppe: 3 Kinder und 2 Betreuer. Aufgrund der Größe der Tg1 (10 Kinder) war jedoch klar, dass die anderen Teammitglieder da bleiben mussten, um die restlichen sieben Kinder zu betreuen. In meiner Not bei der Suche nach einem zweiten Betreuer wandte ich mich an Wolfgang Schanz, einen ehemaligen Kollegen, zu welchen ich stets einen guten Kontakt hatte und von dem ich wusste, dass er sportlich und gut in Form war. Ich war selbst etwas überrascht, wie schnell ich eine Zusage vom Wolfgang bekam. Somit war das Projektteam komplett: 3 Kinder / Jugendliche, 1 ehemaliger Kollege, welcher natürlich die Einrichtung und zum Teil die Kinder kannte und meine Wenigkeit.

 

Für die überschaubare Größe von 5 Personen entschied ich mich aus folgenden Gründen:

 

•  Bei Fahrten auf öffentlichen Straßen wird die Schlange nicht zu lang und kann dadurch gut kontrolliert werden.

•  Bei den Kindern / Jugendlichen in der Einrichtung handelt es sich nun mal um schwierige Persönlichkeiten, so dass man – einfach ausgedrückt – mit umso mehr Problemen rechnen müsste, je mehr Kinder / Jugendliche man mitnähme. (Diese Ansicht wurde von meinen Kollegen sowie von der Bereichsleitung geteilt.)

•  Die Kinder / Jugendlichen sollten unterwegs möglichst in einem Zelt untergebracht werden. Aus früheren Zeltlager-Erfahrungen weiß ich, dass 3er-Konstellationen im Zelt mitunter schwierig sein können.

•  Bei zwei Betreuern war gewährleistet, dass einer die Gruppe anführen und der zweite das Schlusslicht bilden würde. Auf diese Weise war es ausgeschlossen, unterwegs Kinder bzw. den Überblick zu verlieren.

 

Das Konzept und die Zielgruppe wurde anschließend noch der Bereichsleitung mitgeteilt, welche mir ohne jegliche Probleme ihre Einverständniserklärung zur Durchführung meines Projekts überreichte (Anlage ).

 

 

3.2 Beschreibung der einzelnen Teilnehmer

 

3.2.1 Teilnehmer Nr. 1

 

Bei Teilnehmer Nr. 1 handelt es sich um T., geboren 1995 in Deutschland, griechischer Abstammung. T. wurde 2005 in der Tg1 aufgenommen. Die Gründe für die Aufnahme waren: Neben der vielen Gewalt in seiner Familie, war diese von Alkohol- und Spielsucht geprägt. T. zog sich immer mehr zurück, hatte schließlich kaum noch Kontakt zu seinem Umfeld und zeigte an nichts mehr Interesse. Der Lehrerin von T. fiel dies auf, worauf sie seine Mutter ansprach und weitere Schritte für eine Unterbringung in einer Tagesgruppe einleitete.

 

Nach der Trennung der Eltern zog der Vater von T. zurück nach Griechenland, wo er wenig später bei einem Autounfall tödlich verunglückte. Die Mutter von T. stürzte sich in die Arbeit, so dass die wichtigsten Bezugspersonen innerhalb der Familie die Großeltern für T. waren. Diese verließen jedoch im Mai 2007 Deutschland ebenfalls und gingen zurück nach Griechenland. Zu seinen zwei älteren Schwestern hat T. nur wenig Bezug.

 

T. ist ein freundlicher und aufmerksamer Junge, der sich jedoch nicht viel zutraut. Ich hatte keine Schwierigkeiten, zu T. eine Beziehung aufzubauen und hatte den Eindruck, dass er nach männlichen Vorbildern suche. T. kommt nach wie vor gerne in die Tg1, wo er seinen Platz gefunden hat und wegen seiner Freundlichkeit von allen akzeptiert wird. Im Gruppenalltag gibt es kaum Probleme mit T.. Auffällig ist jedoch, dass T. eine ständige Sicherheit in Form von genausten Absprachen und strikt festgelegten Abläufen benötigt. Etwas neues auszuprobieren und dabei womöglich einen Fehler zu machen, wäre für ihn sehr schlimm. Diese hohen Erwartungen projiziert er jedoch auch auf allen anderen Menschen in seiner Umgebung und auch auf mich.

 

Auf der Biketour sollte T. lernen und erfahren, dass es immer irgend wie weiter geht, auch wenn die Wege, die man beschreitet, unbekannt sind. Auch sollte er erfahren, dass klare Regeln und Absprachen zwar wichtig sind, jedoch im Leben nicht alles bedeuten, da man das Leben nicht hundertprozentig gegen alle Eventualitäten im Voraus absichern kann. Darüber hinaus sollte bei ihm das positive Gefühl zurückbleiben, etwas Anstrengendes und Neues geschafft zu haben.

 

 

3.2.2 Teilnehmer Nr. 2

 

Bei Teilnehmer Nr. 2 handelt es sich um K., geboren 1994. K. wurde 2003 in die Tg1 aufgenommen, nachdem seine Mutter um Hilfe bat, weil sie mit ihm nicht mehr zurechtkam. Die  Mutter von K. war bereits drei mal verheiratet und K. ging aus der dritten Ehe hervor, bei deren Scheidung er zum Spielball der Eltern geworden ist. K. hat 2 Halbschwestern, die aus der ersten Ehe seiner Mutter hervor gingen. Zur Zeit hat die Mutter einen Lebensgefährten mit einer zweijährigen Tochter, um welche sich K. ganz besonders liebevoll kümmert. Hier zeigt K. seine enorme soziale Kompetenz. Seit Jahren hat die Familie finanzielle Probleme.

 

Zu Beginn der Maßnahme bekam K. Ritalin, welches jedoch mittlerweile abgesetzt werden konnte. Obwohl K. bereits zu den alten Hasen der Tg1 gehört, kommt er immer noch sehr gerne, allerdings – bedingt durch die teilweise lange Schulzeit – nur noch an 3 Tagen in der Woche. Sein häuslicher Alltag ist oft von Streitereien begleitet, was ihn immer noch aus der Bahn wirft. Dann wird er vergesslich und es mag ihm nichts gelingen. Außerdem fehlt es K. an Selbstwertgefühl und er hat ständig Angst, nicht genug zu bekommen bzw. zu kurz zu kommen. Dies zeigt sich bei nahezu allem: beim Essen, bei Weihnachtsgeschenken, bei der Aufmerksamkeit, die ihm in der Familie, in der Schule bzw. in der Tagesgruppe zuteil wird.

 

Auf der Biketour sollte K. lernen, dass alle gleich sind und gleich behandelt werden.Er sollte lernen, dass er nicht immer eine Sonderbehandlung erwarten kann und auch, dass es durchaus ohne geht, denn niemand würde sein Fahrrad den Berg hochschieben. Außerdem hoffte ich, dass die Tour für K. eine Auszeit von dem ganzen familiären Stress wäre. Er sollte etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen und allgemein zeigen können, was er alles kann. Und letztendlich sollte er das positive Gefühl mitnehmen, wie wichtig es ist, zu einem Team zu gehören und gemeinsam ein Ziel zu erreichen.

 

 

3.2.3 Teilnehmer Nr. 3

 

Bei Teilnehmer Nr. 3 handelt es sich um P., geboren 1994. P. wurde 2006 in die Tg1 auf Drängen der Schule aufgenommen. Damals wirkte P. sehr ruhig, fast schon depressiv und es stellte sich raus, dass P. missbraucht wurde. Die Eltern von P. trennten sich in 2003. Die Mutter gab zu, dass es eine „sehr harte und schmutzige Trennung“ gewesen sei. Derzeit lebt die Mutter von P. mit dem ehemaligen Freund ihres Ex-Mannes zusammen. Die Familie will die Vergangenheit vergessen, schafft es jedoch nicht, dass immer wieder die gleichen Probleme wie früher hochkommen.

 

Ich habe P. als einen sehr freundlichen und hilfsbereiten Jungen kennen gelernt, der nicht nachtragend ist. Allerdings hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass P. die meisten Schwierigkeiten auf der Tour haben würde. Dieses Gefühl bewahrheitete sich sogar schon vor der Tour, als P. drei Tage vor Abfahrt mitteilte, dass er doch nicht mitkäme. Von der Mutter erfuhr ich, dass sich P. die Tour nicht zutraute und Angst hatte, die geforderte Leistung doch nicht erbringen zu können. Ein Gespräch mit P. konnte ihm diese Angst jedoch wieder weitgehend nehmen, so dass er sich doch wieder zur Mitfahrt entschied.

 

Auf der Biketour sollte P. vor allem Verantwortung für sich selbst übernehmen. Er sollte raus aus der Depression und in Bewegung kommen. Und schließlich sollte er „eine schöne Zeit“ haben und den „Ärger hinter sich lassen“ können.

 

 

 

4. Projektverlauf

 

4.1 Vorbereitung des Projekts

 

Ich habe das Medium Fahrrad gewählt, da mir das Biken selbst sehr viel Spaß macht und da ich weiß, dass ich auf dem Fahrrad entsprechend viel Motivation vermitteln kann. Außerdem wusste ich natürlich, dass alle Kinder / Jugendliche der Tg1 gerne Fahrrad fahren und sich für das Fahrrad begeistern lassen. Als es fest stand, dass das Projekt eine „Abenteuerreise zum See“ auf dem Fahrrad werden sollte, war das Interesse der Kinder so groß, dass ich die gesamte Tg1 hätte mitnehmen können. Ich glaube allerdings, dass die Namenswahl und damit die „Verpackung“ des Projekts eine große Rolle gespielte hat, da die Kinder damit natürlich gleich ein großes Abenteuererlebnis verbunden haben.

 

Ein Projekt mit einer Projektdauer von 5 bis 8 Tagen musste in den Schulferien stattfinden. Für ein Projekt, welches zusätzlich ausschließlich im Freien stattfand, boten sich die Sommerferien ganz besonders an. Wie bereits erwähnt, sollte die Tg1 in der ersten Woche der Sommerferien sowieso geöffnet sein, da dass die genaue Terminwahl leicht fiel. Ein Kollege aus der benachbarten Tagesgruppe 9 zeigte sich von dem geplanten Projekt begeistert und bot sofort an, als 2 Betreuungskraft mitzuradeln. Damit standen das Medium, der Zielort, der Zeitraum, die Finanzierung über Freizeitetat der Tg1 und Eigenleistung der Eltern sowie die Gruppengröße bereits rechts frühzeitig (ca. März 2007) als Grobplan fest. Etwas später wurden die Eltern der drei auserwählten Kinder / Jugendlichen über das Vorhaben einzeln mündlich informiert und um ein erstes Feedback gebeten, ob sie mit der Durchführung dieses Projekts einverstanden wären. Das Feedback fiel bei allen Eltern positiv aus. Alles weitere sollte zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen einer Feinplanung geregelt werden.

 

Die Phase der Feinplanung des Projekts begann für mich im Mai 2007 mit einem ersten Treffen mit meinem Kollegen aus der Tagesgruppe 9. Bei diesem ersten Vorbereitungstreffen betrieben wir einfach  Brainstorming und sammelten alle Punkte, die und einfielen:

 

•  Checklisten (Ausrüstung, Proviant und Getränke, Packliste, usw.) müssen erstellt werden.

•  Kostenaufstellung muss erstellt werden.

•  Regeln müssen aufgestellt werden.

•  Einverständniserklärungen und Infobriefe an die Eltern müssen verfasst und verschickt werden.

•  Die bereits vorhandene Ausrüstung (Fahrräder, Fahrradtaschen, Zelte, usw.) muss gesichtet werden, fehlende Ausrüstung muss besorgt werden.

•  Ein Notfallplan muss erstellt werden.

•  Die Fahrstrecke inkl. Zeitplan und Übernachtungsmöglichkeiten (Zeltplätze) muss festgelegt werden (Internet-Recherchen notwendig sowie die Anschaffung von Karten mit Rad- und Wanderwegen).

•  In Bezug auf Übernachten im Freien („wildes Zelten“) müssen die Vorschriften studiert werden (Internet-Recherche notwendig).

•  In Bezug auf das Feuermachen im Freien müssen die Vorschriften studiert werden (Internet-Recherche notwendig).

•  Aufgaben während der Tour müssen verteilt werden (Was können die Kinder übernehmen?).

•  Fahrradübungen mussten durchgeführt werden (Wann und in welchem Umfang?).

 

Anschließend verteilten wir die gesammelten Aufgaben unter uns beiden auf. Bereits das zweite Vorbereitungstreffen stellte für mich einen Rückschlag da, weil mein Kollege mir mitteilte, dass er mich nun doch nicht begleiten könne. Nun stand ich da – 8 Wochen vor der Abfahrt – und musste mir einen neuen Begleiter für mein Projekt suchen. Ich hatte dennoch Glück, dass mein ehemaliger Praktikant Georg die erste Sommerferien-Woche noch nicht verplant hatte und kurzfristig in mein Projekt einsteigen konnte. Von Vorteil war natürlich, dass Georg die Einrichtung bereits kannte und auch zum Teil die Kinder.

 

Am 24.05.2007 verschickte ich an die Eltern der teilnehmenden Kinder einen Anmeldungsbogen und Einverständniserklärung auf offiziellem Briefpapier der Stiftung Jugendhilfe Aktiv. Das offizielle Briefpapier habe ich gewählt, um den offiziellen Charakter dieser Unternehmung zu betonen. Es handelte sich bei der Abenteuerreise zum See nicht um einen privaten Ausflug, sondern vielmehr um eine alternative Maßnahme zum Ferienprogramm der Tagesgruppe mit pädagogischem Mehrwert und zum größeren Teil von der Einrichtung finanziert. Die Einverständniserklärung beinhaltete nicht nur das reine Einverständnis der Eltern zur Teilnahme, sondern auch deren Einverständnis zum Filmen und Fotografieren. Darüber hinaus wurde im Anmeldebogen erfragt, ob das Kind schwimmen kann, Medikamente nehmen muss, geimpft ist usw.. Schließlich wurden die Eltern um die Angabe von eigenen Notfall-Telefonnummern gebeten sowie um die Adresse und Telefonnummer des Hausarztes.

 

Am 11.07.2007 wurde ein weiterer Brief an die Eltern verschickt, mit welchem die Eltern u.a. darüber informiert wurden, dass mein Kollege aus der Tagesgruppe 9 doch nicht mitradeln wird und mich Georg an seiner Statt begleiten wird. Darüber hinaus teile ich in dem Brief den Eltern meine Handy-Nummer für Notfälle mit und informierte sie über Treffpunkt (Tg1), Zeit (26.07.2007, 13 Uhr) und die geplante erste Übernachtung in der Tg1 in Anstimmung auf die „Abenteuerreise zum See“, welche dann am 27.07.2007 beginnen sollte. Und schließlich wurde – zusammen mit diesem Infobrief – eine Packliste an die Eltern mitverschickt.

 

Auf die Kinder / Jugendlichen verteilten wir die folgenden Aufgaben:

•  Definieren von Regeln/Verhaltensregeln sowie Aufsetzen eines Projektvertrags, welcher von allen fünf Teilnehmern zu unterschreiben  ist.

•  Erstellen einer Bike-Checkliste.

•  Erstellen einer persönlichen Pack-Liste (Was brauche ich noch für die Tour?).

 

Die Aufgaben wurden bereitwillig übernommen und mit Elan vorangetrieben, so dass wir fast schon erstaunt über die Motivation der Kinder waren. Alle restlichen Aufgaben wurden von uns übernommen.

 

Zusammen mit Georg erstellten wir unseren Notfallplan:

•  Für den Fall von kleineren Unfällen sollten wir eine Notfallapotheke (neuwertig) dabei haben.

•  Wir mussten alle Adressen und Telefonnummern (Eltern, Hausärzte usw.) sowie unsere Handys und Ladegeräte dabei haben.

•  Wir mussten die Kranken-Versichertenkarten der Kinder sowie die Kinderausweise dabei haben.

•  Jeder musste ein kleines Fahrrad-Reparatur-Set (Ersatzschlauch, Flickzeug und kleines Fahrrad-Werkzeug) dabei haben.

 

Während der Biketour wollten wir regelmäßig meine Kollegen aus der Tg1 kontaktieren, welche sich auch bereit erklären, im Notfall uns alle bzw. einen Einzelnen mit dem Kleinbus abzuholen.

 

 

4.2 Geplanter Projektablauf

 

26. Juli 2007: Übernachtung in der Tg1.

 

27. Juli 2007: Abfahrt nach dem gemeinsamen Frühstück. Erstes Ziel: Bad Urach, nach ca. 50 km.

 

Zweites Ziel: Eine Grillhütte bei Aichelau inkl. Überraschung für P., welcher an diesem Tag Geburtstag hatte. Die Überraschung bestand darin, dass die Eltern von P. in der Grillhütte bereits auf uns warten sowie sich um die Verpflegung an diesem Tag kümmern sollte. Entfernung von Bad Urach zur Grillhütte: ca. 60 km.

 

Drittes Etappenziel: Campingplatz bei Sigmaringen, ca. 70 km weiter.

 

Vierter Tag – je nach Zustand der Gruppe – Weiterfahrt bis zum Bodensee (Meersburg) oder ein zusätzlicher Zwischenstopp bei Illmensee.

 

Fünfter Tag: eine zusätzliche Übernachtung bei Konstanz am Bodensee oder bereits Abfahrt mit dem Zug Richtung Singen und von Singen aus mit dem Zug nach Stuttgart.

 

Es war geplant, an jedem Abend eine Reflexion des jeweiligen Tages vorzunehmen und die anstehenden Aufgaben zu verteilen.

 

Geplante Kosten während des Projekts:

•  Verpflegung 5 Personen x 6 Tage à 15,- EUR/Tag = 270,- EUR

•  Übernachtungen auf den Zeltplätzen 5 Personen x 5 Tage à 5,- EUR/Tag = 125,- EUR

•  Zusatzkosten Fährfahrt über den Bodensee nach Konstanz = 15,- EUR; Rückfahrt mit dem Zug / Familienkarte = 27,- EUR; Rückfahrt mit dem Zug / Fahrradkarte = 21,- EUR; Pauschalbetrag für Eintrittskarten, Ersatzteile, usw. = 100,- EUR; Taschengeld 20,- EUR pro Kind = 60,- EUR; Zusatzkosten gesamt = 223,- EUR

 

Damit ergab sich ein geplanter Betrag von insgesamt 618,- EUR, welcher zu 150,- EUR als Eigenanteil der Familien und zu 468,- EUR aus dem Gruppen-Etat finanziert werden sollte.

 

Das Projekt „Abenteuerreise zum See“ begann für mich mit der Auswahl der Biketour als mein Projekt. Für die Kinder / Jugendlichen begann das Projekt mit der Information, dass sie dabei sein werden.

 

 

4.2 Tatsächlicher Projektablauf

 

Wir trafen uns am 26. Juli 2007, wie geplant um 13 Uhr in der Tg1 und verbrachten den Nachmittag damit, nochmals alles zu checken und einige Sachen noch einzupacken. Anschließend machten wir eine kleine Fahrradtour, um die vollbepackten Bikes nochmals auszutesten. Danach gab es in der Tagesgruppe noch ein gemeinsames Abendessen und später hatten wir noch Zeit für einen Kinobesuch.

 

Am 27. Juli 2007 fuhren wir nach einem gemeinsamen Frühstück um ca. 10:30 Uhr – nachdem wir nochmals die Fahrräder gecheckt, die Getränkeflaschen gefüllt und Vesper eingepackt hatten – in Stuttgart los in Richtung Bad Urach. Alle Teilnehmer waren aufgeregt und man konnte sowohl den Kindern als auch Georg und mir die Sorge um die bevorstehenden Anstrengungen ansehen. Die allgemeine Stimmung war allerdings sehr gut. Nach 50 km und mehreren Pausen kamen wir schließlich um 17 Uhr am Campingplatz Pfählhof in Bad Urach an. Nach dem Zeltaufbau hatten wir – wie geplant – unsere Reflexion und verteilten die anstehenden Aufgaben. Allen ging es soweit gut und alle waren froh, den ersten Tag auf dem Bike gut überstanden zu haben.

 

Nach einer langen Diskussion einigem Hin- und Her beschlossen wir, gemeinsam in die Innenstadt zu fahren und dort etwas zu essen. Nach dem Essen überraschte uns P., als er für alle ein Eis von seinem Taschengeld kaufte. Zu Georg und mir sagte er „Ich bin so froh und glücklich, mit auf der Tour zu sein. Kann ich beim nächsten Mal wieder mitkommen?“. Für uns war diese Aussage umso überraschender, da P. vor der Biketour die größten Zweifel an sich und an dem Projekt hatte.

 

Am nächsten Tag fuhren wir nach dem Frühstück und einer kleinen Geburtstagsrunde mit Kuchen für P. um ca. 10 Uhr in Bad Urach ab Richtung Lautertal, Aichelau. Mit den Eltern von P. war abgemacht, dass wir uns gegen 14 Uhr telefonisch absprechen, ob und wann wir das Ziel für diesen Tag erreichen. Die Stimmung war gut, obwohl es über die Schwäbische Alb ging und einige Anstiege zu bewältigen waren. Die Stimmung wurde natürlich noch besser, als P. und die andren Kinder an der Grillhütte die Eltern von P. und die bereits wunderbar vorbereitete Verpflegung für diesen Abend entdeckten. So konnten sich alle einfach nur satt essen und anschließend ausruhen, ohne etwas vorbereiten bzw. hinterher aufräumen zu müssen. Natürlich waren die Strapazen des Albaufstiegs dann auch sehr schnell wieder vergessen.

 

3. Tag: Abfahrt von unserer schönen Grillhütte mitten im Wald in Richtung Sigmaringen. An diesem Tag besuchten wir die geführte und wasserführende Friedrichshöhle im Zwiefaltenertal. Die Zwiefaltener Ach und das dazugehörende Tal war – landschaftlich gesehen – eines der schönsten Abschnitte unserer Tour. Der Zwischenstopp in der Höhle war eine schöne Abwechslung und bereicherte die lange Strecke bis nach Sigmaringen. Der dritte Tag wurde letztendlich jedoch richtig hart, da wir etwa dreiviertel der Strecke gegen den an diesem Tag starken Wind fuhren. Die Jungs waren am Ende, wollten aber unbedingt Sigmaringen erreichen. Ich sprach mich mit Georg ab, ob wir lieber vor Sigmaringen übernachten sollten, allerdings meinte er auch, wie der Rest der Gruppe, dass Sigmaringen noch vor Einbruch der Dunkelheit zu schaffen sei. Die Jungs entwickelten einen unglaublichen Ehrgeiz und wollten das Ziel Sigmaringen unbedingt noch am gleichen Tag erreichen. Ich war einerseits von dem Ehrgeiz, welchen die Kinder entwickelten, positiv überrascht, machte mir jedoch Sorgen, ob wir es wirklich schaffen würden. Das Letzte was ich wollte, war sich im Dunkeln um einen Schlafplatz kümmern zu müssen. Nach 50 km mit leichtem Regen und Gegenwind war T. jedoch am Ende und wollte nicht weiter. Wir besprachen uns bei einer kurzen Rast wieder und beschlossen, weiterzufahren, jedoch schon unterwegs nach einer guten Übernachtungsmöglichkeit vor Sigmaringen Ausschau zu halten. Falls sich so eine ergäbe, würden wir sie wahrnehmen. Es war wirklich sehr erstaunlich, wie die Gruppe an diesem Tag zusammenhielt. Alle versuchten T. zu motivieren.

 

Mit größter Anstrengung, nass vom Regen und völlig fertig erreichten wir nach 75 km endlich unser Ziel Sigmaringen. An diesem Tag hatte ich jedoch das Gefühl, nicht das Richtige getan zu haben. Ich hätte die Entscheidung treffen sollen, gezielt einen Campingplatz oder eine andere Schlafmöglichkeit vor Sigmaringen anzufahren. Nach der abendlichen Reflexion ging es mir jedoch wieder besser, denn für die Jungs schien die Fahrt nicht so schlimm gewesen zu sein, wie ich den Eindruck hatte. Ganz im Gegenteil: Sie waren unheimlich stolz auf sich, das Ziel erreicht zu haben. In Anbetracht der Riesenanstrengung, die hinter uns lag und der bereits späten Stunde beschloss ich, mit der Gruppe essen zu gehen.

 

Das primäre Ziel am 4. Tag war eigentlich schon der Bodensee. Dies war allerdings nicht zu schaffen, da uns noch die Strapazen des Vortags in den Knochen steckten. Außerdem konnten wir nicht ganz früh aufbrechen, da unsere Sachen nass waren und zuerst noch etwas trocknen mussten. Nach einer kurzen Absprache mit Georg war klar, dass wir das Ziel Bodensee an diesem Tag nicht erreichen werden. Also wählten wir Alternative B: Übernachtung auf dem Campingplatz Illmensee, ca. 40 km weiter. Um 13 Uhr fuhren wir in Sigmaringen ab.

 

Ich hatte an diesem Tag ganz besonders den Eindruck, dass die Kinder unsere Aufmerksamkeit genossen und mit ihrem kleinen Bereich „Fahrrad“ durchaus zufrieden waren, ohne die üblichen Reizüberflutungen und den täglichen Stress. Die Gruppe hielt nach wie vor sehr gut zusammen. Wenn einer einen Tief hatte, brachten die anderen ihm Verständnis entgegen und versuchen gleichzeitig zu motivieren. Kurz vor unserem Etappenziel Illmensee konnte P. nicht mehr. Alle Versuche der anderen Kinder P. zu motivieren, schlugen fehl, weshalb Georg mit den anderen Beiden vorfuhr und ich mit P. eine kurze Rast einlegte. Nach einer halben Stunde Pause und gutem Zureden, raffte sich P. wieder auf und wir fuhren weiter.

 

Um ca. 18 Uhr erreichten P. und ich den Zeltplatz Illmensee, welcher uns mehr als positiv überraschte. Man konnte im See baden und außerdem verfügte der Zeltplatz über ein großes Trampolin und Tischtennisplatten. Nach der Reflexion und dem Abendessen meldeten sich die Jungs ab und genossen die freie Zeit für sich. Dies taten Georg und ich dann natürlich auch.

 

5. Tag: Abfahrt um ca. 10 Uhr Richtung Bodensee. Während der gesamten Tour bemühten sich Georg und ich immer darum, die schönste und beste Fahrradstrecke ausfindig zu machen. Den Jungs war dies am fünften Tag egal; sie wollten nur noch den Bodensee erreichen und zwar möglichst  schnell. An diesem Tag zeigte K. was in ihm steckt. Er fuhr jeden Berg voran, sah jedes Schild als erster und wurde dadurch zum Vorbild für die anderen. Ich denke, an diesem  Tag konnte man uns allen unsere Vorfreude auf den Bodensee ansehen. Um 17:30 Uhr trafen wir an unserem geplanten Ziel am Bodensee Meersburg ein. Die Freude war sehr groß und alle waren stolz, den See nun erreicht zu haben. Wir nahmen noch am gleichen Abend die Fähre von Meersburg nach Konstanz, was zu einem weiteren Highlight auf unserer Biketour wurde.

 

Nachdem alle Arbeiten erledigt waren und wir auf dem Campingplatz nahe Konstanz am Lagerfeuer saßen, musste noch eine gemeinsame Entscheidung getroffen werden: Abfahrt mit dem Zug am nächsten Tag oder Verbringen eines weiteren Tages am See und Abfahrt am übernächsten Tag. P. wollte nur noch nach Hause, die anderen wollten jedoch lieber noch einen Tag am See bleiben und das gute Sommerwetter genießen. Auf der einen Seite verstand ich P. natürlich, wollte den anderen allerdings auch den Tag am See gönnen. Ich machte P. daher das Angebot mit seinen Eltern zu telefonieren und sie zu fragen, ob sie P. vom Bahnhof in Stuttgart abholen würden. Er musste also die Entscheidung treffen, ob er ohne die anderen bereits nach Hause fahren möchte und entschied sich letztendlich doch dafür, mit der Gruppe zu verbleiben. So kamen wir alle in den Genuss, den darauf folgenden Tag in Ruhe am Bodensee zu verbringen, zu baden und gemeinsam Spaß zu haben. Ein Besuch des „Sea-Life“ rundete den Tag ab.

 

7. Tag: Abfahrt am Zugbahnhof Konstanz Richtung Zuhause um 9:38 Uhr (Umsteigen in Singen um 11:19 Uhr). Als ich im Zug saß und mir klar wurde, dass alles gut gelaufen ist (keine größeren Probleme, keine Unfälle, keine Ausfälle wegen Krankheit usw.) und meine innere Anspannung nachließ, schlief ich ein. Am Nachmittag trafen wir in Stuttgart bei der Stiftung Jugendhilfe Aktiv ein. Die Kinder waren sehr stolz auf sich. Als das Nötigste verstaut und versorgt war, verabschiedeten wir uns herzlich von einander und gingen nach Hause sowie in die anschließenden Sommerferien.

 

Wie mit meinen Kollegen der Tg1 ursprünglich vereinbart, telefonierten wir jeden Tag miteinander während des Projekts. So wurden sie stets auf dem Laufenden gehalten und erwarteten uns bereits, als wir schließlich eintrafen.

 

 

 

5. Nachbereitung des Projekts

 

Mit dem Verlauf des Projekts insgesamt bin ich sehr zufrieden. Ich habe ursprünglich mit zahlreicheren Konflikten gerechnet, jedoch hielt die Gruppe erstaunlich gut zusammen.

 

Meine Beobachtungen sind insbesondere:

 

•  Die Konstellation von 3 Jungs in einem Zelt war (wie erwartet) schwierig uns sorgte – auch am späten Abend – nicht unbedingt für die benötige Nachtruhe.

•  K. zeigte erstaunliches Durchhaltevermögen und übernahm unter den Jungs die Rolle eines „Leitwolfs“.

•  Es überraschte mich nicht, wie bedacht T. auf die allgemeine Sicherheit ist. Entsprechend vorsichtig hat er sich auf der Tour verhalten.

•  P. war derjenige, der sich auf der Tour das Wenigste zugetraute hatte. Er kam auch immer wieder an seine Grenzen, schaffte es jedoch auch immer, dass es irgend wie weiterging.

 

Bei den Kollegen und der Bereichsleitung kam die Leistung der Kinder / Jugendlichen sehr gut an und man zeigte ihnen gegenüber Anerkennung und Bewunderung. Durch die Teilnahme am Projekt bekamen die drei Jungs eine besondere Stellung innerhalb der Tg1, denn schließlich waren sie es, die es geschafft haben von Stuttgart bis zum Bodensee zu radeln und natürlich hatten sie eine Menge zu erzählen.

 

Im Team stellten wir Überlegungen an, wie man ein ähnliches Projekt für die kleineren / jüngeren Tg1-Kinder angehen könnte, denn die anderen Kinder der Tagesgruppe waren und sind nach wie vor von den Erzählungen begeistert und würden am liebsten auch so ein Abenteuer erleben.

 

Die Beziehung der drei Jungs zu mir ist durch das Projekt viel tragfähiger geworden. Im Gruppenalltag habe ich nun den Eindruck, ich erreiche sie eher und besser. Irgend wie habe ich auch den Eindruck, dass sie mir etwas zurück geben wollen. (immer wieder werde ich von den Jungs gefragt „Kann ich Dir etwas helfen, Martin?“) – das ist ein gutes Gefühl, welches mich darin bestätigt , dass das Projekt eine gute Idee war und mich in Bezug auf weitere Projekte anspornt.

 

 

 

6. Reflexion des Projekts

 

Der ins kleinste Detail durchgesprochene Notfallplan und die Rückendeckung durch meine Team-Kollegen machten mir die Durchführung meines Projekts leicht. Mit solchem Hintergrund kann ich mir durchaus vorstellen, noch weitere Projekte anzugehen. Die geplanten Kosten wurden nicht überstiegen.

 

Aufgrund des kurzfristigen Wechsels meines Begleiters (ehemaliger Praktikant anstelle eines Kollegen aus einer anderen Tagesgruppe), lag die Hauptverantwortung bei mir. Dies war im Rückblick die größte Belastung für mich innerhalb des Projekts. Beim nächsten Projekt werde ich auf jeden Fall darauf achten, dass die Aufgaben in der Vorbereitungsphase „gerechter“ verteilt werden, und dass ich mehr Verantwortung während des Projekts abgeben kann. Auf diese Weise erhoffe ich mir auch mehr Zeit für Gespräche mit den teilnehmenden Kindern / Jugendlichen vor und während des Projekts.

 

Was für die Jungs und auch für mich jedoch am schönsten war, war das gute Gefühl, unterwegs zu sein, sich auf den Weg zu machen, ein Ziel zu haben...

 

T. war so sehr zufrieden, dass er bei der Reflexionsrunde sagte „Mir hat alles super gefallen. Ich könnte noch ein Paar Tage am See bleiben.“. Für K. war das Schönste, in der Grillhütte im Wald zu schlafen und eine Höhle befahren zu haben. Er sagte aber auch „Mir hat nicht gefallen, dass ich oft der Arsch im Zelt war, und dass T. nie alleine da stand.“. (Erläuterung: T. hat sich während der Tour mal etwas besser mit K. und mal etwas besser mit P. verstanden und übernahm nie die Rolle des „fünften Rads am Wagen“.) P. äußerte in der Reflexion, dass es schön war, aber in den nächsten Wochen möchte er trotzdem nicht aufs Fahrrad steigen.

 

Alle Teilnehmer erhielten von mir eine Urkunde, über welche sie sich – natürlich vor allem die Kinder und Georg etwas weniger – sehr gefreut haben. In der Tg1 wird noch oft über die „Abenteuerreise zum See“ und das Erlebte gesprochen und auch darüber, wohin die nächste Tour gehen soll. Schließlich haben sich die Kinder auf die Strecke „einmal rund um den Bodensee und dann bis auf die Insel Sylt“ geeinigt. Dies zeigt mir, dass „aus Erlebnissen in der Seele Spuren im Gehirn werden“ (Zitat von Wolfgang Spitzer)

 

Später im Alltag, wenn mal wieder alles schief läuft, werde ich die Jungs daran erinnern, was sie damals geleistet  haben.

 

 

 

Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik

im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP

des KAP-Institutes

 

 

„Abenteuerreise zum See“ 

 

 

 

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