seit 1994

Herbert Englhardt

Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik

im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP

des KAP-Institutes

 

 

"Lebenswelt einmal anders"

Erlebnispädagogisches Projekt von Herbert Englhart

 

20. - 23.09.2006 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1       Einleitung

2       Erlebnispädagogisches Konzept

2.1    pädagogischer Hintergrund/ Idee

2.2    Allgemeine Zielsetzung

2.2.1 Ziele des Wanderns und des Floßbaus

2.2.2 Voraussetzungen und Inhalte des erlebnispädagogischen Wanderns und Floßbaus

          a) physische und psychische Voraussetzungen

          b) die Beziehung zwischen dem Gruppenleiter und der Gruppe

2.3    Art der Unternehmung


3       Zielgruppe

3.1    Gruppenzusammensetzung

3.2    Beschreibung der Teilnehmer

3.3    Zielsetzung


4       Projektverlauf

4.1    Vorbereitung

4.1.1 Vorüberlegungen

          a)  die Beteiligten selbst

          b)  die Planung und Durchführung der Trekkingtour und des Floßbaus

          c)  die Ausarbeitung eines Notfallplans: Was passiert, wenn…

4.1.2 konkrete Vorbereitungen

          a)  Vorstellung des Projektes bei der Heim- und Gruppenleitung

          b)  Besorgung des benötigten Materials

          c)  zeitliche und logistische Planung des Projekts

          d) Vorbereitung mit den Bewohnern

4.2    Geplanter Projektverlauf

4.3    tatsächlicher Programmablauf des Projektes "Lebenswelt einmal ganz anders" vom 20.09. bis 23.09.2006

4.4    Abschluss


5       Nachbereitung

5.1    Beobachtungen und Veränderungen bei den Teilnehmern

          a) Beobachtungen und Veränderungen bei Tobias

          b) Beobachtungen und Veränderungen bei Franz

          c) Beobachtungen und Veränderungen bei Kurt

5.2    Reaktionen in der Einrichtung


6       Reflexion

6.1    Besondere Erlebnisse

6.2    Erkenntnisse / Erfahrungen


7       Öffentlichkeitsarbeit


8       Literaturverzeichnis

 

 

1 Einleitung

 

Seit einigen Jahren findet "Erlebnispädagogik" überwiegend für Kinder bzw. Jugendliche statt und selten für Menschen mit geistiger Behinderung. Mit diesem Projekt möchte ich dieses Klischee ändern und zeigen, dass auch bei Menschen mit geistiger Behinderung durch das Verändern der Methoden, Techniken und Zielsetzung erlebnispädagogische Maßnahmen stattfinden können.

 

Seit ca. einem Jahr arbeite ich bei den xy. Diese Einrichtungen gibt es seit 1970. Sie sind in Bayern die größten dezentralsten Institutionen mit Häusern hauptsächlich in der Oberpfalz, Ober- und Mittelfranken, in denen geistig behinderte und/oder psychisch kranke Menschen leben.

 

Der Birgländer Hof (BGH), ein ehem. Hotel, wurde 2004 gekauft und als zukünftiges Wohnheim umgebaut. Darin leben jetzt ca. 40 geistig behinderte Menschen auf fünf Gruppen verteilt.Ein Aufgabengebiet dieses Hauses besteht darin, die Eigeninitiative und Selbstständigkeit  dieser Menschen  zu erhalten und zu fördern. Aus eigenem Impuls heraus sollen sie ihre lebenspraktischen Fähigkeiten erledigen.

 

Viele behinderte Menschen erledigen und leben ihren Heimalltag routinemäßig. Mit dem von mir geplanten Projekt wird ihnen die Möglichkeit gegeben, eine andere Lebenswelt kennen zu lernen, neue Grenzen zu spüren und neue Erfahrungen und Erlebnisse zu machen.

 

 

2 Erlebnispädagogisches Konzept

 

2.1 pädagogischer Hintergrund/ Idee

 

Nach meinem vorletzten KAP-Kurs machte ich mir Gedanken, welches Projekt ich mit den Bewohnern durchführen könnte. Da die erlebnispädagogische Ausbildung zum größten Teil auf Kinder bzw. Jugendliche ausgerichtet ist, war es meinerseits ein großes Anliegen, mit Menschen mit geistiger Behinderung das Vorhaben zu realisieren, um aufzuzeigen, dass auch erlebnispädagogische Maßnahmen mit ihnen möglich sind.

 

Weiterhin erschien mir als besonders bedeutsam, den Bewohnern ein Projekt anzubieten, das

a) sie aus ihrem Alltag herausholt.

b) für sie ein unvergessliches Erlebnis wird.

c) ihre lebenspraktischen Fähigkeiten steigert.

d) sie von ihren alltäglich gewohnten Dingen trennt.

e) ihnen neue, persönliche Kontaktmöglichkeiten eröffnet.

f) ihnen gruppendynamische Prozesse ohne Rückzugsmöglichkeit ermöglicht und aushalten lässt.

g) ihnen Möglichkeiten zur Steigerung der Frustrationstoleranz und des Durchhaltevermögens anbietet.

h) ihnen ihre physischen Fähigkeiten vor Augen führt und steigern lässt.

 

 

2.2 Allgemeine Zielsetzung

 

2.2.1 Ziele des Wanderns und des Floßbaus

 

Jeder Wanderer muss seine Kräfte richtig einteilen und wird versuchen, diese möglichst effektiv einzusetzen. Dazu gehört die Kenntnis der eigenen Leistungsfähigkeit oder der Erwerb dieser Kenntnis, die richtige Einteilung der Reserven, die individuell möglichst ökonomische Art des Bewegungsablaufs, gute Organisation (gut gepackter Rucksack, vollwertige Nahrung, vernünftige Zeiteinteilung) und eine realistische Selbsteinschätzung. Zeit und Muße sollten auch vorhanden sein, um Natur, Landschaft und Wetter genießen und beobachten zu können. Um die Eindrücke wirken lassen zu können, die Stille zu hören, den unbeschränkten Blick wirklich bis zum Horizont schweifen lassen zu können, bietet es sich an, eine geraume Zeit schweigend aufzusteigen bzw. zu wandern (vgl. Heckmair/Michl, 2002, S. 164).

 

Ein weiterer, wichtiger Aspekt stellt die Persönlichkeitsentwicklung dar. Hierbei geht es v.a. um die Steigerung des Selbstwertgefühls, der Frustrationstoleranz und des Durchhaltevermögens, des Bewusstwerdens der Verantwortung und deren Übernahme für sich und andere (vgl. Brandt, 1999, S. 60).

 

Das Bauen eines Floßes fördert weiterhin handwerkliche Kompetenzen, Planung und Zusammenarbeit, gegenseitige Hilfe und Durchhaltevermögen bis zur Fertigstellung des Floßes. Die anschließende Floßfahrt steigert dabei das Gemeinschaftsgefühl und kann als "Belohnung" für getane Arbeit gesehen werden. Außerdem bietet sie die Möglichkeit, Erfahrungen mit Wasser zu machen (vgl. Krug/Alberter/Gebhardt in: "Kanu & Floß", Lehrgangs- und Kursunterlagen 04.-08.08.2003, K A P Institut, S. 61f)

 

 

2.2.2 Voraussetzungen und Inhalte des erlebnispädagogischen Wanderns und Floßbaus

 

a) physische und psychische Voraussetzungen

 

Die physischen Voraussetzungen, welche die Beteiligten mitbringen müssen, sind vergleichsweise niedrig. Wandern oder Trekking erfordern weniger Kraft, sondern vielmehr Ausdauer und Geschicklichkeit. Nach dem Grundsatz "Jeder mit seiner Geschwindigkeit" ist dieser Natursport keiner spezifischen Altersgruppe auf den Leib geschrieben (vgl. Heckmair/Michl, 2002, S. 165).  Meiner Meinung nach ist Kraft ebenfalls ein wichtiger Bestandteil für die physischen Voraussetzungen. Einerseits wird verlangt, seine Kräfte richtig einzuteilen und sich auf ökonomische Art fortzubewegen. Andererseits werden das Gepäck längere Zeit getragen und dabei auch steile und lange Wege zurückgelegt. Deshalb muss wiederum auf das Gewicht des Rucksacks geachtet werden. So werden zudem das Durchhaltevermögen und die Frustrationstoleranz längere Zeit beansprucht.

 

 

b) die Beziehung zwischen dem Gruppenleiter und der Gruppe

 

Bei einer erlebnispädagogischen Maßnahme spielt die Beziehung zwischen dem Gruppenleiter und den Teilnehmern eine große Rolle. Je besser das gegenseitige Verhältnis zueinander ist, desto größer sind die Leistungsbereitschaft und der Lernerfolg, da die Eigenmotivation, die Freude an der Sache und die gemeinsame Tätigkeit einfach mehr Spaß macht. Natürlich gehört dennoch ein bisschen mehr dazu… Im Rahmen erlebnisorientierter Aktionen wird gelernt – der helfende Pädagoge lehrt aber nicht. Er lässt Unvorhersehbares zu, akzeptiert die Individualität der Teilnehmer und unterstützt spontane Aktionen (vgl. Brandt, 1999, S. 60).

 

Wichtig dabei ist ein gewisses Maß an Vertrauen zwischen Gruppenleiter und Teilnehmern, da der Teilnehmer oft in unbekannten, neuen Situationen häufig unsicher wird oder sich auch mal überschätzt. Deshalb sollte der Gruppenleiter über gute Fachkenntnisse verfügen und diese auch vermitteln können, damit die Teilnehmer in für sie schwierigen Situationen diese verstehen und annehmen können. Durch eine gewisse Gesprächigkeit untereinander hat der Erzieher die Chance, dem Teilnehmer eine Rückmeldung über sein Verhalten zu geben, wobei dieser davon profitieren kann.

 

 

2.3 Art der Unternehmung

 

Aufgrund der vorhergehenden Überlegungen entschied ich mich für eine 3-tägige Trekkingtour von Schwend nach Schnaittach, die hauptsächlich auf dem Anton-Leidinger Wanderweg entlang lief. Anschließend, am vierten Tag, war noch in Kooperation mit Jugendlichen der Jugendhilfe Caritas Schnaittach der Bau eines Floßes und eine gemeinsame Fahrt auf dem Happurger Baggersee geplant.

 

Obwohl einige Bewohner gern Spaziergänge machen und bei kurzen Wanderungen mit gehen, stellt es für sie eine große Herausforderung dar, enge, steile und längere Wege zu begehen, im Freien und/oder in einer anderen Umgebung zu übernachten und eine Floßfahrt zu unternehmen.

 

 

3 Zielgruppe

 

3.1 Gruppenzusammensetzung

 

Da ich dieses Projekt allein durchführte und geistig Behinderte mehr Hilfen in lebenspraktischen Bereichen wie z.B. Kleidung aus- und anziehen, in den Schlafsack schlüpfen, Rucksack packen usw., entschied ich mich bei der Vorbereitung für eine Kleingruppe von drei Bewohnern. Das Alter der Teilnehmer war zwischen 28 und 52 Jahren. Sie verfügen über gute, physische Voraussetzungen, leben auf einer Gruppe zusammen und gehen regelmäßig spazieren. Den Teilnehmern bin ich bekannt.

 

 

3.2 Beschreibung der Teilnehmer

 

Tobias

ist 28 Jahre alt und seit 1990 bei den Dr. Loew Soziale Dienstleistungen untergebracht. Er ist leicht bis mittelgradig behindert (F71.1) und hat eine "hebephrene Psychose" (F20.1). Diese zeigt sich besonders im Jugendalter. Sie äußert sich darin, Gefühle nicht ausdrücken bzw. zeigen zu können, unangemessen Kontakt aufzunehmen und eher bindungsunfähig zu sein. Tobias sondert sich nämlich häufig ab, ist sich selbstgenügsam und stellt sich stolz dar. Außerdem zeigt er zeitweise ein distanzloses Verhalten, verbal und körperlich, auch Fremden gegenüber und sucht zwanghaft nach Aufmerksamkeit. Manchmal hat er Probleme, Konflikte angemessen auszutragen. Er reagiert zeitweise schnell übertrieben aggressiv, wenn es sich um sein körperliches Aussehen oder um an ihn gestellte Anforderungen seitens der Mitarbeiter geht. Außerdem neigt er zu zwanghaftem Verhalten bei der Körperhygiene.

Gründe für seine Aufnahme im BGL waren unter anderen die konfliktreiche Beziehung in der Herkunftsfamilie, in der sexueller Missbrauch stattfand, und die Scheidung der Eltern.

Tobias zieht sich meist in sein Zimmer zurück und hört Cassetten oder sieht fern. Er sammelt Zeitungsausschnitte und Poster der Kelly Family, liest "Bravo" oder "Sport-Bild" und begeistert sich für Fußball.

 

 

Franz

ist 52 Jahre alt und seit 1975 untergebracht. Er hat eine deutliche geistige Behinderung mit Verhaltensstörungen (F72.1). Diese äußern sich in Zwangshandlungen, Rigidität (in seiner Denkweise), Impulsivität (bei Spannungen bzw. Ärger) und Wutausbrüchen (mangelnde Frustrationstoleranz). Er beschäftigt sich immer wieder monatelang stereotyp mit speziellen Themen wie z.B. Geburtstag oder Christkind, die ihn emotional stark ansprechen.

Franz isoliert sich meist in seinem Zimmer und hört Radio. Dann räumt er entweder seine Einrichtungsgegenstände um, liegt auf seinem Bett oder spielt mit seinen Holzbauklötzen.

 

 

Kurt

ist 47 Jahre alt und lebt seit 1975 hier. Er hat eine deutliche geistige Behinderung (F72.1) mit Verhaltensstörungen und sexueller Deviation (F65.9). Seine Schwierigkeiten zeigen sich u.a. darin, mit Hilfe der Sprache Kontakt zu anderen aufzunehmen. Je nach Stimmungslage verhält er sich in fremden Gruppen äußerst unterschiedlich. Dies kann von einem sehr ängstlichen und unsicheren – er bleibt dann am Rande des Geschehens - bis hin zu distanzlosem/sexuell auffälligem Verhalten reichen. Weiterhin gerät er bei jeglichen, ungewohnten Veränderungen oder Abläufen schnell in eine instabile Verfassung. Er weint dann oder weigert sich zu äußern. Zuweilen bereitet es ihm Probleme, sich angemessen selbst zu behaupten.

Kurt zieht sich meist in sein Zimmer zurück und hört dort Musik. Außerdem beschäftigt er sich allein mit seinen zahlreichen Stofftieren, die er überall mitnimmt. Gelegentlich gesellt er sich zu seinen Mitbewohnern in das Wohnzimmer, um dort fern zu sehen.

 

Im Folgenden werden die kognitiven und lebenspraktischen Kompetenzen der drei Teilnehmer kurz dargestellt:

•  Kurt spricht verwaschen, undeutlich und kaum verständlich.

•  Franz spricht undeutlich, dysgrammatisch und verkürzt Wörter: statt Ferien sagt er Fer.

•  Tobias verfügt über einen einfachen aktiven und passiven Wortschatz. Er spricht in vollständigen Sätzen.

•  Alle drei verstehen einfache Aufträge.

•  Franz und Kurt können weder lesen noch schreiben noch rechnen.

•  Tobias kann seinen Namen schreiben und erkennen, bis 10 zählen und einfache Rechnungen bis 10 lösen.

•  Tobias kann rechts und links unterscheiden, Franz und Kurt nicht. Bekanntes und Piktogramme werden von allen erkannt.

•  Im lebenspraktischen Bereich zeigt sich, dass die drei Teilnehmer sich an- und ausziehen können. Bei der Körperpflege benötigen sie u.a. Begleitung. Franz und Kurt brauchen Hilfen beim Toilettengang.

•  Tobias kann seine Schuhe binden.

•  Beim Schneiden (z.B. Fleisch, Wurst) sind alle drei Teilnehmer auf Hilfestellungen angewiesen.

•  Franz, Kurt und Tobias lassen verbale Kontakte zu.

 

 

3.3 Zielsetzung

 

Im Umgang mit geistig behinderten Menschen merkt man, dass ihre geistige Entwicklung bestimmte Grenzen bzw. Einschränkungen nicht überschreitet. Man kann nur versuchen, sie in ihrer Entfaltung tatsächlich an ihre Grenzen zu bringen. Dabei muss beachtet werden, dass nicht nur in ihren geistigen Fähigkeiten Beschränkungen bestehen, sondern auch, unter dem ganzheitlichen Prinzip von Körper, Geist und Seele betrachtet, in ihrem körperlichen und seelischen Bereich. Die Menschen haben sowohl Schwierigkeiten in ihrer geistigen Entwicklung (wie z.B. das Wahrnehmen und Erkennen von Zusammenhängen, die Auffassungsgabe, der sprachliche Ausdruck), als auch physischen (z.B. das Halten des Gleichgewichts, die Bewegungskoordination beim Hüpfen, Springen, Laufen und Stehen) und seelischen Entwicklung (z.B. Gefühle wahrnehmen, Einordnung der Empfindungen und entsprechende Reaktionen).

 

Für die Zielsetzung erscheint weiterhin die Lebensgeschichte vieler geistig behinderter Menschen bedeutsam. Ein Großteil erlebte nämlich mehr negative als positive Erfahrungen.

•  Ihre körperlichen, geistigen und psychischen Beschränkungen erleben sie im Vergleich zu Nichtbehinderten als nachteilig.

•  Frühere Krankenhausaufenthalte, eine frühzeitige Trennung von den Eltern und das ambivalente Verhalten der Eltern gegenüber ihrem Kind wirken sich hemmend auf die Gesamtentwicklung aus.

•  Sie verfügen über defizitäre Erfahrungen, Erfahrungen die sie hätten machen sollen, aber nicht ermöglicht bekamen wie z.B. schaukeln, wippen im Kleinkindalter.

 

Folglich entwickeln sich u.a. nicht nur ein geringes Selbstwertgefühl und –bewusst-sein, sondern auch Verhaltensauffälligkeiten und –störungen, die verständlich und nachvollziehbar sind. Da sich nach dem ganzheitlichen Prinzip Körper, Geist und Seele (Psyche) gegenseitig beeinflussen, so wirken sich positive Erfahrungen im körperlichen Bereich auch auf die geistige und psychische Persönlichkeit entwicklungsfördernd aus. Somit ist für mich Erlebnispädagogik ein Mittel zur Stärkung und Förderung der körperlichen, seelischen und geistigen Entwicklung.

 

Aus der Beschreibung der Teilnehmer und den vorangegangenen Überlegungen lassen sich für jeden Bewohner folgende Ziele formulieren:

 

•  Förderung der Erfahrung neuer und eigener Grenzen

    - sich einer Herausforderung stellen und etwas Begonnenes zu beenden

    - Erfolgserlebnisse erfahren: "Ich kann etwas! Ich kann etwas schaffen!"

 

•  Förderung der sozialen Kompetenzen

    - Steigerung der Konfliktfähigkeit

    - Aushalten und Erdulden des nahen Kontaktes zu anderen

    - Hilfe von anderen annehmen können und anderen helfen

    - Vertrauen zu anderen Personen gewinnen

    - Steigerung des Gemeinschaftsgefühls

 

•  Steigerung der emotionalen Kompetenzen

    - Erhöhung der Selbstsicherheit und Selbstbehauptung

    - Förderung einer stabilen Grundstimmung

    - Erhöhung der Frustrationstoleranz

 

•  Förderung des lebenspraktischen Bereichs

    - Wandermarkierung wiedererkennen, suchen, finden

    - Rucksack packen

    - Auf- und Abbau der Ausrüstung

    - kochen 

    - Auf- und Abbau des Floßes

    - alternative Beschäftigungen zu TV und Radio

 

•  Förderung der körperlichen Kompetenzen

    - Ausdauer

    - Gleichgewichtssinn

    - Kraft

 

Kooperative Abenteuerspiele und Problemlösungsaufgaben, wie sie bei derartigen Unternehmungen häufig empfohlen bzw. durchgeführt werden, waren wegen der Gruppengröße, der individuellen Entwicklung der Teilnehmer und der Tatsache, dass ich allein das Projekt durchführte, nicht möglich.
Stattdessen waren u.a. einfache Spiele zur Förderung o.g. Ziele geplant:

•  bekannte Lieder singen

•  geringe, bekannte Pflanzen und Bäume benennen und wiedererkennen

•  Piktogramme lesen

•  Wegmarkierungen erkennen

•  Schlafsack werfen

•  Spiele wie "Ich seh` etwas, was du nicht siehst…"

•  Tiere wie Kühe und Pferde beobachten, benennen und evtl. streicheln

•  an den Pflanzen riechen

•  Naturgegenstände wie Blätter, Äste, Steine, Moos usw… befühlen und benennen

 

 

4  Projektverlauf

 

4.1 Vorbereitung

 

4.1.1  Vorüberlegungen

 

Nachdem ich mich entschieden hatte, eine Trekking-Tour und den Bau eines Floßes mit Bewohnern meiner Einrichtung durchzuführen, mussten zunächst wichtige Vorüberlegungen gemacht werden.

 

Diese betrafen

 

a) die Beteiligten selbst

•  Auswahl der Beteiligten

•  Größe der Gruppe

•  Zusammensetzung der Gruppe

•  Zielsetzungen für jeden Gruppenteilnehmer

•  Vorerfahrungen bzgl. Trekkingtouren

•  Vorerfahrungen bzgl. Übernachtungsart (fremde Unterkunft, Zelt…)

•  Vorerfahrungen bzgl. Floßbau

•  Einverständniserklärungen der jeweiligen Betreuer für jeden Gruppenteilnehmer

 

Die Entscheidung fiel dabei auf die Bewohner Tobias, Franz und Kurt. Die Gründe für deren Auswahl wurden bereits unter 3.1 (Gruppenzusammensetzung) und die jeweiligen Zielsetzungen unter 3.3 (Zielsetzung) genannt. Erfahrungen bzgl. einer mehrtägigen Trekkingtour und des Bauens eines Floßes bestanden nicht. Die Einverständniserklärungen der Betreuer sollten erst nach Besprechung mit der Heim- und Gruppenleitung eingeholt werden.

 

 

b) die Planung und Durchführung der Trekkingtour und des Floßbaus

•  Schwierigkeitsgrad der Route

•  maximale Gehzeiten

•  Verpflegung

•  Übernachtungsart

•  Material für die Trekkingtour (Zelt, Schuhe, Ruck-, Schlafsäcke…)

•  Material für den Floßbau

•  Ort des Aufbaus des Floßes

•  Finden von Helfern bzw. Mitarbeitern

•  mögliche Zusammenarbeit mit einer anderen Gruppe für den Bau eines Floßes

•  Genügt mein Trekkingwissen?

•  Termin und Dauer des Projektes

 

Da die Wanderstrecke sowohl physische als auch psychische Grenzerfahrungen den Beteiligten bieten sollte, diese jedoch auch Probleme in der Motorik, v.a. im Gleichgewichtssinn und in der Bewegungskoordination hatten, fiel die Wahl auf den  mir bereits bekannten Anton-Leidinger-Wanderweg. Er verfügte über eine überwiegend breite Wegführung, eine ausreichende Wegmakierung und keine sehr steilen Abhänge. Außerdem führte dieser Wanderweg durch den Ort der Einrichtung und durch weitere Orte. Es war also keine zusätzliche Anfahrt notwendig, die mittägliche Verpflegung war durch den Besuch der auf dem Weg liegenden Gasthäuser gesichert und die Bewohner lernten ihre Umgebung näher kennen. Die Übernachtungen konnten entweder in einer Unterkunft oder im Zelt stattfinden.

 

Da der Anton-Leidinger-Wanderweg u.a. bis nach Schnaittach führte, hatten eine befreundete Kollegin, die dort in der Jugendhilfe Caritas arbeitet, und ich die Idee, mit ihrer und meiner Gruppe als Abschluss eine Floßfahrt am hiesigen Baggersee zu unternehmen. Diese Überlegung stand zunächst vage im Raum, da ich erst noch herausfinden musste, woher ich einen Bausatz für ein Floß bekommen sollte.

 

Den Termin für das geplante Projekt setzte ich zunächst zwischen Mitte und Ende September 2006 fest.

 

 

c) die Ausarbeitung eines Notfallplans: Was passiert, wenn

•  sich jemand verletzt?

•  jemand erkrankt?

•  einer der Bewohner nicht mehr weitergehen kann/möchte…?

•  einer der Beteiligten völlig überfordert ist?

 

Der Notfallplan beinhaltete zunächst die Mitnahme der Bedarfsmedikation, einer Ersten-Hilfe-Tasche und eines Handys, da man auf dieser Strecke jederzeit erreichbar war. Falls die Tour abgebrochen werden musste, sollten die Beteiligten jederzeit abgeholt werden können. 

 

 

4.1.2 konkrete Vorbereitungen

 

a) Vorstellung des Projektes bei der Heim- und Gruppenleitung

 

Nachdem ich meine Vorüberlegungen fertiggestellt hatte, teilte ich mein Vorhaben dem Gruppen- und Heimleiter meiner Einrichtung mit. Dabei erläuterte ich ihnen meine o.g. Grobplanung für das Projekt. Beide zeigten sich offen gegenüber dem geplanten Projekt und ließen mir großen Handlungsfreiraum. Sie konnten mir jedoch keine materielle und finanzielle Unterstützung seitens der Einrichtung zusagen. Die Bewohner sollten von ihrem eigenen Geld die Lebensmittel und das notwendige Material (Wanderstiefel, Ruck-, Schlafsäcke, Zelt, evtl. Floßbausatz usw…) bestreiten. Da dieses Projekt von der Heim- und Gruppenleitung als Freizeitmaßnahme ausgewiesen wurde, war es nicht notwendig, die Einverständniserklärungen der jeweiligen Betreuer einzuholen.

 

 

b) Besorgung des benötigten Materials

 

Da kein Geld zur Verfügung stand, lieh ich mir das Material (3 Schlaf- und Rucksäcke, 3 Isomatten, 2 Zelte, Gaskocher, Geschirr, Regenkleidung) von Geschwistern und Freunden aus. Doch wie sollte ich das Projekt mit dem Floßbau durchführen können? Wo sollte ich das Material besorgen? Wie könnte dies finanziert werden? In einem Gespräch mit meinem ehemaligen Heimleiter über mein geplantes Projekt erfuhr ich, dass einer seiner Kollegen einen vollständigen Bausatz für ein Floß besitze. Bei meinem Besuch dieses Kollegen in Wernberg besprachen wir den Zusammenbau des Floßes und führten dies praktisch durch. Der Bausatz konnte für den 23.09.2006 kostenlos ausgeliehen werden.

 

 

c) zeitliche und logistische Planung des Projekts

 

Nachdem der Tag der Ausleihe für den Floßbausatz feststand, erfolgte nun die zeitliche Einteilung der Trekkingtour. Wie bereits erwähnt, kannte ich den Anton-Leidinger-Wanderweg bereits. Deshalb befuhr ich ihn von Schwend nach Schnaittach mit dem Fahrrad an einem Tag und legte die Plätze zum Übernachten fest.

 

Die 1. Übernachtung sollte in dem Ort Waller stattfinden. Dort knüpfte ich Kontakt zu einem Hauseigentümer, der privat Zimmer vermietete. Wir einigten uns darauf, dass die Gruppe auf seiner Terasse, also im Freien, schlafen sollte.

 

Für den 2. Übernachtungsort war der Moritzberg vorgesehen. Mit den hiesigen Gasthausbesitzern vereinbarte ich, vor Beginn der Trekkingtour die beiden Zelte bei ihnen zu deponieren, um an Tragegewicht zu sparen. Die Zelte würde ich dann nach Beendigung der Tour wieder abholen.

 

Bei beiden Übernachtungsgelegenheiten war die Wasserversorgung für das Kochen und Waschen geklärt. Das Abendessen sollte die Gruppe selbst zubereiten.

 

Meine Bedenken, ob die Bewohner diese Strecke schaffen würden, zerstreuten sich, da für den Weg drei Tage, mit jeweils fester Kilometereinteilung, eingeplant wurden. Somit ergab sich auch der zeitliche Rahmen der Durchführung des Projektes: Trekkingtour vom 20.09. bis 22.09.2006; Floßbau am 23.09.2006.

 

In Absprache mit der Kollegin der Jugendhilfe Caritas in Schnaittach wurde vereinbart, dass meine Bewohner und ich einen Tag vor dem Floßbau (22.09.2006) Schnaittach erreichen und in ihrer Wohngruppe nächtigen werden. Am 23.09.2006 sollte das Floß auf- und abgebaut werden und die Floßfahrt auf dem Baggersee stattfinden. Die Bewohner würden gegen 18 Uhr mit einem Bus der Jugendhilfe in ihre Einrichtung zurückgebracht werden.

 

Bezüglich des Notfallplans ergab sich außerdem, dass mir von der Gruppen- und Heimleitung im Notfall eine sofortige Abholung der Bewohner bzw. deren Weitertransport zur nächsten Station zugesichert wurde.

 

Die Abholung und den Rücktransport des Floßbausatzes übernahmen für den 23.09.2006 zwei Freunde, die sich für eine Unterstützung des Projektes bereit erklärten.

 

Falls die Trekkingtour vorzeitig abgebrochen und die Bewohner zurückgebracht werden müssten, war mit der Kollegin in Schnaittach geplant, dass ihre Jugendhilfegruppe trotzdem das Floßprojekt durchführen sollte. Denn auch die Jugendlichen dieser Gruppe waren von dem Projekt in Kenntnis gesetzt worden. 

 

Der Wetterbericht sagte günstige Wetterverhältnisse für diese Tage voraus.

 

 

d) Vorbereitung mit den Bewohnern

 

•  Projektbesprechung: Informationen zum Ablauf und Wünsche

•  mehrere Übungseinheiten zu lebenspraktischen Dingen wie z.B. in den Schlafsack schlüpfen, Zelt auf- und abbauen, Wanderzeichen kennenlernen und sich danach orientieren

•  häufige, kleinere Wanderungen in der näheren Umgebung der Einrichtung

•  Besprechung "Packliste": 

    - Was nehmen wir alles mit?

    - Was ist wirklich wichtig? (Gewicht)

•  Rucksack auf-, absetzen und tragen

•  Besprechung und Einübung einiger Grundregeln 

    - Verhalten gegenüber den Gruppenmitgliedern

    - Verhalten gegenüber fremden Menschen

    - Verhalten gegenüber Tieren

    - Hilfsbereitschaft

•  Besprechung des Notfallplans und Informationen für die Bewohner

    – Was kann alles passieren?

    – Wie verhalte ich mich dann?

    – Information für die Bewohner: Verbindung zur Einrichtung und mögliche Abholung ist gesichert.

•  gemeinsamer Lebensmitteleinkauf wie Brot, Fertignahrung etc.

 

 

4.2 Geplanter Projektverlauf:

 

20.09. – 22.09.06: Trekkingtour von Schwend nach Schnaittach

 

23.09.06: Floßaufbau, -fahrt, -abbau in Schnaittach und Rückkehr

 

Beteiligte: Franz, Tobias, Kurt und ich, Jugendliche der Jugendwohngruppe Caritas

 

1. Tag:  Trekkingtour von Schwend über Poppberg, Alfeld, Leistritzhofen nach Waller (ca. 16 km) Übernachtung: privat, auf der Terasse

 

2. Tag: Trekkingtour von Waller über Kucha, Gersdorf mit anschl. Aufstieg zum Moritzberg (ca. 21km) Übernachtung: Zelt

 

3. Tag: Trekkingtour vom Moritzberg über Ottensoos, Neukirchen a.S. nach Schnaittach (ca. 15 km) Übernachtung: Jugendhilfe Caritas, Wohngruppe

 

4. Tag:  Aufbau des Floßes, Fahrt auf dem Baggersee in Schnaittach, Picknick, Abbau des Floßes, Abschlussrunde und Rückfahrt mit dem Bus nach Schwend

 

 

4.3 tatsächlicher Programmablauf des Projektes "Lebenswelt mal ganz anders" vom 20.09. bis 23.09.2006

 

 

Mittwoch, 20.09.2006:

Strecke: Schwend – Waller, ca. 16 km 

 

09.45 – 12.00: von Schwend nach Poppberg

•  Sträucher- und Baumkunde

•  Hinweise auf Orientierungsmakierung

•  Mittagessen in Poppberg

 

13.00 – 15.30: von Poppberg nach Alfeld

•  Lieder singen

•  Rast eingelegt

•  Einkauf für Tobias

 

15.30 – 17.30: von Alfeld nach Leistritzhofen

•  Tiere beobachten und füttern

•  Rast eingelegt

•  Spiel: Schlafsack werfen

 

17.30 – 18.00: von Leistritzhofen nach Waller

•  Ankunft in Waller

•  Begrüßung der Hausbesitzer

•  Kontaktpflege

•  Beziehen des Nachtlagers

•  Ruhepause für Franz und Kurt

•  anschl. Begleitung bei der Körperhygiene von Franz und Kurt (beide sind verschwitzt und nass)

•  Zubereitung des Abendessens mit Tobias

•  gemeinsames Abendessen

•  gemütliches Beisammensein

•  Bettruhe für Franz und Kurt

•  Geschirr spülen mit Tobias

 

ca. 23.00: allgemeine Bettruhe

 

zw. 3.00 – 4.00:

•  Begleitung bei WC-Gängen

•  Hilfen beim Schlüpfen in die Schlafsäcke

 

 

Donnerstag, 21.09.2006:

Strecke: Waller - Moritzberg, ca. 21 km 

 

07.30 – 08.30:

•  aufstehen, Körperpflege, anziehen, aufräumen

•  Vorbereitung des Frühstücks

 

08.30 – 09.30:

•  gemeinsames Frühstück

•  vorliegende Wanderstrecke auf der Karte ansehen

•  Hinweis auf Orientierungsmakierung

 

09.30 - 10.00:

•  Rucksäcke packen

•  medizinische Verpflegung der Füße von Franz (Blasen)

•  Besprechung der Notfallsituation

 

10.00 – 13.00: von Waller nach Kucha

•  dreimal kurze Ruhepausen

•  Spiele, Wegmakierungen lesen

 

13.00 – 14.00 Kucha

•  Mittagessen im Gasthof Grüner Baum

 

14.00 – 17.30: von Kucha nach Gersdorf

•  mehrere kleine Pausen

•  Spiele, Wegmarkierungen lesen

 

17.30 – 18.00: Pause in Kucha

 

18.00 – 19.30: Aufstieg zum Moritzberg

 

19.30 – 20.30

•  Begrüßung durch den Wirt

•  gemeinsamer Zeltaufbau mit Stirnlampe wegen der Dunkelheit

•  Ruhepause für Franz und Kurt

•  Begleitung bei deren Körperpflege

 

20.30 – 22.00:

•  Zubereitung des Abendessens mit Tobias

•  Franz und Kurt essen zu Abend und gehen ins Bett.

 

22.00 – 24.00:

•  Abendessen mit Tobias

•  Tobias erzählt seine Lebensgeschichte.

 

ab 24.00: allgemeine Bettruhe

 

zw. 05.00 – 07.00:

•  Begleitung bei WC-Gängen von Franz und Kurt

 

 

Freitag, 22.09.2006:

Strecke: Moritzberg – Neukirchen a.S., ca. 10 km (statt 15 km)

Neukirchen a.S. – Schnaittach (Zugfahrt) 

 

07.30 – 09.00:

•  aufstehen, anziehen

•  Begleitung beim Vorpacken des Rucksackes

•  Vorbereitung des Frühstücks

 

09.00 – 10.00:

•  gemeinsames Frühstück

•  vorliegende Wanderstrecke auf der Karte ansehen

•  Hinweis auf neue Orientierungsmakierung

•  W-W-W-Fragen

 

10.00 – 11.30:

•  Begleitung beim Packen des Rucksacks

•  Zeltabbau mit Tobias und Kurt

•  medizinische Versorgung der Füße von Franz (Blasen)

•  Verabschiedung beim Wirt

 

11.30 – 14.15: vom Moritzberg nach Ottensoos

•  Abstieg nach Ottensoos

•  Begleitung von Franz bei Abstieg wegen des schwierigen Weges

 

14.15 – 16.30: Aufenthalt in Ottensoos

•  Mittagessen im Gasthaus "Goldener Löwe"

•  Gespräche mit weiteren Gästen

•  Besprechung mit allen Teilnehmern:

•  Franz hat offene Blasen an den Zehen.

•  Franz möchte aber die Tour fortsetzen.

•  Wanderung wird in Neukirchen a.S. abgebrochen.

•  Weiterfahrt mit dem Zug von Neukirchen a.S. bis nach Schnaittach

•  Alle Teilnehmer sind mit dieser Lösung einverstanden.

•  telefon. Verständigung der Kollegin in Schnaittach über die Planänderung

 

16.30 – 18.00: von Ottensoos nach Neukirchen a.S. (Bahnhof)

•  letzte Wanderetappe

 

18.00 – 20.00: von Neukirchen a.S. (Bahnhof) nach Schnaittach (Jugendwohngruppe Caritas)

•  Fahrplan lesen und Zugfahrkarte kaufen

•  Zugfahrt nach Schnaittach

•  Kurt weint kurz wegen der neuen Situation (Zugfahrt).

•  Ankunft in Schnaittach

•  Aufsuchen der Wohngruppe der Jugendhilfe Caritas

 

20.00 – 23.00: Jugendwohngruppe Caritas

•  Begrüßung der Jugendwohngruppe

•  gemeinsames Abendessen

•  Kennenlern- und Kooperationsspiele

•  gemeinsame Gespräche

•  Begleitung von Franz und Kurt beim Duschen

•  Franz, Kurt, Tobias und ich schlafen im Wohnzimmer.

 

ab 23.00: allgemeine Bettruhe

 

Samstag, 23.09.2006:

Schnaittach a.S.:

•  Floßaufbau

•  Floßfahrt auf dem Happurger Baggersee

•  Floßabbau

•  Rückkehr

 

08.15 – 11.00: Jugendwohngruppe Caritas

•  aufstehen, Morgentoilette, anziehen

•  Begleitung bei Franz und Kurt beim Packen des Rucksacks

•  gemeinsames Frühstück mit Jugendlichen

•  Besprechung über den Verlauf des Tages

•  Einpacken der Lebensmittel für das Picknick

•  gemeinsame Fahrt im Bus zum Happurger Baggersee

 

11.00 – 13.00: Happurger Baggersee

•  Besprechung mit allen Teilnehmern

•  gemeinsamer Aufbau des Floßes

•  gemeinsame Fahrt mit dem Floß auf dem Baggersee

 

13.00 – 17.00: Happurger Baggersee

•  gemeinsames Picknick mit Diskussion und Erlebniseindrücken

•  nochmalige Floßfahrt

•  Besprechung des Abbaus des Floßes

•  Zerlegung des Floßes

•  Abschlussrunde

•  Verabschiedung

 

ab 17.00: Rückkehr

•  Rückkehr der Jugendlichen in ihre Einrichtung

•  Rückfahrt mit dem Bus der Bewohner nach Schwend

 

 

4.4  Abschluss

 

Nach den drei Trekkingtagen merkte ich allen Bewohnern an, dass sie glücklich waren, am Ziel "Jugendwohngruppe" angekommen zu sein.

 

Die anfänglichen Annäherungsschwierigkeiten beider Gruppen wurden durch Kennenlern- und Kooperationsspiele, die die Kollegin und ich vorbereitet hatten, überwunden. Dies zeigte sich v.a. nach der ersten Floßfahrt. Während des Picknicks wurde bereits diskutiert, was den Teilnehmern gefiel bzw. nicht gefiel. Hier wurde von den Jugendlichen kritisiert, dass Kurt, Franz und Tobias beim Floßbau zu wenig geholfen hätten. Dabei tauchte unweigerlich die Frage auf, wie man sie in den Floßbau mehr einbinden hätte können. Auch die Frage, wie man das Floß anders zusammenbauen hätte können, wurde aufgeworfen. Trotz der kritischen Anmerkungen wollten alle Teilnehmer eine zweite Floßfahrt durchführen.

 

Beim Abbau halfen dann auch unter Anleitung die Bewohner, die bereits ziemlich erschöpft erschienen, mehr mit.

 

Bei der Abschlussrunde zeigten sich alle Teilnehmer zufrieden und waren über ihre gemeinsame Unternehmung glücklich.Tobias, Franz und Kurt äußerten sich dabei weniger mit Worten als mit einem entspannten, ausgeglichenem Gesichtsausdruck. Außerdem wünschten sie eine Wiederholung des Projekts.

 

Meine persönlicher Abschluss bestand zunächst darin, auf diese vier anstrengenden Tage zufrieden zurückzublicken und allen Personen, die mich zeitlich und materiell unterstützt hatten, zu danken. Ich war froh, dass dieses Projekt überwiegend problemlos verlief. Bei der Rückkehr berichtete ich den Mitarbeitern, der Gruppen- und Heimleitung meiner Einrichtung u.a., dass die Teilnehmer großes Durchhaltevermögen hätten und wir, d.h. die Mitarbeiter der Einrichtung, sie vielleicht doch hin und wieder unterschätzen würden.

 

 

5 Nachbereitung

 

5.1  Beobachtungen und Veränderungen bei den Teilnehmern

 

a) Beobachtungen und Veränderungen bei Tobias

 

Am ersten Tag fehlte Tobias das Fernsehen und der Radio. Er sprach immer wieder davon. An den darauffolgenden Tagen waren ihm diese Dinge nicht mehr so wichtig, da er kaum bzw. überhaupt nicht mehr diese Themen aufwarf. Tobias gefiel die Rolle des "Erkundschafters". Er suchte immer wieder die Wegmarkierungen und wies darauf hin. Auch konnte Tobias es häufig akzeptieren, seinen Mitbewohnern unter bestimmten Bedingungen zu helfen, wenn es z.B. um die Begleitung und Hilfe bei einem steilen Weg ging.

 

Mehrfach benötigte Tobias richtungsweisende Hilfen und Aufträge bzgl. dessen, was gerade gemacht werden sollte und welche Aufgaben er z.B. beim Zeltauf-, abbau, und der Vorbereitung des Essens zu übernehmen hätte. Eine kritische Situation entstand für Tobias, als wir darüber sprachen, mit dem Zug zu fahren. Anfangs ärgerte er sich darüber, dass dies ja bestimmt viel koste und er die Fahrt bezahlen müsse. Ich ließ ihn eine kurze Zeit für sich. Anschließend redeten wir über diese Situation und er lenkte mit seinem Einverständnis ein.

 

Im Kontakt mit den Jugendlichen zeigte Tobias wenig Scheu. Dabei sprach er sogar mit einem Mädchen über verschiedene Themen wie z.B. Fußball und Musik. Dass das Mädchen für ihn als Freundin zu jung sei, akzeptierte er auch.

 

 

b) Beobachtungen und Veränderungen bei Franz

 

Bei Franz beobachtete ich, dass er trotz erschwerter Bedingungen (Blasen an den Füßen) nicht aufgab und ruhig blieb, wenn er sein eigenes Tempo gehen konnte. Auch traute sich Franz steile Wege teils allein gehen und grinste immer, als er diese geschafft hatte. Obwohl Franz sich auf der Gruppe häufig in sein Zimmer zurückzieht, konnte er während der Tour die ständige Gruppenanwesenheit und das Fehlen des Radios aushalten. Er beschwerte sich nur wenige Male.

 

Zu Beginn der Tour hatte Franz noch Schwierigkeiten, die Wegmarkierung zu erkennen oder zu entdecken. Im Laufe der Zeit gelang es ihm, auf die nächste Markierung zu deuten bzw. diese zu finden.

 

Äußerst überrascht hatte mich, dass Franz in der ersten Nacht gefroren hatte, denn es friert ihn selten und er duscht immer eiskalt. Er hatte seinen Schlafsack nicht ganz geschlossen.

 

Gegenüber den Jugendlichen zeigte er eine gewisse Zurückhaltung, fühlte sich aber wohl. Er sprach zwar kaum, lächelte jedoch, äußerte kein Unbehagen und wollte sich auch nicht zurückziehen. Beim Floßbau half er teilweise mit und legte sich anschließend während der Fahrt entspannt auf das Floß.

 

 

c) Beobachtungen und Veränderungen bei Kurt

 

Trotz fremder Umgebung und ungewohnten Veränderungen blieb Kurt meist in einer stabilen Verfassung. Während der Zugfahrt nach Schnaittach und der Busfahrt zum Baggersee weinte er jedoch.

 

Den neuen Kontakt, Treffen der Jugendlichen und gemeinsame Unternehmung, konnte er überwiegend aushalten. Er half beim Tragen des Floßmaterials, saß beim Picknick mit in der Runde und nahm an der zweiten Floßfahrt teil. Dabei grinste er meist während der Fahrten. Während des Aufbaus des Floßes und Picknicks suchte er sich aber auch zeitweise eine Rückzugsmöglichkeit, entfernte sich ein wenig von der Gruppe und hielt Abstand. Gegenüber seinen Mitbewohnern hielt er den stetigen Kontakt aus. Manchmal behauptete sich Kurt gegenüber Tobias in der Rolle des Erkundschafters und zeigte mir die nächstgelegenen Markierungen. Dabei grinste er und sprach teils undeutlich. Wie seinen Mitbewohner gelang es ihm, auf das Radio und seine Stofftiere zu verzichten. Er äußerte sich hierzu gar nicht.

 

 

5.2 Reaktionen in der Einrichtung

 

Nachdem ich der Gruppen- und Heimleitung mein Projekt vorgestellt hatte, äußerten sie sich zunächst überrascht und verwundert, hegten aber auch Zweifel hinsichtlich der Durchführung. In meiner Einrichtung gab es nämlich bis dahin kein vergleichbares Projekt. Ihre berechtigten Bedenken betrafen nicht die Organisation an sich, sondern vielmehr die Teilnehmer selbst.

 

Dabei tauchten folgende Fragen auf:

 

•  Werden Tobias, Franz und Kurt die lange Wegstrecke durchhalten?

•  Wird Franz die für ihn steilen Wege begehen können?

•  Wie werden sich Franz und Kurt verhalten, wenn sie keine Rückzugsmöglichkeiten, die sie sich im alltäglichen Leben häufig suchen, haben?

•  Wie werden alle drei Teilnehmer auf die fremde Umgebung und die ihnen begegnenden Menschen (auf der Tour und die Jugendlichen) reagieren?

•  Werden sie diese Kontakte aushalten?

•  Werden sie die Frustrationen aushalten und wie?

•  Wie werden sie mit möglichen Verletzungen umgehen?

•  Wie wird ihre Reaktion auf die mögliche Floßfahrt sein?

 

Trotz diese Bedenken stimmten der Gruppen- und Heimleiter mit den Worten "Na ja, dann mach halt mal" dem Projekt zu. Mit der Vereinbarung, dass bei eintretenden Schwierigkeiten die Bewohner jederzeit abgeholt werden könnten, waren alle einverstanden.

 

Es lag mir sehr viel daran, dieses Projekt mit den Bewohnern durchzuführen, um die Türen der Einrichtung für andere Möglichkeiten der Unternehmungen mit geistig behinderten Menschen zu öffnen und den Blickwinkel in die Richtung "Ressourcen, Fähigkeiten, Herausforderungen…" zu lenken.

 

Nach unserer Rückkehr war allen Kollegen, der Gruppen- und Heimleitung eine gewisse Verwunderung, Bewunderung und Anerkennung anzumerken, die sich nicht nur verbal äußerte. So wurde nämlich dieses Projekt in der internen Zeitung meiner Einrichtung vorgestellt (siehe Anlage).

 

Auch unterbreitete mir der Heimleiter den Vorschlag, im folgenden Jahr wieder ein ähnliches Projekt durchzuführen.

 

 

6  Reflexion

 

6.1  Besondere Erlebnisse

 

Bei der Reflexion des Projektes fiel mir auf, dass es kaum erhebliche Schwierigkeiten gab. Folgende Erlebnisse bzw. Ereignisse blieben mir besonders im Gedächtnis:

 

Bereits am Ende des ersten Tages hatte Franz Blasen an den Zehen. Somit überlegte ich am zweiten Tag schon, die Tour abzubrechen. Franz bestand jedoch darauf, die Wanderung fortzusetzen. Dies war sehr überraschend für mich, zeigte er mir doch seine Willensstärke, sein Durchhaltevermögen und seine Freude an der Unternehmung.

 

Wegen seiner Verletzung erreichten wir am zweiten Tag erst in der Dunkelheit unser Lager. Trotz des schwierigen Aufstiegs beklagte sich Franz nicht.Da ich an diesem Tag bemerkt hatte, dass er immer langsamer wurde, aber nicht abbrechen wollte, hatte ich die Idee, am dritten Tag mit dem Zug nach Schnaittach zu fahren.

 

Die Gehzeiten des letzten Tages verlängerten sich erheblich. Als wir am Nachmittag Ottensoos erreichten, war mir klar, dass wir unser Ziel Schnaittach zu Fuß erst spät in der Dunkelheit erreichen würden. Dies wäre der Auslöser für eine Krisensituation gewesen, in der sich die Bewohner äußerst verunsichert und hektisch verhalten hätten. Um dies zu vermeiden, machte ich den Bewohnern den Vorschlag, von Neukirchen a.S. mit dem Zug weiterzufahren, um die Tour trotz der Blasen von Frank fortsetzen zu können. Kurt und Franz waren einverstanden. Tobias hingegen regte sich darüber auf, dass diese Fahrt Geld kosten würde und er nicht so viel habe. Meine Erklärung, dass diese Fahrt nicht soviel kosten würde und das Geld übrig sei, reichte ihm nicht aus. So ließ ich Tobias zunächst für sich. Nach ca. 10 Minuten konnten wir wieder darüber reden und er lenkte ein.

 

Eine weitere schwierige Situation ergab sich, als wir den Bahnhof erreichten hatten. Kurt begann in dieser, für ihn ungewohnten Situation, nervös zu werden. Dies äußerte sich durch das Hin- und Herlaufen, lautes Sprechen und einer angespannten Mimik. Während der Zugfahrt fing er zunächst an zu weinen. Ich befürchtete, dass er sich weiter hineinsteigern würde, was sich bei ihm in einer extremen Verweigerungshaltung äußert. Nachdem ich behutsam, durch ruhiges Sprechen auf ihn eingewirkt und ihm eine klare Orientierung („Wir steigen beim nächsten Halt gleich wieder aus.“) gegeben hatte, hörte er zum Weinen auf.

 

Sein unsicheres Verhalten in ungewohnten Situationen zeigte Kurt, wie vorher schon kurz erwähnt, auch auf der Wohngruppe der Jugendhilfe. Er ging auf und ab, begann zu weinen und nahm zunächst keinen Kontakt zu den Jugendlichen auf. Durch behutsames Einwirken wurde er wieder ruhiger.  Als die Gruppe am nächsten Tag mit dem Bus zum Happurger See fuhr, fing Kurt wieder kurz zu weinen an.

 

Allgemein konnte ich beobachten, dass die Bewohner trotz vieler neuer Herausforderungen und Situationen Gefallen an der Unternehmung fanden. Während dieser Tage äußerte keiner von ihnen das Bedürfnis, umzukehren bzw. die Tour zu beenden. Außerdem zeigten sie Verständnis für Franz und nahmen Rücksicht auf ihn, der bereits ab dem zweiten Tag wegen seiner Blasen langsamer gehen musste. Sie halfen sich gegenseitig beim Auf- und Abstieg zum Moritzberg.

 

 

6.2 Erkenntnisse / Erfahrungen

 

Allgemein war die Organisation des Projektes recht gut gelungen. Es war jederzeit möglich, das Projekt abzubrechen bzw. Änderungen vorzunehmen, wie dies auch dann mit der Zugfahrt erfolgte. Mit der Unterstützung durch zwei Freunde war die Beschaffung und der Abtransport des Floßes gewährleistet. Die Auswahl und die Größe der Gruppe (drei Teilnehmer) erwies sich als passend.

 

Schwierigkeiten bestanden vielmehr in der Vorbereitungsphase. Es gab keinerlei finanzielle Unterstützung seitens der Einrichtung. Es waren keine Materialien für das Floßprojekt und Dinge wie z.B. Zelte, Isomatten, Schlaf-, Rucksäcke vorhanden. Zum Glück konnte ich mir diese Dinge von Geschwistern und Freunden ausleihen.

 

Die Durchführung des Floßprojekts war nur möglich geworden, weil mein ehemaliger Heimleiter einen Kollegen hatte, der über einen Bausatz für ein Floß verfügte, diesen mir kostenlos zur Verfügung stellte und Freunde von mir ihre Unterstützung hinsichtlich des Transportes zusagten. Sämtliche Fahrtkosten musste ich selbst begleichen.

 

Da ich auf die Hilfen und die Unterstützung (z.B. kostenlose Bereitstellung des Bausatzes für das Floß, Transportorganisation, Material für die Trekkingtour) einiger, nicht in der Einrichtung tätiger Personen angewiesen war, würde ich ein Projekt unter diesen Rahmenbedingungen in dieser Form nicht mehr durchführen.

 

Alternativ würde ich den Schwerpunkt auf eine Form der Unternehmung setzen, z.B. nur eine Trekkingtour machen. Dies könnte in meiner Einrichtung eher möglich werden, da man die Gruppen- und Heimleitung überzeugen könnte, hierfür benötigtes Material anzuschaffen, das dann jedem Einwohner zur Verfügung steht.

 

Aus der Beschreibung der Zielgruppe (siehe Pkt. 3.2 und 3.3) und aus der Erfahrung mit der Durchführung des Projektes heraus komme ich zu der Erkenntnis, dass erlebnispädagogische Maßnahmen für Menschen mit geistiger Behinderung möglich sind. Eine genaue Analyse der individuellen Voraussetzungen, die die Bewohner mitbringen, und genau darauf abgestimmte Zielsetzungen sind dabei unabdingbare Bestandteile der Vorbereitungen für ein erfolgreiches erlebnispädagogisches Projekt mit Menschen mit geistiger Behinderung.

 

 

7 Öffentlichkeitsarbeit

 

Es wurden Artikel in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht, die Frau Hagl und ich verfasst hatten.

Artikel "Gemeinsam Grenzen überwinden" in: Pegnitz Zeitung, 07.10.2006, S. 9

Artikel "Vorstoß in eine unbekannte Lebensweise" in: Rundschau, 25.10.2006, S. 5
 
Artikel "Grenzerfahrung für alle Teilnehmer" in: Sulzbach-Rosenberger Zeitung, 1./2.11.2006

Artikel „Lebenswelt mal ganz anders" von Herbert Englhart in: "Perspektiven", Zeitung der Firma Dr. Loew Soziale Einrichtungen, 1. Ausgabe, November 2006, S. 7und 8

 

 

8 Literaturverzeichnis

 

HECKMAIR/MICHL: Erleben und Lernen – Einstieg in die Erlebnispädagogik,  Luchterhand Verlag, 2002

BRANDT P.: Erlebnispädagogik – Abenteuer für Kinder, Herder Verlag, 1999

KRUG/ALBERTER/GEBHARDT: Flossbau und Flossfahrt, Juni 2001 in: “Kanu & Floß“, Lehrgangs- und Kursunterlagen 04.-08.08.2003, K A P Institut, S. 61-67

PERSCHKE/FLOSDORF u.a.: Sicherheitsstandards in der Erlebnispädagogik – Praxishandbuch für Einrichtungen und Dienste in der Erziehungshilfe, Juventa Verlag, 2003

 

 

 

Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik

im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP

des KAP-Institutes

 

 

Lebenswelt einmal anders

Erlebnispädagogisches Projekt

 

von Herbert Englhardt

 

 

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