seit 1994

Joze Kink

Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik

im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP

des KAP-Institutes

 

 

"Der vergessene Piratenschatz der Altmühl"

Außer Spesen nichts gewesen?

 

 

Erlebnispädagogisches Projekt von Joze Kink

 

 

01. bis 03. September 2008

 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1.      Einleitung / Beschreibung der Einrichtung

 

2.      Erlebnispädagogisches Konzept

2.1    Pädagogischer Hintergrund / Idee

2.2    Allgemeine Zielsetzung

2.3    Art der Unternehmung

 

3.      Zielgruppe

3.1    Gruppenzusammensetzung

3.2    Beschreibung der Teilnehmer/innen

 

4.      Projektverlauf

4.1    Vorbereitung

4.1.1 Persönliche Vorbereitung und Planung

4.1.2 Vorbereitung und Planung mit Max

4.1.3 Sicherheitskonzept

4.2    Geplanter Projektverlauf

4.3    Tatsächlicher Projektverlauf

4.4    Abschluss

 

5.      Nachbereitung

5.1    Veränderungen bei den beteiligten Kindern / Jugendlichen

5.2    Reaktionen der Einrichtung

 

6.      Reflexion

6.1    Besondere Erlebnisse

6.2    Erkenntnisse / Erfahrungen

 

7.      Öffentlichkeitsarbeit

8.      Literaturverzeichnis

9.      Anhang

 

 

1.Einleitung / Beschreibung der Einrichtung

 

Die Einrichtung im Ostalbkreis ist eine Jugendhilfeeinrichtung mit ca. 300 Plätzen im voll-/ teilstationären sowie ambulanten Bereich. Über Jahrzehnte hinweg haben die Franziskanerinnen der ewigen Anbetung das xy-Haus geprägt. Aus diesem Gründerhaus hat sich eine Vielzahl an Jugendhilfeangeboten im Ostalbkreis entwickelt.

 

Im Laufe der Zeit zogen sich die Schwestern immer mehr aus der pädagogischen Arbeit zurück und stellten immer mehr „weltliche“ Mitarbeiter ein. Um die christlichen Wurzeln in der gesamten Einrichtung zu wahren, wurden die „Grundsätze und Leitlinien“ formuliert. Sie entsprechen der Grundhaltung der gesamten Einrichtung.

 

Die St. Canisius gGmbH besteht aus den Beratungsstellen (Schwäbisch Gmünd), der Schule (Schwäbisch Gmünd, Bopfingen Unterriffingen), der Grundschule (Schwäbisch Gmünd), dem Haus (Schwäbisch Gmünd) und Haus (Bopfingen-Unterriffingen, Aalen).

 

Ich bin in einer dezentralen Wohngruppe tätig, einem stationärem Angebot für traumatisierte Kinder und Jugendliche. Außer unserer Gruppe gehören zudem noch fünf weitere stationäre Wohngruppen sowie Tagesgruppen, Fördergruppen, Schulsozialarbeit, BJW / EB, Mobile Jugendarbeit, Erziehungsstellen, SGA, FOSCH, SPFH und ISE zu den Angeboten der Einrichtung.Die Einrichtung ist Teil der Franz von Assisi gGmbH, deren Sitz sich ebenfalls in Schwäbisch Gmünd befindet.

 

 

2. Erlebnispädagogisches Konzept

 

2.1 Pädagogischer Hintergrund / Idee

 

In vielen stationären Wohngruppen findet man schier unfassbare Schicksale junger Menschen, die ihr Betreuungsumfeld bis an die Grenzen und darüber hinaus belasten. Nicht selten werden sie mit Begründungen wie „nicht mehr tragbar für die Gruppe“ oder „sprengt den Gruppenrahmen“ vom Heim in die Psychiatrie, dann in ein anderes Heim usw. durchgereicht. Solche Beziehungsabbrüche verstärken oft Verhalten, die in traumatischen Situationen als Schutz dienten, jetzt jedoch als störend wahrgenommen werden. Traumatisierte Kinder und Jugendliche sind auf unterschiedlichste Art und Weise verletzt worden. Oft haben sie Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch auf physischer, psychischer oder moralischer Ebene wehr- und machtlos über sich ergehen lassen müssen. Als Folge solcher Erlebnisse ist unter anderem zu beobachten, dass Kinder lernen ihre Körperwahrnehmung abzugrenzen, wenn die Schmerzen von Misshandlung und Gewalt unerträglich werden. Geringe Ausdauer und verminderte Belastbarkeit bei Anforderungen, eine abgestumpfte oder gar ganz ausgegrenzte Wahrnehmung von Emotionen tritt ebenfalls häufig auf. Situationen dramatischen und katastrophalen Ausmaßes haben sie über lange Zeit durchlebt und sind ihr Leben lang davon geprägt. Ohne Hilfe wird ein Leben in der Gesellschaft für sie fast unmöglich. So gravierend wie die Erlebnisse waren, so schwer ist es auch diesen Persönlichkeiten zu helfen. Unerwartete, massive Reaktionen auf gut gemeinte Angebote überraschen Helfersysteme und Betreuungspersonen und belasten sie hoch.  Im Oktober 2005 nahm die dezentrale Wohngruppe für traumatisierte Kinder und Jugendliche  des Canisius-Hauses / Sonnenhofes ihre Arbeit auf, mit der Idee diesen Schicksalen ein passendes und heilsames Betreuungsangebot anzubieten. Vorausgegangen war eine lange, intensive Vorbereitungszeit und Auseinandersetzung mit dem Thema Trauma. Dabei spielten die massiven Auswirkungen auf das Verhalten und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen eine zentrale Rolle. Um solchen pädagogischen Herausforderungen gerecht zu werden und sie zu bewältigen, benötigt es einen besonderen Rahmen und ein besonderes Konzept. Der besondere Rahmen besteht nicht nur aus mehr Personal, sondern auch aus Fort- und Weiterbildungen, begleitender, faschspezifischer Supervision für die Mitarbeiter, einer unterstützenden Haltung der Leitung und Notfallstrategien. Viel Gelassenheit und gegenseitiges Vertrauen der Teammitglieder untereinander geben diesem Rahmen weiteren wichtigen Halt. Das besondere Konzept besteht aus Werten wie Transparenz, Einschätzbarkeit, Partizipation, Individualisierung und Wertschätzung der Eigensinnigkeit der Kinder. Dadurch soll die Gruppe ein sicherer Ort für alle sein.  Diese Werte beziehen sich jedoch nicht nur auf die Kinder und Jugendlichen, sondern auch auf uns Mitarbeiter und unsere Vorgesetzten. Zudem fördern wir die Balance der Sinneswahrnehmung, die Emotionsregulation, sowie die Resilenzfaktoren und die Selbstwirksamkeit mit verschieden Methoden wie Einzelstunden und einem besonderen Raumkonzept. Wir versuchen individuell auf das Kind  oder den Jugendlichen einzugehen. Konkret bedeutet das, dass wir auf pauschale Gruppenregeln fast ganz verzichten. Stattdessen  treffen wir viele persönliche Absprachen und Vereinbarungen. Dadurch gibt es, um ein Beispiel zu nennen, keine feste Hausaufgabenzeit. Manche brauchen mehr, andere weniger Hilfe oder Kontrolle. Um der früheren erlebten Ohnmacht entgegen zu wirken, legen wir großen Wert darauf, dass sich die Kinder und Jugendlichen als wirksam erleben. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, wie schon genannt, die Förderung der Resilienz. Diese bezeichnet die Widerstandskraft eines Kindes oder Jugendlichen. Humor, Mut, Glaube, Selbstbewusstsein, Sicherheit usw. sind hierfür wesentliche Bestandteile. Wie traumatisch eine Situation erlebt und verarbeitet wird, hängt von der Ausprägung dieser Faktoren ab. Je stärker die Resilienz, desto besser die Verarbeitung des Traumas.

 

 

2.2 Allgemeine Zielsetzung

 

Ich sehe das Gruppenkonzept als Hintergrund meines erlebnispädagogischen Konzeptes. Mein Ziel ist es den Genesungsprozess, den wir mit dem Gruppenkonzept in Gang zu bringen versuchen, zu unterstützen, indem ich Methoden der Erlebnispädagogik auf die Traumapädagogik abstimme. Zudem möchte ich Lernräume schaffen für die Entwicklung der Persönlichkeit und die Vermittlung von nötigen Werten wie z.B. Übernahme von Verantwortung. 

 

Aus dem Gruppenkonzept ergeben sich somit folgende allgemeine Ziele für das erlebnispädagogische Konzept

•  Individuelle Themen der Teilnehmer werden in dem Konzept berücksichtigt.

•  Die Kinder und Jugendlichen erleben sich als wirksam. Sie sehen, spüren und erleben, was sie geleistet haben.

•  Sie steigern ihren Selbstwert und Selbstvertrauen, indem sie Herausforderungen meistern.

•  Sie spüren Ihren Körper, indem sie körperlich gefordert, jedoch nicht überfordert werden.

•  Die Kinder und Jugendlichen schulen ihre Sinneswahrnehmung, indem sie sich in der Natur bewegen.

•  Das Spüren einer großen Bandbreite von Emotionen soll durch Reflexionen gefördert werden.

 

 

2.3 Art der Unternehmung

 

Seit fünf Jahren betreue ich einen Jungen der mittlerweile 17 Jahre alt ist und sich nun in einzelnen Schritten verselbständigen soll. Mit ihm zusammen bereite ich eine dreitägige Kanutour vor, die er mitgestalten soll. Somit nimmt er eine verantwortungsvolle Rolle innerhalb der Kanutor ein. Das bedeutet, dass bereits die ersten Planungen mit dem Jugendlichen ein Teil meines Abschlussprojektes sind. Die Vorbereitungen zu der Tour beginnen noch vor den Sommerferien mit dem Jugendlichen. Höhepunkt soll dann die Kanutour sein, die vom 01.09 – 03.09 auch ein abschließendes Event der Sommerferien darstellt.

 

 

3. Zielgruppe

 

3.1 Gruppenzusammensetzung

 

Die Gruppe, in der ich tätig bin, ist eine koedukative Gruppe. Sie teilt sich auf in vier Mädchen und drei Jungen. Die Alterspanne liegt zwischen acht und siebzehn Jahren. Die Interessenslagen, Vorlieben und Talente, sowie die Auffälligkeiten bzw. die erlernten Verhaltensweisen, die auf ein nicht förderliches Umfeld hindeuten, sind sehr unterschiedlich und können sich gegenseitig triggern. Für mich als Leiter des Projektes ist es ein ungemeiner Vorteil, dass die Gruppe mit ihren Mitgliedern seit über zwei Jahren die selbe Konstellation aufweist und ich viele „Eigenheiten“ der einzelnen Gruppenmitglieder kenne. Eine Eigenheit eines Jugendlichen besteht darin, dass er sich beim Boot fahren in einen sehr großen Erregungszustand  aufschaukelt. Dies geschieht in einem so großen Ausmaß, dass er für sich und andere Insassen des Bootes eine Gefahr darstellt. Dies konnte in der Vergangenheit bei unterschiedlichen Anlässen beobachten werden. Aus diesem Grund ist dieses Projekt für ihn in einem so großen Ausmaß unadäquat, dass er nicht daran teil nehmen soll. Somit besteht meine Zielgruppe für dieses Projekt aus vier Mädchen und zwei Jungen, die ich im Folgenden näher beschreiben möchte.

 

 

3.2 Beschreibung einzelner Teilnehmer

 

M. 17 Jahre

M. ist ein alter Hase, was das Leben auf einer Wohngruppe bzw. in der Einrichtung betrifft. Er wurde vor über sechs Jahren in der Einrichtung von der Mutter regelrecht abgegeben und hatte kaum mehr Kontakt zu seiner Familie. Dort war er über Jahre hinweg körperlich und seelisch misshandelt worden. Er wohnte zunächst auf einer Gruppe, in der die Mitarbeiterfluktuation weit überdurchschnittlich hoch war. Als ich ihn vor fünf Jahren auf dieser Gruppe kennen lernte war ich etwa der 23. Betreuer, den er in 18 Monaten erlebte. Zu Beginn meiner Tätigkeit war M. kaum auf der Gruppe. Er haute ständig ab und streunte stundenlang durch die Gegend. Erschreckend war sein mangelndes Schmerzempfinden. Er war übersät von Hämatomen, von denen er nicht einmal selber wusste, wo er sie sich zugezogen hatte. Selbst große Wunden schien er nicht zu spüren, geschweige denn diese versorgen zu lassen. Die letzten fünf Jahre war er überwiegend damit beschäftigt, seine massiven Erlebnisse aus der Zeit in seiner Familie zu verarbeiten. Mittlerweile kann er sich auf Beziehungen mit Erwachsenen einlassen, er kann seinen Körper und seine Emotionen spüren. Er hat seine Persönlichkeit entwickelt sowie eine Idee von seinem späteren Leben und seiner Zukunft. Sein Ziel ist es selbständig zu werden. Auf unserer Gruppe kann er das Schritt für Schritt lernen. Das Projekt soll mit der Beginn dieses Verselbständigungsprozesses sein. Er soll Verantwortung übernehmen, Programmpunkte mitgestalten, sich kreativ an der Tour beteiligen. Er bekommt die Rolle meines mitverantwortlichen Ansprechpartners in den drei Tagen und soll sich so im Erwachsensein üben. Er soll lernen anstehende Aufgaben zu erkennen und sie mitverantwortlich lösen.

 

J. 12 / 13 Jahre

J. ist ein besonderes Mädchen in mehreren Punkten. Sie ist sehr intelligent und den anderen Gruppenmitgliedern kognitiv weit überlegen. Sie ist sehr hübsch und fotogen. Sie ist das einzige Mädchen in ihrer Schulklasse und gleichzeitig die Größte. Theoretisch müsste sie von dunkler Hautfarbe sein, da ihr Vater aus Gambia in Afrika stammt. Sie ist aber ein mitteleuropäischer Hauttyp mit dunkelblonden Haaren. Bevor sie vor zweieinhalb Jahren bei uns einzog, lebte sie bereits mehrere Jahre in einer anderen Einrichtung. Davor lebte sie mal bei der Mutter, eine ganze Zeit lang auch bei den Großeltern. Das Verhältnis zwischen Großeltern und Mutter ist konfliktgeladen. J. fährt mal zu den Großeltern, mal zu der Mutter zu Besuch. Vieles liegt im Unklaren in der Geschichte der Familie. Ihr Vater starb in Gambia. Die genauen Umstände seines Todes sind nicht bekannt. Es ist nicht auszuschließen dass er vielleicht doch noch am Leben ist. Für uns hängen die Unklarheiten wie ein Nebel in J. Leben, in dem sich keiner so recht auskennt. Weder die Mutter, noch die Großeltern, noch das Jugendamt. Als sie zu uns auf die Gruppe kam, war nicht einmal ihr Nachname klar. Auf einigen Dokumenten stand der Nachname, den sie verwendete, in der Geburtsurkunde und anderen Dokumenten stand jedoch ein anderer. Dieser Nebel verschleiert auch den genauen Grund von J. enormen Aggressionspotential. Klar ist nur, dass J. von ihrer Mutter als Kind wiederholt schwer körperlich misshandelt wurde. In ihrer Wut hat J. mehrmals andere Personen angegriffen, Möbel oder gar ganze Zimmer zerstört. Aufgrund der extremen aggressiven Verhaltensweisen wurde für die weiblichen Mitarbeiter der Gruppe ein Selbstverteidigungskurs eingeführt. In letzter Zeit kommt hinzu, dass J. öfters tageweise abgängig ist und sie von uns bei der Polizei als vermisst gemeldet werden muss. Für die Betreuer ist das größte Problem, dass J. sich kaum über ihr Befinden ausdrücken kann. Weder in Worten, Bildern oder sonst irgendeiner Art und Weise. Verschiedene Ausdrucksformen möchte ich in den Reflexionsrunden methodisch ausprobieren, um eventuell eine passende für J. zu erkennen und diese in der Gruppe zuhause zu integrieren.

 

P., 10 Jahre

P. ist ein lebensfrohes Mädchen. Sie hat ein bezauberndes Lächeln und möchte sich mit jedem gut verstehen. Sie ist neugierig und etwas verträumt. Ihre Gefühle kann sie kaum verbergen, in ihrem Gesicht kann man oft wie in einem offenen Buch lesen. Sie erkennt Trauer und  Niedergeschlagenheit bei den anderen Gruppenmitgliedern. Das lässt sie mildtätig handeln, indem sie versucht Trost zu spenden oder für Aufmunterung zu sorgen. Die Grenzen anderer kann sie aber kaum erkennen. Die Balance zwischen Nähe und Distanz, der Umgang mit Fremdheit und Vertrautheit und deren feine fließende Übergänge waren ihr völlig fremd, als sie bei uns vor etwas mehr als zwei Jahren einzog. Dies ist das Ergebnis davon, dass ihre persönlichen und körperlichen Grenzen von den Eltern nicht gewahrt wurden und sie in groben Vernachlässigungsverhältnissen aufwuchs. Aus diesem Grund fällt es P. schwer, körperliche und persönliche Grenzen anderer Personen zu akzeptieren und es ist ein mühsames Unterfangen, ihr das alles zu vermitteln. Sie ist total verwundert, wenn sie von anderen Gruppenmitgliedern die Grenzen auf das Massivste aufgezeigt bekommt. Von einigen Gruppenmitgliedern wird sie auf Grund dieses Verhaltens gemieden. Es fällt ihr oft mehr als schwer, ihre Handlungen und deren Folgen für andere in Zusammenhang zu bringen. Vor allem dann, wenn die Reaktion des anderen klar abweisend ihr gegenüber ist. Dies soll P. etwas besser nachvollziehen und verstehen können, wenn sie mit jemand anderem im Boot sitzt.

 

Mi. 9 Jahre

Mi. ist die fast genau ein Jahr jüngere Schwester von P.. Sie wirkt auf den ersten Blick ohne besondere Auffälligkeit. Sie geht auf die Regelgrundschule und hat sich dort einen Freundeskreis erschlossen, der im gut bürgerlichem Milieu liegt, lädt selber Freundinnen zu Besuch ein und wird oft auch eingeladen. Sie spielt gerne, malt gerne, bewegt sich gerne und hat einen netten und feinen Humor. Sie hat ein ansprechendes und süßes Erscheinungsbild, das oft auch ihren Charakter wieder spiegelt. Es kam schon einmal vor, dass die Eltern einer ihrer Freundinnen sie adoptieren wollten, um sie aus dem Heim zu holen. Auf den zweiten Blick ist aber deutlich zu erkennen, dass Mi. viel Verantwortung zu tragen hatte. Ihre Mutter hat ihre Rolle als solche nie ausgefüllt. Bei Besuchen der Mutter ist zu beobachten, dass diese ganz auf der Kind-Ebene agiert. Im früheren Familienleben hat Mi. viel von dieser elterlichen Verantwortung auf sich genommen und versuchte alles zu managen. Sie hat über Jahre hinweg gelernt die Strippen in der Hand zu haben. Dieses Bedürfnis hat sie heute immer noch und kann aus diesem Grund nie ganz ausgelassen agieren. Seit ihrem Einzug bei uns auf der Gruppe lernt sie langsam und in kleinen Schritten, dass dieses erlernte Verhalten nun nicht mehr nötig ist. Mitunter ist es für sie sehr  schwer erleben zu müssen, wenn andere Gruppenmitglieder oder auch Erwachsene mit Ihrem Management nicht einverstanden sind und sich nicht so verhalten, wie sie es gerne hätte. Dies erlebt Mi. als tiefste persönliche Ablehnung und lässt eine ungeheure Wut, Aggression, Enttäuschung und Verzweiflung in ihr ausbrechen, die sie nicht mehr kontrollieren kann und in ihrer ganzen persönlichen Bandbreite auslebt. Durch das Projekt soll sie noch mehr lernen, sich fallen zu lassen und Verantwortung abzugeben.

 

W., 10 Jahre

W. ist ein Junge, der unheimlich viel Humor hat und ausstrahlt. Er bringt sein Umfeld immer wieder zum Schmunzeln. Er kann sich über lange Zeit sehr konzentriert mit seinen Playmobils oder diversen Kartenspielen beschäftigen. Er hat eine sehr kreative Ader, die er gerne in selbst ausgedachten Theaterstücken zum Ausdruck bringt. Er ist zudem sehr hilfsbereit, besonders wenn er dabei mit Maschinen wie Rasenmäher, Bohrmaschine usw. in Berührung kommt. Er beteiligt sich gerne beim Kochen und zeigt da auch schon sehr gute Ansätze eines begabten Hausmannes. Er hat zwei Geschwister auf der Gruppe: Eine jüngere Schwester und einen älteren Bruder, der nicht am Projekt teilnimmt, leben ebenfalls auf der Gruppe. W. hat gelernt nicht aufzufallen. In der Familie aus der er stammt, war es wichtig für ihn unbemerkt, fast  „unsichtbar“ zu sein, da sein Vater massive Gewalt ausübte. Sein älterer Bruder lenkte die Aufmerksamkeit auf sich, damit W. und seine Schwester unversehrt bleiben konnten. Er hat gelernt ruhig zu sein und zu beobachten. Dies führte dazu, dass W. seine Emotionen, vor allem wenn ihn etwas bedrückt oder belastet, für sich behält. Oft schickt er andere, wie z.B. seine Schwester oder seine Mutter vor, die für ihn unangenehme Dinge regeln sollen. Er traut sich selber wenig zu. Eine Zeit lang wirkte er sehr ängstlich, teilweise neurotisch und konnte sich nur innerhalb seines Zimmers sicher fühlen. Er gab jedem zu verstehen, dass in seinem Zimmer er der Chef ist, egal ob jüngerer Schwester, oder älterem Bruder. Langsam gewinnt er an Selbstvertrauen und traut sich mehr zu. In diesem Projekt soll er für sich einige Abenteuer mutig und erfolgreich erleben können. Damit er seine Angst, die ihn z. B. im Schwimmbad davon abhält zu rutschen, weiter abbauen kann. Zudem soll er sich viel an der frischen Luft bewegen.

 

Ma. 8 Jahre

Ma. ist die jüngere Schwester von W. und das Nesthäkchen der Gruppe. Sie hat in den letzten Jahren eine beeindruckende persönliche Entwicklung hinter sich gebracht. Nach anfänglicher Schüchternheit ist sie sehr kontaktfreudig und recht kommunikativ. Als sie in die Einrichtung kam und im Rahmen dessen in den Kindergarten integriert wurde, sprachen uns die Erzieherinnen an, ob das Kind denn überhaupt sprechen könne. Ma. schwieg dort die ersten drei Monate. Dieses Verhalten war in abgeschwächter Form auch im Gruppenalltag zu beobachten. Sie konnte kaum etwas verbal formulieren, weder Freude noch Unbehagen. Angst, Wut und Unsicherheit entluden sich jedoch in einer immens lauten und anhaltenden Mischung aus Brüllen und Weinen, welches alle Betreuer um sie herum erst mal in puren Stress versetzte. Mittlerweile hat sie ganz andere Möglichkeiten sich auszudrücken und hat ihr emotionales Repertoire um ein Vielfaches an Empfindungen und deren Nuancen erweitert. Nun entdeckt sie die Welt mit offenen Augen und ist neugierig. Sie spielt gerne mit den anderen Mädchen der Gruppe Puppen, Schule oder ähnliche Spiele. In den letzten Monaten haben wir ihr Gleichgewichtsgefühl gefördert. Hier hat sie schon ganz gute Fortschritte erzielt. Sie hat vor kurzem gelernt Fahrrad zu fahren. Im Boot kann sie Gleichgewicht und Ungleichgewicht direkt erleben, wenn das Boot mehr oder weniger wackelt.

 

 

4. Projektverlauf

 

4.1 Vorbereitung

 

Aus der Beschreibung von M. und seinem individuellen Ziel geht hervor, dass er im Zuge seiner persönlichen Entwicklung und Verselbständigung in möglichst großem Umfang in die Planung und Vorbereitung mit einbezogen werden muss. Daraus ergibt sich für mich eine Zweiteilung der Vorbereitungsphase: Eine persönliche Vorbereitung und ein Vorbereitungsteil mit M.

 

 

4.1.1 Persönliche Vorbereitung und Planung

 

In einer Teamsitzung brachte ich die Idee zum Projekt ein und fand sogleich einen Teamkollegen, der schon immer mal bei einer erlebnispädagogischen Freizeit dabei sein wollte. Ich sprach mit Ihm ab, dass ich ihn über die Planungen des Projektes auf dem Laufenden halten, ihn jedoch nur bei Bedarf einbeziehen würde. Er war sofort damit einverstanden. Da die Dienstplanung der Gruppe in meiner Verantwortung liegt, legte ich in Eigenregie den Zeitpunkt des Projektes fest und besprach ihn mit meinem Teamkollegen. Ich kümmerte mich um Kartenmaterial, klärte die Finanzierung mit dem Einrichtungsleiter und stellte die entsprechenden einrichtungsinternen Anträge.

 

Den Versicherungsschutz fragte ich bei unserer Mitarbeiterin der Verwaltung ab und ließ mir für den Zeitraum der Kanutour eines unserer Einrichtungsfahrzeuge reservieren. Die Eltern und Personensorgeberechtigten informierte ich schriftlich und legte die entsprechende Einverständniserklärung zur Unterschrift bei.

 

Die restliche Planung fand gemeinsam mit M. statt. So sollte er von Beginn an mit in die Verantwortung genommen werden. Dazu habe ich mir folgende Gedanken gemacht:

 

1. Ich bespreche mit M. die Idee der Bootstour und warum er bei den Vorbereitungen maßgeblich beteiligt sein soll.

2. M. macht sich mit mir Gedanken über die persönlichen Gegebenheiten der anderen Gruppenmitglieder ( Alter, Kraft, Kondition, Bedürfnisse usw. ) und bringt diese  in Zusammenhang zu der idealen Beschaffenheit eines Flusses für unsere Zwecke.

3. M. sucht anhand von Kanuführern einen geeigneten Fluss aus und hält Absprache mit mir.

4. M. fährt die geplante Tour mit mir ab und verbessert seine Paddeltechnik.

5. M. plant mit mir den gesamten zeitlichen Ablauf und hilft bei der Erstellung von Pack- und Materiallisten.

6. M. hilft bei den Besorgungen des nötigen Materials.

7. M. beteiligt sich an der Gestaltung der verschiedenen Aktivitäten und hilft bei der Umsetzung.

 


4.1.2 Vorbereitung und Planung der Bootstour mit M.

 

Unser Gruppenkonzept beinhaltet, wie schon erwähnt, die wöchentliche Förderung von Resilienzfaktoren in Einzelsituationen mit den Kindern und Jugendlichen. Eine solche „Einzelstunde“ nutzte ich mit M. bereits im Mai um die inhaltliche Planung für die nächsten Wochen und Monate zu besprechen. Im Bezug auf seine Verselbständigung machte ich ihm den Vorschlag, mit mir eine dreitägige Freizeit mit Bootstour vorzubereiten, damit er lernt mit Verantwortung und Aufgaben umzugehen und sie auch zu bewältigen. Er konnte den Gedanken ganz gut nachvollziehen und erklärte sich damit einverstanden. Somit begannen unsere gemeinsame Planungen. Als nächstes besorgte ich zwei Kanuführer, um einen geeigneten Fluss für unser Vorhaben zu finden. Wir unterhielten uns über einzelne Gruppenmitglieder und deren persönliche Voraussetzungen, die für die Tour relevant sind, die Erfahrungen die schon einzelne Mitglieder mit Bootstouren gemacht hatten und wie wir so eine Bootstour interessant und spannend, aber nicht gefährlich oder gar halsbrecherisch gestalten könnten. Er beschäftigte sich intensiv mit all den Voraussetzungen und Gegebenheiten, fragte immer wieder nach und holte sich Informationen. Letztlich schlug er vor die Bootstour auf der Altmühl durchzuführen.

 

Im Juli begann die heiße Phase der Vorbereitungen. Ich fuhr zweimal zur Altmühl, um mich lokal zu orientieren und machte M. einen Vorschlag über die Länge der Tour. Am 23.07. fuhren wir gemeinsam die vorgeschlagene Stecke ab und besichtigten zwei Zeltplätze direkt an der Altmühl. An beiden Zeltplätzen befand sich in der Altmühl eine Bootsrutsche. Wir entschieden uns für den Zeltplatz Hammermühle bei Altendorf. Außerdem besorgten wir uns einige Infos von Bootsverleihern mit Telefonnummern usw.  Wir überlegten uns einen zusätzlichen kindgerechten Anreiz für die Tour zu integrieren und entschieden uns die gesamte Freizeit in eine Piratengeschichte einzubetten. Somit eröffneten wir uns die Möglichkeit bei Bedarf mit passenden Spielen, Rätseln und Aufgaben Abwechslung in das Paddeln zu bringen. Wir erhofften uns dadurch eine größere Ausdauer beim Bootfahren, vor allem bei den jüngeren Teilnehmern.

 

Nachdem wir vor Ort jede Menge Ideen gesammelt hatten, machten wir uns an eine genauere Planung mit zeitlichem Ablauf. Von Anfang an planten wir viele Aktivitäten um bei Bedarf genug Programm in Petto zu haben und möglichst gut vorbereitet zu sein. Wir besprachen miteinander, dass wir je nach Situation  geplante Aktionen streichen oder verschieben können. Um die einzelnen Ziele, die ich für die Gruppenmitglieder erstellt hatte, auch zu erreichen, ließ ich entsprechende Methoden in das Projekt einfließen. Ich nahm mir auch vor, entsprechend der Zielsetzung die Kinder und Jugendlichen während den Aktivitäten besonders zu beobachten, um gegebenenfalls die Methoden variieren zu können.

 

 

4.1.3 Sicherheitskonzept

 

Ein Großteil der Teilnehmer des Projektes sind Kinder im Grundschulalter. Dies gilt es im Bezug auf die Sicherheit der Teilnehmer zu bedenken. Schon bei den ersten Planungen ist klar, das die fachsportliche Herausforderung für den schwächsten Paddler zu bewältigen sein muss. Dennoch sollen die leistungsfähigen Bootsfahrer sich nicht langweilen. Aus diesem Grund werden zwei Boote mit drei Personen besetzt. Das bedeutet, dass insgesamt zwei Teilnehmer in der Mitte von jeweils einem Boot sitzen können und sich bei körperlicher Erschöpfung erholen können. Vor allem bei den zwei Jüngsten könnte dies der Fall sein.

 

Das Tragen von Schwimmwesten aller Teilnehmer ist für mich obligatorisch, auch auf der Altmühl! Sie ist an vielen Stellen nur 40 cm tief und sehr langsam fließend. Auf Grund dessen sieht man immer wieder Paddler ohne Schwimmwesten. Die benötigten Schwimmwesten kann ich beim Bootsverleiher mit ausleihen. Da er aber keinen Wurfsack zum Entleihen hat, ich aber trotz der sehr zahmen Altmühl, als Sicherheitswerkzeug nicht auf ihn verzichten will, muss ich einen kaufen. Ebenso obligatorisch ist das Mitführen eines Erste Hilfe Set, der Krankenkassenkarten und der Impfausweise, einem Handy mit eingespeicherten Notfallnummern und den Nummern der Personensorgeberechtigten.

 

Ich bin die Strecke alleine mehrmals abgefahren, um vorab Gefahrenstellen wie z.B. Wehre zu sichten und habe auch M. auf alle Stellen, an denen besondere Vorsicht geboten ist, hingewiesen. Da es auf dem Streckenabschnitt nicht viele Gefahrenquellen gibt, kann M. diese Mitverantwortung gut übertragen werden. Eine Karte im Maßstab 1: 50 000 ist ebenfalls im Gepäck. Als pädagogische Redundanz geht ein Teamkollege mit.



4.2 Geplanter Projektverlauf

 

Montag 01.09.2008

 

14.00 Uhr: Erstellung des Metaplans

Erwartungen und Befürchtungen der einzelnen Teilnehmer werden abgefragt.
Anschließend wird das Fahrzeug mit dem Gepäck beladen.

 

15.00 Uhr Abfahrt

Es geht los zum Zeltplatz Hammermühle bei Altendorf. Auf der Hinfahrt Einkauf der Lebensmittel.

 

17.00 Uhr Ankunft

Aufbau der Zelte und des Nachtlagers am Zeltplatz

 

18.00 Uhr Abendessen

 

19.00 Uhr Schnipseljagd mit Kompass

M. hinterlässt eine Spur mit Botschaften und Gradzahlen, die Aufschluss darüber geben, in welcher Richtung er sich bewegt. Dabei hinterlässt er ebenfalls Materialien zum Herstellen von Piratenfahnen (schwarzer zugeschnittener Stoff und Dispersionsfarben). Der Restgruppe erzähle ich in der Zwischenzeit eine Piratengeschichte, in der ein Schatz vorkommt, der gefunden werden soll. Anschließend erkläre ich allen, wie ein Kompass funktioniert, um die Spur von M. verfolgen zu können.

 

20.00 Uhr Gestaltung von Piratenfahnen

Mit Hilfe der gefundenen Materialien werden Piratenfahnen für die Boote gestaltet.

 

21.00 Uhr Reflexion

Jeder entzündet ein Streichholz und erzählt so lange es brennt, wie es ihm geht; danach geht es für die jüngeren Teilnehmer ins Bett.

 

21.30 Uhr Absprachen mit M. für den nächsten Tag



Dienstag 02.09.2008

 

8.00 Uhr Frühstück

 

9.00 Uhr Warming Up

AH-SO-KO Zenkarate in Piratenform (Kooperative Aberteuerspiele S. 48)

 

9.30 Uhr Abfahrt

nach Zimmern zum Bootsverleih und zur Übernahme der Boote, Schwimmwesten, Tonnen und Paddel.

 

10.30 Uhr Dekoration der Boote

Die Boote werden mit den gestalteten Fahnen des Vorabends verziert. Außerdem werden mit dem Klebeband Bootsnamen angebracht. In dieser Zeit wird mit Hilfe von Zurrgurten aus zwei Booten ein Katamaran gebaut, damit sich die jüngeren Teilnehmer erst mal an das Boot gewöhnen können.

 

11.30 Uhr Die Altmühlpiraten stechen in See.

Mi. und Ma. sind zum ersten Mal bei einer Bootsfahrt dabei und können sich dank des Katamarans erst mal an das Medium gewöhnen, ohne dass es zu wackelig ist.

 

12.00 Uhr Vesper an Land

Anschließend wird eine Augenklappe aus Tonkarton und Gummiband gebastelt.

 

14.00 Uhr Bootfahren

 

15.30 Uhr Zwischenmahlzeit

Snack auf dem Wasser mit ein paar Keksen, Obst und Trinken

 

17.00 Uhr Ankunft am Zeltplatz

Fahrt auf der Bootsrutsche auch mehr als einmal möglich

 

18.00 Uhr Grillen

 

20.00 Uhr Bau eines Schutzpatron

Die Altmühlpiraten verwenden dazu Naturmaterialien (Stöcke, Blatter, Blumen usw.)

 

21.00 Uhr Reflexion

Daumen nach oben, Daumen nach unten.

 

21.30 Uhr Absprachen mit M. für den nächsten Tag

 

 

Mittwoch, den 03.09.2008

 

8.00 Uhr Feierliches Geburtstagsfrühstück für J.

 

9.00 Uhr Warming Up

„Mist, Mist, Mist“ aus Kooperative Abenteuerspiele II S. 55

 

9.30 Uhr Abbau der Zelte

Deponierung der Zelte an der Schutzhütte

 

10.30 Uhr Boot fahren

Außerdem Tauziehen mit den Booten

 

12.00 Uhr Vesper an Land

 

13.00 Uhr Tennisballrätsel

M. wirft von einer Brücke einige Tennisbälle ins Wasser, die von den verbleibenden Booten aufgesammelt werden müssen. Auf einigen Bällen stehen Buchstaben, die richtig aneinander gereiht ein Lösungswort ergeben.

 

14.00 Uhr Ankunft in Dollenstein

M. hinterlässt erneut eine Spur von Gradzahlen und deponiert am Ziel das Schatzkästchen, das sich mit Hilfe des Lösungswortes öffnen lässt.

 

15.00 Uhr Abholung vom Bootsbesitzer

Anschließend Fahrt zurück nach Zimmern, zum geparkten Einrichtungsfahrzeug.

 

16.00 Uhr Abschlussreflexion

Anschließend Verstauen des deponierten Materials im Fahrzeug

 

17.30 Uhr Snack

Anschließend Abfahrt nach Hause

 

Nachdem der zeitliche Ablauf feststand, erstellten M. und ich gemeinsam eine Materialliste und besorgten an mehreren Tagen die fehlenden Materialien vom Campingkocher bis zum Tonkarton. Ebenfalls gemeinsam erstellten wir eine Packliste für die restlichen Teilnehmer. Telefonisch reservierten wir drei Boote und entsprechend Tonnen und Schwimmwesten beim Bootesverleiher. Am Vorabend der Bootstour gingen M. und ich sämtliche Checklisten durch und stellten die Materialien bereit.

 

 

4.3 Tatsächlicher Projektverlauf

 

Montag, 01.09.

 

Um 14.00 Uhr versammelten wir uns im Esszimmer und erstellten gemeinsam den Metaplan. Jeder Teilnehmer erhielt ein Blatt und Stifte, malte seine Hand auf das Blatt und schrieb in die Hand die Erwartungen, außerhalb der Hand die Befürchtungen. Alle nutzten die Möglichkeit ihr Blatt vorzustellen. Somit konnten mein Teamkollege und ich auf einzelne Punkte eingehen und einige Befürchtungen im Vorfeld ausräumen. Ma. (1. Klasse Förderschule) konnte die Aufgabe nicht schriftlich bewältigen, konnte aber verbal gut ausdrücken, auf was sie sich freut und vor was sie sich fürchtet. J. erklärte sich bereit mit mir eine Einkaufsliste zu erstellen, der Rest der Gruppe lud das Gepäck und die restlichen Materialien ins Fahrzeug. Kurz nach 15.00 Uhr verließen wir allesamt gut gelaunt die heimischen Gefilde.

 

Wie geplant hielten wir unterwegs an, um uns mit Lebensmittel zu versorgen. Der Bärenhunger meines Teamkollegen wirkte ansteckend auf die gesamte Gruppe. Daraufhin kam es noch im Supermarkt zu zwei Programmänderungen.
1. Noch auf dem Supermarktparkplatz wurde erst mal gevespert.
2. Für den Abend wurde das Vesper mit Brot, Wurst usw. durch Grillen ersetzt.

 

Wir kamen gegen 18.00 Uhr im strömenden Regen am Zeltplatz Hammermühle bei Altendorf an. Da abzusehen war, dass der Regen bald aufhören würde, entschieden wir uns mit dem Zeltaufbau so lange zu warten. Anfangs stellten wir uns in einer kleinen Schutzhütte unter. Mit nachlassendem Regen erkundeten wir etwas das Gelände. Die zwei größten Attraktionen für alle Teilnehmer waren zum einen die „liebevoll“ aufgestellten Dixiklos, zum anderen die wartende Bootsrutsche in der Altmühl. Anschließend fingen wir gemeinsam an die Zelte aufzubauen. Die Beteiligung entsprach bei allen Teilnehmern dem Alter und dem persönlichen Können.

 

Während ich das letzte Zelt aufbaute, begannen Teamkollege Björn und M. sich um das Grillen zu kümmern und entzündeten mit spektakulären Flammen die Grillkohle. Die übrigen Teilnehmer schauten gebannt zu oder halfen bei mir mit. Wie oft an Flüssen, Seen und Bächen blieben auch wir von blutsaugenden Insekten nicht verschont, es hielt sich jedoch in Grenzen. Mich stach noch beim Zeltaufbau solch ein Getier am linken Unterarm. Der Stich schwoll ein klein wenig an, ich behandelte die Stelle sofort mit Fenestil Gel.

 

Es war 21.00 Uhr, als alle Zelte aufgebaut und das Gepäck verstaut war. Nachdem das erste Grillgut gar war, setzte erneut der Regen ein, zunächst nur ein wenig, dann immer stärker, Wir nahmen einen Teil des Abendessens in der kleinen Hütte ein.  Die Müdigkeit war allen ins Gesicht geschrieben. J. bat darum ins Bett gehen zu dürfen. Ich wies sie auf die ausstehende Tagesreflexion hin, die wollte sie aber nicht abwarten sondern so schnell wie möglich schlafen. Sie ließ sich jedoch auf eine Reflexion mit mir ein, in der ich sie nach dem bisherigen Verlauf der Freizeit fragte, dem Befinden innerhalb der Gruppe usw. Sie beschrieb eine gute Zufriedenheit, trotz des unplanmäßigen Verlaufes und freute sich auf das Boot fahren am nächsten Tag. Ihr war nicht kalt, sie war nicht durchnässt und satt war sie ebenfalls. Ich gab ihr noch eine Fleecedecke mit, damit sie im Schlafsack nicht friert.

 

Mit den restlichen Teilnehmern reflektierte ich, wie geplant, den Tag mit Hilfe eines Streichholzes. Diese hatten in der Dunkelheit einen sehr netten Effekt. Die Stimmung in der Gruppe war gut und gelassen. Ein Hauch von Abenteuer, großen Erwartungen und Herausforderungen lag in der Luft. Alle fühlten sich gut versogt und freuten sich auf die erste Nacht im Zelt. Durch die kalte Witterung und den Regen dauerte es länger als geplant bis alle warm eingepackt im Zelt  und im Schlafsack lagen.

 

Gegen 23.00 Uhr reflektierten M., Björn und ich den Tag aus unserer Sicht und erörterten die Gründe, die ausschlaggebend dafür waren, dass wir uns zeitlich erheblich verschätzt hatten. Anschließend besprachen wir welche Teile wir aus dem Programm streichen werden.

 

 

Dienstag, 02.09.2008

 

Ich wachte morgens durch ein Jucken am linken Unterarm auf. Der Insektenstich hatte trotz des Einreibens mit Fenestil Gel an Größe und Röte zugenommen. Als ich aufstand hatte sich der Regen verzogen. Eine nebelige Suppe umgab den ganzen Zeltplatz. Ich hoffte auf gutes Wetter im Laufe des Tages, sobald sich der Nebel lichtet. Gegen 7.00 Uhr fing ich an das Frühstück vorzubereiten. Nach und nach erwachten im Inneren der Zelte die Lebensgeister. 

 

Bis 8.30 Uhr waren alle aufgestanden und am Frühstücken. J. hatte schlechte Laune. Sie meinte sie habe nicht gut geschlafen.

 

Gegen 9.00 Uhr waren alle fertig mit Essen, Zähneputzen und Geschirr aufräumen. Wie bereits am Vorabend mit meinem Kollegen und M. abgesprochen, begannen wir den Tag mit dem Bemalen und Gestalten der Piratenfahnen, um die Teilnehmer auf das Bootfahren einzustimmen. So konnten sie bis zu unserer Ankunft am späten Nachmittag trocknen.

 

Das Angebot wurde gut angenommen. Die Teilnehmer fanden sich in kleinen Zweier- bzw. Dreiergruppen zusammen und gestalteten gemeinsam Piratenfahnen. Björn und M. fingen inzwischen an die restlichen Sachen wie Campingkocher usw. zu verstauen und räumten das Lager auf. Im Anschluss packten wir alle gemeinsam Wäsche zum Wechseln, Vesper, Erste Hilfe Päckchen, Sonnencreme usw. ein und machten uns anschließend auf den Weg zu den Booten. Mittlerweile hatte sich der Nebel verzogen, am Himmel schien strahlend die Sonne.

 

Um 11.00 Uhr kamen wir beim Bootsverleiher an und ließen uns die Boote, Schwimmwesten, Paddel Tonnen usw. aushändigen. Die Spannung in der Gruppe stieg, im Besonderen bei Mi. und Ma., die noch nie in einem Boot saßen. Bevor wir losfuhren, zeigten wir allen wie man sich richtig ins Boot setzt, das Paddel hält und sich auf dem Fluss richtig verhält. Mein Kollege ging mit der halben Mannschaft nochmals auf die Toilette. M. und ich bauten aus zwei Booten mit Hilfe von Zurrgurten einen Katamaran, J. taufte in der Zeit das Boot, in dem sie und M. fahren sollten auf Black Pearl und klebte den Namen mit Klebestreifen auf beide Seiten des Bootes.

 

Gegen 11.30 Uhr stachen wir in See. Im Katamaran saßen alle jüngeren Teilnehmer, Björn und ich. Im anderen Boot J. und M.. An der Einstiegsstelle befand sich ein Wehr. Darum fuhren wir erst ein Stück flussaufwärts und nutzten das ruhige Gewässer für ein paar Übungen im Boot. Die jungen Paddler im Katamaran kamen erstaunlich gut zurecht. Schnell gewöhnten sie sich an die neue Situation und gewannen an Sicherheit. J. und M. hatten ebenfalls keine Schwierigkeiten im Boot. Wir machten uns auf den Weg flussabwärts, trugen die Boote um das Wehr und lösten den Katamaran auf.

 

Die gesamte Gruppe paddelte hoch motiviert. Keines der Boote hatte Schwierigkeiten mit dem Manövrieren. Jeder wollte in seinem Boot an der Spitze sein, somit war das Tempo trotz der vielen jungen Teilnehmer enorm hoch. Bis sich die Laune von J. schlagartig änderte und sie motzend im Boot saß und keinen Paddelstich mehr tätigte. Auf Anfragen, was los sei, antwortete sie gar nicht oder nur schimpfend. M. paddelte brav weiter, war natürlich um einiges langsamer als die anderen zwei Boote. Auch er hatte keine Ahnung, was den abrupten Stimmungswechsel bei J. ausgelöst hatte, nahm die ganze Situation aber ganz gelassen. Wir warteten immer wieder auf die beiden und nutzen die Gelegenheit für einen kleinen Snack auf dem Wasser, indem wir die Boote zusammenhielten. J. blieb auch nach der Pause bei ihrem Verhalten. Auffallend war, dass sie in Momenten, in denen sie glaubte von niemandem beobachtet zu werden, doch immer wieder paddelte. Sie hörte aber sofort auf, sobald eines der anderen Boote nach ihr schaute. Zeitgleich forderte sie immer wieder das Zusammenbleiben der Gruppe.

 

Gegen 14.00 Uhr trafen wir auf das nächste Wehr, dort machten wir eine längere Pause, um uns etwas zu erholen und zu vespern. Jessica platzierte sich weit abseits der restlichen Gruppe und las in der Pause ein Buch. Bei einem Blick auf mein Handy musste ich feststellen, dass es defekt war. Am Morgen hatte es noch einwandfrei funktioniert, jetzt machte es keinen Zucker mehr. Sämtliche Versuche es wieder funktionsfähig zu bekommen, blieben erfolglos. Das Handy von Björn funktionierte und hatte Empfang. Somit entstand kein Sicherheitsrisiko.

 

Die Kinder wollten schnell weiter, denn sie freuten sich schon auf die Bootsrutsche am Ende der Tagestour. Darum verschoben wir das Basteln der Augenklappen auf den Abend. M. und ich tauschten die Boote. Somit war ich mit der meuternden J. in einem Boot. Mit meinem Teamkollegen traf ich die Absprache, dass er ein Stückchen vorfahren kann. Durch die vorherigen Befahrungen, alleine und mit M. auf dem Fluss, wusste ich, dass keine Gefahrenstelle kommen würde. Der kommende Streckenabschnitt war der sehr flache Teil der Altmühl, an dem mir das Wasser teilweise nicht einmal bis zu den Knien reicht. Bevor wir jedoch weiter fuhren, rieb ich meinen Insektenstich erneut mit Fenestil Gel ein. Die Schwellung klang immer noch nicht ab. Sie wurde, ganz im Gegenteil, immer größer.

 

Mein Kollege, M. und die restlichen Paddler kamen gut voran. J. Laune hatte sich während der Pause nicht gebessert. Sie stieg zwar ohne Widerrede in das Boot mit mir ein, doch anstatt zu paddeln, holte sie ihr Buch raus und fing in aller Seelenruhe an zu lesen. Ich entschied mich dazu, ganz gelassen allein zu paddeln und bei konstantem Verweigern J. mich mit meinem Kollegen abzusprechen und Konsequenzen oder Folgen am Abend mit ihr zu diskutieren. Da J. keinen Konversationsbedarf hatte, genoss ich das schöne Wetter und die Landschaft so gut es ging. Mein Insektenstich fing nun langsam an mir Sorgen zu machen. Ich meinte, es bilde sich ein rötlicher Strich von dem Schwellungsbereich ausgehend in Richtung Oberarm. Plötzlich und ohne ersichtlichen Grund legte J. das Buch beiseite und begann zu paddeln. Kommentarlos freute ich mich natürlich über diesen Sinneswandel, konnte mir aber noch keinen Reim darauf machen. Kurz darauf waren die zwei anderen Boote in Sichtweite. Um wieder ins Gespräch mit J. zu kommen, schlug ich erst mal vor, dass wir uns von hinten anschleichen und aufschließen. Sie war sofort einverstanden und fand auch Gefallen daran. Natürlich wurden wir bald von den anderen entdeckt. Sie hatten nicht damit gerechnet, uns so bald wieder zu sehen und waren entsprechend überrascht. Bei einigen Teilnehmern konnte ich schon etwas Ermüdung feststellen, doch die Freude auf die Bootsrutsche trieb alle stetig voran.

 

Das Wetter war auf unserer Seite und ich freute mich schon den ein oder anderen vorbereiteten Programmpunkt, den wir wetterbedingt am Vortag ausfallen ließen, nachzuholen. Da fiel mir mein Insektenstich wieder ein. Nun hatte sich ganz klar ein roter Strich, von der Schwellung ausgehend Richtung Oberarm, gebildet. Da der Stich nicht schmerzte, sondern „nur“ angeschwollen war, ich auch sonst keine „richtigen“ Beschwerden hatte, weder Übelkeit noch Schwindelgefühl, weder Schüttelfrost noch Hitzewallungen, beschloss ich für mich das Ganze zu ignorieren.

 

Gegen 16.00 Uhr kamen wir am Zeltplatz an und freuten uns auf die Bootsrutsche. Wir stiegen vor der Bootsrutsche aus der Altmühl aus, um kurz das Gepäck aus den Booten in die Zelte zu verstauen. Da besprach ich doch noch mit meinem Kollegen meinen linken Arm. Die Schwellung hatte er schon gesehen, nur von dem Strich war er geradezu entsetzt und bestand darauf, sofort den Notarzt zu rufen. Wir selber waren nicht mobil, da unser Fahrzeug noch an unserer Einstiegstelle der Bootstour stand. Ich wollte wenigsten einmal mit den Kindern die Bootsrutsche fahren und dann den Arzt rufen, doch mein Kollege ließ nicht mit sich verhandeln.

 

Ich gab ihm eine genaue Ortsbeschreibung, die er auch präzise beim Absetzen des Notrufs weitergab, dennoch sahen wir wenige Minuten später einen Rettungswagen mit Blaulicht und Sirene an unserem Zeltplatz vorbei fahren. Als nächstes rief ich nochmals bei der 19222 an, um mich zu erkundigen, ob der Rettungswagen für mich bestimmt sei und um zu melden, dass der gerade vorbei gefahren war. Die nette junge Dame am anderen Ende der Leitung bestätigte erst mal, dass dies der Wagen für mich war und entschuldigte sich  für diese Peinlichkeit. Sie versprach die Angaben nochmals weiterzugeben und den Rettungswagen zu uns zu schicken. Einige Minuten später ertönte erneut aus der Ferne das Martinshorn, nur kam diesmal ein alter Rettungswagen der Feuerwehr mit einigen Fehlzündungen des Motors die Straße herunter gefahren, dicht gefolgt von dem ersten Rettungswagen, der wohl irgendwo kehrt gemacht hatte. Schlagartig vernahm ich doch ein leichtes Schwindelgefühl, aber weniger von dem Insektenstich sondern eher von dem Trubel, den dieser nun zu Folge hatte. Die Sanitäter waren ganz freundlich und legten mir ein Kühlelement auf den Stich, zudem einen Zugang am rechten Arm und checkten meinen Blutdruck und mein Herz. Sie erzählten mir nebenbei, dass in dieser Gegend der Notarzt oft mit dem Hubschrauber kommt, dieser aber im Moment im Einsatz sei. Somit mussten wir auf einen anderen Notarzt warten, der auch einige Minuten später eintraf. Er diagnostizierte eine Blutvergiftung, ausgelöst durch einen Insektenstich. Er injizierte mir ein Antiallergikum und ließ mich in das nächste Krankenhaus bringen. Nach Aussage des Notarztes war die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich dort nur ein Antibiotikum erhalten und dann wieder entlassen werden würde. Der Platzwart bot an meinen Kollegen und die drei jüngsten Kinder bis zu unserem Fahrzeug nach Zimmern zu bringen, damit er mich anschließend vom Krankenhaus abholen könnte. Dort rieten mir die Ärzte auf jeden Fall eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus zu bleiben. Damit zerplatzte die letzte Hoffnung das Projekt auch nur annähernd wie geplant zu Ende zu bringen.

 

Mit meinem Kollegen sprach ich im Krankenhaus ab, dass er am nächsten Tag mit der Gruppe die Zelte abbaut und mich anschließend vom Krankenhaus abholt, um die Heimreise anzutreten.

 

Die Kinder waren in erster Linie in Sorge um mich und meinen gesundheitlichen Zustand. Sie waren etwas erleichtert, als sie im Krankenhaus erfuhren dass es keine bedrohliche Krankheit war. Die Enttäuschung darüber die Bootstour nicht wie geplant zu Ende fahren zu können, kam erst etwas später. Am Zeltplatz nutzten sie das schöne Wetter und planschten in der Altmühl. M. erwies sich dabei als eine enorm große Stütze für meinen Kollegen, da er verantwortungsvoll und zuverlässig das Baden beaufsichtigte und ihn auch sonst in jeder Hinsicht unterstützte. Einzig und allein bei J. hielt sich die Enttäuschung in Grenzen. Sie verhielt sich jedoch nicht mehr so oppositionell wie beim Bootfahren.

 

 

Mittwoch, 03.09.2008

 

Mein Kollege versorgte mit Hilfe von M. die Gruppe am nächsten Morgen. Nach dem Frühstück wurde erstmals J. Geburtstag gefeiert, im Anschluss die Zelte abgebaut. Die Boote ließ er direkt am Zeltplatz abholen. Gegen 15.00 Uhr konnte Björn mich mit der Gruppe vom Krankenhaus abholen. Um 17.00 Uhr waren wir wieder auf der Gruppe angekommen. Gemeinsam luden wir das Fahrzeug aus.

 

 

4.4 Abschluss

 

Der geplante Abschluss des Projektes inklusive Schlussreflexion hätte am Zeltplatz Hammermühle stattfinden sollen. Durch die Umstände war dies so nicht mehr möglich. Einen Teil des Abschlusses leistete in diesem Fall die gemeinsame Heimfahrt. Vor allem für die jüngeren Teilnehmer war es besonders wichtig mich wieder einigermaßen genesen wieder zu sehen. Auf der Gruppe angekommen war es für alle wichtig dem Kollegen, der uns in Empfang nahm, die Ereignisse zu berichten. Zwei Tage später hatte ich einen Nachtdienst, in dem ich die Gelegenheit zur Reflexion nutzte in der Hoffnung, dass den Teilnehmern mehr als mein Insektenstich in Erinnerung geblieben wäre. Im Zuge dessen wurde klar deutlich, dass der jetzige Abschluss nicht zufriedenstellend sein kann und eine Wiederholung der Bootstour unumgänglich ist. Da in Baden-Württemberg in der Folgewoche bereits die Schule wieder begann, steht die Wiederholung der Bootstour noch aus und wird nächstes Jahr stattfinden.

 

 

5. Nachbereitung

 

5.1 Veränderungen bei den beteiligten Kindern / Jugendlichen

 

Überraschenderweise konnten mein Kollege und ich doch mehr Veränderungen bei den Kindern und Jugendlichen erkennen als erwartet. Die Frage stellt sich auch, wie die Veränderungen ausgesehen hätten, wenn das Projekt wie geplant zu Ende gegangen wäre. Eine deutliche und sehr positive Veränderung ist bei M. zu beobachten. Dies ist durch seine Aufgaben, die Beteiligung am Projekt und seine exklusive Betreuung in der Vorbereizungszeit zu erklären.

 

Ma.

Für uns als Betreuer war es sehr schön zu beobachten, wie offen und natürlich Ma. sich auf das Bootfahren einlassen konnte. Sie hatte sich mit Spaß, Begeisterung und Mut in eine völlig neue Situation begeben. Dieses Verhalten ist um so beeindruckender, wenn man einen Vergleich zu Ma. Verhalten aus früheren Situationen ähnlicher Qualität zieht. Ein Verweigern oder Erstarren bis hin zu sehr langen monotonen Weinkrämpfen, die an einen Trancezustand erinnerten, waren an der Tagesordnung. Mit diesem erlebnispädagogischen Projekt konnte ihr Selbstbewusstsein und ihre Selbstsicherheit weiter gefestigt werden. Im Zusammenhang des gesamten Genesungsprozesses und der Verarbeitung von den traumatischen Erlebnissen aus ihrer frühen Kindheit sind solche resilienzfördernde Erlebnisse sehr kostbar. Ma. konnte mit Hilfe des wackligen Bootes wichtige Erlebnisse und Eindrücke sammeln und damit ihr Körpergefühl, im Speziellen ihr Balancegefühl, weiterentwickeln.

 

W.

W. hat das Projekt sehr genossen. Er erlebte sich als selbstwirksam, indem er beim Aufbau seines Zeltes, einem furchtbar kompliziertem Exemplar, mithalf und eine entsprechend positive Wirkung erlebte, da es ihn in einer regnerischen Nacht trocken hielt. Außerdem erlebte er sich als sehr stark, indem er beim Bootfahren seine ganze Kraft in jeden einzelnen Paddelschlag setzte und somit allen anderen Booten davonfuhr. Solche Prozesse zu spüren und zu erleben sind für W. von besonders hohem Wert. So können Erfahrungen in denen er machtlos, unwirksam, unwichtig und ausgeliefert war, korrigiert werden. Er hat gemerkt, dass er zu den stärksten Bootfahrern in der Gruppe gehörte und wertvoll ist.

 

Mi.

Mi. Verhalten war anfangs sehr anstrengend. Sie war vor allem mit der Zeltaufteilung unzufrieden. Nach langen Diskussionen und einem tragfähigen Kompromiss ging es mit der Liegeposition im Zelt weiter. Nachdem das Zelt jedoch fertig aufgebaut war, konnte sie sich entspannen. Die Unzufriedenheit wandelte sich um in eine Abenteuerlust. Sie hatte einige Befürchtungen und Ängste vor dem Bootfahren. Immer wieder blickte sie auf die „imposante“ Bootsrutsche in der Altmühl direkt am Zeltplatz. Wir konnten ihr die Ängste soweit nehmen, dass sie ohne Zögern in den Katamaran einstieg. Durch sein stabiles Gleiten im Wasser gewann sie schnell an Vertrauen in die Boote und lernte, wie Ma., sehr schnell sich richtig im Boot zu bewegen. Bezogen auf Miriams starkes Bedürfnis, Situationen selbst zu managen und zu steuern, ergab sich beim Bootfahren eine schöne metaphorische Situation: Miriam saß nicht am Steuer und ist dennoch nicht gekentert.

 

P.

P. ging gerne ihrer Entdeckungslust nach, ohne mögliche Gefahren abschätzen zu können. Aus diesem Grund brauchte sie am Anfang einen sehr engen Rahmen. Mit der Zeit konnten wir diesen Rahmen in kleinen Schritten weiten. Sie spielte in der Natur, warf z.B. ein Blatt in die Altmühl und beobachtete in welche Richtung es getrieben würde. Das Boot an sich bietet einen ganz natürlichen Rahmen, in dem sie sich gut zurecht fand. Durch stärkeres oder schwächeres Paddeln und der Geschwindigkeit des Bootes konnte sie ihre Selbstwirksamkeit direkt und unmittelbar erleben.

 

J.

Bei der Erstellung des Metaplans konnte J. gut ihre Erwartungen und Befürchtungen formulieren. Auch am ersten Abend beschrieb sie ganz gut ihr Befinden. Was zu ihrer schlechten Laune am ersten Morgen und beim Bootfahren führte, blieb unklar. Ein ersichtlicher Grund war weder für mich noch für meinen Teamkollegen zu erkennen. Der geplante Verlauf des Projektes wäre sicherlich interessant geworden, da J. mitten in einem Prozess war, der aber durch meinen Krankenhausaufenthalt unterbrochen wurde.

 

M.

Für M. war das ganze Projekt eine sehr positive Erfahrung. Da er bei den ersten Planungen, der Auswahl des Flusses und des Zeltplatzes und bei der Gestaltung des Programms dabei war, identifizierte er sich voll und ganz mit dem Projekt. Er übernahm große Verantwortung und war meinem Teamkollegen in der Situation, als ich im Krankenhaus lag und er die ganze Arbeit wie Versorgung und Beaufsichtigung der Gruppe übernehmen musste eine unglaubliche Stütze und Hilfe. Im Alltag bemerkte ich als Bezugsbetreuer ebenfalls eine positive Entwicklung seines Verhaltens. Absprachen über anfallende Aufgaben oder Termine hielt er eigenverantwortlich ein und kümmerte sich selbständiger um seine Belange. Ebenfalls sehr positiv ist zu werten, dass er erkannt hat, dass ihm Beschäftigungen im Freien als Ausgleich zum Alltag dienen können. Er selber beschrieb mit fortschreitenden Vorbereitungen des Projektes, dass es ganz gut ist nicht nur am PC, TV oder der Playstation zu sitzen. In der Reflexion des Projektes wurde deutlich, dass der Abschluss des Projektes für ihn besonders unzufriedenstellend ist, da er viel Zeit und Engagement in das Projekt steckte. Aufgrund seiner Erkenntnis des Bedarfs nach einem Hobby in der Natur organisiere ich eine Mountainbiketour, in der er das Mountainbiken als mögliches Hobby für sich entdecken kann.

 

 

5.2 Reaktionen der Einrichtung

 

In der Einrichtung waren die  Reaktionen trotz des spektakulären Verlaufs des Projektes in der Summe positiv. Jedoch immer erst, nachdem sich der erste Schreck gelegt hatte. Die Entwicklung von M. machte nochmals deutlich, wie förderlich die Erlebnispädagogik auch im Setting der stationären Jugendhilfe ist. Beim Austausch mit einem weiteren Erlebnispädagogen unserer Einrichtung über das Projekt entstanden schon weitere Ideen für eventuell zukünftige Projekte. Auch die Unterstützung der Einrichtungsleitung und des Fachdienstes im Bezug auf Mittel und Ressourcen sind sehr groß.

 

 

6. Reflexion

 

6.1 Besondere Erlebnisse

 

Gleich als erstes möchte ich mein persönlich schönstes Erlebnis nennen. Es war der Moment, als die jüngeren Teilnehmer mit meinem Kollegen und mir im Katamaran saßen und wir die ersten Meter flussaufwärts fuhren. Besonders Ma. und Mi., die zum ersten Mal im Boot saßen, waren schwer beeindruckt und begeistert.

Stolz war ich auf M., als mir mein Kollege erzählte wie gut und verantwortungsvoll er ihm zur Seite stand.

Je jünger die Teilnehmer, desto aufwendiger ist das Zelten. Trotzdem lohnt es sich, da es noch mal mehr an Abenteuerfeeling vermittelt.

Ebenfalls möchte ich hier die Fahrten und die Zeit, die ich mit M. alleine hatte nennen. Ich habe nochmals einiges von ihm über sich erfahren. Er hat die Zeit sichtlich genossen.

Der bitterste Moment war der Augenblick, an dem ich mir selber eingestand, dass ich zum Arzt muss. Innerhalb weniger Minuten erlebte ich ein Wechselbad der Gefühle. Zuerst versuchte ich die Fakten zu verdängen, dann empfand ich eine enorme Wut über die ganze Situation, Entsetzen über die Folgen eines Insektenstiches, Enttäuschung und Trauer über das frühzeitige Ende usw. Nicht unterschlagen möchte ich das Gefühl der Demütigung. Kein Elefant oder Tiger, keine Kobra oder giftige Natter hatte mir die Blutvergiftung verpasst. Nein, es war ein kleines Insekt.

 

 

6.2 Erkenntnisse und Erfahrungen

 

Durch meine intensive Vorbereitung war ich in meinen Handlungen sehr sicher. Dann alles in die Hände meines Kollegen abgeben zu müssen, und abtransportiert zu werden, fiel mir äußerst schwer. Hier sieht man auch wie wichtig eine zweite Aufsichtsperson ist. Ohne meinen Kollegen wäre die Gruppe unbeaufsichtigt gewesen.

 

Ich hatte in das Projekt unheimlich viel Programm gepackt, von dem  ich nur einen kleinen Bruchteil umgesetzt habe. Am ersten Abend war Zeltaufbau und Essen genug Programm. Bereits in den ersten Morgenstunden des zweiten Tages war zu erkennen, dass alle Teilnehmer sehr von dem Fluss, dem schönen Wetter usw. gebannt waren. Alle waren mitten im Entdecken, Beobachten und Spielen. Irgendeinen Programmpunkt durchzuführen, hätte allen eine wertvolle Naturerfahrung vorenthalten. Laufenlassen war die Devise. Auf die einzelnen Punkte und Spiele werde ich sicherlich bei anderen Projekten oder Situationen zurückgreifen können.

 

Mein Kollege und ich hatten vor bzw. nach dem Projekt nur wenig Zeit zum Erholen und mussten viel auf der Gruppe arbeiten. Dies würde ich beim nächsten Mal anders planen.

 

Ganz wichtig wird die Wiederholung des Projektes im nächsten Jahr. Die Kinder und Jugendlichen wollen unbedingt die Bootsrutsche fahren, sowie das restliche Programm erleben.

 

Als sehr bereichernd empfand ich es, die Kinder und Jugendlichen im Rahmen des Projektberichtes beschreiben und entsprechend Ziele formulieren zu müssen. So konnte ich konkrete Situationen unter vorher bestimmten Aspekten beobachten. Eine Überprüfung über das Erreichen der gesetzten Ziele und der Wirksamkeit von Erlebnispädagogik ist somit viel leichter. Individuelle Erfolge einzelner Kinder und Jugendlicher können so wertschätzender gewürdigt und vor Eltern oder Jugendamt detaillierter beschrieben werden.

 

 

7. Öffentlichkeitsarbeit

 

Ein Bericht in der internen Einrichtungszeitung muss ich noch verfassen. Ein Artikel für die Lokalzeitung ist nicht in Planung.

 

 

8. Literaturverzeichnis

 

Rüdiger Gilsdorf, Günter Kistner: Kooperative Abenteuerspiele Band 1 – Praxishilfe für Schule und Jugendarbeit, Kallmeyersche Verlagsbuchhandlung GmbH, 2. Auflage, 1996

Rüdiger Gilsdorf, Günter Kistner: Kooperative Abenteuerspiele Band 2 – Praxishilfe für Schule und Jugendarbeit, Kallmeyersche Verlagsbuchhandlung GmbH, 2. Auflage, 1996

Josef Birzele, Oliver I. Hoffmann: Mit allen Wassern gewaschen, Zielverlag 1. Auflage 2003

Annette Reiners: Praktische Erlebnispädagogik 6. überarbeitete Auflage 2003

Jürgen Gerlach, Heinrich Nejedly: Kanuwandern in Süddeutschland BLV Verlagsgesellschaft mbh  neunte durchgesehene Auflage 2004

KAP Institut: Lehrgangs-/ Kursunterlagen Kanu & Floß

KAP Institut: Lehrgangs-/ Kursunterlagen  Einführungskurs

KAP Institut: Lehrgangs-/ Kursunterlagen Annleitung zur Praxis

www.traumapädagogik.de

 

 

 

9. Anhang

 

9.1 Einverständnis der Leitung in Konzept

 

9.2 Abklärung der Versicherung

 

9.3 Anschreiben an die Eltern

 

Sehr geehrte

 

Im Rahmen des Ferienprogramms der Gruppe unternehmen wir eine erlebnispädagogische Kurzfreizeit.

„Der vergessene Piratenschatz der Altmühl“

lautet das Motto und findet vom Montag den 01.09. bis Mittwoch den 03.09.2008 statt.

Wir übernachten am Zeltplatz Hammermühle bei Altendorf im Naturpark Altmühl. Dort werden wir unser Piratenlager für zwei Nächte aufschlagen, das Gelände erkunden, lernen mit Kompass zu navigieren, am Lagerfeuer uns wärmen und letztendlich per Boot auf die Schatzsuche begeben.

Um Ihren Sohn / Tochter die Teilnahme an der Freizeit zu ermöglichen benötigen wir Ihr Einverständnis.

Deshalb möchte ich Sie bitten die beiliegende Einverständniserklärung auszufüllen und unterschrieben mir wieder zukommen zu lassen.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

 

Joze Kink

 

 

 

9.4 Einverständnis der Eltern

 

 

Einverständniserklärung

 

„Der vergessene Piratenschatz der Altmühl“

 

Vor- und Zunahme : _____________________________________________

Adresse: ______________________________________________________

Tel.: __________________________________________________________

Hiermit gebe ich mein Einverständnis, dass mein Sohn / Tochter
______________________________________________________________

am erlebnispädagogischen Projekt „Der vergessene Piratenschatz der Altmühl“ vom 01.09. – 03.09.2008 teilnehmen darf.

 

 

Ort, Datum            Unterschrift Erziehungsberechtigter

 

 

Weiter bin ich damit einverstanden, dass mein Sohn / meine Tochter ______________________________________________________________
während der Maßnahme fotografiert und gefilmt werden darf. Ebenso bin ich damit einverstanden, dass diese Bilder in den Medien, der Fachpresse sowie zur Öffentlichkeitsarbeit ohne Namensnennung und in wohlwollender Form verwendet werden dürfen.

 

 

Ort, Datum            Unterschrift Erziehungsberechtigter

 

 

Ich bin damit einverstanden, dass mein Sohn / meine Tochter an allen Aktivitäten der Freizeit teilnehmen darf.

?   Ja        ? Nein

Welche? __________________________

 

Ich betätige dass mein Sohn / meine Tochter an keinerlei körperlichen Krankheiten oder Einschränkungen leidet, welche die Ausübung dieser Sportarten beeinträchtigen oder ihre / seine Gesundheit gefährden könnte.

 

?   Ja        ?   Nein

Welche? ___________________________

 

Ich bestätige dass mein Sohn / Tochter schwimmen kann.

 

?   Ja        ?   Ja, aber nicht sicher        ?   Nein  

 

 

Ort, Datum            Unterschrift Erziehungsberechtigter               

 

 

 

9.5 Finanzierungsplan

 

Für die Verpflegung kalkulierte ich folgendermaßen:

 

7,00 € pro Person pro Tag: 7,00 € x 8 Personen x 3 Tage = 168,00 €

Die Kosten für die 3 Boote inkl. Transport, Schwimmwesten und Tonnen betrugen:    240,00 €

Am Zeltplatz Hammermühle betrug die Übernachtungsgebühr pro Zelt 3,00 € pro Nacht 3,00 € x 5 Zelte x 2 Nächte = 30,00 €

Hinzu rechnete ich eine Pauschale von für restliches Material wie Klebeband, Farben, Stoff usw. 50,00 €

ergibt eine Summe von 488,00 €

 

Unsere Einrichtung stellt 18,00 € für jeden innenliegenden Tag einer Freizeit pro Kind / Jugendlichen zur Verfügung. Hinzu kommen 9,20 € pro Tag pro Kind und Jugendlichen vom Jugendamt.

6 Kinder / Jugendliche a 18,00 € von der Einrichtung = 108,00 €

6 Kinder / Jugendliche a 9,20 € vom Jugendamt = 165,60 €  

 

Den Differenzbetrag von 214,40 ۟bernahm freundlicherweise die Einrichtungsleitung

 

Somit hatte ich die nötige Summe von 488,00 €

 

 

 

9.6 Adressen

 

Der Zeltplatz Hammermühle hat keine klassische Adresse. Er liegt bei Altendorf / Pappenheim.

Die Boote entlieh ich beim Bootsverleih zum Hollerstein:

Familie Rottler
Zimmern 32
91788 Pappenheim

 

 

 

9.6  Zeitliche Planung des Projektes

 

Montag, 01.09.2008

 

 

Uhrzeit

Aktivität

Material

Anmerkung

14.00 Uhr

Besprechung

Flipchart, Papier, Stifte

Die Gruppe soll auf die anstehenden Tage eingestimmt werden

15.00 Uhr

Fahrt zum Zeltplatz 

17.00 Uhr

Zelte aufbauen, Nachlager vorbereiten

Zelte, Hammer

18.00 Uhr

Abendessen  

Lebensmittel

19.00 Uhr

Geländespiel

Kompasse, Stoffe, Papier, Stifte

M. versteckt Material

20.00 Uhr

Gestalten der Piratenfahnen

Stoff, Farben, Stöcke

21.00 Uhr

Reflexion

Streichhölzer

21.00 Uhr

Kleine Landratten gehen ins Bett

 

 

Dienstag, 02.09.2008

 

 

Uhrzeit

Programmpunkt

Material

Anmerkung

8.00 Uhr

Frühstück

Lebensmittel

9.00 Uhr

Warming Up

AH-SO-KO Zenkarate in Piratenform

9.30 Uhr 

Einstieg Boot, Schiffstaufe, Benennung der Boote, Sicherheits-erläuterungen

Klebestreifen, Stifte, Kindersekt, Fahnen

12.00 Uhr

Pause an Land

Lebensmittel

13.00 Uhr  

Anker werfen

Wurfsack

14.00 Uhr

Boot fahren

16.00 Uhr

Snack auf´ dem  Wasser

Kekse

18.00 Uhr

Abendessen am Zeltplatz, Grillen

Lebensmittel, Grill, Kohle, Grillanzünder

20.00 Uhr

Schutzpatron der Piraten

Naturmaterialien

Landart

21.00 Uhr

Kleine Landratten gehen ins Bett

 

Mittwoch, 03.09.2008

 

 

Uhrzeit

Aktivität

Material

Anmerkung

8.00 Uhr

Frühstück

Lebensmittel

9.00 Uhr

Warming up

Mist, Mist, Mist

9.15 Uhr

Abbau der Zelte

10.00 Uhr

Boot Fahren / Tauziehen

Spanngurte 

12. 00 Uhr

Pause an Land

Essen

13.00 Uhr

Augenklappe

Gummis, Schere, schwarzer Tonkarton, Kompanten

M. versteckt Material

14.00 Uhr

Boot fahren Sammel das Wort

Tennisbälle / Brücke

16. 00 Uhr

Ankunft in Dollenstein

16.00 Uhr

Geländespiel Schatz

Kompasse

18.00 Uhr 

Abschlussreflexion am Zeltplatz 

19.00 Uhr

Rückfahrt 

 

 

 

 

9.7 Materialliste:

 

Erste Hilfe Set

Kamera

5 Zelte

Flipchart Papier

Stifte

2 Kompasse

Fahnenstoff

Farben

Streichhölzer

Panzertape

Gummiband

Schwarzer Tonkarton

Schatztruhe

Grill

Kohle

Geschirr

Klopapier

Schlafsäcke

Isomatten

Handtücher

Wurfsack

Lebensmittel

Campingkocher

Gasflasche

Wasserkanister

Ausweis / Impfbuch / Versichertenkarte

Stirnlampe / Taschenlampen

Müllsäcke

Quittungsblock

Adressliste der Eltern

Sonnencreme

 

 

 

9.8 Packliste

 

3 Socken

1 Lange Hosen

3 Tshirt

2 Pullis

1 Sport feste Schuhe

1 Regenjacke

1 Jacke

2 Handtücher / Zahnbürste / Zahncreme

1 Badeanzug

1 Sonnenmützen

2 Kurzenhosen

3 Unterhosen

1 Schlafanzug

Rucksack

Schmusesachen

 

 

 

Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik

im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP

des KAP-Institutes

 

 

„Der vergessene Piratenschatz der Altmühl“

Außer Spesen nichts gewesen?

 

 

Erlebnispädagogisches Projekt von Joze Kink

 

 

 

nach oben