seit 1994

Frank Haustein

Abschlussprojekt der Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik

im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP

des KAP-Institutes

 

 

Paddeln auf der Elbe

Erlebnispädagogisches Projekt von Frank Haustein

 

04. bis 06. September 2009

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1    Einleitung und Beschreibung der Einrichtung

 

2    Erlebnispädagogisches Konzept

2.1 pädagogischer Hintergrund, Idee und Art der Unternehmung

 

3    Zielgruppe

3.1 Gruppenzusammensetzung

3.2 Beschreibung der Jugendlichen

 

4    Projektverlauf

4.1 Vorbereitung

4.2 Geplanter Projektverlauf

4.3 Tatsächlicher Projektverlauf und Dokumentation der Spiele

4.4 Abschluss

 

5    Nachbereitung

5.1 Veränderung bei den Jugendlichen

5.2 Reaktionen in der Einrichtung

 

6    Reflexion

 

7    Literaturverzeichnis

 

8    Anhang

 

 

1 Einleitung und Beschreibung der Einrichtung

 

Unsere Arche ist eine heilpädagogisch integrative Kinder- und Jugendhilfe Einrichtung, die sich für ihre Arbeit zwei pädagogisch konzeptionelle Schwerpunkte gesetzt hat:

 

zum einen leisten wir Hilfe für Kinder und Jugendliche, die aufgrund milieureaktiver Störungen, starker Verhaltensauffälligkeiten und massiver Schulprobleme unterstützt und begleitet werden müssen, und zum anderen nehmen wir uns Kindern und Jugendlichen an, die im heilpädagogischen Sinne einen erhöhten Förderbedarf im Bereich seelischer Behinderung bzw. Verhaltensstörung haben. Darüber hinaus ist es unser Anliegen, diese beiden Ansätze individuell und planmäßig miteinander zu vernetzen, um eine Integration der einen als auch der anderen Klientengruppe vorzunehmen.

 

Für unsere Arbeit steht uns eine grundsanierte Villa im zur Verfügung, die zur Heimstatt von zwei "Großfamilien" geworden ist. Kinder und Jugendliche leben in sozial und heilpädagogisch integrativen Wohngruppen (mit zusätzlicher kleiner Trainingsgruppe) zusammen.

 

Ein betreutes Wohnen, indem auch eine Mutter/Vater-Kind-Betreuung möglich ist, schließt sich für ältere Jugendliche (ab 16 Jahre) an. Dafür stehen angemietete Wohnungen in der Stadt zur Verfügung.

 

Die Gesamtplatzzahl unserer Angebote beträgt lediglich 35 Kinder und Jugendliche, so dass die Einrichtung gut überschaubar und individuelle Betreuung möglich ist.

 

Außerdem halten wir zwei Plätze für Notaufnahmen (Inobhutnahme nach §42 KJHG) bereit und bieten bei Bedarf betreutes Einzelwohnen und mobile Betreuung (Nachbetreuung) für junge Erwachsene an.

 

 

2 Erlebnispädagogisches Konzept

 

Erlebnispädagogik ist für uns ein sehr wichtiger, entscheidender und wertvoller "Schlüssel" in der Pädagogik geworden. Man kann hier durch wesentliche Impulse den Menschen, egal in welchem Alter wieder zum bewussten Leben motivieren. Dabei wird gleichzeitig der eigene "Horizont" erweitert, welcher zuvor durch den berauschenden Konsum eingeschränkt wurde. Durch die Anwendung der Erlebnispädagogik werden einerseits individuelle Persönlichkeitsmerkmale aufgebaut, darunter fallen Entwicklung von Eigeninitiative, Spontanität, Kreativität, Entdeckung von verborgenen Fähigkeiten und Stärken, Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl und die Übernahme von Selbstverantwortung für getroffene Entscheidungen. Andererseits wird durch die Existenz der Gruppe gerade das soziale Lernen gefördert und die soziale Kompetenz gestärkt. Diese wiederum ist Grundlage für die Fähigkeit, qualifiziert Verantwortung zu übernehmen (Ökotopia 1999, S. 15). Deshalb ist für uns die Erlebnispädagogik eine kurzzeitpädagogischer Bildungsansatz zur Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Teilnehmers. Die Anforderung an die Teilnehmer besteht auch in der eigenständigen Planung und Durchführung der Routenplanung, vor allem ab dem zweiten Tag. Hier wirken besonders individuelle Initiative, Teamwork und Kooperationsfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft und gegenseitige Rücksichtsnahme aufgrund unterschiedlicher Leistungspotenziale innerhalb der Gruppe.

 

 

2.1 pädagogischer Hintergrund, Idee und Art der Unternehmung

 

Als ich vor zehn Jahren meine Arbeit hier begann, gab es bereits in den verschiedensten Bereichen Interessengemeinschaften wie Musik, Tanz, Sport, kreatives Basteln usw. Alle diese IG´s waren darauf ausgerichtet, den Einzelnen individuell in seinen Fähigkeiten zu fördern und zu stärken. Hierbei fiel mir auf, dass der Bereich "Natur erleben und verstehen" noch nicht die nötige Beachtung fand. Gerade bei Stadtkindern, die bei uns zum größten Teil Aufnahme finden, stellte ich derart große Defizite fest, dass ich dies ändern wollte. So fing ich gemeinsam mit den Kindern an einen Gartenbereich mit Fischteich zu entwickeln und zu bauen, wo man hautnah Natur erleben kann. Allerdings konnten die Jugendlichen in Konfliktsituationen bzw. wenn sie keine Lust mehr hatten aus der Situation ausbrechen und oftmals blieb der gewollte Effekt aus.

 

Nun hatte ich das Glück an den verschiedenen Lehrgängen ihres Instituts teilzunehmen und mich in den unterschiedlichsten Bereichen fortzubilden, so unter anderem auch im Kanu-Kurs. Da meine Heimatstadt Aken ist und bekanntlich an der Elbe liegt, ich sozusagen Heimvorteil genieße, entschied ich mich für das Element Wasser. Außerdem fahre ich seit meinem 18. Lebensjahr mit dem Paddelboot auf unterschiedlichsten Gewässern. Ein absoluter Zufall und die Mithilfe von hilfsbereiten Menschen bescherte uns 2004 drei Faltboote vom Typ RZ, die in unserer Region hergestellt werden. Damit fing ich an zunächst Tagesfahrten zu unternehmen und bei Ferienfahrten einzusetzen. Dabei konnte ich ein verstärktes Interesse der Jugendlichen feststellen. Durch die Einstellung einer neuen Kollegin konnte ich eine zuverlässige Mitstreiterin gewinnen, die mit Elan und Einsatzbereitschaft mir bei der Planung und Durchführung des Projektes "Paddeln auf der Elbe" half.

 

Gemeinsam haben wir uns entschieden eine dreitägige Paddeltour auf der Elbe von Dessau nach Breitenhagen durchzuführen.

 

 

3 Zielgruppe

 

3.1 Gruppenzusammensetzung

 

Bei der Auswahl der Teilnehmer haben wir Wert darauf gelegt, dass diese im täglichen Leben nicht unbedingt ihre Freizeit gemeinsam verbringen. Außerdem sollten sie unterschiedliche Eigenschaften besitzen, sowohl emotional als auch physisch. Also entschieden wir uns für drei männliche und drei weibliche Teilnehmer, die jeweils als Pärchen in einem Boot sitzen sollen. Da unsere Paddelboottouren sehr beliebt bei den Jugendlichen sind, reichte ein persönliches Gespräch aus, die von uns ausgewählten Jugendlichen für unsere Paddeltour zu gewinnen.

 

Die Eltern informierten wir mit Hilfe eines Info-Briefes über die geplante Route.

 

Die Jugendlichen sind im Alter von 14 bis 17 Jahren. Alle leben in unserer Einrichtung, die Gründe hierfür sind unterschiedlichster Art.

 

 

3.2 Beschreibung der Jugendlichen

 

Christin:

•  ist 15 Jahre alt und lebt seit ungefähr 2 Monaten in unserer Einrichtung

•  ist sehr offen, freundlich und lebensbejahend

•  wird von den Mitbewohnern ihrer Gruppe akzeptiert und anerkannt

•  Probleme hat sie mit Autoritätspersonen

•  ist stets auf der Suche nach Aufmerksamkeit und Zuwendung, andererseits zeigt sie Eigenenergie bei der Befriedigung persönlicher Bedürfnisse

 

 

Jennifer: 

•  ist 15 Jahre alt und lebt seit ca einem halben Jahr in unserer Einrichtung

•  ist augenscheinlich ein sehr ruhiges, ausgeglichenes Mädchen

•  passt sich den Meinungen anderer an

•  besitzt ein geringes Selbstwertgefühl

 

 

Melanie: 

•  ist 17 Jahre alt und lebt seit einem knappen Jahr in unserer Außenstelle Betreutes Wohnen

•  vermittelt den Eindruck einer netten aufgeschlossenen jungen Frau

•  fühlt sich allein im Betreuten Wohnen, Freundschaften unterhält sie fast gar keine

•  zeigt nach außen ein großes Selbstbewusstsein

 

 

Patrick: 

•  ist 14 Jahre alt und lebt seit über drei Jahren bei uns

•  ist höflich, aufgeschlossen und hilfsbereit

•  ist in der Selbstfindungsphase und fühlt sich zwischen den Jüngeren und den Älteren Gruppenmitgliedern hin und her gerissen

•  gegenüber Erwachsenen ist er sehr anhänglich

 

 

Nico:  

•  ist 15 Jahre alt und ist seit zwei Wochen in unserer Einrichtung

•  ist sehr selbstbewusst, höflich und aufgeschlossen

•  er ist ein "Macher"

 

 

Sven:

•  ist 16 Jahre alt und lebt seit gut 3 Jahren bei uns

•  mit ihm hat es in letzter Zeit große Schwierigkeiten in unserer Einrichtung gegeben

•  verhält sich Erwachsenen gegenüber absolut distanzlos und benutzt Gruppenmitglieder seine negativen Machenschaften umzusetzen

 

 

4 Projektverlauf

 

4.1 Vorbereitung

 

Die Vorbereitung unserer drei Tages Tour war mit einem erheblichen Aufwand verbunden mit dem wir ursprünglich nicht gerechnet hatten. Zunächst wurde ein Aushang erstellt, indem wir die Jugendlichen, die wir ausgewählt hatten, zum Vorgespräch eingeladen haben. Bei diesem Treffen wurden unter anderem die Einkaufslisten und Speisepläne erstellt, Anmeldeformulare ausgeteilt, Packlisten erarbeitet. Des Weiteren wurden die üblichen Checklisten und ein Katastrophenplan erstellt. Ein Belehrungsschreiben für  die Kids wurde im Voraus von uns erarbeitet und soll vor Ort durchgeführt werden.

 

Den Einkauf erledigten wir gemeinsam mit den Kindern zwei Tage vorher.

 

Große Schwierigkeiten bereitete uns dieses Mal die Auswahl des Startpunktes. Als Ausgangspunkt unserer drei Tages Tour legten wir den Bereich Dessau fest. Nach mehreren telefonischen Anfragen konnten wir schließlich im Segelbootverein am Leopoldshafen in Dessau einen geeigneten Zeltplatz finden. Die zweite Nacht sollte in freier Natur stattfinden, da an der Elbe noch dieses Recht auf eine Übernachtung gilt. Somit sollten die Jugendlichen nach eigenem Ermessen und vorhandenen Kräften diesen Standort selbst festlegen. Alternativ dazu vereinbarten wir mit dem Köthener Kanu-Club eine Übernachtungsmöglichkeit für den zweiten Tag.

 

Da es direkt an der Elbe einen wunderbaren Radweg von Dessau nach Breitenhagen gibt, fuhren wir diesen 14 Tage zuvor mit unseren Fahrrädern ab.

 

Ein Kostenvoranschlag wurde erstellt und das Einverständnis der Heimleitung eingeholt. Außerdem wurde uns für diese Fahrt Mittel zur Verfügung gestellt, die unsere Outdoormaterialien wie Packsäcke, Luftmatratzen, Zelte und Schwimmwesten vervollständigten.

 

Um Versicherungstechnisch für unsere Fahrt abgesichert zu sein, nahmen wir schriftlichen Kontakt zu unserer zuständigen Versicherung auf und ließen uns dies schriftlich bestätigen.

 

Die Packsäcke der Kinder wurden einen Tag vor Abreise gemeinsam mit uns zusammengestellt bzw. kontrolliert. Um Zeit zu sparen wurden alle Outdoormaterialien wie Boote, Zelte, Kochutensilien, Schlafsäcke, etc. am Tag zuvor zum Ausgangspunkt gebracht.

 

Notwendige Erste-Hilfe-Materialien wurden zusammengestellt, sowie die Medikation der Jugendlichen.

 

 

4.2 geplanter Projektverlauf

 

Erster Tag:  

Freitag 04.September 09

 

Treffpunkt: 14:30 Uhr im Kinder- und Jugendheim Arche

Anreise nach Dessau mit Betriebseigenen Bus

Nach Ankunft im Leopoldshafen, gemeinsamer Aufbau der Zelte, Vesper

Belehrung der Jugendlichen

Bewusstmachen und Artikulieren von Erwartungen mit Hilfe des Metaplanes
Aufbau der Boote

Einweisung in die Paddeltechnik und Ausmachen von Verständigungszeichen auf dem Wasser

Erste Paddelübung auf einem Nebenarm der Elbe

Paddeln gegen die Strömung zur anderen Flussseite und mit der Strömung zurück

Gemütlicher Ausklang des Tages mit offenem Feuer und Grillwürstchen an der Elbe

 

 

Zweiter Tag: 

Samstag 05. September 09

 

Wecken ab 7:30Uhr

Gemeinsames Frühstück

"Cäsars Daumen"

Abbau der Zelte
Warming up "Stockreise"

Einsetzen der Boote und Abfahrt Richtung Aken

Auf dem Wasser: Katamaranbau, blind Paddeln

Zubereitung des Mittagsessens soll auf einer Sanddüne gemeinsam stattfinden

Nach Erholphase und Verdauung des Essens geht’s weiter

Wettpaddeln gegen die Strömung, Vesper auf dem Fluss

Ankunft am späten Nachmittag an einer mit den Jugendlichen vorbestimmten Stelle oder alternativ im Kanu-Club Köthen in Aken

Ankern bzw. festmachen der Boote

Aufbau der Zelte

Spiel "Eingehängt"

Vorbereitung des Abendessen: Grillabend mit Einweggrills

Was ist passiert? 

 

 

Dritter Tag: 

Sonntag 06.September 09

 

Wecken ab 8.00 Uhr

Gemeinsames Frühstück

"Cäsars Daumen"

Abbau der Zelte                      

Warming up "Chocolate River" mit Hilfsmitteln quer durch die Milchstraße

Beladen der Boote und Abfahrt Richtung Breitenhagen

Natur genießen an einem der schönsten Steckenabschnitte der Elbe

Aufschließen zum Vierbootkatamaran und mit der Strömung treiben lassen

Ankunft in Breitenhagen

Spiel "Elektrischer Draht"

Letzte gemeinsame Mahlzeit am Fluss

Abbau der Boote, gemeinsames Verstauen im betriebseigenen Bus

Ankunft gegen 16:00Uhr im Kinderheim, Verabschiedung

                         

 

4.3 tatsächlicher Projektverlauf

 

1. Tag

 

Am Freitag war es dann endlich soweit. Wir trafen uns gemeinsam vor der Einrichtung der Arche, das Gepäck wurde verstaut und mit einer halben Stunde Verspätung ging es dann Richtung Dessau zum Segelbootsverein am Leopoldshafen. Dort wurden zu erst die Zelte aufgebaut, das Gepäck verstaut und ein ordentliches Vesper vorbereitet. Während des Vespers führten wir eine Belehrung über das Verhalten im/am Fluss, Umgang mit den Outdoormaterialien sowie Rauchverbote etc. durch. Nun wurden die Pärchen für die Boote bekannt gegeben. Außerdem beschlossen wir gemeinsam Verständigungszeichen, die wir auf dem Wasser benötigen. Auch dass der erste den letzten und der letzte den ersten sehen muss haben wir als Regel festgelegt. Zum Bewusstmachen und artikulieren von Erwartungen der Teilnehmer nutzten wir den Metaplan. Nachdem nun der theoretische Teil erledigt war, ging es an das Aufbauen der Boote. Es erforderte viel Zeit, Schweiß und Kraft und so mancher Jugendlicher kam ins staunen was an einem Boot so dran sein muss. Aber nach ca. 2 Stunden hatten wir auch dieses Problem gelöst. Nachdem auch die Steckpaddel zusammengebaut waren machten wir einige Trockenübungen und brachten danach die Boote zu Wasser. Auf einem Nebenarm der Elbe probierte sich zunächst jedes Pärchen aus. Anfangs gestaltete sich für die meisten Teilnehmer das Synchronpaddeln als schier unüberwindliches Problem. Aber Übung macht den Meister. Als Abschlussübung durfte jedes Boot einmal gegen die Strömung auf die andere Seite der Elbe paddeln und mit der Strömung wieder zurück. Der Tag neigte sich dem Ende zu als wir endlich die Boote wieder an Land holten und ordentlich verstauten. Nun waren die Jungs mit Holzsammeln dran und die Madels mit Essen zubereiten. Gemeinsam trafen wir uns an der Elbe um den Tag mit einem offenen Feuer und Würstchen am Spieß ausklingen zu lassen. Dabei wurde in gemütlicher Runde der Tag noch einmal Revue passiert. Spät ging es dann ins Bett bzw. in den Schlafsack.

 

 

2. Tag

 

Da die Nacht sehr kurz war, verlagerten wir die Weckzeit eine Stunde nach hinten. Mit einem guten gemeinsam bereiteten Frühstück ging es dann gestärkt in den neuen Tag. Zunächst erfragten wir mit "Cäsars Daumen" den Gemütszustand der einzelnen Teilnehmer, danach wurden die Zelte abgebaut und die Boote bepackt. Zum Warming up spielten wir "Stockreise", von dem die Teilnehmer zuerst nicht so recht begeistert waren, je länger wir es spielten, desto mehr waren sie mit Spaß dabei. Nun ging es endlich ab, die Boote wurden eingesetzt und die Fahrt ging Flussabwärts in Richtung Aken. Ein starker Nordwind bereitete uns anfangs große Schwierigkeiten überhaupt in die Gänge zu kommen und man hätte meinen können, wir fahren stromauf und nicht stromabwärts wie versprochen. Aber ist das Wetter noch so trübe, wir machen uns doch keine Rübe. So kämpften wir uns ungefähr 3 km gegen den Wind durch und die gute Laune ließ so langsam spürbar nach. Nach einer kleinen Pause, wollte es das Wetter auch schon besser mit uns und wir setzten die Boote voller Tatendrang wieder ein. Um Vertrauen gegenüber seinem Bootspartner ging es uns bei der Blindpaddelübung bei der zwei Bootsinsassen mit einer Augenmaske den Anweisungen des anderen Folge leisten musste. Keine leichte Übung, und so mancher schummelte leicht dabei. Beim Katamaranbau bestand die Aufgabe darin, zunächst sich parallel mit einem Boot zusammenzuschließen, danach folgten die anderen. Gemeinsam ließen wir uns auf der Elbe treiben und konnten die Landschaft genießen. Nach ungefähr 10 km, begaben wir uns auf die Suche nach der schönsten Sanddüne und als diese gefunden war, bereiteten wir mit unseren Gaskochern das kulinarische Dosen *** Gericht a la Elbufer vor. Für jeden war das persönliche Lieblingsdosenfutter bald gefunden und im Schutze von Luftmatratzen gegen den vom Wind angewehten Sand, ließen sich alle das Essen gut schmecken. Nach einer kleinen Verdauungsrunde und kollegialem Dünenpinkeln wurde alles wieder in die Boote verladen, auch der Müll und abging es weiter Richtung Aken.

 

Mit einem Wettpaddeln gegen die Strömung, trainierten wir die überflüssigen Pfunde schnell wieder ab. Auch das Vesper auf dem Fluss ließen wir uns nicht nehmen und so teilten wir von Boot zu Boot unseren wunderbaren Vorrat. Gegen Abend kamen wir ziemlich geschafft in Aken an, das Wetter bzw. der Wind hatte seinen Tribut gezollt. Wir entschieden uns daher im Kanuclub Köthen anzulegen und nicht in der Wildnis zu übernachten um den Kids die Möglichkeit einer warmen Dusche zu geben. Im Kanuclub angekommen, brachten wir die Boote an Land, stellten die Zelte auf und begannen, unsere mitgebrachten Einweggrills anzuwerfen. An dieser Stelle muss bemerkt werden, dass wir von den Mitgliedern des Kanuclubs mit einer Freundlichkeit behandelt wurden, die seinesgleichen sucht. Am eigens von den Mitgliedern angelegten Feuer, versuchten wir in den Abendstunden dem Geheimnis des Pelikanbrötchens auf die Schliche zu kommen. Glücklich, satt und zufrieden sind wir spät in den Schlafsack gestiegen.   

 

 

3. Tag

 

Auch an diesem Morgen ging es etwas verspätet aus den Federn bzw. aus den Säcken. Das Abbauen der Zelte bedurfte längere Zeit, da es in der Nacht geregnet hatte. Nach dem gemeinsamen Frühstück erfragten wir den Gemütszustand der Jugendlichen mit einer abgewandelten Form von "Cäsars Daumen". So mussten sie auf einer Skala von 1 bis 5 per Handzeichen auf dem Rücken ihre Stimmungslage kundtun. Danach wurden die Boote bepackt. Bevor wir uns von dem Kanuverein Köthen verabschiedeten, machten wir uns mit dem Spiel "Chocolate River, mit Hilfsmitteln quer durch die Milchstraße" schon mal richtig warm. Die Boote wurden zu Wasser gelassen und ab ging es Stromabwärts in Richtung Breitenhagen. Da dies einer der schönsten Abschnitte der Elbe ist, einzigartig in Europa, ließen wir die Boote treiben und genossen Natur und Landschaft. Den kleinen Hunger zwischendurch stillten wir mit dem Geschicklichkeitsspiel "Hol die Banane/Äpfel". dabei mussten die Teilnehmer  ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen und die Banane bzw. den Apfel mit Hilfe des Paddels aus dem Wasser fischen. Frei nach dem Motto "Kannst du gut kuttern kannst du gut futtern". Da das Wetter bis auf ein paar Regentropfen gut mitspielte konnten wir die 10 km in kürzester Zeit bewältigen und kamen am späten Mittag am Endziel Breitenhagen an. 

 

Dokumentation der Spiele

 

a) "Eingehängt" (Ziel 2003, S. 65)

Ort: überall möglich

Dauer: ca. 10 min.

Eignung: 6 bis 10 Personen

Material: ---

Beschreibung der Aktion:

Die Gruppe teilt sich in Paare auf. Die Partner setzen sich Rücken an Rücken auf den Boden (das Gesäß muss den Boden berühren) und versuchen, wieder aufzustehen. Nachdem alle Paare diese Übung geschafft haben, bilden sich Vierergruppen und versuchen, gemeinsam aufzustehen. Zum Schluss versucht es die ganze Gruppe zusammen. Die Gesäße sollten zum gleichen Zeitpunkt den Boden verlassen.

 

b) "Caesars Daumen" (KAP-Unterlagen 2002)

Ort: überall möglich

Dauer: ca. 20 min.

Eignung: ab 6 Personen

Material: ---

Beschreibung der Aktion:

Die Teilnehmer finden sich im Kreis zusammen. Der Leiter bittet sie zu signalisieren, was sie vom heutigen Tag erwarten und sich die daraus ergebende Stimmung per Daumenanzeige darzustellen. Alle Teilnehmer schließen zunächst die Augen und Zeigen ihre Stimmung mit dem Daumen an. Zeigt der Daumen nach oben, würde das bedeuten, dass jemand stimmungsmäßig super gelaunt ist, zeigt er nach unten, wäre dies ein Zeichen dafür, dass er kurz davor steht, nach Hause zu fahren. Erst wenn alle ihre Entscheidungen getroffen haben, gibt der Leiter ein Zeichen, dass die Augen geöffnet werden können. Dann können sich alle umschauen, wie die Stimmung der anderen Teilnehmer ist. Jede Person wird dazu aufgefordert, noch maximal drei Sätze zu der eigenen Stimmung mitzuteilen.

 

c) "Stockreise"

Ort:  in einer Halle oder auf einer Wiese

Dauer: 10-20 Min.

Eignung: für Gruppen von 6- 18 Personen

Material: für jeden Mitspieler ein Paddel

Beschreibung des Spiels:

Jeder Mitspieler erhält ein Paddel und die Gruppe stellt sich im Kreis auf. Alle Personen stellen ihren Stab vor sich auf den Boden und halten diesen mit ihrer rechten Hand fest. Die gemeinsame Herausforderung besteht nun darin, gleichzeitig den eigenen Stab loszulassen, einen Schritt im Kreis weiterzugehen und den Stab des Nachbarn zu ergreifen. Ziel der Gruppe ist es, diese Wanderung so lange fortzusetzen, bis alle wieder ihren eigenen Stab in Händen halten, ohne dass einer der Stäbe zwischenzeitlich umgefallen oder mit einem anderen Stab in Brührung gekommen ist. Dabei dürfen die Stäbe grundsätzlich nur mit der rechten Hand berührt werden. Wird eine dieser Regeln verletzt, so muss die ganze Gruppe von vorne beginnen.
Vor Beginn des ersten auch weitere Versuche ist es sinnvoll, der Gruppe etwas Zeit zur Besprechung der Strategie zu geben.

 

d) "Chocolate River, mit Hilfsmitteln quer durch die Milchstraße"

Beschreibung des Spiels:

Alle Teilnehmer dürfen sich einen Spielstein aus der "Chocolate River Spielsteinsammlung" auswählen. Zusätzlich erhält die Gesamtgruppe noch drei Spielsteine als Ersatz.

Aufgabe ist es mit der gesamten Gruppe von einem markierten Ausgangspunkt den Chocolate River quer durch die Milchstraße zu überqueren und bis an ein zweites markiertes Ufer zu gelangen. Dabei dürfen zum einen weder die Spielsteine verlassen werden, zum anderen sollte niemals ein Spielstein unberührt im Choclate River schwimmern. Derjenige der im Fluss landet erblindet (erhält eine Augenbinde) und darf weiterhin mitspielen. Wird ein Spielstein unberührt im Fluss aufgefunden, schwemmt ihn die Strömung des Chocolate Rivers fort, d.h. die Gruppe hat ab diesem Zeitpunkt zur Lösung der Aufgabe weniger Steine zur Verfügung.

 

e) "Elektrischer Draht"

Ort: Wiese mit Baum

Dauer: ca. 20 Min.

Eignung: 6-14 Teilnehmer

Material: mind. ein Baum und ein ca. 5 m langes Seil

Beschreibung des Spiels:

Das Seil wird an einem Baum auf eine Höhe von ca. 1,50m  befestigt und das andere Ende wird vom Spielleiter festgehalten. Der Spielleiter erklärt, dass es elektrisch geladen sei. Aufgabe der Teilnehmer ist es, die gesamte Gruppe von einer Seite des Seiles auf die andere zu bringen, wobei das Seil nicht berührt werden darf. Als Hilfsmittel kann in einem ersten Durchgang das Brett zur Verfügung gestellt werden.

Die Regeln sind wie folgt:

- Wenn ein Teilnehmer den "Draht" berührt, erblindet er und muss neu beginnen. Für jeden anderen Teilnehmer, der denjenigen zu diesem Zeitpunkt berührt hat, gilt das Gleiche; gleichgültig, ob er bereits auf der anderen Seite war oder nicht.

- Die Bäume, um die das Seil gespannt ist, stehen ebenfalls unter "Strom"

 

f) Metaplan

Ort: überall möglich

Dauer: ca. 30 Minuten

Eignung:  für Gruppen ab 6 Personen zum Beginn einer erlebnispädagogischen Aktion

Material:  Pro Teilnehmer ein Blatt Papier, ein Stift, Wäscheklammern, Wäscheleine

Beschreibung der Aktion:

Die Erstellung eines so genannten Metaplans im Zusammenhang mit einer erlebnispädagogischen Aktion dient dem Bewusstmachen und Artikulieren von Erwartungen und Befürchtungen bezüglich des anstehenden Projektes. Hierfür wird auf einem Blatt Papier mit einem Stift die Hand nachgezeichnet. Jeder Teilnehmer wird nun gebeten, in seiner Handfläche seine Befürchtungen zu notieren. Außerhalb der Hand schreibt er seine Erwartungen auf. Die Teilnehmer werden gebeten, abwechselnd ihre Erwartungen und ihre Befürchtungen vorzulesen. Die abgearbeiteten Hände werden für alle deutlich sichtbar an einer Wäscheleine aufgehängt. Mit diesem Verfahren hat man in der Regel alle Punkte angesprochen, die für die Planung und für das Regelwerk einer erlebnispädagogischen Aktion anzusprechen sind.

 

 

4.4 Abschluss

 

Alle Teilnehmer beteiligten sich nun beim Abbau der Boote und beim zusammenpacken der Outdoormaterialien. In einer kleinen Gesprächsrunde wurden noch einmal alle Teilnehmer nach ihren Befindlichkeiten befragt und bei einer Bockwurst vom Kiosk vereinbarten wir ein Treffen am 16.09.09 um unsere Paddeltour auszuwerten. In der Zwischenzeit traf wie vereinbart unser Abholservice ein und so fuhren wir gegen 16 Uhr zurück Richtung Heimat.

 

 

5 Nachbereitung

 

5.1 Veränderungen bei den Jugendlichen

 

Und trotzdem sind wir bis zum Schluss gepaddelt, sagte Nico in der Abschlussrunde am 16.09.09. Alle hatten sie eine Tour von ungefähr 25 km erfolgreich zurückgelegt. Dabei haben sie Wind, Regen und Kälte getrotzt. So mancher wollte aufgeben, sich abholen lassen und die Tour aus unterschiedlichen Gründen vorzeitig beenden. Geblieben sind sie alle und waren am Ende stolz darauf. Beim gemeinsamen Bilder schauen wurde noch einmal die Tour Revue passiert. Dabei wurden vorwiegend positive teilweise sogar euphorische Gefühle von den Jugendlichen geäußert. In diesem Projekt sind die meisten Jugendlichen an ihre eigene physische Grenze gegangen. Dabei wurde auch ihr Selbstwertgefühl und ihr individuelles Leistungsvermögen erheblich gestärkt und erweitert. Was uns besonders beeindruckt hat war die positive Veränderung des Sozialverhaltens der Jugendlichen. So konnten wir von Tag zu Tag beobachten, dass das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den Jugendlichen wuchs. Eine Steigerung der Teamfähigkeit sowie Hilfestellungen des Stärkeren gegenüber dem Schwächeren konnten wir bei den alltäglichen Dingen wie Zubereitung der Mahlzeiten, aufbauen der Zelte etc. zunehmend beobachten. Durch die gemeinsamen Erlebnisse und Ereignisse der einzelnen Tage konnte jeder äußere Druck abgelegt werden. Dazu kam, dass wir eine kleine Gruppe waren und somit der Gruppenzwang sich frei zu äußern gering war. Die Lösung der Kooperationsaufgabe „Elektrischer Draht“ bewies noch einmal die neue Teamfähigkeit der Teilnehmer.

 

 

5.2 Reaktionen in der Einrichtung

 

Im Allgemeinen gab es innerhalb der Einrichtung nur positive Reaktionen hinsichtlich unserer Paddeltouren. Diejenigen, die Anfangs unserem Projekt skeptisch gegenüber waren, wurden durch die Reaktionen der Jugendlichen umgestimmt. Die Einrichtungsleitung zeigte sich geneigt in Zukunft derartige Projekte finanziell sowie zeitlich mehr zu unterstützen und zu fördern. Bei einer Dienstberatung schilderten wir in kurzen Abrissen noch einmal unseren tatsächlichen Projektverlauf, beantworteten aufkommende Fragen und konnten feststellen, dass diese Projekte von unseren Mitarbeitern weiterhin gewollt, akzeptiert und mitgetragen werden.

 

 

6 Reflexion

 

Dieses Projekt war uns persönlich  ereignisreich, spannend und lehrreich. Trotz des teilweise schlechten Wetters konnten wir das Projekt von Anfang bis zum Ende durchführen. Hinsichtlich der Spielauswahl mussten wir den geplanten Projektverlauf etwas abändern,  weil es das Wetter nicht zuließ. In Bezug auf den Outdoormaterialien werden wir in Zukunft unsere Ausrüstung durch Spritzdecken komplettieren. Die strahlenden Gesichter der Kids werden uns in Erinnerung bleiben und uns zu weiteren Touren motivieren.

 

Das hin und wieder auch einmal etwas schief gehen muss und selbst ein Erzieher mal abtaucht wird uns nicht abschrecken. Motivation haben wir jetzt genug und für das nächste Jahr haben wir uns vorgenommen dieses erlebnispädagogische Angebot zu ereitern und auszubauen.

 

 

7 Literaturverzeichnis

 

KAP-Lehrgangs- und Kursunterlagen 2002 (Mountainbike, Klettern, Kanu)

Reiners, A., Praktische Erlebnispädagogik, Neue Sammlung motivierender Interaktionsspiele, Augsburg 2003, 6. überarbeitete Auflage

Senninger, T., Abenteuer leiten- in Abenteuer lernen, Methodenset zur Planung und Leitung kooperativer Lerngemeinschaften für Training und Teamentwicklung in Schule, Jugendarbeit und Betrieb, Münster 2000

Gilsdorf, R. und Kistner, G., Kooperative Abenteuerspiele, Praxishilfe für Schule, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung, Seelze-Velber, 2000, 7. Auflage

Gilsdorf, R. und Kistner, G., Kooperative Abenteuerspiele 2, Praxishilfe für Schule, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung, Seelze-Velber, 2001

Jugendstiftung Baden-Württemberg, Erlebnispädagogik, Planspiele, Gruppenaktionen,  Kopiervorlgen, Münster 1993, 4.Auflage, 7.-9. Tsd.; 1999

Kartenmaterial ? Gewässerkarte, Blaues Band, Wassertourismus in Sachsen-Anhalt

 

 

8 Anhang

 

•  Anmeldeformular / Einverständniserklärung

•  Bestätigung Arbeitgeber

•  Antwort Versicherung

•  Kostenvoranschlag

•  Packlisten Jugendliche

•  Checkliste Eltern/Jugendliche

•  Checkliste-Raster (Planung)

•  Checkliste Packliste Material

•  Katastrophenplan

•  Infoblatt und Brief Eltern

•  Paddelstrecke

•  Landes-Kanu-Verband Sachsen-Anhalt

 

 

 

 

Anmeldebogen

 

"Paddeltour auf der Elbe"

 

Vor- und Zuname: ________________________________________________

Adresse: _______________________________________________________

Telefon:  _______________________________________________________

 

Hiermit gebe ich mein Einverständnis, dass unser Sohn / unsere Tochter ________________ an erlebnispädagogischen Projekten "Paddeltour auf der Elbe" vom Mai bis September 2009 (jeweils drei Tage) teilnehmen darf.

______________________________________________________________
Ort, Datum  Unterschrift Erziehungsberechtigter

 

Weiter bin ich damit einverstanden, dass mein Sohn / Meine Tochter ____________________ während der Maßnahmen fotografiert und gefilmt werden darf. Ebenso bin ich damit einverstanden, dass diese Bilder in den Medien, der Fachpresse sowie zur Öffentlichkeitsarbeit des Kinder- und Jugendheimes ohne Namensnennung und in wohlwollender Form verwendet werden dürfen.

_______________________________________________________________
Ort, Datum  Unterschrift Erziehungsberechtigter

 

 

Ich bin damit einverstanden, dass unser Sohn / unsere Tochter an allen Aktivitäten der Touren teilnehmen darf.

?   Ja   ?   Nein

Welche? __________________________

 

Wir bestätigen, dass unser Sohn  /  unsere Tochter an keinerlei körperlichen Krankheiten oder Einschränkungen leidet, welche die Ausübung dieser Sportarten beeinträchtigen oder seine / ihre Gesundheit gefährden könnte.

?   Ja   ?   Nein

Welche? ________________________________________________________

 

Wir bestätigen hiermit, dass unser Sohn / unsere Tochter schwimmen kann.

?   Ja   ?   Ja, aber nicht sehr sicher  ?   Nein

_______________________________________________________________
Ort, Datum      Unterschrift Erziehungsberechtigter

 

Hiermit bestätigen wir, dass unser Sohn / unsere Tochter im Notfall ärztlich versorgt werden darf. 
  
?   Ja   ?   Nein

Unser Sohn / unsere Tochter hat folgende Erkrankungen / Allergien:

_______________________________________________________________

 

Im Umgang mit der oben genannten Krankheit / Allergie sind folgende Verhaltensregeln und Vorschriften zu beachten ( Notfallmedikation, Diät, Vermeidung von bestimmten Lebensmitteln ... )

_______________________________________________________________

_______________________________________________________________

 

Unser Sohn / unsere Tochter muss regelmäßig Medikamente einnehmen:
  
?   Ja    ?   Nein

Welche? ________________________________________________________

Dosierung: ______________________________________________________

 

Hiermit gestatten wir Herrn Haustein, unserem Sohn / unserer Tochter während der Maßnahmen das Medikament zu verabreichen (Geben Sie diese Medikamente zu Beginn der Freizeit bitte persönlich bei Herrn Haustein ab und weisen Sie ihn in die Verabreichung ein).

 

Unser Sohn / unsere Tochter wurde gegen folgende Krankheiten geimpft:

Kinderlähmung ?   Ja   ?   Nein  Wann? ________________

Wundstarrkrampf ?   Ja   ?   Nein  Wann? ________________

FSME  ?   Ja   ?   Nein  Wann? ________________

 

Bitte geben Sie den Namen, Adresse und Telefonnummer des Hausarztes an.

_______________________________________________________________

_______________________________________________________________

 

Bitte geben Sie an, unter welcher Telefonnummer wir Sie während der Projekte im Notfall erreichen können.

_______________________________________________________________


_______________________________________________________________
Ort, Datum  Unterschrift Erziehungsberechtigter

 

 

 

Kostenvoranschlag

für die Durchführung der Paddeltour auf der Elbe

Vom 04.09.2009 – 06.09.2009

 

Teilnehmer: 6 Kinder und Jugendliche   

Betreuer: Herr F. Haustein und Frau A. Schilling

 

1. Dieselkraftstoff/ Kraftstoff - Busse bzw. PKW: 25,00 €

2. zusätzliche Verpflegung: Eis, Süßigkeiten, Getränke etc. 30,00 €

3. sportliche- u. kulturelle Gestaltung: Zeltplatz / Notunterkunft 100,00 €

4. sonstiger Wirtschaftsbedarf: 50,00 €

5. Verpflegung : 3,10 € x 8 Pers. x 3 Tage: 74,40 €

Summe 297,40 €

Gerundet 300,00 €

 

Vorschuss bitte bis  22.07.2009  auszahlen

 

 

 

Packliste Mädels

  

•  Schlafshirt + Buchse

•  BH + 3 Slips

•  3 paar Socken

•  Bikini / Badeklamotten

•  Schlumperhosen ( 1-2 lange, 2 kurze )

•  3 Shirts, 2 Pullis / Jacke

•  Regenklamotten

•  festes Schuhwerk, Sandalen

•  Beautyzeug ( Bürste, Haargummis, Duschbad, Handtuch, Zahnbürste, Zahnpasta, Creme, Deo) auf Schminksachen könnt ihr verzichten, wir werden eins mit der Natur  ;-)

•  Kopfbedeckung ( Basecap, Tuch)  WICHTIG

•  Pille etc.

•  Sonnenbrille

 

Bleibt zu Hause:

•  Handy

•  Gameboy etc.

•  Discman, MP3 Player

•  alkoholische Getränke

 

•  falls ihr keine Sandalen, kein Cap und keine Sonnenbrille habt, müsst ihr euch das noch besorgen

 

 

 

Packliste Jungs

 

•  Schlafbuchse

•  3 Boxershorts

•  3 paar Socken

•  Badehose

•  Schlumperhosen  ( 1-2 lange, 2 kurze )

•  Regenklamotten

•  festes Schuhwerk, Sandalen

•  Waschzeug  ( Zahnbürste, Zahnpasta, Duschbad, Handtuch )

•  Kopfbedeckung ( Basecap, Tuch )  WICHTIG

•  Sonnenbrille

 

Bleibt zu Hause:

•  Handy

•  Gameboy etc.

•  Discman, MP3 Player

•  alkoholische Getränke

 

•  falls ihr keine Sandalen, kein Cap und keine Sonnenbrille habt, müsst ihr euch das noch besorgen

 

 

 

Infoblatt zum erlebnispädagogischen Projekt

 

"Paddeltour auf der Elbe"

 

Durchführung: Mai bis September 2009

 

Im Rahmen mehrerer erlebnispädagogischen Projekten, führen wir dreitägige Paddeltouren auf der Elbe durch.

 

Es werden dabei 6 Jugendliche im Alter zwischen 10 und 18 Jahren von 2 Erziehern angeleitet und begleitet. Die Jugendlichen und Erzieher werden die Fahrt in Faltbooten bestreiten, die Eigentum des Kinderheimes sind. Auf dieser Reise werden wir in Zelten übernachten, unsere Mahlzeiten selbst bereiten und viele Kooperationsspiele und Problemlöseaufgaben durchführen. Ziel dieser Reise ist es, den Gemeinschaftssinn zu fördern , ein starkes Team zu bilden, das Selbstwertgefühl eines jeden zu stärken, Natur zu erleben und viel, viel Spass zu haben.

 

Frank Haustein

Erzieher    

 

 

 

Liebe Eltern,

 

das Kinder- und Jugendheim bietet in den Sommerferien eine erlebnispädagogische Freizeit für sechs Jugendliche an.

 

"Paddeltour auf der Elbe" 04. September - 06. September 2009

 

Aus dem beiliegenden Infoblatt können Sie entnehmen, wie wir die Tage für Ihren Sohn / Ihre Tochter abwechslungsreich und spannend gestalten werden. Gemeinsam werden wir die Elbe zwischen Dessau und Breitenhagen befahren, Kooperationsaufgaben durchführen, Schwimmen und im Freien übernachten.

 

Weiter Fragen können Sie auch an Herrn Haustein, Telefon 03496/xxx stellen.

 

Um Ihrem Sohn /Ihrer Tochter die Teilnahme an diesem Projekt zu ermöglichen, benötigen wir Ihr Einverständnis.

 

Deshalb möchten wir Sie bitten, den beiliegenden Anmeldebogen auszufüllen und unterschrieben an Herrn Haustein zurückzugeben.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Herr Haustein

 

 

 

 

 

Abschlussprojekt der Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik

im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP

des KAP-Institutes

 

 

Paddeln auf der Elbe

Erlebnispädagogisches Projekt von Frank Haustein

 

 

 

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