seit 1994

Bernd Täschlein

Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik

im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP

des KAP-Institut

 

 

"Hahnenkamm-ohne-Luxus-Tour 2009"

Ein Pfingstwochenende in der "Wildnis" direkt vor unserer Haustüre 

 

Erlebnispädagogisches Projekt von Bernd Täschlein 

30.05. – 01.06.2009

 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

1. Einleitung / Beschreibung der Einrichtung

 

2.      Erlebnispädagogisches Konzept

2.1    Erlebnispädagogisches Konzept der Einrichtung

2.2    Pädagogischer Hintergrund und meine Idee

2.3    Zielsetzung für das Projekt

2.3.1 Persönliche Ziele

2.3.2 Allgemeine Ziele

2.4    Art der Unternehmung

 

3.      Zielgruppe

3.1    Gruppenzusammensetzung

3.2    Die einzelnen Teilnehmer

 

4.      Projektverlauf

4.1    Geplante Inhalte

4.1.1 Radtour mit Karte und Kompass

4.1.2 Zelten am Baggersee

4.1.3 Pizzaofen bauen, Kochen am Lagerfeuer

4.1.4 Floß bauen

4.1.5 Seilbrücke über den See

4.1.6 Kooperative Abenteuerspiele

4.2    Projekt vorstellen

4.2.1 Dem Team der Wohngruppe und der Einrichtungsleitung

4.2.2 Den Teilnehmern

4.3    Vorbereitung

4.4    Geplanter Projektverlauf

4.5    Notfallplan

4.6    Finanzierung

4.7    Tatsächlicher Projektverlauf

4.8    Abschluss

 

5.      Nachbereitung

5.1    Reaktionen der Teilnehmer

5.2    Reaktionen der Einrichtung

 

6.      Reflexion

6.1    Zielreflexion

6.2    Persönliche Reflexion

 

7.      Öffentlichkeitsarbeit

 

8.      Literaturverzeichnis

 

9.      Anhang

 

 

 

1. Einleitung / Beschreibung der Einrichtung

 

Ich arbeite als Erzieher in der Heilpädagogischen Wohngruppe. Die Heilpädagogische Wohngruppe ist Teil des Rummelsberger Jugendhilfeverbundes Donau-Ries und besteht seit 1996. Der Jugendhilfeverbund bietet Jugendhilfemaßnahmen für Kinder und Jugendliche von 3 bis 20 Jahren in verschiedenen Bereichen an.

 

Ambulanter Bereich

•  AED Ambulanter Erzieherischer Dienst (Erziehungsbeistandschaft, Individuel-le Einzelmaßnahmen, Betreutes Wohnen)

 

Teilstationärer Bereich

•  Sonderpädagogische Tagesstätte (2 Gruppen)

•  Heilpädagogische Tagesstätte (3 Gruppen

 

Stationärer Bereich

•  Heilpädagogische Wohngruppen (5 Außenwohngruppen)

•  Angebote für junge Schwangere und junge Mütter mit Kindern

•  Erziehungsstellen und Gastfamilien

 

Die heilpädagogische Wohngruppe hat  6 Plätze für Jungen ab 3 Jahren mit Schwierigkeiten im emotionalen, sozialen und kognitiven Bereich. Zur Zeit ist die Gruppe mit 7 männlichen Jugendlichen im Alter von 12 – 18 Jahren belegt. Die Lage der Wohngruppe ist am Ortsrand eines Dorfes ca. 10 Fahrradminuten von Nördlingen, einer Kleinstadt mit ca. 28.000 Einwohnern, entfernt.

 

Es werden Jugendhilfemaßnahmen nach §§ 27, 34, 35 a und 41 angeboten. Ein Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit straffällig gewordenen jungen Menschen und in der integrativen Arbeit von behinderten und nicht behinderten jungen Menschen.

 

 

2. Erlebnispädagogisches Konzept

 

2.1. Erlebnispädagogisches Konzept der Einrichtung

 

Bei uns in der Einrichtung gibt es noch kein gruppenübergreifendes erlebnispädagogisches Konzept. Die Einrichtungsleiterin ist offen für Projekte und neue Ideen. Zur Zeit wird über die Schaffung einer Stelle, gruppenübergreifend für die 5 stationäre Heilpädagogischen Wohngruppen nachgedacht, um die einzelnen Teams bei der Durchführung von erlebnispädagogischen Projekten zu unterstützen und um neue Projekte anbieten zu können. Durch die oft sehr spezielle Problematik von einzelnen Jugendlichen auf die im pädagogischen Wohngruppenalltag nicht ausreichend eingegangen werden kann, besteht hier durchaus Handlungsbedarf und der Wunsch nach zusätzlichen Angeboten.

 

Da unsere Einrichtung Teil der Rummelsberger Dienste für junge Menschen ist, gilt bei der Durchführung von erlebnispädagogischen Projekten, das Handbuch "natursportliche Aktivitäten" das 2009 erarbeitet wurde. Darin ist genau geregelt welche Voraussetzungen bei Kanu-, Kletter- und Höhlenak-tionen erfüllt sein müssen um diese durchführen zu dürfen. Viele Kollegen sehen in diesem Regelwerk eine Motivationsbremse. Die Durchführung von Projekten ist aufgrund der personellen und finanziellen Situation, auch ohne Handbuch, meist nur schwer und mit viel persönlichem Einsatz durchführbar. Durch zusätzliche Auflagen sind einige Teams nicht mehr in der Lage spezielle Projekte durchzuführen.

 

Ich hoffe dass es uns in der Einrichtung gelingt, ein Konzept für eine zusätzliche Stelle zu entwerfen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und die Erlebnispädagogik zum festen Bestandteil unserer Arbeit wird.

 

 

2.2 Pädagogischer Hintergrund und meine Idee

 

Ich kann mir grundsätzlich vorstellen ein erlebnispädagogisches Projekt in der heilpädagogischen Wohngruppe in der ich arbeite, ein Gruppenübergreifendes Projekt für Interessierte aus allen 5 Wohngruppen, oder ein Projekt für den teilstationären oder ambulanten Bereich der Einrichtung anzubieten.

 

Meine ursprüngliches Idee war, mit zwei Mitarbeitern aus dem ambulanten Bereich und 6 – 7 Jugendlichen aus der Einrichtung einen mobilen Kletterturm  (den die Einrichtung bei Festen und Events im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit verleihen kann)  als gruppenübergreifendes Bauprojekt anzubieten. Nach einer ausführlichen Planung und Kostenkalkulation musste dieses Vorhaben vorerst auf Eis gelegt werden  weil die Investitionen für TÜV und Statikgutachten den finanziellen Rahmen übersteigen.

 

Ich musste mir ein anderes Projekt überlegen, und dachte an ein gruppenübergreifendes Projekt in den Sommerferien. In den Sommerferien 2008 habe ich bereits ein Alphüttenprojekt in der Zentralschweiz für alle interessierten Gruppen er Einrichtung angeboten. Dieses Angebot ist  bei den Teilnehmern und Kollegen sehr gut angekommen, und für die Sommerferien 2009 würde wieder Interesse bestehen. Ich startete im Januar 2009 eine Umfrage welche Wohngruppen an einem Alpprojekt interessiert sind. Drei Gruppen waren interessiert und ich konnte mir gut vorstellen aus der Idee ein erlebnispädagogisches Projekt zu machen.   

 

Als Mitte April der Dienstplan meiner Wohngruppe für die Pfingstferien feststand und es klar war dass ich das Pfingstwochenende aufgrund von Urlaubsplanungen meiner Kollegen weitgehend alleine Dienst habe, war für mich klar an diesem Wochenende eine Aktion nur für die Gruppenmitglieder der Wohngruppe anzubieten in der ich arbeite.

 

Ich werde zwar weiterhin versuchen das Kletteturmprojekt zu verwirklichen, und das Alphüttenprojekt in den Sommerferien wird auch stattfinden, mein Abschlussprojekt für die Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP werde ich aber mit den Jugendlichen der Heilpädagogischen Wohngruppe machen in der ich arbeite.

 

Wir haben in der Wohngruppe schon einige Ferienaktionen zusammen gemacht, die geplante Aktion sollte sich aber von den  üblichen Ferienaktionen etwas abheben, ich wollte ein erlebnispädagogisches Projekt anbieten, dass die Jungendlichen aus ihren Reserven lockt, und ihnen positive Impulse vermittelt. Die üblichen Ferien und Freizeitangebote der Wohngruppe beschränken sich meist auf Tagesaktionen die viel Geld kosten und bei denen die Jugendlichen wenig gefordert sind.

 

Zunächst habe ich bei Gesprächen mit den Jugendlichen von meiner Idee erzählt und die Jugendlichen gefragt welche Aktionen sie sich am Pfingstwochenende vorstellen können. Die Vorstellungen der Jugendlichern gehen von Freizeitpark, Kino, Erlebnisbad  bis Campingplatz wo was abgeht, also konsumieren auf der ganzen Linie. Sich sportlich betätigen, ein Wochenende in der "Wildnis" verbringen, auf Handy, Computer, Play Station verzichten, kurz natursportliche Aktivitäten, kamen  bei den Gruppenmitgliedern zunächst nicht so gut an.

 

Mir war klar dass ich den Jugendlichen die Idee eines etwas anderen Wochenendes langsam beibringen, und in kleinen Schritten schmackhaft machen muss. Den Jugendlichen fehlt meist die Motivation sich körperlich zu betätigen, aktiv etwas zu tun, es fehlt die Ausdauer etwas Begonnenes durchzuhalten und oft lässt es einfach die alltäglich Gruppensituation (Lehrlinge müssen arbeiten, oder sind im Ausgang, Einzelne weigern sich bei Unternehmungen mitzumachen, personellen Besetzung) nicht zu, Aktionen durchzuführen. Am Pfingstwochenende sind alle Jugendlichen in der Wohngruppe keiner muss arbeite und es ist kaum etwas los in der Stadt, dies ist die optimale Voraussetzung für ein erlebnispädagogisches Projekt.

 

 

2.3. Zielsetzung für das Projekt

 

2.3.1 Persönliche Ziele

 

Mein Ziel bei diesem Projekt ist, den  Jugendlichen der Wohngruppe durch Bewegung, eigenes Tun und ein gemeinsames Erlebnis positive Impulse für ihren Schul bzw. Ausbildungsalltag zu geben.

 

Zusätzlich ist es mir wichtig durch gezielte Aufgabenstellungen an die Gruppe das Verantwortungsgefühl und die Teamfähigkeit der Einzelnen zu fördern. Im Schul-, Ausbildungs- und Gruppenalltag geht es meist darum besser zu sein als die Anderen, und als Einzelkämpfer dem Rest etwas zu beweisen.

 

Die Situation im Wohngruppenalltag ist oft angespannt, einzelne Gruppenmitglieder provozieren Streit, andere fühlen sich durch die Gruppe provoziert. Verbale, teilweise auch körperliche Auseinandersetzungen, Ausgrenzungen und Gruppenzwänge sind an der Tagesordnung.

 

Mein Ziel ist es die Gruppendynamik durch ein gemeinsames Erlebnis, wo ich als Erlebnisgefährte dabei bin, positiv zu beeinflussen und langfristig zu prägen.

 

 

2.3.2. Allgemeine Ziele

 

•  Förderung der Kommunikation  (Aufgaben gemeinsam lösen – Kompromisse eingehen, Meinungen abstimmen)

•  Steigerung des Zusammenhaltes (Verantwortung für die Gruppe übernehmen, Bedürfnisse anderer wahrnehmen)

•  Gruppendynamik positiv beeinflussen

•  Selbstvertrauen (Neues ausprobieren, an Grenzen gehen)

•  Körperwahrnehmung, Selbstkontrolle (Grenzen erkennen, Einteilung eigener Kräfte, steigern der Fitness, Ausdauer)

•  Neugier wecken (Natur wahrnehmen, neue Erfahrungen)

•  Zeitlich begrenzter Verzicht auf Luxusgüter und Medien (TV, Computer)

 

 

2.4. Art der Unternehmung

 

Ich will ein kombiniertes Projekt bestehend aus möglichst vielen Aktivitäten anbieten. Dabei will ich den Jugendlichen die direkte Umgebung und die durchaus reizvolle Landschaft direkt vor unserer Haustüre näher bringen. Der Hahnenkamm ein kleines Mittelgebirge mit einem Stausee bietet sich an.

 

Die Gruppenmitglieder sind eher unsportlich und träge, und haben wenig Ausdauer wenn es um körperliche Aktivitäten geht.  Bei einem Kombiprojekt können die Teil-nehmer vielfältige Erfahrungen machen ohne dass jemand überfordert wird.

 

Das Medium Fahrrad ist sinnvoll, da jedes Gruppenmitglied damit vertraut ist.

 

Bauprojekte fordern die Gruppe und fördern die Teamfähigkeit. Orientierung und Bewältigung von elementaren Dingen festigt die lebenspraktischen Fähigkeiten.

 

Der Lagerplatz soll so abgeschieden wie möglich sein (keine Ablenkung durch z. B. Campingplatzbetrieb), so wenig Luxus wie möglich (Beschränkung auf das Nötigste)

 

Das Ziel muss leicht mit dem Fahrrad erreichbar sein, vorzugsweise keine öffentlichen Straßen sondern Wald- und Feldwege. Optimal für das Vorhaben erscheint mir eine Sandgrube mit Baggersee 17 km von der Wohngruppe entfernt.

 

Als Bauprojekt bietet sich vor Ort ein Pizzaofen, eine Seilbrücke über den See und ein Floß an.

 

Bei der Planung des Projektes muss ich berücksichtigen dass wir in der Einrichtung kaum Equipment für erlebnispädagogische Projekte haben. Das vorhandene Zeltmaterial ist veraltet und teilweise stark verschlissen. An Fahrrädern ist nur das vorhanden was die Jugendlichen selbst haben oder was in den der Wohngruppe herumsteht.

 

Ich will die Vorhandene Ausrüstung teilweise durch eigenes und geliehenes Material ergänzen um so Kosten zu sparen. 

 

 

3. Zielgruppe

 

3.1.Gruppenzusammensetzung

 

Über die Gruppenzusammensetzung muss ich mir wenig Gedanken machen. Da ich schon lange in der Wohngruppe arbeite und alle Jugendlichen vom Tag ihrer Einweisung an kenne, kann ich mir eine Dreitagestour mit allen Bewohnern der heilpädagogischen Wohngruppe vorstellen. Da ich die Tour alleine durchführen werden (Personalsituation) haben wir uns im Team entschieden zwei 17 jährige Jugendliche  bei denen im Hilfeplan das Ziel Rückführung zu einem Elternteil festgelegt wurde, und die deshalb zu Trainingszwecken die Ferien und jedes zweite Wochenende bei ihren Teilfamilien verbringen, auch in den Pfingstferien zu beurlauben.

 

Bei einem weiteren 17 jährigen war das Pfingstwochenende die einzige Beurlaubungs-möglichkeit in den Ferien. Der Jugendliche wollte unbedingt zu seiner Mutter beurlaubt werden. Aufgrund der drei  Beurlaubungen waren es dann 4 Gruppenmitglieder die am Pfingstwochenende in der Gruppe sind, mit ihnen werde ich den genaueren Verlauf der Aktion planen.

 

 

3.2 Die einzelnen Teilnehmer

 

EB ist 18 Jahre alt und lebt seit 2 Jahren in der Wohngruppe. Er besucht zur Zeit den Berufsbildungsbereich einer WFB. Er kam zu uns in die Wohngruppe nachdem er in einer Berufsbildungseinrichtung übergriffiges Verhalten zeigte und einen Erzieher angegriffen hatte.

EB ist sehr bequem und träge, er ist stark übergewichtig. In der Wohngruppe sorgt er oft für Unruhe, provoziert Andere und droht mit Schlägen. In Problemsituationen rea-giert er uneinsichtig, distanzlos und oft beleidigend.

EB wird eine Behinderung im Sinne des § 2 SGB IX bescheinigt.Es liegt eine Lernbehinderung, seelische Störung und Verhaltensstörung vor.

Mein Ziel bei EB ist es die Freude und den Spaß an Bewegung und körperlicher Betätigung zu fördern, seine Team und Gruppenfähigkeit zu stärken und sich gemeinsam mit der Gruppe aufzumachen Schwierigkeiten zu bewältigen und Aufgaben zu lösen.

Seine Ressourcen liegen darin dass er in früheren Einrichtungen schon auf Zeltlagern war, er gerne angelt und den Jugendfischereischein hat.

 

 

DK ist 17 Jahre alt und mit 4 Jahren zur Zeit derjenige der am längsten in der Wohngruppe ist. Er macht eine Ausbildung im Kolping Berufsbildungswerk im Hotel und Gaststättengewerbe. Er bekommt von Zuhause überhaupt keine Unterstützung, und fühlt sich in der Wohngruppe wohl.

DK treibt keinen Sport bewegt sich nicht gerne, schaut am liebsten TV oder macht Computerspiele. DK ist sich bei allen neuen Herausforderungen unsicher, braucht lange um sich auf Neues einzulassen und hat wenig Kontakte außerhalb der Wohngruppe. Er hat eine ruhige und gutmütige Art und wird deswegen von Gleichaltrigen öfter ausgenutzt und ausgegrenzt.

Mein Ziel bei DK ist es, ein positives Gruppenerlebnis zu ermöglichen bei dem er seine Meinungen und Ideen einbringen kann und sich neuen Herausforderungen stellen muss.

Seine Ressourcen liegen darin dass er gerne kocht, und es ihm Spaß macht an Gruppenunternehmungen teilzunehmen.

 

 

MR ist 13 Jahre alt und erst seit 5 Monaten in der Wohngruppe. Zur Zeit wird ein Auslassversuch des Neuroleptikum gemacht, dass er seit 1,5 Jahren regelmäßig nimmt.

MR ist sehr unruhig und laut, er reagiert bei geringsten Anforderungen und Problemen aufbrausend und mitunter frech. Er stiftet viel Unruhe und hält sich zu den Älteren. Sein Freizeitverhalten ist sehr passiv, er will vor den Gruppenmitgliedern nicht schlecht dastehen und macht deshalb nur Dinge die er kann. MR hält Begonnenes nicht lange durch, gibt beim kleinsten Misserfolg sofort auf. Er hat an allen Angeboten etwas auszusetzen. MR kann sich noch nicht wirklich auf die Wohngruppe einlassen obwohl im Hilfeplan eine Rückführung in die Familie vor Beendigung seiner Schulzeit ausgeschlossen wurde.

Mein Ziel bei MR ist es sein Durchhaltevermögen zu steigern, und sich mit der Gruppe auf den Weg zu machen und im Team Aufgaben zu lösen. Mit Schwächen umgehen können.

Die Ressourcen: MR spielt gerne Fußball, ist gesellig und sucht Kontakt zu Erziehern. 

 

 

MK ist 12 Jahre alt und seit 1 Jahr in der Wohngruppe.

MK fällt durch seine Körpergröße auf, er überragt seine Klassenkameraden. Er ist sehr aktiv und ständig dabei wenn irgendwo Aktion ist. Er ist experimentierfreudig  und geht Risiken ein, ohne die Folgen abschätzen zu können. In seiner Herkunftsfamilie und in der Schule war er nicht tragbar. Er ist mittlerweile gerne in der Wohngruppe und fühlt sich wohl, er ist begeisterungsfähig und nimmt Angebote der Freizeitgestaltung gerne an und bewegt sich gerne. MK ist Kontaktfreudig und pflegt auch Freundschaften außerhalb der Wohngruppe. 

Mein Ziel ist es MK körperlich zu fordern damit er seine Grenzen spürt, ihn vor Herausforderungen stellen

Die Ressourcen liegen darin dass MK eine freundliche und lebensbejahende Art hat, und für alles zu begeistern ist.

 

 

4. Projektverlauf

 

4.1 Geplante Inhalte

 

4.1.1 Radtour mit Karte und Kompass 

 

•  Bewegung und sportliche Betätigung ist mir wichtig

•  Durchhalten

•  Gemeinsam zum Ziel kommen

•  Mit eigener Kraft und Anstrengung ankommen

•  Sich auf den Weg machen

•  Die Teilnehmer sollen die unmittelbare Umgebung besser kennen lernen

•  Fahrrad als Fortbewegungsmittel über länger Strecken erleben

 

 

4.1.2 Zelten an einem kleinen See in einer ehemaligen Sandgrube mitten in der Wildnis ohne Strom und sanitäre Anlagen 

 

•  Zurechtfinden in der Natur

•  Alternative zum Campingplatz

•  Leben ohne den gewohnten Luxus, wo eigene Ideen und eigenes Handeln gefordert sind

 

 

4.1.3 Pizzaofen bauen, Kochen am Lagerfeuer

 

•  Verantwortungsgefühl stärken

•  Erfolgserlebnisse

 

 

4.1.4 Floß bauen

 

•  Teamfähigkeit fördern

•  Gruppengefühl stärken

•  Probleme gemeinsam lösen

 

 

4.1.5 Seilbrücke über den See

 

•  Hindernisse überwinden

•  Seil als Hilfe als Richtungsgeber

 

 

4.1.6 Kooperative Abenteuerspiele:

 

Kleinste Hütte, Vertrauensspaziergang, Seilfähre, Wie geht’s – danke gut, Entfesselungsspiel

 

Diese Inhalte würde ich gerne in die Tour einbauen da sie den Teilnehmern in der momentanen Gruppenphase sowie in ihrer persönlichen Entwicklung positive Impulse vermitteln können.

 

 

4.2 Projekt vorstellen

 

4.2.1 Dem Team der Wohngruppe und der Einrichtungsleitung

 

Zunächst habe ich meine Idee im Team vorgestellt, meine Kollegen unterstützen das Vorhaben, es bestehen jedoch Zweifel, dass das Vorhaben bei den Gruppenmitgliedern ankommt. Bedenken bestehen auch im Blick auf die billigen Igluzelte, die schlechten Fahrräder und dem Ziel, (Der Hahnenkamm ist zwar eine ganz nette Hügelkette ganz in der Nähe, aber da stehen unsere Jugendlichen doch nicht drauf, Alleine mit unseren "Chaoten" in der Pampa, das wird voll schnell langweilig.)

 

Die Einrichtungsleitung genehmigt das geplanten Projekt. Die Idee ohne großen Kostenaufwand direkt in unserer Umgebung ein erlebnispädagogisches Projekt anzubieten kommt gut an.

 

Gegen den Betreuungsschlüssel von 1: 4 ist nichts einzuwenden, da es sich um ein Projekt der Wohngruppe handelt in der ich arbeite und ich die Teilnehmer kenne.

 

Eine besondere Einverständniserklärung der Eltern ist nicht nötig, da es sich um eine Unternehmung der Wohngruppe, ohne besondere Risiken im Rahmen der pädagogischen Arbeit handelt.

 

Erforderliche Einverständniserklärungen der Erziehungsberechtigten liegen bei allen Jugendlichen seit dem Eintritt in die Wohngruppe vor.

 

 

4.2.2  Den Teilnehmern

 

In einem gemeinsamen Vorbereitungsgespräch mit den Teilnehmern stelle ich meine Ideen kurz vor, ohne den Eindruck zu erwecken dass das Wochenende so wie von mir geplant ablaufen muss.

 

Da sich die Teilnehmer unter den einzelnen Inhalten kaum etwas vorstellen können entsteht  Neugier. ("Wie sollen wir ein Floß bauen, einen Pizzaofen können wir doch nie bauen, mit unseren Schrotträdern kommen wir doch nie mehr als 5 km, zwei Nächte ohne WC und Dusche das geht nicht. Wie willst du am Lagerfeuer kochen, was ist wenn es regnet") 

 

Wir  tauschen unsere Erwartungen und Bedenken aus, und nachdem einige Ideen der Teilnehmer mit in die grobe Planung aufgenommen wurden, („wenn wir schon am See sind müssen wir auch angeln, wir müssen mindestens einmal unsere Handys aufladen, als Abschluss wäre eine Kinobesuch cool, baden, Wasserball und Fußball spielen muss auf jeden fall drin sein“) sind sich die Teilnehmer einige dass wir die „Hahnenkamm-ohne-Luxus-Tour-09“ zusammen durchziehen.

 

 

4.3. Vorbereitung

 

•  Kontakt mit dem Pächter des Baggersees aufnehmen um die Idee vorzustellen und zu fragen, ob es möglich ist am See zu Zelten. (telefonisch und persönlich)

•  Kontakt mit dem Zweckverband Hahnenkammsee aufnehmen um die Aktion "Floßbau" anzukündigen, und um die Genehmigung einzuholen mit einem selbstgebauten Floß den See zu befahren. Dies erschien mir wichtig da am Pfingstwochenende voraussichtlich viel los sein wird und es am See auch einen Bootsverleih gibt.

•  Jugendliche aktiv in die Vorbereitungen mit einbeziehen. Zusammen Fahrräder reparieren und fahrtüchtig machen. Aufgaben verteilen, - Kochlehrling kümmert sich um große Blecheimer zum Pizzaofen bauen, - überlegen was wir kochen, - besprechen welche Bekleidung und persönlichen Gegenstände eingepackt werden müssen.

•  Zusammen überlegen wir welche Ausrüstungsgegenstände benötigt werden.

Der zeitliche Rahmen steht fest, da die beiden Lehrlinge am Dienstag wieder arbeiten müssen und ein Gruppenmitglied Montag Abend um 19.30 Uhr aus der Beurlaubung zurückkommt und am Bahnhof abgeholt werden muss. Wir einigen uns darauf dass wir am Samstag gegen 10.00 Uhr losfahren und Sonntag gegen 18.00 Uhr zurück sein wollen.

 

 

4.4. Geplanter Projektablauf

 

Freitag 29.05.09

 

Um 22.00 Uhr nach dem Spätdienst fahre ich mit einem VW Bus und Anhänger in dem sämtliches Material, Zeltzeug, Lebensmittel Taschen der Teilnehmer gepackt ist zu mir nach Hause.

 

 

Samstag 30.05.09

 

Mein Fahrrad kommt mit in den Bus und ich fahre gegen 9.00 Uhr zu dem ca. 2 km entfernten See wo ich den Bus abstelle.

Ich fahre mit dem Fahrrad in die Wohngruppe von dort wollen wir gegen 11.00 Uhr mit den Fahrrädern wieder in Richtung See starten.

Vor dem Start werden die Räder nochmals kontrolliert und die Strecke auf der Karte angeschaut. Da wir nur Feld- und Waldwege fahren bestimmen wir mit Kompass und Karte die Richtung.

Für die 17 km Fahrstrecke sind grob 2 Stunden eingeplant, da Unterwegs immer wieder die richtige Strecke auf der Karte gesucht werden muss.

13.00 Uhr Ankunft am See – Aufbau der Zelte – Besprechen von Verhaltensregeln – Gemeinsamer Bau eines Pizzaofens und Vorbereitung zum Pizza backen.

17.00 Uhr der Pächter des Sees kommt um mit den Interessierten zu angeln.
Abends baden, Pizza backen, Lagerfeuer, geangelte Fische grillen

 

 

Sonntag 31.05.09

 

Nach einem gemeinsamen Frühstück und einer Aufwärmrunde wo jeder seine ersten Eindrücke schildert und die Erwartungen an den Tag formuliert gegen 11.00 Start mit dem Fahrrad zu dem 10 km entfernten Hahnenkammsee. Der Bus mit dem erforderlichen Material zum Floßbau ist bereits am See geparkt. Wir starten mit dem Spiel kleinstes Floß, und versuchen dann  zusammen ein Floß zu bauen und damit den See zu überqueren.

Am Spätnachmittag gegen 17.00 Uhr Rückfahrt mit dem Fahrrad zu unserem Lager

Abends grillen am Lagerfeuer, Besuch bei mir Zuhause um die Handys aufzuladen.

 

 

Montag 01.06.09

 

Ausschlafen, gemeinsames Frühstück, Spiele mit Seilen. Den Vormittag verbringen wir am Zeltplatz und versuchen eine Seilbrücke über den Baggersee zu spannen.

Kochen am Lagerfeuer.

Gegen 13.00 Uhr Radtour nach Gunzenhausen ca. 30 km um als Abschluss ins Kino zu gehen. Anschließend Rückfahrt mit dem Bus in die Wohngruppe.
Reflexion des Wochenendes beim gemeinsamen Abendessen in der Wohngruppe.

 

 

4.5. Notfallplan

 

•  Meine Handynummer, genauer Ort und Ablauf des Projektes sind der Einrichtungsleitung und der Rufbereitschaft bekannt, ich kann diese jederzeit über das Bereitschaftshandy erreichen

•  Ich habe einen  Bus am Lagerplatz abgestellt in dem bei Notfällen alle Teil-nehmer transportiert werden können. (Bei einem Notfall muss niemand am Zeltplatz zurückgelassen werden)

•  Meine Frau ist während des gesamten Wochenendes an unserem 2 km entfernten Wohnort erreichbar

•  Mit den Jugendlichen werden Verhaltensregeln beim Fahrradfahren und beim Baden im See besprochen

•  Ich verfüge über den Rettungsschwimmerschein, und einen Erste Hilfe Kurs

•  Die Jugendlichen haben meine Handynummer gespeichert dass sie mich jederzeit erreichen können.

•  Am Baggersee ist direkt an unserem Zeltplatz ein Bauwagen den uns der Pächter des Sees für den Fall das es Dauerregen gibt und zum Lagern der Lebensmittel zur Verfügung stellt.

•  Ich kenne die örtlichen Gegebenheiten genau (Zeltplatz Baggersee, Hahnenkammsee, sowie die geplanten Radstrecken)

•  Ich bin mit den geplanten Aktion gut vertraut (Rad, Floßbau, Seilelemente)

•  Ich kenne die Teilnehmer alle aus dem Wohngruppenalltag und kann so die Gruppendynamik und mögliche Reaktionen Einzelner gut einschätzen

 

 

4.6.Finanzierung

 

Die Finanzierung des Projektes erfolgt über den Etat der Wohngruppe es entstehen keine außergewöhnlichen Kosten.

Lebensmittel werden über das Essensgeld finanziert. Bei einem Richtwert von 4.10 € pro Teilnehmer und Tag macht dies 61.50 €

Zusätzliche Kosten werden über die Pauschale und das Wirtschaftsbedarfskonto der Wohngruppe abgerechnet.

Mit dem Kassenverantwortlichen der Wohngruppe werden die Ausgaben im Vorfeld durchgesprochen, da Rücklagen vorhanden sind ist die Finanzierung kein Problem.

Es entstehen zusätzliche Kosten in Höhe von: Benzin für Bus 20 €, Parkgebühr Hahnenkammsee 2 €, Kinobesuch 30 €, Leihgebühr Baumaterialien, Schwimmwesten Paddel für Floßbau 50 €, Ersatzteile für Fahrradreparaturen 25 €

 

 

4.7 Tatsächlicher Projektverlauf

 

Freitag 29.05.09

 

Am Ende meines Spätdienstes in der Wohngruppe um 22.00 Uhr ist der Bus mit allen benötigten Ausrüstungsgegenständen, Lebensmitteln und persönlichen Sachen der Teilnehmer beladen. Die Wetteraussichten  für das Wochenende sind sehr durch-wachsen, es ist zwar trocken, aber wolkig und kühl gemeldet. Bei den Temperaturen an diesem Abend um die 10° C kommen mir beim Anblick unserer einfachen Baumwollschlafsäcke die alle schon "ü 30 Jahre" sind leichte Bedenken, und ich packe lieber noch für jeden Teilnehmer zwei Wolldecken ein. Mit den Jugendlichen wird der Ablauf des morgigen Tages noch mal besprochen und die Funktionsfähigkeit der Fahrräder überprüft. Wir vereinbaren dass ich Morgen um 10.00 Uhr in der Wohngruppe sein werde, damit wir noch etwas Zeit haben und pünktlich um 11.00 Uhr starten können.

 

 

Samstag 30.05.09

 

Um 9.00 Uhr mache ich mich vom Lagerplatz am Baggersee mit dem Rad auf den Weg in die Wohngruppe. Den Bus mit sämtlichem Material hab  ich bereits am Lagerplatz abgestellt.

 

An diesem Morgen ist es sehr bewölkt und windig, ich bin motiviert und gespannt auf das gemeinsame Wochenende mit den Jungs aus der Wohngruppe.

 

Die geplante Abfahrt in der Wohngruppe hat sich aufgrund von kleineren Fahrradpannen leicht verzögert. Ein Jugendlicher hat sein Rad etwas unsanft auf den Boden fallen lassen, dummerweise auf die Seite des Schaltwerkes. Wir mussten also die Schaltung neu einstellen.

 

Als die Rucksäcke mit Kompass, Landkarte, Erste Hilfe Päckchen, Werkzeug für die Radtour, Getränken und einer kleinen Brotzeit gepackt waren wollten wir um 11.30 Uhr aufbrechen. Alle sitzen auf den Räder da stellt ein Teilnehmer fest "Platten im Vorderreifen".

 

Bei der letzten Fahrradkontrolle Gestern Abend waren alle Räder in Ordnung, dass der Teilnehmer heute Morgen eine kleine Tour über sämtliche Hindernisse in der Umgebung unternimmt war nicht eingeplant. Um die Geduld der restlichen Teilnehmer nicht unnötig zu strapazieren tauschen wir den Fahrradschlauch aus.

 

Nun kann es endlich losgehen. Nach 1 Kilometer Kreisstraße biegen wir in eine Schotterallee ein und ziemlich bald stellt sich die Frage wie wir quer Feldein  auf  Feldwegen zum Zeltplatz kommen. Auf der Bundesstraße kennen die meisten Teilnehmer zwar den Weg, im Gelände sieht dies jedoch ganz anders aus.

 

Bei einem ersten Stopp nach ca. 2,5 Kilometern gab es eine Einweisung in die Navigation mit Kompass und Karte. Die Jugendlichen kamen nach einigen Versu-chen mit der Navigation gut zurecht und an Wegkreuzungen versuchten sie selbst sich zu orientierten. Diese kleinen Stops lockerten, das für Ungeübte ziemlich anstrengenden Fahren auf Feldwegen, mit noch dazu sehr einfachen Fahrrädern, etwas auf, und machte den Teilnehmern Spaß.

 

Bei der ersten längeren Pause am Radlertreff "Eulenhof", wir sind ca. 11 Kilometer gefahren, machen sich bei zwei Teilnehmern erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Nach einer Stärkung geht es weiter und wir erreichten nach 2 Stunden um 13.45 Uhr unseren Lagerplatz am Baggersee in der Sandgrube. Die Jugendlichen sind selbst erstaunt, dass sie mit ihren "Schrottkarren" die Tour geschafft haben. Nach einer ersten Erkundung des Lagerplatzes kam sofort die Frage: "Wo ist hier die Toilette" ich erkläre, dass wir einen Spaten dabei haben und etwas abseits im Schilf Löcher in den Sand gegraben werden, die dann als Toilette benutzt werden können. Diese Vorstellung sorgte für Erheiterung unter den Teilnehmern und alle waren sich einig, bis wir wieder fahren muss keiner auf die Toilette. Mal sehen?
Der Aufbau der zwei Igluzelte nahm mehr Zeit in Anspruch als ich dachte. Die Teilnehmer hatten noch nie eigenverantwortlich ein Zelt aufgebaut und ein Lager mit Feuerstelle eingerichtet. Wir haben besprochen was zu beachten ist, dann lautete die Aufgabe zu zweit einen geeigneten Platz zu suchen und ein Zelt aufzubauen. Mir war es dabei wichtig den Jugendlichen nicht zuviel Verantwortung und Arbeit abzunehmen da sie aus dem Wohngruppenalltag eher eine rundum Versorgung gewöhnt sind.

 

Da es zum Abendessen selbstgemachte Pizza geben sollte und jeder schon Hunger darauf hatte war nun die ganze Gruppe gefordert zusammen Pizzaöfen zu bauen. Ich hatte Baumaterial für zwei Öfen dabei, wollte den Teilnehmern aber selbst überlassen welches Material sie verwenden und wie sie den Ofen konstruieren. Nach einer kurzen Einweisung, kein Teilnehmer konnte sich vorstellen wie aus Blecheimern und Ziegelsteinen, einem Ofenrohr, Sand Lehm und Steinen, ein Pizzaofen werden soll, beteiligten sich alle an der Planung und am Bau. Die ersten Bauversuche scheiterten daran dass jeder irgendeine Idee hatte, die Gruppe es aber nicht schaffte zusammen an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten. Da der Hunger immer größer wurde und die Zeit schon fortgeschritten war, zwei Teilnehmer gingen zwischenzeitlich lieber im See baden und hofften dass ich den Ofen fertig baue und die Pizza zubereite, mussten wir die Situation neu besprechen und Aufgaben verteilen um Heute noch zu einer Pizza zu kommen. Zwei Jugendliche waren für die Zubereitung  der Pizza verantwortlich, zwei für den Ofenbau. Ich habe beiden Teams immer wieder Tipps gegeben. Das Ergebnis dieser Gemeinschaftsarbeit waren, super Pizzas und das Gefühl aller Beteiligten zum Erfolg beigetragen zu haben. Die Teilnehmer waren überrascht, dass sie es geschafft haben, zusammen mit einfachen Mitteln Pizzas zu backen die auch noch hervorragend geschmeckt haben.

 

Gegen 18.30 Uhr kam der Pächter des Sees vorbei um mit den Teilnehmern zu angeln. Ein Jugendlicher hatte seine Angelausrüstung dabei und alle waren gespannt dabei und lauschten den Tipps vom Fachmann und den Geschichten von den "riesigen Hechten" im See. Die "Angler" hatten Heute kein Glück, da alle gefangenen Fische zu klein waren und zurück in den See geworfen werden mussten.

 

Die Wolken am Himmel haben sich mittlerweile gelichtet und es sieht ganz danach aus dass es Morgen sonnig und wärmer wird als Heute.
Wir sammeln Feuerholz und verbringen einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer. Bei Pizza und Tee gibt es eine erste Zwischenreflexion die zwar nicht geplant war, sich aber im Gespräch ergibt. Jeder erzählt, was hat mir Heute besonders gut gefal-len, was war nicht so toll. Im Laufe des späten Abends ergeben sich Gespräche in der lockeren Lagerfeuerrunde, die in der Wohngruppe so nicht möglich sind.

 

Gegen 1.00 Uhr kriechen alle ziemlich müde in ihre Zelte.

 

 

Sonntag 31.05.09

 

Um 8.00 holt meine Frau den Bus mit dem Material für den Floßbau und die Verpflegung für den Tag, und parkt ihn am 10 Kilometer entfernten Hahnenkammsee. Mit dem Teilnehmer der kurz nach 8.00 Uhr aus dem Zelt kriecht bereite ich ein Frühstücksbüfett auf der mitgebrachten Bierzeltgarnitur vor und entfache das Feuer zum Kaffee und Tee kochen.

 

Der letzte Teilnehmer wird um 10.00 Uhr geweckt. Nach dem gemeinsamen Frühstück steht das Stimmungsbarometer auf "super", wir besprechen das Vorhaben gemeinsam ein Floß am Hahnenkammsee zu bauen und fahren um 11.00 Uhr mit den Rädern los.

 

Die 10 Kilometer lange Strecke, die im Vergleich zu Gestern sehr bergig ist, bringt zwei Teilnehmer an ihre körperliche Leistungsgrenze. Es kommen erste Proteste wegen der körperlichen Anstrengungen und mir kommen Zweifel wegen der geplanten 30 Fahrradkilometer für Morgen.

 

Dem jüngste Teilnehmer geht das Fahren zu langsam, er bekommt eine Landkarte und macht sich alleine auf den Weg, um den Bus zu suchen der am See geparkt ist. Um 12.30 kommen alle am Hahnenkammsee an. Nach einer Pause mit Brotzeit wird das Material für den Floßbau ausgepackt.

 

Wir haben 6 Pkw Schläuche, 2 Zylinderfußluftpumpen, 4 Bretter 1,8 x 12 x 240 cm, 10 Bretter 1,8 x 12 x 180cm, 10 Spanngurte a 2 m, Seilstücke 10 m, einen Wurfsack, 4 Kanupaddel und eine Gewebeplastikplanen 4 x 6 m mit Metalösen an den Rändern sowie verschiedene Hilfsmaterialien (Klebeband, Schnur usw.) zur Verfügung.

 

Zur Hinführung an die Aufgabe Floßbau machen wir mit der Plastikplane ein Spiel, "kleinstes Floß". Wir versuchen auf der Plane Platz zu finden, nach jedem Versuch wird die Plane kleiner gefaltet.

 

Ich merkte schon bei diesem Spiel dass die Jugendlichen Probleme damit hatten dass sie von den vielen Spaziergängern und Radfahrern beobachtet wurden. So dauerte es auch einige Zeit bis sich die Teilnehmer an die Aufgabe Floßbau wagten. Kommentare: "Ist  doof wenn uns Andre zuschauen, ist doch voll peinlich, leihen wir uns lieber ein Ruderboot".

 

Die Zurückhaltung dauerte so lange bis bei einem Teilnehmer die Neugier überwog und er anfing sich Gedanken zu machen wie aus dem Bretterhaufen ein schwimmfähiges Floß werden kann. Um den Anderen den Einstieg zu erleichtern fragte ich nach ihren Ideen, der erste fing an einen Pkw Schlauch aufzupumpen und schon waren wir von Passanten umringt die sich für unser Vorhaben interessierten.

 

Die Zurückhaltung der Jugendlichen wandelten sich in kürzester Zeit in Aktivismus. Ausschlaggebend dafür waren wohl die kritischen Blicke und schlauen Ratschläge einiger Zuschauer, "das soll ein Floß werden, das euch trägt?" Es entstand eine Dynamik, alle Teilnehmer packten mit an und setzten sich das Ziel ein schwimmfähiges Floß zu bauen. Das Ziel dieser Aufgabe war damit erreicht dass sich jeder mit einbrachte und  Teamgeist entstand. Gegen 16.00 Uhr konnten die Schwimmwesten angelegt, und der erste Bauversuch zu Wasser getragen werden.

 

Der erste Schwimmversuch endete damit dass zwei Teilnehmer baden gingen. Die Gruppe war jedoch motiviert nicht aufzugeben und Veränderungen am Floß vorzunehmen (mehr Luft in den Reifen, stabilere Befestigung der Schwimmkörper), bis wir zusammen zu unserer Hahnenkammseeüberquerung starten konnten. Unser Gefährt war bald von Tret- und Ruderbooten umringt und den Floßfahrern war ein gewisser Stolz ins Gesicht geschrieben.
Unser Ziel war die Bootsanlegestelle am gegenüberliegenden Seeufer. Dort gab es für alle ein Eis und was noch wichtiger war anerkennende Bemerkungen von Passanten.

 

Mittlerweile war es 18.00 Uhr, die Floßfahrer waren ziemlich erledigt und teilweise durchnässt.

 

Wir beschließen nicht wie geplant mit den Rädern zum Lagerplatz zurückzufahren. Die Räder werden bis auf das, des Jüngsten Teilnehmers, der alleine mit dem Rad zurückfahren wollte, in den Bus gepackt, das Floß wurde grob zerlegt damit es in den Pkw Anhänger passte.

 

Den jüngsten Teilnehmer lasse ich alleine zurückfahren da er noch ausreichend Energie hat, und es für ihn wichtig ist den "Großen" zu beweisen dass er die 10 km noch schafft. Die Strecke ist ungefährlich, sie ist von der Hinfahrt schon bekannt und verläuft ausschließlich auf Wald- und Wirtschaftswegen.
Am Lagerplatz angekommen wird Feuerholz gesammelt und ein Feuer zum Grillen gemacht. 

 

Unser Fahrradfahrer kommt nach ca. 30 Minuten gut am Lagerplatz an.
Beim gemeinsamen Abendessen kommt ein Teilnehmer drauf dass die Akkus der Handys leer sind und wir ausgemacht haben ein mal am Wochenende die Handys zu laden.

 

Gemeinsam fahren wir mit den Rädern die 2 km zu mir nach Hause, und laden die Akkus auf. Zum Tagesabschluss wird am Lagerplatz noch ein Feuer angezündet und beim Austauschen der gemachten Erfahrungen ging ein erlebnisreicher Tag zuende.

 

 

Montag 01.06.09

 

Nach einem gemeinsamen und ausgiebigen Frühstück starteten wir mit zwei Seilspielen in den Tag. "Entfesselung" dazu binden sich immer zwei Teilnehmer ein 1.5 m langes Seilstück mit einem Ende an das linke mit dem anderen Ende and das rechte Handgelenk. Der zweite Teilnehmer bindet sich ebenfalls ein Seilstück an beide Handgelenke, fädelt sein Seil aber bevor er es an seinem zweiten Handgelenk festbindet hinter dem bereits festgebundenem Seil des ersten Teilnehmers durch. Beide Teilnehmer sind so durch die Seile an ihren Handgelenken miteinander verbunden. Die Aufgabe besteht darin sich zu befreien ohne die Knoten an den Handgelenken zu lösen.

 

Um noch intensivere Erfahrungen mit dem Element Seil zu machen spannen wir ein Seil im Gelände (die abwechslungsreiche Sandgrube bietet sich an, Hügel, Bäume, Schilf). An diesem Seil versucht nun jeder Teilnehmer blind entlang zu wandern.

 

Der anschließende Versuch eine Seilbrücke über den Baggersee zu spannen scheitert daran dass es auf der Lagerseite keine geeigneten Bäume gab. Die Jugendlichen nahmen die Idee der Seilbrücke auf und wir spannten ein 40 m Statikseil für eine Seilfähre.

 

Als Fixpunkt auf der Lagerseite diente die Deichsel vom Bauwagen und die Anhängekupplung vom VW Bus. Die Teilnehmer machten das Floß das schon teilweise zerlegt war noch mal flott und jeder musste ohne nass zu werden, zuerst sitzend und dann stehend, ohne Paddel, den See überqueren. Das gespannte Seil diente nach der Fährenaktion als Mittellinie für ein Wasserballspiel.

 

Zum Mittag bereiteten wir gemeinsam Spagetti mit Käse-Sahnesoße über dem Lagerfeuer zu.

 

Nach dem Essen war eine Lagebesprechung nötig. Die Teilnehmer waren nicht mehr für den letzten Programmpunkt des Wochenendes zu motivieren. Es war eine Radtour (teilweise über Trails im Wald) in das 30 km entfernte Gunzenhausen geplant mit dem Ziel eines gemeinsamen Kinobesuches als Abschluss des Wochenendes.

 

Da sich die Teilnehmer auf den Kinobesuch gefreut haben, die Strecke konditionell aber nicht mehr mit dem Fahrrad zu machen war, einigten wir uns darauf, das Lager gemeinsam abzubauen, und alles einzupacken und dann mit dem VW Bus die 30 Kilometer ins Kino zu fahren. Nach dem Kinobesuch fahren wir noch mal am Baggersee vorbei, laden die Fahrräder in den Bus, nehmen den Pkw Anhänger mit und fahren zurück in die Wohngruppe. Wir mussten um 19.30 Uhr Zuhause sein da ein Gruppenmitglied aus der Wochenendbeurlaubung zurückkommt.

 

 

4.8 Abschluss des Projektes

 

Um den Tag und das erlebnisreiche Wochenende im richtigen Rahmen ausklingen zu lassen, bereiten wir in der Wohngruppe gemeinsam ein Abendessen vor.

 

Nachdem sich alle gestärkt haben und bevor jeder von den Dingen des Alltags eingeholt wird (Vorbereitung der Beurlaubung zu den Eltern, duschen, Wäsche waschen....) tauschen wir uns über die Erfahrungen der letzten drei Tage aus.
Jeder Teilnehmer nennt zuerst einen Punkt der ihm überhaupt nicht gefallen hat, auf was er auch verzichten könnte. In der zweiten Runde nennt jeder einen Punkt der ihm besonders gut gefallen hat, bzw. ihm sehr wichtig war. In einer dritten Runde tauschen wir uns darüber aus was für uns als Gruppe wichtig war, und was wir bei-behalten möchten.

 

Die Jugendlichen die dann noch Lust haben können die gemachten Fotos am PC anschauen.

 

 

5. Nachbereitung

 

5.1 Reaktionen der Teilnehmer

 

In den Tagen und Wochen nach unserer Tour war diese in der Wohngruppe Hauptgesprächsthema. Die Jugendlichen schlachteten ihre Erlebnis jeder auf seine Weise aus. Bei den gemeinsamen Abendessen an denen auch die Lehrlinge die den ganzen Tag über nicht da sind teilnehmen, kommen die unterschiedlichsten Reaktionen.

 

Für mich war es interessant dass Jugendliche die nicht dabei waren, zu mir kamen und fragten ob es schon stimmt dass wir einen Pizzaofen gebaut haben, oder beinahe mit dem Floß abgesoffen sind, oder als Toilette einfach ein Loch in den Sand gegraben haben.

 

Die Reaktionen der Teilnehmer waren grundsätzlich sehr positiv und alle waren sich einig dass wir so was Ähnliches unbedingt wiederholen müssen.

 

Die Teilnehmer empfanden es als positiv im Team Aufgaben zu lösen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppe ist gewachsen, und ich denke, dass sich die Ein-zelnen in Alltagssituationen an dieses positive Gefühl erinnern, und vielleicht bei Problemen auf die Anderen zugehen und gemeinsam nach Lösungen suchen.

 

Die Reaktionen waren:

"Hätte ich nicht gedacht dass wir das schaffen"

"Ist echt cool, gemeinsam an so einem Ding (Floß) zu bauen"

"Wenn alle zusammenhelfen geht echt was"

"Die Zeit ist voll schnell vergangen, ich hätte gedacht der Trip wird voll langweilig und öde"

"So was machen wir doch wieder – oder?"

"Wir könnten doch mal alle zusammen mit einem Floß auf einem großen Fluss fahren"

"Auch ohne Luxus war die Tour cool"

"Voll cool dass Du die ganzen Aktionen mitgemacht hast"

 

 

5.2 Reaktionen der Einrichtung

 

Die Mitarbeiter im Team waren schon etwas überrascht das die Aktion, bei der es meistens um körperliche Aktivitäten ging, bei den sonst so bewegungsfaulen Jugendlichen gut angekommen ist. "Das hätte ich nicht gedacht, dass so was mit unseren Jugendlichen geht."

 

Die Einrichtungsleitung bekommt den Bericht und eine CD mit sämtlichen Bildern die bei der Aktion gemacht wurden. Die Reaktion war sehr positiv. Die Idee, in der Region, kostengünstige Projekte anzubieten bei denen die Jugendlichen gefordert und gefördert werden und bei denen spezielle Ziele verfolgt werden kommt gut an, und soll auch für andere Wohngruppen angeboten werden.

 

 

6. Reflexion

 

6.1 Zielreflexion

 

Wenn ich mir die Ziele noch mal anschaue die ich mir bei der Planung des Projektes gesteckt habe, kann ich sagen dass die persönlichen Ziele, eines gemeinsamen Erlebnisses  mit positiven Impulsen, sowie die Förderung von Verantwortungsgefühl und Teamfähigkeit speziell für die Jugendlichen der Wohngruppe Löpsingen, erreicht wurden.

 

Die Teilnehmer haben sich darauf eingelassen ohne den gewohnten Luxus des All-tages an einem erlebnispädagogischen Projekt teilzunehmen und neue Erfahrungen zu machen.

 

In der Abschlussreflexion wurde klar dass die Ziele, die mir für die Wohngruppe wichtig waren (die Förderung der Kommunikation, die Steigerung des Zusammenhaltes,  die Gruppendynamik positiv beeinflussen siehe 2.3.2) erreicht wurden.

 

Die einzelnen Teilnehmer konnten Neues ausprobieren, haben Grenzen erkannt und ihren Körper durch den Einsatz ihrer Kraft und Energie bewusst wahrgenommen. Das Selbstwertgefühl der Teilnehmer wurde durch ein positives Gruppenerlebnis, bei dem sich jeder einbringen konnte, gestärkt.

 

 

6.2 Persönliche Reflexion

 

Bei der Durchführung des Projektes war mir das gemeinsame Erlebnis mit den Jugendlichen wichtig. Ich wollte neue Impulse vermitteln, und die Gruppendynamik positiv beeinflussen. Bei der Durchführung des Projektes wurde mir klar, dass es wichtig ist, gegen die eigene Trägheit und gegen die allgemein verbreiten Meinungen und Ansichten ("das kommt bei den Jugendlichen eh nicht an, das schaffen die nie, da machen die nie mit"), an Ideen festzuhalten und sich für die Durchführung von  erlebnispädagogischen Projekten einzusetzen. 

 

Gerade in der Jugendhilfe ist es notwendig, das Ursprüngliche, das Natürliche, das Erlebnis zu ermöglichen. Die eigentliche und unmittelbare Welt ist oft nicht mehr zugänglich oder nur virtuell als imaginäre Fernsehwelt vorhanden. In den geplanten und gewollten Zumutungen von erlebnispädagogischen Projekten erfahren die Teilnehmer ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen. Der gewollte Verzicht auf die Bequemlichkeiten der Zivilisation schafft einen Rahmen in dem Teilnehmer und Pädagogen gleichen Bedingungen und Belastungen ausgesetzt sind. Das Erlebte kann zu einer nachhaltigen Erfahrung werden, das die Persönlichkeitsentwicklung des jungen Menschen positiv beeinflussen kann.

 

Ich denke dass qualifiziert Erlebnispädagogen die entsprechende Projekte anbieten die Gesamtatmosphäre einer Einrichtung prägen und dass erlebnispädagogische Konzepte für die Qualitätssicherung in der Jugendhilfe einen wichtigen Beitrag leisten.

 

Die Erlebnisqualität ist gebunden an eine verantwortliche und fachkompetente Vermittlung. Mein Ziel ist es auch zukünftig erlebnispädagogische Projekte nicht nur für die Wohngruppe sondern gruppenübergreifend für die gesamte Einrichtung anzubieten. Dabei sollen junge Menschen in direkter Herausforderung mit den natürlicher Gegebenheiten und Realitäten  der Natur, ihre eigenen Grenzen und Möglichkeit erfahren, um so in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert zu werden.

 

 

7. Öffentlichkeitsarbeit

 

Ein ausführlicher Bericht mit Bildern wird auf der Website des Jugendhilfeverbundes Donau-Ries veröffentlicht.

 

 

8. Literaturverzeichnis

 

Kooperative Abenteuerspiele 1 – Rüdiger Gilsdorf, Günter Kistner – Kallmeyer

Kooperative Abenteuerspiele 2 – Rüdiger Gilsdorf, Günter Kistner – Kallmeyer

Sicherheitsstandards in der Erlebnispädagogik – Hubert Perschke, Peter Flosdof – Juventa

Lehrgangs-/Kursunterlagen der Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP

 

 

9. Anhang

 

Die erforderlichen Einverständniserklärungen sind bei allen Teilnehmern seit der Aufnahme in den Jugendhilfeverbund automatisch vorhanden. Für das erlebnispädagogische Projekt ist nur die Einverständniserklärung für medizinische Notfallversorgung und die Einverständniserklärung für Photoarbeiten erforderlich

 

•  Info Jugendhilfe Netzwerk in Nördlingen

•  Organigramm Jugendhilfeverbund

•  Info Wohngruppe

•  Einverständniserklärung Fotoarbeiten

•  Einverständniserklärung  medizinische Notfallversorgung

•  Bilder

 

 

 

 

 

Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik

im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP

des KAP-Institutes

 

 

"Hahnenkamm-ohne-Luxus-Tour 2009"

Ein Pfingstwochenende in der "Wildnis" direkt vor unserer Haustüre

 

Erlebnispädagogisches Projekt von Bernd Täschlein 

 

 

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